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Literatur, wie ich sie liebe!

Eine Kundin / Ein Kunde , am 11.09.2013

Das ist Literatur, wie ich sie liebe!
Dieses Buch bietet zwei Kurzgeschichten, die durch ihre emotionale und inhaltliche Tiefe beeindrucken. Beide stimmen sie auf ihre Art jeweils sehr nachdenklich, hinterlassen viele Gedanken, mit denen man sich auseinandersetzen kann. Die Stimmung ist eher bedrückend, aber es muss ja nicht immer ein Happy End sein, das ist meist ohnehin zu vorhersehbar.
Auch stilistisch und orthographisch sind die Texte gelungen und ausgereift, wobei mir "Verloren" am besten gefällt.
Die Texte haben etwas sehr Eingenständiges, Unverwechselbares, Einfühlsames. Das schätze ich sehr.

7 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Die vergessenen Kinder - Rita Bittner
Die vergessenen Kinder
von Rita Bittner
(4)
eBook
Fr. 0.00

Jäger, Schwerter, Edelsteine

Eine Kundin / Ein Kunde , am 10.09.2013

Wie der Titel des Romans unschwer vermuten lässt, ist die Hauptfigur der Jäger Toran. Er lebt auf der Insel Khesin, die einen eigenständigen Staat bildet und von König Thar regiert wird. Der gutmütige Herrscher ist Torans Freund. Daher bittet er ihn gelegentlich um Hilfe, wenn ein brisanter Auftrag ansteht, den er in vertrauenswürdigen Händen wissen will. So auch jetzt: Toran soll sich im Palast des Monarchen einfinden. Auf dem Weg dorthin hat er jedoch einen Unfall im Gebirge, wird aber von zwei Heilerinnen gerettet. Als er dann endlich am Königshof eintrifft, erklärt ihm der Herrscher, dass er auf dem Festland nach einem wertvollen Zepter suchen soll, das womöglich in falsche Hände geraten könnte. Toran macht sich also auf die beschwerliche Überfahrt ins Land Goor. Begleitet wird er von Tarax, dem er kurz vor der Abreise das Leben gerettet hat. Die beiden haben so manches gefährliche Abenteuer zu bestehen.

„Toran der Jäger“ ist in einer mittelalterlich anmutenden Welt angesiedelt, in der allerhand Schwertkämpfe bestritten werden. Dementsprechend ist auch die Wortwahl des Romans ausgefallen. Die Ausdrucksweise ist gehoben, altertümlich und abwechslungsreich. Ab und an gibt es ein paar Wortwiederholungen und vor allem zu Beginn des Romans hat man den Eindruck, dass der eine oder andere Absatz ein wenig mit Adjektiven überladen ist. Das gibt sich im Verlaufe der Geschichte jedoch. Die Handlung wird mit viel Liebe zum Detail geschildert, manchmal für meinen Geschmack ein bisschen zu ausufernd. Insgesamt kann aber ein positives Fazit gezogen werden, zu dem auch die tadellose Rechtschreibung beiträgt.
Ein wenig gewundert habe ich mich über den Prolog, der den kompletten Inhalt des Bandes vorwegnimmt. Zwar möchte man ihn wegen des feinen sprachlichen Niveaus trotzdem selber lesen, doch nimmt es der Handlung etwas von der notwendigen Spannung.

Man erhält einen soliden Fantasy-Roman, der diesem Genre mehr als gerecht wird, auch wenn er wenig zu bieten hat, was darüber hinausreicht. Ab und an ist der Stoff jedoch ein wenig blutrünstig. Allzu zart besaitete Gemüter sollten sich also vorsehen. Zu empfehlen ist das Buch also in erster Linie für die Anhänger der Fantasy. Sie werden ihn lieben. Und eine Fortsetzung ist ja bereits vorhanden.

Toran der Jäger - Philipp Tholey
Toran der Jäger
von Philipp Tholey
(1)
eBook
Fr. 2.50

„Ich bitte Sie. Ein Drache, was ist das schon?“

Eine Kundin / Ein Kunde , am 06.09.2013

Der Roman „Detektive & Drachen“ des Indie-Autors Marc E. Valentin hat mich bereits durch sein drolliges Titelbild neugierig gemacht. Und beim Studium des Klappentextes ergibt sich die Erkenntnis, dass hier eine Mischung aus zwei Genres vorliegt, nämlich der Detektivgeschichte und der Fantasy. Das verspricht interessant zu werden. Ob die Kombination gelungen ist, erfahrt Ihr hier.

Marc Arson ist Privatdetektiv. Seinen Unterhalt bezieht er gewöhnlich mit der Bespitzelung fremdgehender Ehemänner, wobei es sich meistens nicht um „Männer“, sondern um Trolle handelt, denn er lebt in einem Land, das alle möglichen Geschöpfe beherbergt. Eines Tages erhält er Besuch von einem Boten eines wohlhabenden Adeligen aus einer reichen Stadt im Norden. Der sucht nämlich nach einem fähigen Ermittler, um ein Verbrechen aufzuklären. Seine Tochter ist von einem Drachen geraubt worden. Um sie aus den Fängen der Kreatur zu erretten, bekommt Marc Arson einen Begleiter namens Eduard mit auf den Weg. Die beiden begeben sich also in das Gebiet der Drachen, ohne einen konkreten Plan zu haben, wie der „Fall“ zu lösen ist.

Gleich in den ersten Szenen wird eines klar: Es wird sehr viel Spaß machen, den Roman zu lesen, denn Humor ist in Hülle und Fülle vorhanden. Zum einen ergibt sich der aus der doch skurril wirkenden Mischung von Ermittlungsarbeit und Märchenmotiven. Eigentlich passt das ja nicht so recht zusammen, was die besondere Komik mancher Szenen erklärt. Zum anderen kommen immer wieder scherzhafte Einwürfe vor, die bisweilen sogar auf historische Werke Bezug nehmen. Allerdings ist auch festzustellen, dass man des Öfteren Rechtschreib- und Grammatikfehler vorfindet, was sich im Laufe der Geschichte ein wenig bessert. Die Wortwahl ist wiederum die reine Freude, aufgeweckt und einfallsreich. Die Handlung bietet auch die eine oder andere Überraschung. Langeweile wird beim Lesen sicher nicht entstehen.

Für 3,99€ bekommt man mit „Detektive & Drachen“ eine urkomische erheiternde Geschichte, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Das Konzept der Vermengung zweier Genres ist durchaus aufgegangen. Wer die vorhandenen Fehler verschmerzen kann, wird mit humorvoller und geistreicher Lektüre belohnt, die für alle Altersklassen etwas zu bieten hat. Das Buch ist trotz der nicht ganz perfekten Form eine Empfehlung.

Detektive & Drachen - Marc E. Valentin
Detektive & Drachen
von Marc E. Valentin
(1)
eBook
Fr. 5.00

Torschusspanik

Eine Kundin / Ein Kunde , am 06.09.2013

Nein, in der Überschrift zu dieser Rezension ist KEIN Fehler! Den Begriff habe ich im Roman „Spiel, Satz, Unentschieden“ von Indie-Autorin Jacky Ried entdeckt und dort trifft er genau ins Schwarze, denn die „Torschusspanik“ ist die Angst davor, einen Volltreffer zu erzielen. Bei so einem netten Wortspiel ist eine Rezension nicht weit.

Die Heldin der Geschichte heißt Johanna. Sie steckt gerade mitten in den Vorbereitungen ihrer Hochzeit. Sie hat nämlich ihren „Topf“ gefunden, zu dem sie wie der „Deckel“ passt. Doch dann ergibt sich eine unerwartete Komplikation, als sie ihren Ex wiedertrifft, den sie bereits aus ihrem Gedächtnis verbannt hat. Ein einziges Lächeln genügt und die „Torschusspanik“ setzt ein. Johanna fragt sich, ob ihr „Topf“ wirklich der Richtige und weshalb die Beziehung mit dem Ex gescheitert ist. Da sind vielfältige Irrungen und Wirrungen natürlich schon vorprogrammiert.

Die Gedankenspiele der Hauptfigur werden in lässiger, eher umgangssprachlicher Art einem imaginären Zuhörer mitgeteilt, der ab und zu per „Du“ angeredet wird. Die Umsetzung in die Textform weist allerdings ein paar kleinere Mängel auf. So ist die Kommasetzung in vielen Fällen nicht stimmig und auch sonst finden sich Grammatikfehler. Was den Stil betrifft, ist zu sagen, dass er recht pfiffig und unterhaltsam rüberkommt. Immer wieder trifft man auf erheiternde Formulierungen. Jedoch hätte ich mich über ein Synonym für den „Topf“ gefreut. Der wird nämlich im ganzen Buch nur so genannt und nie anders.

Was mir gefallen hat, ist die erfrischende Natürlichkeit, die Johannas Charakter ausmacht. Sie hält sich weder für eine Schönheitskönigin, noch fliegt sie die Karriereleiter wie von selber hoch. Sie bleibt einfach sie selbst und weiß, dass nicht alles, was sie anstellt, unbedingt das Klügste sein muss. Das lässt sie einfach sympathisch wirken.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Spiel, Satz, Unentschieden - Jacky Ried
Spiel, Satz, Unentschieden
von Jacky Ried
(3)
eBook
Fr. 2.00

Gefühlsachterbahn

Eine Kundin / Ein Kunde , am 06.09.2013

Stilistisch ist der Text sehr gut gelungen. Vor allem werden die Gefühle der Protagonistin sehr ausführlich und nachvollziehbar geschildert, wodurch der Roman eine mitreißende Wirkung erzielt. Man kann sich gut in Milas Lage hineinversetzen und leidet förmlich mit ihr mit. Die Handlung entwickelt sich in eine Richtung, die man am Anfang nicht unbedingt erwartet, und bis zum Ende hin wird reichlich Spannung aufgebaut, da die Auflösung buchstäblich in letzter Sekunde erfolgt. Orthographie und Grammatik machen ebenfalls einen äußerst erfreulichen Eindruck.

„Bittersüße Sehnsucht“ spricht alle Freunde von anspruchsvollen Beziehungsromanen an, denen eine sorgsame und professionelle Ausarbeitung zugrunde liegt. Das Buch ist erst ab 18 Jahren freigegeben. Allerdings hätte auch eine Beschränkung ab 16 ausgereicht.
So ist „Bittersüße Sehnsucht“ eine sensibel erzählte Geschichte über eine liebenswerte Frau, die so einiges durchmachen muss, aber dennoch nicht den Mut verliert. Lesenwert!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Bittersüße Sehnsucht - Tanja Rauch
Bittersüße Sehnsucht
von Tanja Rauch
(3)
eBook
Fr. 1.50

Für Science Fiction Fans

Eine Kundin / Ein Kunde , am 06.09.2013

Die Science Fiction ist ein Genre, dessen Fangemeinde in den vergangenen Jahren zwar etwas geschrumpft ist, nach wie vor aber tapfer die Stellung auf der Brücke hält. Da ist es erfreulich, dass mit „Schattengalaxis“ eine neue Romanreihe von Indie-Autor Daniel Isberner entsteht, deren erster Teil hier vorliegt. Als bekennender Möchtegern-Raumschiffkapitän habe ich mir das selbstverständlich umgehend in meine Rezensionsstation gebeamt und mit dem Tricorder durchgescannt. Das Ergebnis der Analyse könnt Ihr jetzt lesen.

In nicht allzu ferner Zukunft hat die Menschheit die Nachbarschaft der Erde besiedelt und sich entsprechend vermehrt. Der gute alte Blaue Planet ist hingegen durch die Umweltbelastung angeschlagen. Die Regierung beschließt, ihn durch Terraforming zu erhalten. Dieses Unterfangen scheint zunächst auch zu gelingen. Aber schon nach kurzer Zeit beginnt sich ein mysteriöser Schatten über die Erde zu legen, der sich immer weiter ausbreitet und die Existenz der Menschheit bedroht. Bald ist nur noch ein einziges bewohntes System nicht davon betroffen. Das Raumschiff Hagner vom Planeten Rateri I soll ausgesandt werden, um dem Geheimnis des Schattens auf den Grund zu gehen. Doch die Mission muss so einige Hürden nehmen, bevor sie endlich starten kann.

Außerdem spielt sich währenddessen noch eine weitere Begebenheit ab. In einem Supermarkt auf dem Planeten Rateri II wird die Agentin Ranai in einen Überfall verwickelt, und das an ihrem freien Tag. Da sie ein Profi ist, gelingt es ihr zügig, die Räuber zu eliminieren. Später erhält sie einen neuen Auftrag und stellt zusammen mit ihrem etwas nachlässigen Kollegen Polzer überrascht fest, dass es dabei Verbindungen zur Mission der Hagner gibt.

„Schattengalaxis 1 – Die letzten Tage“ ist ein spannendes SF-Abenteuer, das in abwechslungsreicher, bisweilen amüsant unterhaltsamer Sprache geschildert wird, allerdings nicht ganz frei von Wortwiederholungen. Auch hat der mysteriöse Schatten wohl nicht nur Planeten, sondern auch zahlreiche Kommas dahingerafft, die man bei komplexen Sätzen vermisst. Ansonsten erlebt man beim Lesen jedoch ein turbulentes Abenteuer, das durch eine aufwendige Ausgestaltung punkten kann. Viele kleine Details lassen den Eindruck einer fernen Zukunft glaubhaft wirken, z.B. die Art, wie man in einem Café sein Frühstück bestellt, oder die außergewöhnliche Emotion, die man bei der Reise durch ein Sprungtor empfindet. Nur finde ich, dass ein paar weniger Tote die Spannung nicht gemindert hätten, aber das ist sicherlich ein sehr subjektiver Eindruck.

Die Handlung wird sicher jeden Fan dieses Genres begeistern.

4 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Schattengalaxis - Die letzten Tage - Daniel Isberner
Schattengalaxis - Die letzten Tage
von Daniel Isberner
(1)
eBook
Fr. 3.50

Engel, Würfel, Rätsel …

Eine Kundin / Ein Kunde , am 06.09.2013

Bei einem tragischen Verkehrsunfall verliert die 22-jährige Alyssa ihre Eltern und muss sich nun um ihre beiden jüngeren Brüder Ethan und Michael kümmern, was nicht gerade leicht ist. Während sich Michael zunehmend verschließt, befindet sich Ethan in einem schwierigen Alter und macht seiner Schwester oftmals Probleme. Glücklicherweise kommen die drei aber bei Verwandten im italienischen Dörfchen Cavalano unter. In der anfangs fremd wirkenden Umgebung geschehen alsbald recht merkwürdige Dinge, die Alyssa mehr und mehr beschäftigen. Sie lernt Tristan kennen, einen jungen Mann, der offenbar einen eigenartigen Einfluss auf Michael ausübt. Kann sie ihm trauen? Dann wird ein toter Junge im Wald gefunden. Die Ereignisse werden bedrohlich.

Der Roman ist angenehm und liebevoll geschrieben, die Hauptfigur ist von Beginn an sympathisch. Stilistisch und orthographisch ist nur ab und zu eine Kleinigkeit zu bemängeln, ansonsten merkt man, dass viel Arbeit und Herzblut in das Buch eingeflossen sind. Die verschiedenen Aspekte der Handlung werden gekonnt verflochten, sodass die Geschichte immer neue Wendungen nimmt, die man zunächst gar nicht in der Form erwartet. Die Spannung wird noch durch den Prolog des Romans gesteigert, da sich der Inhalt dieses kurzen Kapitels erst im weiteren Verlauf der Handlung in das Gesamtbild einfügt.

„Der geheimnisvolle Cherubim“ spricht Fantasy-Begeisterte ebenso an wie Freunde kurzweiliger Unterhaltung, wobei „kurzweilig“ hier ausdrücklich im positiven Sinne gemeint ist, denn die Handlung hat immer etwas Neues zu bieten. Der Roman ist mehr als einen flüchtigen Blick wert.

4 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Das Geheimnis der Cherubim - Any Cherubim
Das Geheimnis der Cherubim
von Any Cherubim
(6)
eBook
Fr. 2.50

„Wenn ich falle in diesem Krieg, der nie der meine war, wirst du um mich weinen?“

Eine Kundin / Ein Kunde , am 26.07.2013

Die Geschichte nimmt ihren Anfang in den schottischen Highlands. Wir befinden uns in einer tausend Jahre zurückliegenden Vergangenheit. Eine dunkle Macht bedroht den Clan der McCallahans. Leandra, die Schwester des Clanführers, erhält jedoch überraschend Hilfe. Ein uralter Drache wird zu ihrem Begleiter und unterstützt sie auch im Kampf. Eines Tages werden die beiden an der Grenze des Landes der Dunkelalben überfallen und von den Soldaten des Crafael Ledoux gerettet. Zunächst ist Leandra von dem Fürsten der Dunkelalben nicht eben begeistert, obwohl er sich ihr gegenüber neutral verhält, doch nach und nach ergibt sich für die beiden ein gemeinsames Leben.
Was Leandra jedoch nicht weiß, ist, dass Crafael als Dunkelalb über Fähigkeiten verfügt, die ihr fremd sind. So kann er seine Seele vom Körper trennen und mit dieser durch die Zeit reisen. Als Leandra eines Tages auf dem Schlachtfeld aus dem Leben gerissen wird, beschließt Crafael, ihrer Seele durch die Zeiten zu folgen.

An diesem Werk gibt es fast nichts zu bemängeln. Ab und zu begegnet einem ein Flüchtigkeitsfehler, den man aber kaum bemerken wird, da die Handlung einen völlig in ihren Bann zieht. Diese ist recht komplex, aber dennoch stets nachvollziehbar und verständlich geschildert. Anfangs verwirren die vielen mitwirkenden Figuren zwar ein wenig, aber das legt sich nach ein paar Seiten wieder. Außer Leandra und Crafael betreten nämlich noch weitere Charaktere die Bühne, aber nach und nach wird klar, was sie miteinander verbindet. Man befindet sich beim Lesen dieses Romans also auf einer faszinierenden und äußerst spannenden Entdeckungsreise, auf welcher man immer wieder mit überraschenden Wendungen und Fügungen belohnt wird.
Zu Beginn des Textes erscheinen zwar solche Begriffe wie „Drachenkriegerin“, „Highlander“ oder „Alben“, die gewisse Assoziationen bezüglich des Buchinhaltes wachrufen. Davon sollte man sich jedoch keinesfalls beirren lassen, denn die Handlung geht weit über das hinaus, was man für gewöhnlich in Fantasy-Romanen vorfindet. Die Geschichte ist romantisch und gefühlvoll, doch ebenso mysteriös und tragisch. Keine dieser Emotionen erscheint dabei gekünstelt oder konstruiert. Sie wirken stattdessen stets organisch und lebendig und reißen einen mit.
Ewa Aukett verfügt über einen überzeugenden, prägnanten Schreibstil, der keinerlei Wünsche offen lässt. Ihr Ausdruck passt perfekt zum jeweiligen Szenario und bewegt sich weit abseits ausgetretener Pfade. Wer einen gepflegten und versierten Umgang mit dem Medium Sprache zu schätzen weiß, wird sich hier sofort wohl fühlen.

Den Preis für den Download halte ich eindeutig für zu gering, denn „Crafael“ hat so viel an hervorragend ausgestaltetem Inhalt zu bieten, dass man dafür gerne mehr bezahlt. Das aufmerksame Lektorat tut sein Übriges zum rundum positiven Eindruck. Man hat hier das Gefühl, etwas Ganzes, Vollwertiges zu bekommen. „Crafael“ steckt voller Überraschungen, weshalb hier nicht nur die Fans der Fantasy unbedingt zugreifen sollten, sondern auch diejenigen Leser, die hochwertige Literatur lieben. Selten war eine so formvollendete Geschichte so günstig zu haben wie hier.

3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Crafael - Ewa Aukett
Crafael
von Ewa Aukett
(6)
eBook
Fr. 1.50

1992 bedeutungsschwere Worte...

Eine Kundin / Ein Kunde , am 24.07.2013

Im betreffenden Klappentext wird eine „Kurzgeschichte über das Leben in seiner vollen Härte“ angekündigt, was sich nach dem Lesen als zutreffend herausstellt.

Sandra Todorovic zeigt mit diesem Text eine neue Facette ihres Könnens, denn bislang sind ihre Bücher zumeist im Fantasy-Genre angesiedelt gewesen. Hier jedoch berichtet sie über den schmerzvollen Abschied von ihrer Mutter. Der Krebs hat sie viel zu früh aus dem Leben gerissen. Ihre Angehörigen bleiben zurück mit alledem, was sie ihr noch hätten sagen wollen, es nun aber nicht mehr können. Sie versuchen, die Situation irgendwie zu fassen. Zurück bleiben die Erinnerungen, die von nun an ein leidvoller Teil des Lebens bleiben.

Stilistisch wie orthographisch ist „Sag Lebewohl“ äußerst angenehm und fehlerfrei ausgefallen. Die vielen quälenden Gedanken, mit denen sich die Autorin notgedrungen beschäftigen muss, werden in angemessener Weise literarisch umgesetzt und stimmen beim Lesen spontan traurig. Doch das Geschriebene bewegt sich fernab jeglichen Klischees; es ist vielmehr etwas, was aus tiefster Seele nach außen dringt, um mit dem Schmerz und dem Unvorhergesehenen umzugehen.

Das Buch ist, wie schon erwähnt, kostenlos zu lesen, ein Grund mehr, es sich anzusehen. Es beeindruckt durch emotionale Tiefe und aussagekräftigen Ausdruck, bietet also einen gelungenen Text, der es wert ist, beachtet zu werden. Er besteht, das sei noch angemerkt, aus exakt 1992 Wörtern. Dies ist kein Zufall, sondern stimmt mit dem Geburtsjahr von Sandras Bruder überein.

Sag Lebewohl - Sandra Todorovic
Sag Lebewohl
von Sandra Todorovic
(1)
eBook
Fr. 0.00

„Fliegst du schon, oder zieht die Physik dich zu Boden?“

Eine Kundin / Ein Kunde , am 05.07.2013

Und heute ist die Liebe das Thema in dieser Rezensionsreihe. „Kim – Schlimmer geht immer“, ein Roman aus ebendiesem Genre, hat mich durch sein aufwändiges Cover angesprochen und nach dem Lesen kann ich sagen, dass das eBook nicht nur ein stilvolles Äußeres zu bieten hat, sondern auch einen knackigen, heiteren Inhalt.

Doch der Reihe nach: Das Werk ist von Indie-Autorin Mona Lida geschrieben worden. Auf dem sympathisch anmutenden Cover entdeckt man außer der Hauptfigur Kim noch einen kullernden Euro, einen Revolver und einen Kater. Und dies alles kommt in der Geschichte vor. Kim hat einen Traum: Sie möchte ihr Vermögen auf sieben Stellen vor dem Komma vergrößern. Ihr erster angesparter Euro befindet sich in einer Schneekugel in ihrer kleinen Wohnung. Der Kater Maurice gehört ihrem Ex-Freund und sie stellt fest, dass sie den Stubentiger tatsächlich mehr geliebt hat als dessen Herrchen. Und mit dem Revolver wird ein Mord verübt, unglücklicherweise ebenfalls in ihrer kleinen Wohnung. Kim will herausfinden, in welche Machenschaften das Mordopfer verwickelt gewesen ist. Ihre Lage wird jedoch dadurch erschwert, dass sich gleich mehrere Männer um die Nachfolge ihres Ex-Freundes bemühen. Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Mona Lida bietet uns hier eine quirlige Liebesgeschichte mit einem Schuss Kriminellem. Ausdruck und Orthographie sind dank eines kompetenten Lektorats in bester Ordnung, von ganz vereinzelten Flüchtigkeitsfehlern abgesehen, die aber so gut wie nicht auffallen. Die Handlung saust nämlich rasant am Leser vorbei, man möchte einfach erfahren, was es mit den dubiosen Geschäften des Toten auf sich hat und für wen sich Kim nun letztlich in beziehungstechnischer Hinsicht entscheidet. Für Spannung ist demnach stets gesorgt. Vor allem gefällt mir aber der aufgeweckte Humor, der sich immer wieder in kessen Sprüchen bemerkbar macht.

Für 2,99€ erhält man einen Roman, der auf jeden Fall für kurzweilige und amüsante Unterhaltung sorgt. Die Themenschwerpunkte Liebe und Mordermittlung halten sich in ungefähr die Waage und ergänzen sich daher perfekt. Wer Liebe, Spannung und Wortwitz in einem haben möchte, ist hier goldrichtig.

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Kim - Schlimmer geht immer - Mona Lida
Kim - Schlimmer geht immer
von Mona Lida
(1)
eBook
Fr. 3.50

 
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