Spiel der Teufel / Sören Henning Bd.2
Band 2
Sören Henning Band 2

Spiel der Teufel / Sören Henning Bd.2

Kriminalroman

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Beschreibung

Nicht jede Organspende ist freiwillig …

In einem Kieler Vorort wird die Leiche von Oberkommissar Gerd Wegner in seinem Auto gefunden. Die Fenster sind abgedichtet, ein Schlauch führt vom Auspuff ins Wageninnere, das Garagentor ist geschlossen, der Motor läuft. Kommissar Sören Henning und seine Kollegin Lisa Santos sind fassungslos: Kann es sein, dass sich ihr langjähriger Freund und Kollege umgebracht hat? Die schöne Witwe Nina glaubt jedoch nicht an den Selbstmord ihres Mannes, und Sören und Lisa beginnen zu ermitteln. Die Spur führt in eine Schönheitsklinik, in der nicht nur kosmetische Operationen vorgenommen werden…

Details

Verkaufsrang

17007

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2009

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18.2/11.6/3.7 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

17007

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2009

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18.2/11.6/3.7 cm

Gewicht

326 g

Auflage

10. Auflage

Reihe

Sören Henning und Lisa Santos 2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-63940-5

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Ein Spektakulärer Fall für Sören und Lisa!

Kalestra aus Bad Kreuznach am 08.05.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wer hat Ihrer Meinung nach das schlimmere Los, der leidende Arme oder der leidende Reiche? sie werden sagen, der leidende Arme, doch ich sage Ihnen, es ist der leidende Reiche. Er sieht all seinen materiellen Besitz, der ihm aber nichts nützt, wenn der Krebs seine Lunge zerfressen hat oder das Herz nicht mehr richtig schlägt", mit diesem Zitat beschreibt Andreas Franz ein vermeintliches Problem der Reichen. Das Geld = Macht ist, und der, der Macht hat, gleichzeitig auch die Welt regieren kann, ist ja nichts Neues. Auch nicht, dass viele den fast unmöglichen Traum von der Weltherrschaft ausleben möchten. Die Frage ist immer nur, wie hoch ist der Preis, den man dafür zahlt und ist einem wirklich jedes Mittel recht, sein Ziel zu erreichen? Dieses und einige andere brisante Themen werden im Kriminalroman "Spiel der Teufel" besprochen. Die Cover Gestaltung ist gut gelungen. Das überwiegend in blau und grün Töne gehaltene Cover, fügt sich wunderbar in die restliche Kieler Krimi Reihe ein. Bei "Spiel der Teufel" ist ein Pier mit einem Rettungsring in vorderster Front zu sehen. Mich hat es direkt, da das Buch in Kiel spielt, durch das Motiv daran erinnert. Ich verbinde automatisch mit Kiel Häfen und Schifffahrt und deswegen passte es ganz gut. Zum anderen könnte es aber auch im übertragenen Sinn gewählt worden sein. Die angesprochenen Themen betreffen unter anderem das Böse im Menschen. Wir bewegen uns am tiefsten Abgrund der menschlichen Seele. Wenn wir nicht aufpassen, stürzen wir ab und kommen nie wieder daraus. Nur der Rettungsring kann einen vielleicht noch retten. Durch das Dämmerlicht, bekommt das Ganze eine weitere düstere Note. Alles das, was wir nicht wahrhaben wollen, bleibt damit im Dunkeln verborgen. Die Idee des Menschenhandels, um eine flächendeckende Organspende in allen Bereichen des menschlichen Körpers zu ermöglichen, ist durchaus schockierend. Dabei stehen Geld, Macht und Politik in enger Verbindung, da so etwas nur dadurch überhaupt umsetzbar wäre. Ein hohes Maß an Skrupellosigkeit und ein weit verbreitetes organisiertes Verbrechernetzwerk, sowie Rückendeckung von oberster politischer Ebene, sind dazu auch ein notwendiger Bestandteil. Diese ganze Problematik ist durchaus vorstellbar und das Schlimme daran ist, dass es in der heutigen Zeit und mit Blick auf die menschlichen Abgründe schnell Realität werden kann. Mit dieser Thematik weist Franz auf massive Fehler im System hin. Der ganze Roman selbst, lässt sich sehr flüssig lesen und wenn mir nicht zwischendrin Spannung und Action gefehlt hätten, könnte man das Buch schnell runter lesen. Vieles war leider vorhersehbar und der Kreis der Verdächtigen schnell erfasst. Mir fehlt weiterhin, dass man beim Fall mit rätseln kann, wodurch es sich für mich sehr gezogen hat und ich versucht war, das Buch zur Seite zu legen. Generell sind manche Darstellungen aber gut getroffen und lassen einen die Umgebung deutlich vor dem geistigen Auge sehen. Sehr detailliert war auch die Beschreibung, bei der Vorgehensweise der Polizei, bei der Fallermittlung. Immer wieder wird in Berichten über Andreas Franz seine Nähe zur Polizei erwähnt, was auch in der Handlung deutlich spürbar ist, Es ist authentisch und gibt einen guten Einblick in die Polizeiarbeit. Nervig ist daran nur, dass jeder der neu in den Fall einsteigt über den kompletten Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wird. Es kommt so im Text zu unzähligen Wiederholungen, was den Lesefluss stark stoppt. Der menschliche Verstand kann das Böse teilweise gar nicht richtig fassen, was vieles im Buch schockierend wirken lässt. Es übersteigt unsere Vorstellungskraft und hat mich an manchen Stellen richtig nachdenken lassen. Einiges an brutalen Sachen wird nur grob angerissen und Franz überlässt vieles der Fantasie, was es etwas unwirklich wirken lassen kann, aber je nach Vorstellungskraft auch absolut schrecklich. "Und schließlich sah er Körper, aufgeschnittene Körper, Babys, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer und Frauen, entstellt von unzähligen chirurgisch sauber durchgeführten Schnitten." Dieses Zitat verdeutlicht meine Aussage, dass mithilfe der Fantasie vieles nochmal schlimmer empfunden wird. Natürlich, wenn es um seelische Abgründe und moralische Schranken der Gesellschaft bzw. des Rechtssystem geht, ist auch die Parallele zur Religion nicht weit entfernt. in einem Gespräch zwischen den Ermittlern und einer Informantin geht es um den Teufel und in welcher Gestalt er sich zeigt. Der Teufel zeigt sich hier in der Gestalt eines Menschen, einem dem man das Böse nicht ansehen würde. Es ist ein Versuch das Böse und schreckliche dieser Welt zu erklären. In einem anderen Gespräch zwischen den Ermittlern und dem Rechtsmediziner wird Gott in Frage gestellt, was auch keine Neuheit in der heutigen Zeit ist. Gerade weil man viele Sachen nicht erklären kann, wird im gleichen Atemzug, indem man dem Teufel die Schuld gibt, auch Gott in Frage gestellt. Diese Themen in einem Kriminalroman auf zu nehmen, war interessant, aber auch nahe liegend. Gegen Ende des Buches kommt es immer wieder zu unerwarteten Wendungen. Opfer werden zu Tätern und vermeintliche Täter scheinen damit durch zu kommen, was die Polizei aber in ein schlechtes Licht rückt und ihre Handlungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen widerspiegelt. Leider bleiben viele Fragen ungeklärt, da es sehr verwirrend abschließt. Ich habe am Ende verzweifelt auf den großen Showdown gewartet, der aber ausblieb. Fazit: Vom Gefühl her hinterließ das Buch beim Lesen, bei mir, einen eher negativen Eindruck. Es hat aber durchaus auch seine positiven Seiten, was es wieder etwas ausgeglichen macht. Bücher sind ja immer Geschmackssache und nur weil es mir nicht lag, was auch am Genre liegt, da ich generell eher solche Bücher nicht lese, muss es ja nicht schlecht sein. Zumindest konnte ich mich im Verlauf des Buches auch irgendwann mit den Protagonisten anfreunden und ich war sehr gerne mit ihnen fiktiv unterwegs. Andreas Franz Maxime lautet laut Buch: "Die Leser fesseln und trotzdem (vielleicht) zum Nachdenken anregen (aber nie den Zeigefinger erheben!)" und auch wenn er mich leider nicht gefesselt hat, so hat er mich doch immerhin zum Nachdenken angeregt. "Spiel der Teufel" bekommt 3 von 5 Sternen und den dritten gab es auch nur für die mega interessante Thematik des Romans. Es ist ein typischer Polizeiroman und durchaus Gesellschaftskritisch.

Ein Spektakulärer Fall für Sören und Lisa!

Kalestra aus Bad Kreuznach am 08.05.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wer hat Ihrer Meinung nach das schlimmere Los, der leidende Arme oder der leidende Reiche? sie werden sagen, der leidende Arme, doch ich sage Ihnen, es ist der leidende Reiche. Er sieht all seinen materiellen Besitz, der ihm aber nichts nützt, wenn der Krebs seine Lunge zerfressen hat oder das Herz nicht mehr richtig schlägt", mit diesem Zitat beschreibt Andreas Franz ein vermeintliches Problem der Reichen. Das Geld = Macht ist, und der, der Macht hat, gleichzeitig auch die Welt regieren kann, ist ja nichts Neues. Auch nicht, dass viele den fast unmöglichen Traum von der Weltherrschaft ausleben möchten. Die Frage ist immer nur, wie hoch ist der Preis, den man dafür zahlt und ist einem wirklich jedes Mittel recht, sein Ziel zu erreichen? Dieses und einige andere brisante Themen werden im Kriminalroman "Spiel der Teufel" besprochen. Die Cover Gestaltung ist gut gelungen. Das überwiegend in blau und grün Töne gehaltene Cover, fügt sich wunderbar in die restliche Kieler Krimi Reihe ein. Bei "Spiel der Teufel" ist ein Pier mit einem Rettungsring in vorderster Front zu sehen. Mich hat es direkt, da das Buch in Kiel spielt, durch das Motiv daran erinnert. Ich verbinde automatisch mit Kiel Häfen und Schifffahrt und deswegen passte es ganz gut. Zum anderen könnte es aber auch im übertragenen Sinn gewählt worden sein. Die angesprochenen Themen betreffen unter anderem das Böse im Menschen. Wir bewegen uns am tiefsten Abgrund der menschlichen Seele. Wenn wir nicht aufpassen, stürzen wir ab und kommen nie wieder daraus. Nur der Rettungsring kann einen vielleicht noch retten. Durch das Dämmerlicht, bekommt das Ganze eine weitere düstere Note. Alles das, was wir nicht wahrhaben wollen, bleibt damit im Dunkeln verborgen. Die Idee des Menschenhandels, um eine flächendeckende Organspende in allen Bereichen des menschlichen Körpers zu ermöglichen, ist durchaus schockierend. Dabei stehen Geld, Macht und Politik in enger Verbindung, da so etwas nur dadurch überhaupt umsetzbar wäre. Ein hohes Maß an Skrupellosigkeit und ein weit verbreitetes organisiertes Verbrechernetzwerk, sowie Rückendeckung von oberster politischer Ebene, sind dazu auch ein notwendiger Bestandteil. Diese ganze Problematik ist durchaus vorstellbar und das Schlimme daran ist, dass es in der heutigen Zeit und mit Blick auf die menschlichen Abgründe schnell Realität werden kann. Mit dieser Thematik weist Franz auf massive Fehler im System hin. Der ganze Roman selbst, lässt sich sehr flüssig lesen und wenn mir nicht zwischendrin Spannung und Action gefehlt hätten, könnte man das Buch schnell runter lesen. Vieles war leider vorhersehbar und der Kreis der Verdächtigen schnell erfasst. Mir fehlt weiterhin, dass man beim Fall mit rätseln kann, wodurch es sich für mich sehr gezogen hat und ich versucht war, das Buch zur Seite zu legen. Generell sind manche Darstellungen aber gut getroffen und lassen einen die Umgebung deutlich vor dem geistigen Auge sehen. Sehr detailliert war auch die Beschreibung, bei der Vorgehensweise der Polizei, bei der Fallermittlung. Immer wieder wird in Berichten über Andreas Franz seine Nähe zur Polizei erwähnt, was auch in der Handlung deutlich spürbar ist, Es ist authentisch und gibt einen guten Einblick in die Polizeiarbeit. Nervig ist daran nur, dass jeder der neu in den Fall einsteigt über den kompletten Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wird. Es kommt so im Text zu unzähligen Wiederholungen, was den Lesefluss stark stoppt. Der menschliche Verstand kann das Böse teilweise gar nicht richtig fassen, was vieles im Buch schockierend wirken lässt. Es übersteigt unsere Vorstellungskraft und hat mich an manchen Stellen richtig nachdenken lassen. Einiges an brutalen Sachen wird nur grob angerissen und Franz überlässt vieles der Fantasie, was es etwas unwirklich wirken lassen kann, aber je nach Vorstellungskraft auch absolut schrecklich. "Und schließlich sah er Körper, aufgeschnittene Körper, Babys, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer und Frauen, entstellt von unzähligen chirurgisch sauber durchgeführten Schnitten." Dieses Zitat verdeutlicht meine Aussage, dass mithilfe der Fantasie vieles nochmal schlimmer empfunden wird. Natürlich, wenn es um seelische Abgründe und moralische Schranken der Gesellschaft bzw. des Rechtssystem geht, ist auch die Parallele zur Religion nicht weit entfernt. in einem Gespräch zwischen den Ermittlern und einer Informantin geht es um den Teufel und in welcher Gestalt er sich zeigt. Der Teufel zeigt sich hier in der Gestalt eines Menschen, einem dem man das Böse nicht ansehen würde. Es ist ein Versuch das Böse und schreckliche dieser Welt zu erklären. In einem anderen Gespräch zwischen den Ermittlern und dem Rechtsmediziner wird Gott in Frage gestellt, was auch keine Neuheit in der heutigen Zeit ist. Gerade weil man viele Sachen nicht erklären kann, wird im gleichen Atemzug, indem man dem Teufel die Schuld gibt, auch Gott in Frage gestellt. Diese Themen in einem Kriminalroman auf zu nehmen, war interessant, aber auch nahe liegend. Gegen Ende des Buches kommt es immer wieder zu unerwarteten Wendungen. Opfer werden zu Tätern und vermeintliche Täter scheinen damit durch zu kommen, was die Polizei aber in ein schlechtes Licht rückt und ihre Handlungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen widerspiegelt. Leider bleiben viele Fragen ungeklärt, da es sehr verwirrend abschließt. Ich habe am Ende verzweifelt auf den großen Showdown gewartet, der aber ausblieb. Fazit: Vom Gefühl her hinterließ das Buch beim Lesen, bei mir, einen eher negativen Eindruck. Es hat aber durchaus auch seine positiven Seiten, was es wieder etwas ausgeglichen macht. Bücher sind ja immer Geschmackssache und nur weil es mir nicht lag, was auch am Genre liegt, da ich generell eher solche Bücher nicht lese, muss es ja nicht schlecht sein. Zumindest konnte ich mich im Verlauf des Buches auch irgendwann mit den Protagonisten anfreunden und ich war sehr gerne mit ihnen fiktiv unterwegs. Andreas Franz Maxime lautet laut Buch: "Die Leser fesseln und trotzdem (vielleicht) zum Nachdenken anregen (aber nie den Zeigefinger erheben!)" und auch wenn er mich leider nicht gefesselt hat, so hat er mich doch immerhin zum Nachdenken angeregt. "Spiel der Teufel" bekommt 3 von 5 Sternen und den dritten gab es auch nur für die mega interessante Thematik des Romans. Es ist ein typischer Polizeiroman und durchaus Gesellschaftskritisch.

Nichts ist wie es scheint...

Tautröpfchen am 25.09.2013

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der zweite Krimi aus der "blauen" Reihe rund um die Kieler Ermittler Henning und Santos. Obwohl von vorne herein klar ist, dass in dieser Krimireihe hauptsächlich im organisierten Verbrechen ermittelt wird, hat mich dieser Roman beinahe umgehauen. Je weiter man liest desto mehr beginnt man am Guten im Menschen oder am Guten im Allgemeinen zu zweifeln. Das Theme generell und Andreas Franz Ausführungen sind gleichzeitig verabscheuungswürdig und fesselnd, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will.

Nichts ist wie es scheint...

Tautröpfchen am 25.09.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der zweite Krimi aus der "blauen" Reihe rund um die Kieler Ermittler Henning und Santos. Obwohl von vorne herein klar ist, dass in dieser Krimireihe hauptsächlich im organisierten Verbrechen ermittelt wird, hat mich dieser Roman beinahe umgehauen. Je weiter man liest desto mehr beginnt man am Guten im Menschen oder am Guten im Allgemeinen zu zweifeln. Das Theme generell und Andreas Franz Ausführungen sind gleichzeitig verabscheuungswürdig und fesselnd, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will.

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von Andreas Franz

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