Kosmologie
Reclams Universal-Bibliothek Band 8025

Kosmologie

Geschichte und Systematik in philosophischer Perspektive

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Dieses Buch möchte in die Wissenschaft von der Welt im Grossen einführen, in die Geschichte und Systematik der Kosmologie. Diese ist als Teilbereich der Physik von grosser Tragweite für zentrale philosophische Fragestellungen. Seit den Vorsokratikern interessiert die Menschen, welche Stellung sie im Universum einnehmen und welchen Grad an Verstehbarkeit die Natur besitzt. Die Naturwissenschaft Kosmologie hat es also auch immer mit Anthropologie und Erkenntnistheorie zu tun. Kanitscheiders Buch ist ein Beitrag zur Philosophie der Natur.

Robert Spaemann (5.5.1927 Berlin – 10.12.2018 Stuttgart) war ein deutscher Philosoph der sogenannten ›Ritter-Schule‹. Nach einem Studium der Philosophie, Geschichte, Theologie und Romanistik an den Universitäten Münster, München, Fribourg und Paris, arbeitete er als Lektor. Danach trat Spaemann in Münster eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent in an, wo er gemeinsam mit Odo Marquard an Seminaren Joachim Ritters teilnahm und habilitierte. Er wurde Ordentlicher Professor in Stuttgart, Heidelberg und München. Spaemann war 1990 an der Gründung der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste beteiligt.
Spaemanns Wirken auf den Gebieten der Ideengeschichte, Naturphilosophie, Ethik, Politische Philosophie und Religionsphilosophie wurde mit zahlreichen Preisen honoriert, darunter: Ehrendoktor der Universitäten Fribourg (1989), Washington (2001), Santiago de Chile (1998), Pamplona (1994); 1988 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse; 2001 Karl-Jaspers-Preis; Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst; 2009 Ehrenmitglied der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1986

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

519

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1986

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

519

Maße (L/B/H)

15/9.6/2.9 cm

Gewicht

228 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-008025-2

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Von der relativistischen Kosmologie und anderem

Zitronenblau am 28.01.2010

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kanitscheider gelingt mit seiner "Kosmologie" ein wahrer Meilenstein und gewährt dem Laien einen hervorragenden Einstieg in die "Materie". Der Titel ist Programm und also inaugoriert der Epistemologe die historisch auftretenden Weltbilder, von den mythischen und religiösen Ursprungskosmogonien, hin zur Verschiebung einer ptolemäischen Sicht des Alls, über die kopernikanische Wende (heliozentrisch), bis zur relativistischen Kosmologie, die sich aus der fast hundert Jahre alten Relativitätstheorie Einsteins stützt, natürlich aber auch um neuere Kenntnisse (z.B. die der Quantenmeachnik) erweitert wurde. Eindrucksvoll werden Theorien des Universums beschrieben, auch alternative Erklärungsmodelle (wie die Kinematische Relativität, oder das stationäre Universum der Steady-State-Theorie, auch die abstruse Hohlraumtheorie, die beheuptet, dass wir nicht auf der Außen- sondern auf der Innenseite des Erdballes leben). Alles kann ich hier nicht wiedergeben; entscheidend für die relativistische Semantik sind Begriffe wie Rotverschiebung, kosmische Hintergundstrahlung, Naturkonstanten, Gravitation oder Weltlinien (mit einem gemeinsamen Schnittpunkt in der Vergangenheit). Freilich wird auch die Frage nach DEM Beginn (Anfangssingularität), nach der creatio ex nihilo gestellt, aber auch auf die Eschatologien eingegangen, die sich aus den härteren Theorien ergeben. Festzuhalten ist, dass Kanitscheider auf Kitsch und Spielerei verzichtet. Wer sich für die Mythik und "Magie" von Schwarzen Löchern, Wurmlöchern, Weißen Zwergen udgl. interessiert, begegnet solchen Phänomenen hier bestensfalls nüchtern und allzuoft in Formeln. Der stark naturwissenschaftliche Charakter, die physikalischen Gleichungen und die anspruchsvolle Semantik machen das Buch zu keiner Fünfminutenlektüre, aber dem, der sich diesem außerordentlich spannenden Thema zuwenden will, sollte dieses Buch unbedingt empfohlen werden. Kanitscheider endet mit einem philosophischen Verweis auf die Ästhetik des Alls - die Erhabenheit des Kosmos: "Wie sehr könnte die grenzenlose Langeweile, die so vielen Menschen zur Plage geworden ist, gemildert werden, wenn sie sich bewusst machten, dass unsere kurze Lebensspanne sinnvoll dadurch genützt werden kann, dass wir ein wenig von unserer großräumigen Einbettung, von unserem Universum, zu verstehen suchen."

Von der relativistischen Kosmologie und anderem

Zitronenblau am 28.01.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kanitscheider gelingt mit seiner "Kosmologie" ein wahrer Meilenstein und gewährt dem Laien einen hervorragenden Einstieg in die "Materie". Der Titel ist Programm und also inaugoriert der Epistemologe die historisch auftretenden Weltbilder, von den mythischen und religiösen Ursprungskosmogonien, hin zur Verschiebung einer ptolemäischen Sicht des Alls, über die kopernikanische Wende (heliozentrisch), bis zur relativistischen Kosmologie, die sich aus der fast hundert Jahre alten Relativitätstheorie Einsteins stützt, natürlich aber auch um neuere Kenntnisse (z.B. die der Quantenmeachnik) erweitert wurde. Eindrucksvoll werden Theorien des Universums beschrieben, auch alternative Erklärungsmodelle (wie die Kinematische Relativität, oder das stationäre Universum der Steady-State-Theorie, auch die abstruse Hohlraumtheorie, die beheuptet, dass wir nicht auf der Außen- sondern auf der Innenseite des Erdballes leben). Alles kann ich hier nicht wiedergeben; entscheidend für die relativistische Semantik sind Begriffe wie Rotverschiebung, kosmische Hintergundstrahlung, Naturkonstanten, Gravitation oder Weltlinien (mit einem gemeinsamen Schnittpunkt in der Vergangenheit). Freilich wird auch die Frage nach DEM Beginn (Anfangssingularität), nach der creatio ex nihilo gestellt, aber auch auf die Eschatologien eingegangen, die sich aus den härteren Theorien ergeben. Festzuhalten ist, dass Kanitscheider auf Kitsch und Spielerei verzichtet. Wer sich für die Mythik und "Magie" von Schwarzen Löchern, Wurmlöchern, Weißen Zwergen udgl. interessiert, begegnet solchen Phänomenen hier bestensfalls nüchtern und allzuoft in Formeln. Der stark naturwissenschaftliche Charakter, die physikalischen Gleichungen und die anspruchsvolle Semantik machen das Buch zu keiner Fünfminutenlektüre, aber dem, der sich diesem außerordentlich spannenden Thema zuwenden will, sollte dieses Buch unbedingt empfohlen werden. Kanitscheider endet mit einem philosophischen Verweis auf die Ästhetik des Alls - die Erhabenheit des Kosmos: "Wie sehr könnte die grenzenlose Langeweile, die so vielen Menschen zur Plage geworden ist, gemildert werden, wenn sie sich bewusst machten, dass unsere kurze Lebensspanne sinnvoll dadurch genützt werden kann, dass wir ein wenig von unserer großräumigen Einbettung, von unserem Universum, zu verstehen suchen."

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