Der Schieber / Oberinspektor Stave Bd.2
Band 2
Oberinspektor Stave Band 2

Der Schieber / Oberinspektor Stave Bd.2

Kriminalroman

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Beschreibung

Kommissar Staves zweiter Fall
Hamburg 1947: Es ist das Jahr der Extreme. Nach dem bitterkalten Hungerwinter stöhnt die zerbombte Stadt schon im Frühling unter quälender Hitze. Und Oberinspektor Frank Stave wird mit einem neuen Fall konfrontiert. In den Ruinen einer Werft wird die Leiche eines Jungen gefunden. Zusammen mit Lieutenant MacDonald und Doktor Czrisini macht sich Stave auf die Suche nach dem Mörder, und die Ermittlungen führen sie in die Welt der »Wolfskinder« – jener elternlosen Kinder, die aus den besetzten Ostgebieten geflohen sind und sich nun zu Banden vereint als Kohlenklauer, Prostituierte und Schmuggler durchschlagen.
Doch nicht nur beruflich sieht Frank Stave sich vor Rätsel gestellt: Mitten in den Untersuchungen steht plötzlich sein Sohn vor der Tür, der aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. Ein schmerzhafter Weg der Annäherung liegt vor ihnen, während Stave zugleich um den Erhalt der Beziehung zu seiner Geliebten Anna kämpft.
Als zwei weitere Leichen entdeckt werden, gerät Stave zunehmend unter Druck. In einer dramatischen Nacht im Hafen soll sich schliesslich entscheiden, ob Stave den Täter zu fassen bekommt …

Rademacher versteht es, ein lebendiges Bild der Nachkriegszeit zu zeichnen. Er ermöglicht es seinen Lesern, sich in die Zeit einzufühlen ¿ ohne belehrenden Ton, sondern spannend verpackt in einem Krimi.“
HESSISCHE ALLGEMEINE

„Zeitgeschichte ganz nah. Und sehr berührend erzählt. Mit seiner Fortsetzung von ‚Der Trümmermörder‘ ist Rademacher wieder ein fesselnder Blick in eine noch nicht so ferne Welt geglückt, in der jeder ums Überleben kämpft.“
BRIGITTE

„Hier zeigt Rademacher, dass er sich nicht nur auf leise Töne versteht.“
OSTTHÜRINGER ZEITUNG

„Rademacher gelingt es, Zeitgeschichte mit Spannung zu verknüpfen. Man kann sich in die Welt des Aufbaus Deutschlands vertiefen. Fesselndes Geschichtsbuch!“
NEUE PRESSE

„Cay Rademacher, hauptberuflich Geo-Redakteur, zeichnet in „Der Schieber“ ein ebenso dichtes wie spannendes Bild des zweiten Nachkriegsjahres, einer Zeit im totalen Umbruch. Mit grosser Tiefenschärfe der Figuren und einem präzisen Hamburg-Wissen nimmt er uns mit in eine Zeit, die eigentlich kein Thema für ein Krimi ist. Doch je tiefer man einsteigt, desto mehr nimmt sie einen gefangen. Denn zwischen den Ruinen blüht die Hochspannung.“
NEUE PRESSE

„Eindrucksvoll schildert Rademacher das Leben im Jahr 1947 mit allen Nöten und Hoffnungen. Ein Stück Geschichte wird lebendig und berührt den Leser ungemein.“
HAMBURGER MORGENPOST

„Das Faszinierende des Buches ist die Schilderung des zerstörten Hamburgs, für die der Autor offenbar viel recherchiert hat. Und ganz besonders widmet er sich in kleinen Beobachtungen und geschickt eingewebten Charakterstudien auch der Verfasstheit der Deutschen im Jahr zwei.“
WDR5 MORDSBERATUNG

„Wieder verbindet Rademacher eine spannende Krimihandlung mit einer genauen Beschreibung Hamburgs in der Nachkriegszeit. Die politische Lage wird ebenso behandelt wie die Probleme des Alltags in der zerstörten Stadt, die Schwierigkeiten der polizeilichen Ermittlungen unter erschwerten Bedingungen spielen eine grosse Rolle.“
AACHENER NACHRICHTEN

„Der Name Cay Rademacher bürgt für historische Kompetenz. (…) Neben dem spannenden Krimi-Plot bietet „Der Schieber“ auch eine lebendige Darstellung der bedrückenden Schwarzmarktlebensverhältnisse in den Nachkriegsjahren.“
GEISLINGER ZEITUNG / SÜDWEST PRESSE

„Das Buch wirft ein Schlaglicht auf eine aus den Fugen gegangene Welt. Der Autor vermeidet dabei strikt jedes Pathos, schreibt schnörkellos und temporeich. […] Ein Krimi mit Niveau und Tiefgang. Absolut empfehlenswert.“
BUCH-MAGAZIN

„Cay Rademachers Krimi „Der Schieber“ lebt von den authentischen Beschreibungen der Trümmerlandschaft, dem Leben darin und den täglichen Problemen. Das ist nicht nur anschaulicher Geschichtsunterricht mit grossem Unterhaltungswert, „Der Schieber“ ist auch – wie es sich für einen guten Krimi gehört – eine nervenaufreibende Jagd nach dem Mörder.“
NDR HÖRFUNK

„Cay Rademacher beschreibt deutsche Geschichte, wie es spannender wohl kaum geht.“
FREUNDIN

Details

Verkaufsrang

30331

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.08.2013

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20.1/13.7/2.4 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

30331

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.08.2013

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20.1/13.7/2.4 cm

Gewicht

413 g

Auflage

5. Auflage

Reihe

Inspektor-Stave-Reihe 2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6254-2

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Genial

Bewertung aus Hamburg am 25.07.2017

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mir gefällt die gut geschriebene Handlung und die genaue Beschreibung der Wirren in der Nachkriegszeit mit Mangel und untergetauchten Nazis.

Genial

Bewertung aus Hamburg am 25.07.2017
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mir gefällt die gut geschriebene Handlung und die genaue Beschreibung der Wirren in der Nachkriegszeit mit Mangel und untergetauchten Nazis.

Verlorene Kinder

Igelmanu66 aus Mülheim am 23.01.2015

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

»Bis Mai 1947 registrierte der Suchdienst des Roten Kreuzes und der beiden großen Kirchen in Hamburg etwa 40.000 elternlose Kinder: Waisen, die im Bombenhagel oder durch andere Kampfhandlungen Mütter und Väter verloren hatten. Für 21.000 Mädchen und Jungen machten die Helfer keinen einzigen Verwandten ausfindig, bei dem diese unterschlüpfen konnten. Mehr als 1.000 dieser verwaisten Kinder lebten nicht in Heimen, sondern schlugen sich, allein oder in Banden, in der verwüsteten Stadt durch. Sie hausten in selbstgebauten Unterkünften, in Nissenhütten oder Hochbunkern. Sie verdingten sich als Handlanger des Schwarzmarktes, als Kohlenklauer, Diebe oder Prostituierte.« Eines dieser elternlosen Kinder ist es scheinbar, das Oberinspektor Frank Stave an diesem heißen Maitag des Nachkriegsjahres 1947 findet. Ermordet und liegend auf einem Blindgänger, mitten in den Ruinen einer Hamburger Werft. Wie kam der Junge dorthin – ins Sperrgebiet? Wer hat ihn brutal ermordet und wieso liegt die Leiche auf einer englischen 500-Pfund-Bombe? Stave nimmt die Ermittlungen auf und hat schon bald einen alten Bekannten an seiner Seite: Lieutenant James C. MacDonald von den britischen Besatzungstruppen. »Ich soll meinem eigenen Vorgesetzten nicht sagen, dass ein englischer Offizier bei den Ermittlungen mitmischt?« »Schön, dass wir uns so gut verstehen«, erwidert MacDonald fröhlich. »Die Dinge sind schon kompliziert genug.« Dieser Krimi bietet dem Leser gute Unterhaltung plus einer reichlichen Portion Zeitgeschichte. Da gibt es detaillierte Beschreibungen des zerbombten Hamburg und seiner zerstörten Hafenanlagen. Die englischen Besatzungstruppen sind ein weiteres großes Thema und die von ihnen erzwungene Demontage der Werft von Blohm + Voss. Ferner geht es um das normale Leben des Durchschnittsbürgers, das sich um Verlust, vermisste Personen, Kriegsgefangenschaft, traumatische Kriegserlebnisse, Lebensmittelkarten, Schwarzmarkt und Neuanfänge dreht. Und es geht um das Leben der vielen Kinder, die durch den Verlust ihrer Eltern plötzlich gezwungen waren, sich irgendwie allein durchzuschlagen. Wobei es sogar da noch Unterschiede gab, denn es gab die „normalen“ Waisen und es gab die sogenannten Wolfskinder. »Wolfskinder – so nennen sich die Mädchen und Jungen aus dem Osten. Die Waisen, die in den Kämpfen oder bei der Flucht aus Ostpreußen und Schlesien ihre Eltern verloren haben. Erschossener Vater, zu Tode vergewaltigte Mutter, verbrannter Hof. Trecks über Eis und Schnee. Kinder, die wie Wilde aus der Vorzeit in Wäldern und Mooren überleben, die betteln, stehlen, essen, was ihnen vor die Hände kommt. Manche kennen nicht einmal ihren Namen. Hausen in abgebrannten Scheunen und zertrümmerten Häusern. Schlagen sich irgendwann durch bis in die Westzonen. Ein paar Hundert sollen in Hamburgs Ruinen hausen.« Stave geht das Schicksal dieser Kinder sehr nahe. Zumal es nicht bei diesem einen toten Jungen bleibt. Private Sorgen hat er außerdem, denn sein Sohn befindet sich noch immer in russischer Kriegsgefangenschaft. Und nachts plagen ihn Alpträume, in denen er wieder und wieder erlebt, wie seine Frau bei einem Fliegerangriff ums Leben kam. Im Grunde könnte man also meinen, dass man es als Leser hier mit einem Buch zu tun hat, das einem aufgrund des ernsten Themas zusetzt. Tatsächlich gibt es aber immer zwischendurch Passagen, in denen ich lachen musste – und das liegt an Staves „Partner“, Lieutenant MacDonald. Die beiden haben sich bei einem früheren Fall Staves kennengelernt und zum beiderseitigen Erstaunen angefreundet. Und während Stave die personifizierte Ernsthaftigkeit ist, ist MacDonald – nun ja – eher das Gegenteil. Als Folge daraus gibt es herrliche Wortgefechte zwischen den beiden, da wird gefrotzelt und mit sarkastischen Bemerkungen geglänzt. »Ich mache mir keine Sorgen, ich stelle Fragen. Zum Beispiel: Weiß Ihr Colonel, dass wir uns seine Yacht ausleihen?« »Selbstverständlich nicht.« »Patrouillieren nachts auf der Elbe englische Boote?« »Selbstverständlich ja. Wir müssen vorsichtig sein. Und spät losfahren.« »Und wenn uns doch jemand erwischt?« »Zücken wir unsere Ausweise und erfinden irgendeine Geschichte.« »Welche?« »Noch ist mir keine eingefallen. Ich denke darüber nach, wenn ich den Suchscheinwerfer eines Patrouillenbootes aufleuchten sehe.« »Schön, dass wir so gut vorbereitet sind.« Nach dem „Trümmermörder“ muss Frank Stave hier seinen zweiten Fall lösen. Erneut schafft es der Autor, aus dem zeitgeschichtlichen Hintergrund eine passende Kriminalhandlung zu entwickeln. Auch Staves Seelenleben wird sehr schön skizziert, ich stellte für mich fest, dass ich gleichermaßen an seinen privaten Problemen wie an der Auflösung des Falls interessiert war. Es ist nicht notwendig, den „Trümmermörder“ zu kennen, obwohl ich dieses Buch auch sehr empfehlen kann ;-) Fazit: Intelligente Krimihandlung mit viel Zeitgeschichte, Stoff zum Nachdenken und einigen sehr unterhaltsamen Dialogen. »Verlorene Kinder, verlorene Familien. Das haben wir ihnen angetan, denkt er, wir Älteren. Wir machen sie zu Waisen, wir zertrümmern ihre Welt, wir stoßen sie herum, wir kümmern uns einen Dreck um sie. Werden wir am Ende wenigstens ihre Mörder bestrafen?«

Verlorene Kinder

Igelmanu66 aus Mülheim am 23.01.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

»Bis Mai 1947 registrierte der Suchdienst des Roten Kreuzes und der beiden großen Kirchen in Hamburg etwa 40.000 elternlose Kinder: Waisen, die im Bombenhagel oder durch andere Kampfhandlungen Mütter und Väter verloren hatten. Für 21.000 Mädchen und Jungen machten die Helfer keinen einzigen Verwandten ausfindig, bei dem diese unterschlüpfen konnten. Mehr als 1.000 dieser verwaisten Kinder lebten nicht in Heimen, sondern schlugen sich, allein oder in Banden, in der verwüsteten Stadt durch. Sie hausten in selbstgebauten Unterkünften, in Nissenhütten oder Hochbunkern. Sie verdingten sich als Handlanger des Schwarzmarktes, als Kohlenklauer, Diebe oder Prostituierte.« Eines dieser elternlosen Kinder ist es scheinbar, das Oberinspektor Frank Stave an diesem heißen Maitag des Nachkriegsjahres 1947 findet. Ermordet und liegend auf einem Blindgänger, mitten in den Ruinen einer Hamburger Werft. Wie kam der Junge dorthin – ins Sperrgebiet? Wer hat ihn brutal ermordet und wieso liegt die Leiche auf einer englischen 500-Pfund-Bombe? Stave nimmt die Ermittlungen auf und hat schon bald einen alten Bekannten an seiner Seite: Lieutenant James C. MacDonald von den britischen Besatzungstruppen. »Ich soll meinem eigenen Vorgesetzten nicht sagen, dass ein englischer Offizier bei den Ermittlungen mitmischt?« »Schön, dass wir uns so gut verstehen«, erwidert MacDonald fröhlich. »Die Dinge sind schon kompliziert genug.« Dieser Krimi bietet dem Leser gute Unterhaltung plus einer reichlichen Portion Zeitgeschichte. Da gibt es detaillierte Beschreibungen des zerbombten Hamburg und seiner zerstörten Hafenanlagen. Die englischen Besatzungstruppen sind ein weiteres großes Thema und die von ihnen erzwungene Demontage der Werft von Blohm + Voss. Ferner geht es um das normale Leben des Durchschnittsbürgers, das sich um Verlust, vermisste Personen, Kriegsgefangenschaft, traumatische Kriegserlebnisse, Lebensmittelkarten, Schwarzmarkt und Neuanfänge dreht. Und es geht um das Leben der vielen Kinder, die durch den Verlust ihrer Eltern plötzlich gezwungen waren, sich irgendwie allein durchzuschlagen. Wobei es sogar da noch Unterschiede gab, denn es gab die „normalen“ Waisen und es gab die sogenannten Wolfskinder. »Wolfskinder – so nennen sich die Mädchen und Jungen aus dem Osten. Die Waisen, die in den Kämpfen oder bei der Flucht aus Ostpreußen und Schlesien ihre Eltern verloren haben. Erschossener Vater, zu Tode vergewaltigte Mutter, verbrannter Hof. Trecks über Eis und Schnee. Kinder, die wie Wilde aus der Vorzeit in Wäldern und Mooren überleben, die betteln, stehlen, essen, was ihnen vor die Hände kommt. Manche kennen nicht einmal ihren Namen. Hausen in abgebrannten Scheunen und zertrümmerten Häusern. Schlagen sich irgendwann durch bis in die Westzonen. Ein paar Hundert sollen in Hamburgs Ruinen hausen.« Stave geht das Schicksal dieser Kinder sehr nahe. Zumal es nicht bei diesem einen toten Jungen bleibt. Private Sorgen hat er außerdem, denn sein Sohn befindet sich noch immer in russischer Kriegsgefangenschaft. Und nachts plagen ihn Alpträume, in denen er wieder und wieder erlebt, wie seine Frau bei einem Fliegerangriff ums Leben kam. Im Grunde könnte man also meinen, dass man es als Leser hier mit einem Buch zu tun hat, das einem aufgrund des ernsten Themas zusetzt. Tatsächlich gibt es aber immer zwischendurch Passagen, in denen ich lachen musste – und das liegt an Staves „Partner“, Lieutenant MacDonald. Die beiden haben sich bei einem früheren Fall Staves kennengelernt und zum beiderseitigen Erstaunen angefreundet. Und während Stave die personifizierte Ernsthaftigkeit ist, ist MacDonald – nun ja – eher das Gegenteil. Als Folge daraus gibt es herrliche Wortgefechte zwischen den beiden, da wird gefrotzelt und mit sarkastischen Bemerkungen geglänzt. »Ich mache mir keine Sorgen, ich stelle Fragen. Zum Beispiel: Weiß Ihr Colonel, dass wir uns seine Yacht ausleihen?« »Selbstverständlich nicht.« »Patrouillieren nachts auf der Elbe englische Boote?« »Selbstverständlich ja. Wir müssen vorsichtig sein. Und spät losfahren.« »Und wenn uns doch jemand erwischt?« »Zücken wir unsere Ausweise und erfinden irgendeine Geschichte.« »Welche?« »Noch ist mir keine eingefallen. Ich denke darüber nach, wenn ich den Suchscheinwerfer eines Patrouillenbootes aufleuchten sehe.« »Schön, dass wir so gut vorbereitet sind.« Nach dem „Trümmermörder“ muss Frank Stave hier seinen zweiten Fall lösen. Erneut schafft es der Autor, aus dem zeitgeschichtlichen Hintergrund eine passende Kriminalhandlung zu entwickeln. Auch Staves Seelenleben wird sehr schön skizziert, ich stellte für mich fest, dass ich gleichermaßen an seinen privaten Problemen wie an der Auflösung des Falls interessiert war. Es ist nicht notwendig, den „Trümmermörder“ zu kennen, obwohl ich dieses Buch auch sehr empfehlen kann ;-) Fazit: Intelligente Krimihandlung mit viel Zeitgeschichte, Stoff zum Nachdenken und einigen sehr unterhaltsamen Dialogen. »Verlorene Kinder, verlorene Familien. Das haben wir ihnen angetan, denkt er, wir Älteren. Wir machen sie zu Waisen, wir zertrümmern ihre Welt, wir stoßen sie herum, wir kümmern uns einen Dreck um sie. Werden wir am Ende wenigstens ihre Mörder bestrafen?«

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