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Durch die Nacht

Roman

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»Einer der wichtigsten Autoren meiner Generation« Karl Ove Knausgård

Karl Meyer ist Zahnarzt und führt ein durch und durch bürgerliches Leben. Doch als sein erst achtzehnjähriger Sohn Ole-Jakob Suizid begeht, droht es die Familie zu zerreissen. Karls Frau Eva steht unter Schock, die Tochter Stine verstummt. Auch Karl ist in seiner Trauer gefangen. Er denkt zurück an sein Kind, vor allem aber an das, was die Familie schon vor dessen Tod auf eine Belastungsprobe stellte: Karls Liebschaft mit der deutlich jüngeren Mona. Ist es diese Affäre, die Ole-Jakob in den Tod getrieben hat? Die Schuldfrage steht im Raum - und Karl läuft davon.
Er begibt sich auf eine Reise in die Slowakei. Dort hofft er, Erlösung zu finden: in einem Haus, in dem man, so heisst es, mit seinen tiefsten Ängsten konfrontiert wird - und das man entweder geheilt oder gebrochen verlässt.
>Durch die Nacht< ist die Anatomie eines Trauerprozesses und ein Buch, das unter die Haut geht. Stig Sæterbakken schont seine Leser nicht. Dieser so dringlich erzählte Roman schildert die Abgründe, die in uns allen lauern, und wie leicht wir die verletzen, die uns nahestehen.
Rezension
»Lektüre, die unter die Haut geht. […] Intensiv, erschütternd, lesenswert.«
Carina Kontio, HANDELSBLATT

»Stig Sæterbakkens ›Durch die Nacht‹ [...] könnte aber ein Klassiker der Trauerliteratur werden.«
Nina Berendonk, DONNA

»Und so kraftvoll und direkt die Sprache ist, die er für die Trauer und die Wut findet, so leise und zärtlich beschreibt er die schönen Erinnerungen […] Die Erzählung entwickelt eine solche Sogkraft, dass man das Buch bis zur letzten Szene nicht mehr aus der Hand legen kann.«
Anne Burgmer, KÖLNER STADT-ANZEIGER
Portrait
Stig Sæterbakken (1966-2012) gehört zu den wichtigsten norwegischen Autoren der letzten Jahrzehnte. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Essay- und Lyrikbände und arbeitete zudem als Übersetzer.
Karl-Ludwig Wetzig arbeitet als Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen. Er hat u. a. Jón Kalman Stefánsson, Gunnar Gunnarsson, Hallgrimur Helgason und Johann Bargum ins Deutsche übertragen.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.07.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783832184698
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel >Gjennom natten<
Dateigröße 935 KB
Übersetzer Karl-Ludwig Wetzig
Verkaufsrang 13798
eBook
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Fr. 22.90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 18.10.2019
Bewertet: anderes Format

Der Sohn, Ole, ist 18 Jahre alt und bringt sich um...dies ist die furchtbare Situation mit der die Familie Meyer umgehen muss. Die Mutter unter Schock, die Schwester spricht nicht mehr und der Vater weiß nicht wohin mit seiner Schuld! Ein Buch wie ein Schlag in den Magen. Lesen!

Wenn Trauer übergroß ist ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 10.10.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Karl Meyer lebt ein durchschnittliches Leben. Er ist Zahnarzt, verheiratet, hat ein hübsches Haus und zwei Kinder. Alles läuft im Einheitstrott, das Leben hat sich bequem gemacht und ist der typische bürgerliche Standard. Aber dann begeht der achtzehnjährige Sohn Suizid und lässt eine verstörte, zerrissene Familie zurück. Die Mu... Karl Meyer lebt ein durchschnittliches Leben. Er ist Zahnarzt, verheiratet, hat ein hübsches Haus und zwei Kinder. Alles läuft im Einheitstrott, das Leben hat sich bequem gemacht und ist der typische bürgerliche Standard. Aber dann begeht der achtzehnjährige Sohn Suizid und lässt eine verstörte, zerrissene Familie zurück. Die Mutter ist unter Schock, die Tochter verstummt und Karl, gibt sich die Schuld. Schon vor dem Tod, stand die Familie auf der Kippe und unter einer großen Belastungsprobe, denn Karl hatte eine Liebschaft mit der jungen Mona. Nun denkt er, dass diese Affäre daran Schuld ist, dass er sich immer mehr seiner Familie entzogen, entfremdet hat und somit der Auslöser für diese Tat war. Verzweifelt versucht er der Schuldfrage auf den Grund zu gehen und läuft am Ende doch davon. Er geht auf eine Reise, in die Slowakei, zu einem Haus, das einem mit den tiefsten Ängsten konfrontiert und dem man nachsagt, entweder gebrochen oder geheilt daraus heraus geht. Was wird Karl dort finden? Kann er mit dem Tod seines Sohnes noch umgehen? Und wird die Familie mit der Trauer fertig? Durch die Nacht, wurde mir ehrlich gesagt vom gesamten Dumont Verlag ans Herz gelegt. Trotz der Schwere des Textes und des schwierigen Themas, waren alle überwältig, ergriffen und schockiert von der Eindringlichkeit des Autors. Eine Geschichte also die nachdenklich macht, einen nicht loslässt und verstört entlässt. So hatte ich das zumindest verstanden und so habe ich es auch gelesen und nun, versuche ich das alles in Worte zu kleiden, was gar nicht einfach ist. Karl Meyer beginnt seine Geschichte mit seiner Trauer, die überwältigend, übermächtig und nicht einfach zu ertragen ist. Er ist nur noch eine Hülle, die mit Schmerz gefüllt ist und die Frage nach dem warum, lässt keinen in der Familie los. Er erinnert sich zurück, wie er seine Frau kennenlernte, wie man sich am Anfang Mühe gibt, wie sich das Gefühl einstellt, das ist es und sich ein Leben zusammen aufbaut. Die Kinder kommen, das bürgerliche Leben nimmt zu und während alle um sie herum, private Dramen erleben, ist die Familie Meyer unverwüstlich. Aber dem ist nicht so. Karl lernt auf einer Party Mona kennen und seine Gefühle leben wieder auf, es kommt frischer Wind in sein Leben und er verspricht sich so viel mehr davon, als es ist. Zurück lässt er seine Familie, seine Frau begegnet ihm mit Gleichgültigkeit, sein Sohn mit Verachtung, nur seine Tochter glaubt noch an ihm. Nachdem sich die Hochgefühle gelegt haben und Karl, langsam dämmert, was ihm dieses Abenteuer kostet, möchte er zurück, in den Schoss der Familie, aber so einfach ist es wohl nicht. Und dann passiert es, die Welt bricht zusammen und es herrscht auf ewig Nacht. Die Geschichte wird in zwei Teilen erzählt, den ersten widmet der Autor der Familie, oder besser, dem Zerfall einer Ehe. Wie sich Routine und Gefühle verändern können, wie man unbewusst auf den Abgrund zusteuert und zu spät über die Folgen nachdenkt. Dieser erste Teil hat mich hart gepackt und es standen dort so viele Kleinigkeiten, die man selber kennt, die einen überraschten, erschreckten und sofort nachdenken liessen. Dazu die Worte über Trauer, die absolut überwältigend dieses Gefühl beschrieben, die einen mit hinabzogen, fühlen und erschrecken liessen. Wie leer man sich fühlt, wie gebrochen man ist und wie die Frage, warum, einen nicht los lässt. Für mich war es so menschlich, authentisch und schockierend, wie man solche Gefühle durch Worte transportieren kann. Wie kann man über so etwas so schreiben, was einem so nahe geht. Ich denke, dass der Autor sich schon länger mit der Dunkelheit beschäftigt haben muss, um so zu schreiben, und leider ist dieses Werk auch sein letztes Buch gewesen, denn er hat später selber Suizid begangen. Der zweite Teil der Geschichte ist die Reise von Karl, die Reise zu sich selbst, die Reise von Egoisten. Während man im ersten Teil noch Karl verstehen konnte, auch wenn er dort nicht unbedingt gut abschneidet, macht der zweite Teil ihn für mich immer unsympathischer. Aber Trauer gibt es in vielen Formen und jeder muss wohl seine eigene Art, der Verarbeitung suchen. So reist Karl durch die Welt und hofft, auf irgendeine Erlösung. Dieser Teil blieb mir etwas zu weit weg, zu fantastisch und sehr auf einen Trip angelegt. Irgendwie hatte ich gehofft, das Karl sich eher mit dem Leben seines Sohnes befassen würde, als mit seiner Schuldfrage. Aber seine Trauer ist so tief, dass es wohl kein Entkommen gibt und so schlittert er immer tiefer in die Dunkelheit ein, ohne zu erkennen, das es noch Menschen gibt, die ihn vielleicht brauchen. Und dann das Ende. Für mich ein Hammerschlag und ich musste es zweimal lesen, weil ich die Tragweite und das Ausmaß gar nicht fassen konnte. Durch die Nacht ist mit Sicherheit kein leichtes Buch, für mal eben zum weg lesen. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht, die einen packt und durchschüttelt. Bewegend, schockierend, verwirrend und lange noch nachklingend. Eine Wucht an schonungslosen Gefühlen und starker Worten.

Eine Geschichte über Trauer
von margaret k. am 28.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nachdem sein Sohn Selbstmord begeht, muss Karl versuchen mit sich selbst und seinem Leben klarzukommen. Er denkt an seine vergangenen Handlungen nach und versinkt immer tiefer in seiner Trauer. Der Schreibstil des Autors ist sehr eindringlich und ergreifend. Man kann die Trauer fast schon greifen und versinkt geradezu beim L... Nachdem sein Sohn Selbstmord begeht, muss Karl versuchen mit sich selbst und seinem Leben klarzukommen. Er denkt an seine vergangenen Handlungen nach und versinkt immer tiefer in seiner Trauer. Der Schreibstil des Autors ist sehr eindringlich und ergreifend. Man kann die Trauer fast schon greifen und versinkt geradezu beim Lesen in dieser düsteren Atmosphäre. Deswegen fand ich es nicht einfach dieses Buch zu lesen. Denn es wirkt sehr drückend und deprimierend und ich habe es zwischendurch immer mal wieder weggelegt deshalb. Dennoch ist es unglaublich faszinierend wie der Autor es schafft ein Bild von diesem Gefühl aufzustellen, sodass man genau weiß wie sich der Protagonist fühlt. Es ist als ob man zusammen mit ihm in einer Blase abseits der Welt sitzt und alles beobachtet. Diese Distanz wirkt dabei sehr bedeutungsvoll und ich glaube, dass alles einen gewissen Sinn in diesem Buch hat und der Autor es sehr genau und intensiv durchdacht hat. Dennoch ist die Geschichte nicht einfach und es gibt einige Stellen, die sehr detailliert erzählt wurden, für mich aber überhaupt keinen Sinn gemacht haben. Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch nicht immer ganz verstanden habe. Besonders die Personen, über die man scheinbar nicht viel erfährt, außer das was Karl über sie denkt, konnte ich nicht greifen. Und auch Karl selbst ist ein schwieriger Charakter, dessen Handlungen ich nicht nachvollziehen konnte. Letztendlich hat mich dieses Buch genauso begeistert wie es mich abgeschreckt hat. Ich habe eine ganze Weile gebraucht um es durchzulesen und finde es jetzt immer noch schwer eine Meinung darüber zu bilden. An sich ist es wirklich gut und tiefgründig geschrieben, doch das Thema ist schwierig und man muss schon ziemlich darüber nachdenken, um es wirklich verstehen zu können.