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Band 1444

Die andere Seite

Ein phantastischer Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2009

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

308

Maße (L/B/H)

21.5/14.7/2.8 cm

Beschreibung

Rezension

»Solche Bücher werden gebraucht in Zeiten des Epochenwandels: Romane von visionärer Kraft, die weiter blicken, weil sie tiefer schürfen.« ("DIE ZEIT")

»Mit Alfred Kubins Roman
Die andere Seite
aus dem Jahr 1909, versehen mit 52 Zeichnungen des Verfassers, legt Suhrkamp einen Klassiker der schwarzen Moderne wieder auf. Kubins apokalyptische Traumvision wirkte stilbildend auf die Prager Szene sowie den Expressionismus. Und wenn die österreichische Gegenwartsliteratur wieder einmal halluziniert (von Ransmayr über Schrott zu Glavinic), hat meist Kubin Pate gestanden.«
("Neue Zürcher Zeitung")
»Alfred Kubins einziger Roman erschien bereits 1909; seine prophetischen Qualitäten wurden jedoch erst mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs deutlich. 100 Jahre später könnte man erneut versucht sein, Kubins ›phantastischen‹ Roman, der sowohl Expressionisten wie auch Surrealisten begeisterte, als bizarre Vorwegnahme zu deuten. Diesmal allerdings im Zeichen einer Finanzkrise, die die Fantastilliarde zur allgegenwärtigen Grössenordnung macht.« ("Frankfurter Rundschau")
»1909 erschien der erste fantastische Roman der deutschen Literatur: Die andere Seite des genialen Zeichners Alfred Kubin. Das Buch ist jetzt in einer feinen Ausgabe mit den Illustrationen des Meisters selbst neu herausgekommen. ... Noch taufrisch und beileibe nicht nur etwas für Liebhaber der Fantastik. Schade, dass Kubin es bei diesem einen Roman belassen hat.« ("kreuzer")
»Noch hundert Jahre nach seinem Erscheinen hat dieses Buch nichts an Qualität und Dringlichkeit verloren. Ganz im Gegenteil – vielleicht können wir es heute besser denn je verstehen und von dieser Bildwelt lernen. Schliesslich hätte Sigmund Freud auch niemals die Erfindung der Psychoanalyse wagen können, wenn es nicht Bücher wie dieses gegeben hätte.« ("Österreichischer Rundfunk")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2009

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

308

Maße (L/B/H)

21.5/14.7/2.8 cm

Gewicht

546 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22444-1

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Klassiker der phantastischen Literatur

Zitronenblau am 15.01.2021

Bewertungsnummer: 768738

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Alfred Kubin, Illustrator und Zeichner, publizierte 1909 seinen Roman "Die andere Seite". Im Wesentlichen kann man den Roman vor-surrealistisch, post-schwarz-romantisch und eben phantastisch nennen, da der weitaus größte Teil des Romans vom Zerfall des Traumreiches und dem Kampf zwsichen "Gut" und "Böse" handelt, obschon ein Erkenntnisgewinn hieraus abgeleitet wird bzw. werden soll. Inhaltlich nun schon vorweggenommen, geht es um einen Zeichner, der zusammen mit seiner Frau von einem ehemaligen Schulfreund, Patera ("Pater" = Vater), in dessen Traumreich eingeladen wird. Dort -bereits bei der Ankunft von der Sonne durch Wolkenschleier vernebelt und verdunkelt- leben sie "traumwandlerisch", vom "Uhrenbann" angezogen daher. Es geschehen Dinge und ein kapitalistischer Amerikaner, Herkules Bell, erscheint als Revolutionär, um das Traumreich zu unterjochen. Es kommt zum Untergang des Reiches und einem finalen Kampf... "Die andere Seite" ist ein Konstrukt, dass nicht ganz einfach zu interpretieren ist. Die einen sehen hierin den bevorstehenden (also visionären) Untergang der k. u. k. Monarchie und die Traumreichhauptstadt Perle als Wien. Der Amerikaner ist wohl Sinnbild für Kriegssucht und Imperialismus, aber auch Machtgier und Meterialismus. Die Figur Patera ist nicht greifbar, eine Äquivokation, doch als Antithese zu Bell eine Figur des Spirituellen, des Friedens und der Ruhe (erwählt von den "Blauäuigen"). "Die andere Seite" könnte aber auch nur eine Allegorie des Unbewussten sein, der Roman demnach eine psychogrammatische Studie, denn das Kubins Kosmos kubinesk=abgründig ist, wissen wir von seinem Leben, seinen Zeichnungen, seinen Schriften. Sehr viele Bilder wirken eher intuitiv als konstruktiv, andere hingegen sehr intendiert (z.B. das Gespensterpfernd oder der König von Bayern, die hässliche Prinzessin von X). Ich würde den Roman auch eher als eine "psychonautische" Reise in Kubins Unbewusstes verstehen als eine "phantasierte" Analyse der Gesellschaft. Das Buch ist ein Potpourri der Sehnsüchte, Ängste und metaphorischen Introspektionen; keine Hermeneutik sondern bloße Intuition oder Assoziation des "Anderen", obschon durch die Narration eben auch z.T. Konstruktion. Sprachlich bleibt Kubin eher im Mittelmäßigen zu verorten. Teilweise sind Bilder und Ereignisse kaum noch nachvollziehbar. An einigen Stellen erzählt der Ich-Erzähler von Handlungen, die er eigentlich gar nicht wissen kann (mit Verlaub: schwerer Konsistenzfehler!). Man muss aufpassen, dass man dem Buche nicht das Prädikat trivial zuweist. Der große Erkenntnisgewinn, sprich das Derivat der Geschichte ist "Der Demiurg ist ein Zwitter". Kubin evoziert die Dialektivkvon These und Antithese, dies erinnert in Ferne an Hesses Abraxas ("Demian"). Existenz ist und ist etwas anderes. Der Protagonist entwickelt kubineske Psychographiken: "Doch weit entfernt, mit dem Schicksal ausgesöhnt zu sein, führte ich im Grund ein Zwitterleben." Manche Stellen wirken sehr kafkaesk, z.B. der Versuch des Protagonisten zu Patera zu gelangen. Wer weiß, wie sehr Kubin Kafka beeinflusste? Insgesamt ein lesenswerter Klassiker. Aber vergleichsweise kein literarisches Meisterwerk!

Klassiker der phantastischen Literatur

Zitronenblau am 15.01.2021
Bewertungsnummer: 768738
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Alfred Kubin, Illustrator und Zeichner, publizierte 1909 seinen Roman "Die andere Seite". Im Wesentlichen kann man den Roman vor-surrealistisch, post-schwarz-romantisch und eben phantastisch nennen, da der weitaus größte Teil des Romans vom Zerfall des Traumreiches und dem Kampf zwsichen "Gut" und "Böse" handelt, obschon ein Erkenntnisgewinn hieraus abgeleitet wird bzw. werden soll. Inhaltlich nun schon vorweggenommen, geht es um einen Zeichner, der zusammen mit seiner Frau von einem ehemaligen Schulfreund, Patera ("Pater" = Vater), in dessen Traumreich eingeladen wird. Dort -bereits bei der Ankunft von der Sonne durch Wolkenschleier vernebelt und verdunkelt- leben sie "traumwandlerisch", vom "Uhrenbann" angezogen daher. Es geschehen Dinge und ein kapitalistischer Amerikaner, Herkules Bell, erscheint als Revolutionär, um das Traumreich zu unterjochen. Es kommt zum Untergang des Reiches und einem finalen Kampf... "Die andere Seite" ist ein Konstrukt, dass nicht ganz einfach zu interpretieren ist. Die einen sehen hierin den bevorstehenden (also visionären) Untergang der k. u. k. Monarchie und die Traumreichhauptstadt Perle als Wien. Der Amerikaner ist wohl Sinnbild für Kriegssucht und Imperialismus, aber auch Machtgier und Meterialismus. Die Figur Patera ist nicht greifbar, eine Äquivokation, doch als Antithese zu Bell eine Figur des Spirituellen, des Friedens und der Ruhe (erwählt von den "Blauäuigen"). "Die andere Seite" könnte aber auch nur eine Allegorie des Unbewussten sein, der Roman demnach eine psychogrammatische Studie, denn das Kubins Kosmos kubinesk=abgründig ist, wissen wir von seinem Leben, seinen Zeichnungen, seinen Schriften. Sehr viele Bilder wirken eher intuitiv als konstruktiv, andere hingegen sehr intendiert (z.B. das Gespensterpfernd oder der König von Bayern, die hässliche Prinzessin von X). Ich würde den Roman auch eher als eine "psychonautische" Reise in Kubins Unbewusstes verstehen als eine "phantasierte" Analyse der Gesellschaft. Das Buch ist ein Potpourri der Sehnsüchte, Ängste und metaphorischen Introspektionen; keine Hermeneutik sondern bloße Intuition oder Assoziation des "Anderen", obschon durch die Narration eben auch z.T. Konstruktion. Sprachlich bleibt Kubin eher im Mittelmäßigen zu verorten. Teilweise sind Bilder und Ereignisse kaum noch nachvollziehbar. An einigen Stellen erzählt der Ich-Erzähler von Handlungen, die er eigentlich gar nicht wissen kann (mit Verlaub: schwerer Konsistenzfehler!). Man muss aufpassen, dass man dem Buche nicht das Prädikat trivial zuweist. Der große Erkenntnisgewinn, sprich das Derivat der Geschichte ist "Der Demiurg ist ein Zwitter". Kubin evoziert die Dialektivkvon These und Antithese, dies erinnert in Ferne an Hesses Abraxas ("Demian"). Existenz ist und ist etwas anderes. Der Protagonist entwickelt kubineske Psychographiken: "Doch weit entfernt, mit dem Schicksal ausgesöhnt zu sein, führte ich im Grund ein Zwitterleben." Manche Stellen wirken sehr kafkaesk, z.B. der Versuch des Protagonisten zu Patera zu gelangen. Wer weiß, wie sehr Kubin Kafka beeinflusste? Insgesamt ein lesenswerter Klassiker. Aber vergleichsweise kein literarisches Meisterwerk!

Ein bemerkenswertes Stück deutscher Phantastik

Anne Baldauf aus Leipzig am 15.01.2021

Bewertungsnummer: 814516

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Leben des österreichischen Grafikers und Illustrators Alfred Kubin (1877-1959) war geprägt von fast schon kurios anmutender Grausamkeit, von traumatischen Erlebnissen und Zurückweisung. Sein grafisches Werk, das dem Expressionismus zugeordnet wird, zeigt dies in einer Form, die selbst für Freud-unkundige Betrachter recht schnell zu deuten ist. Das grafische Werk ist gut aufgearbeitet, hat Kubin doch mit Texten von Voltaire, E. A. Poe oder Dostojewski vor allem Literatur von Weltrang illustriert. Sein schriftstellerisches Vermächtnis aber fand und findet, außerhalb der germanistischen Literaturwissenschaft und einzelner interessierter Kreise, wenig Beachtung. Neben einigen Prosaskizzen und Kurzgeschichten existiert mit „Die anderer Seite“ (1909) immerhin ein umfangreicher Roman, der als Meilenstein der deutschsprachigen Phantastik gelten kann. Dieser Roman ist durch und durch besonders, eine vergleichbare Handlung, eine vergleichbare Kuriositätensammlung habe ich selten gelesen: ein überreicher Europäer hat irgendwo in Zentralasien einen kleinen Staat gegründet, das „Traumreich“, in dem die Uhren buchstäblich anders ticken. Kausalitäten, wie wir sie kennen, sind hier außer Kraft gesetzt, die Moderne hat nie dort Einzug gehalten. Nur wenige werden vom Herrscher in das Land, von dem niemand genau weiß, wo es liegt, eingeladen. Was für den Protagonisten des Romans – ein bis zu seinem Einzug ins Traumreich in Wien lebender Illustrator – zunächst wie der ideale Fluchtort aus seinem langweilig-bürgerlichen Alltag aussieht, gerät außer Kontrolle und zu einem wahrhaftigen Alptraum … Alfred Kubin ist nicht in erster Linie Schriftsteller. Akkurates, kausales Erzählen beherrscht der Autor von „Die andere Seite“ nicht auf die Art, wie es seine Zeitgenossen Kafka, James Joyce oder Hermann Hesse vermögen – und angesichts des Stoffes des Romans wäre dies wohl kaum angemessen gewesen. Lesern sei dieser Text, den Kubin auch selbst wunderbar düster illustriert hat, in der Hardcover-Ausgabe der Bibliothek Suhrkamp empfohlen, die neben den vollständigen Illustrationen (die in der Taschenbuchausgabe fehlen!) ein Nachwort beinhaltet, das den Autor, sein Leben und sein Werk gut einzuordnen weiß. Für alle ernsthaft an phantastischer Literatur Interessierten ein Muss!

Ein bemerkenswertes Stück deutscher Phantastik

Anne Baldauf aus Leipzig am 15.01.2021
Bewertungsnummer: 814516
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Leben des österreichischen Grafikers und Illustrators Alfred Kubin (1877-1959) war geprägt von fast schon kurios anmutender Grausamkeit, von traumatischen Erlebnissen und Zurückweisung. Sein grafisches Werk, das dem Expressionismus zugeordnet wird, zeigt dies in einer Form, die selbst für Freud-unkundige Betrachter recht schnell zu deuten ist. Das grafische Werk ist gut aufgearbeitet, hat Kubin doch mit Texten von Voltaire, E. A. Poe oder Dostojewski vor allem Literatur von Weltrang illustriert. Sein schriftstellerisches Vermächtnis aber fand und findet, außerhalb der germanistischen Literaturwissenschaft und einzelner interessierter Kreise, wenig Beachtung. Neben einigen Prosaskizzen und Kurzgeschichten existiert mit „Die anderer Seite“ (1909) immerhin ein umfangreicher Roman, der als Meilenstein der deutschsprachigen Phantastik gelten kann. Dieser Roman ist durch und durch besonders, eine vergleichbare Handlung, eine vergleichbare Kuriositätensammlung habe ich selten gelesen: ein überreicher Europäer hat irgendwo in Zentralasien einen kleinen Staat gegründet, das „Traumreich“, in dem die Uhren buchstäblich anders ticken. Kausalitäten, wie wir sie kennen, sind hier außer Kraft gesetzt, die Moderne hat nie dort Einzug gehalten. Nur wenige werden vom Herrscher in das Land, von dem niemand genau weiß, wo es liegt, eingeladen. Was für den Protagonisten des Romans – ein bis zu seinem Einzug ins Traumreich in Wien lebender Illustrator – zunächst wie der ideale Fluchtort aus seinem langweilig-bürgerlichen Alltag aussieht, gerät außer Kontrolle und zu einem wahrhaftigen Alptraum … Alfred Kubin ist nicht in erster Linie Schriftsteller. Akkurates, kausales Erzählen beherrscht der Autor von „Die andere Seite“ nicht auf die Art, wie es seine Zeitgenossen Kafka, James Joyce oder Hermann Hesse vermögen – und angesichts des Stoffes des Romans wäre dies wohl kaum angemessen gewesen. Lesern sei dieser Text, den Kubin auch selbst wunderbar düster illustriert hat, in der Hardcover-Ausgabe der Bibliothek Suhrkamp empfohlen, die neben den vollständigen Illustrationen (die in der Taschenbuchausgabe fehlen!) ein Nachwort beinhaltet, das den Autor, sein Leben und sein Werk gut einzuordnen weiß. Für alle ernsthaft an phantastischer Literatur Interessierten ein Muss!

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von Alfred Kubin

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