Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes

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Vorwort zur deutschen Ausgabe von Gerhard Roth - Vorwort des Autors - Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes - Nachwort

Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2008

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

341

Maße (L/B/H)

17.9/12.3/1.9 cm

Gewicht

211 g

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2008

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

341

Maße (L/B/H)

17.9/12.3/1.9 cm

Gewicht

211 g

Auflage

6

Originaltitel

Psychiatry, Psychoanalysis, and the New Biology of Mind, 2005

Übersetzer

  • Michael Bischoff
  • Jürgen Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29460-4

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Kandels Vision

Zitronenblau am 08.02.2010

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Band werden sechs Aufsätze zur "Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes" von Kandel versammelt. Spätestens beim dritten Terminus im Titel offenbart sich uns ein Widerspruch: Biologie des Geistes. Und das macht Kandel und sein Lebenswerk so bahnbrechend! Eigentlich Absolvent einer geschichtsliterarischen Disziplin kam Eric Kandel in Berührung mit der Psychoanalyse und wie Freud hielt er die neuronale Seite, den Aspekt der Biologie, für unverzichtbar - nur war Freud seinerzeit mit maroden Naturwissenschaften konfrontiert, wie sie heute (Molekularbiologie, Neurologie, Genetik etc.) aber wiederum umunstößlich sind, und somit die Erforschung der Seele ein rein geisteswissenschaftliches Genre; beides in einen Topf zu werfen, war Freud unmöglich. Kandel versucht genau diesen (paradigmatisch anmutenden) Brückenschlag und versucht Verhalten, Störungen, Gedächtnis und Geistesprozesse zu analysieren, um hieraus die Psychophänomene ableiten zu können. Der Vorwurf: Reduktionismus! Dieser im Übrigen zweierlei geartet: zum einen wurden die Muster und deren Veränderungen (Gene, Synapsen) an einem Schleimhaufen names Aplysia erforscht (komplexe Vorgänge auf ein wirbelloses Tier reduziert), zum anderen behauptet, dass alle Verhaltensweisen durch genetische, synaptische (neuronale) Verschaltungen evoziert sind, d.h. DETERMINIERT durch bio-natürliche Gesetze. Kandel konnte zeigen, dass sich Verhaltensmuster (auch komplizierte wie Lernen) in ihrer Evokation auf molekularer bzw. zellulärer Ebene entwickeln - hier für ALLE Lebewesen konserviert! Am Menschen wurden erste Orte im Gehirn für dieses und jenes lokalisert. Die Aufsätze Kandels können vor allem aufgrund ihrer spezifischen Semantik nicht im Besonderen hier wiedergegeben werden; manchmal sind sie recht fachlich und entziehen sich dem Laien in ihrer Vollständigkeit, aber die Essenz ist frappierend und spektakulär! Dabei soll festgehalten werden, dass es Kandel nicht darum geht, die Psychoanalyse zu zerstören, oder sie ihres "Amtes" zu entheben. Er möchte, dass künftig (z.B.) psychische Probleme auch neuronal erfasst werden, damit eine gezieltere Behandlung von Patienten möglich ist. Er sagt es selbst: ALLES ist organsisch (und nicht funktionell), daher gilt für Psychiatrie und Psychoanalyse künftig, sofern sie bestehen bleiben wollen: ein Kovergieren ist unumgänglich und notwendig! Und zur Zeit steckt das Zusammenwachsen in den Kinderschuhen. Kandels Leistungen wurden mit einem Nobelpreis beehrt - völlig zurecht. Wer eine Einführung lesen möchte, dem sei das vorliegende Buch empfohlen.

Kandels Vision

Zitronenblau am 08.02.2010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Band werden sechs Aufsätze zur "Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes" von Kandel versammelt. Spätestens beim dritten Terminus im Titel offenbart sich uns ein Widerspruch: Biologie des Geistes. Und das macht Kandel und sein Lebenswerk so bahnbrechend! Eigentlich Absolvent einer geschichtsliterarischen Disziplin kam Eric Kandel in Berührung mit der Psychoanalyse und wie Freud hielt er die neuronale Seite, den Aspekt der Biologie, für unverzichtbar - nur war Freud seinerzeit mit maroden Naturwissenschaften konfrontiert, wie sie heute (Molekularbiologie, Neurologie, Genetik etc.) aber wiederum umunstößlich sind, und somit die Erforschung der Seele ein rein geisteswissenschaftliches Genre; beides in einen Topf zu werfen, war Freud unmöglich. Kandel versucht genau diesen (paradigmatisch anmutenden) Brückenschlag und versucht Verhalten, Störungen, Gedächtnis und Geistesprozesse zu analysieren, um hieraus die Psychophänomene ableiten zu können. Der Vorwurf: Reduktionismus! Dieser im Übrigen zweierlei geartet: zum einen wurden die Muster und deren Veränderungen (Gene, Synapsen) an einem Schleimhaufen names Aplysia erforscht (komplexe Vorgänge auf ein wirbelloses Tier reduziert), zum anderen behauptet, dass alle Verhaltensweisen durch genetische, synaptische (neuronale) Verschaltungen evoziert sind, d.h. DETERMINIERT durch bio-natürliche Gesetze. Kandel konnte zeigen, dass sich Verhaltensmuster (auch komplizierte wie Lernen) in ihrer Evokation auf molekularer bzw. zellulärer Ebene entwickeln - hier für ALLE Lebewesen konserviert! Am Menschen wurden erste Orte im Gehirn für dieses und jenes lokalisert. Die Aufsätze Kandels können vor allem aufgrund ihrer spezifischen Semantik nicht im Besonderen hier wiedergegeben werden; manchmal sind sie recht fachlich und entziehen sich dem Laien in ihrer Vollständigkeit, aber die Essenz ist frappierend und spektakulär! Dabei soll festgehalten werden, dass es Kandel nicht darum geht, die Psychoanalyse zu zerstören, oder sie ihres "Amtes" zu entheben. Er möchte, dass künftig (z.B.) psychische Probleme auch neuronal erfasst werden, damit eine gezieltere Behandlung von Patienten möglich ist. Er sagt es selbst: ALLES ist organsisch (und nicht funktionell), daher gilt für Psychiatrie und Psychoanalyse künftig, sofern sie bestehen bleiben wollen: ein Kovergieren ist unumgänglich und notwendig! Und zur Zeit steckt das Zusammenwachsen in den Kinderschuhen. Kandels Leistungen wurden mit einem Nobelpreis beehrt - völlig zurecht. Wer eine Einführung lesen möchte, dem sei das vorliegende Buch empfohlen.

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von Eric R. Kandel

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