Der Spanische Erbfolgekrieg

Inhaltsverzeichnis


Einleitung

I . Das Erbe und die Erbanwärter


1. Spanien und die spanischen Habsburger im 17. Jahrhundert

2. Erbanspruche und Erbfolgeregelungen

3. Die Teilungsvertrage von 1698 und 1700

II . Der Weg in den Krieg


1. Das letzte Testament Karls II.

2. Die Formierung der Haager Grosen Allianz

III . Der Krieg und seine Schauplätze


1. Militar und Krieg im fruhen
18. Jahrhundert

2. Der Kriegsausbruch

3. Das Alte Reich und der Spanische Erbfolgekrieg

4. Der Krieg in Italien

5. Die Kampfe in den Niederlanden

6. Die Ereignisse auf der Iberischen Halbinsel

7. Maritime, kolonial- und handelspolitische Dimensionen

IV. Der lange Weg zum Frieden


1. Die gescheiterten Friedensverhandlungen von 1709/10

2. Die Wende des Jahres 1711

3. Die Friedensvertrage von Utrecht 1713

4. Nachspiel: Die Friedensvertrage von Rastatt und Baden (1714)

V. Ergebnisse und Folgen des Krieges


VI. Der Spanische Erbfolgekrieg als Erinnerungsort

Zeittafel

Auswahlbibliographie

Personenregister

 

Beck'sche Reihe Band 2826

Der Spanische Erbfolgekrieg

1701-1713/14

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Der Spanische Erbfolgekrieg

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Beschreibung

Als am Allerheiligentag des Jahres 1700 Karl II. von Spanien im Alter von nur 38 Jahren kinderlos starb, rächte es sich, dass es nicht gelungen war, eine Nachfolgeregelung zu treffen. Schon im folgenden Jahr begannen die Kämpfe um das riesige Erbe. Sie weiteten sich rasch zu einem Krieg von europäischen, ja globalen Dimensionen aus, der bis zu den Friedensschlüssen von Utrecht (1713), Rastatt und Baden (1714) andauerte und in dessen Verlauf die Karten im Spiel der europäischen Mächte ganz neu verteilt wurden. Matthias Schnettger erhellt die Voraussetzungen des Konflikts, beschreibt dessen Verlauf und die militärischen Grossereignisse und erläutert seine langfristigen Auswirkungen.

Matthias Schnettger lehrt als Professor für Neuere Geschichte an der Johannes Gutenberg Universität zu Mainz.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2014

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18/11.6/1 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2014

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18/11.6/1 cm

Gewicht

118 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-66173-0

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Ein instruktiver Überblick über einen folgenreichen europäischen Konflikt

Wolfram Janzen am 29.12.2019

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch historisch Interessierte in Deutschland können mit dem „Spanischen Erbfolgekrieg“ nur wenig anfangen. Schon die Bezeichnung weckt kaum Aufmerksamkeit. Sie suggeriert ein geographisch fernes und thematisch eingegrenztes Ereignis (Spanien/Krieg) unter längst überwundenen Umständen (Erbfolge der Staatsoberhäupter). Dabei haben die sich unter diesem Stichwort verbergenden Geschehnisse seinerzeit ganz Europa erfasst und beschäftigt. Auch die überseeischen Kolonien waren in die Auseinandersetzungen mit einbezogen. Etwas übertrieben sprechen manche Autoren von einem „ersten Weltkrieg“. Dabei wird aber vernachlässigt, dass es sich bei den Ereignissen keinesfalls nur um eine Folge von Schlachten handelte, sondern auch eine Reihe von intensiven diplomatischen Aktivitäten damit verbunden waren. Kaum bekannt sind auch die Folgen dieses dramatisch-verdichteten Zeitraumes für die europäische Geschichte. Manche der Folgen wirken bis heute nach. So sind z. B. die heutigen Selbständigkeitsbestrebungen in Katalonien ohne den Hintergrund des Spanischen Erbfolgekrieges nur schwer zu verstehen. Wer sich über diesen „Knotenpunkt“ europäischer Geschichte informieren will, findet nur wenig deutsche Literatur, die sich eingehender mit dem Thema befasst. Nach dem umfangreichen Werk des Zivilrechtlers Stefan Smid werden wohl ausschließlich Fachhistoriker greifen, schon wegen des immensen Preises des nur noch antiquarisch erhältlichen Buches (S. Smid, Der Spanische Erbfolgekrieg. Geschichte eines vergessenen Weltkriegs, Köln 2011). Zudem beschränkt sich Smid auf die militärischen Kampagnen und lässt die vielfältigen anderen Aspekte des Gebietes weitgehend außer Acht. Da kam das 2014 erschienene Buch des Historikers Matthias Schnettger für den Interessierten gerade recht. Es gibt einen knappen, manchmal auch detaillierten, und gut lesbaren Überblick über das Gebiet. Trotz des Übersichtscharakters der Darstellung werden die wichtigsten Aspekte der Geschehnisse behandelt: die Vorgeschichte, der Krieg und seine Schauplätze – mit einem interessanten Kapitel über die Kriegführung und das Militär im frühen 18. Jahrhundert - die Friedensverhandlungen und die Folgen des Krieges. Schnettger weist darauf hin, dass eines der wichtigen Ergebnisse der kriegerischen und diplomatischen Auseinandersetzungen eine bis zu den napoleonischen Kriegen währende Friedenswahrung im europäischen Raum war. Sie wurde durch die Herstellung eines annähernden Gleichgewichtes unter den alten und neuen europäischen Großmächten möglich. Hier hätten die Linien bis heute ausgezogen werden können: wir kennen dieses – durchaus fragile – militärisch-politische Prinzip aus unserer jüngsten Vergangenheit! Sichtbar wird auch, dass der Aufteilung der Einflussgebiete unter Großmächten immer Schwächere zum Opfer fallen, damals - unter anderen Gebieten - Polen und Katalonien. Vielleicht hätte auch stärker betont werden können, dass im Gefolge des Spanischen Erbfolgekrieges wohl zum ersten Mal in der Geschichte eine gesamteuropäische Perspektive in den Blick kam, gleichzeitig aber auch nationales Bewusstsein entstand. Hier werden Antagonismen im europäischen Gesamtgefüge sichtbar, die bis heute andauern. Des Weiteren wurden zum ersten Mal in der Geschichte Auseinandersetzungen von einer massiven publizistischen Propagandatätigkeit begleitet. Jede der Parteien wollte die eigene, aber auch die europäische Öffentlichkeit auf ihre Seite ziehen. Bemerkenswert ist auch das abschließende Kapitel in Schnettgers Buch über „Gedenkorte“ des Spanischen Erbfolgekrieges. Solche Beziehungspunkte sind wichtig, weil sie die Verbindung zur Geschichte wachhalten. Hier hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht. Erwähnt werden z.B. nicht die Gedenkorte in Barcelona („Fossar de los Moreres“ – die Gedenkstätte für die Ofer der Belagerung Barcelonas 1714, die ehemalige Markthalle „El Born“ mit den Ausgrabungen des von Philipp V. zerstörten Stadtteils Ribera und der „Zitadellenpark“). Auch in Deutschland ließen sich Gedenkorte auffinden. Der habsburgische Kronprätendent für Spanien, Karl III., der spätere Kaiser Karl VI., reiste 1703 von Wien durch Deutschland in die Niederlande und von dort nach Portugal und Spanien. Heute ist diese Reise vergessen, damals fand sie in den deutschen Territorien und Städten viel Aufmerksamkeit. (Wer sich dafür interessiert: der Verfasser dieser Rezension hat in seiner Website einen Artikel über diese Reise geschrieben.) Bei meinen Recherchen zum Thema hat mir das Buch einen guten Zugang und Überblick verschafft – ich kann es anderen Interessierten nur empfehlen.

Ein instruktiver Überblick über einen folgenreichen europäischen Konflikt

Wolfram Janzen am 29.12.2019
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch historisch Interessierte in Deutschland können mit dem „Spanischen Erbfolgekrieg“ nur wenig anfangen. Schon die Bezeichnung weckt kaum Aufmerksamkeit. Sie suggeriert ein geographisch fernes und thematisch eingegrenztes Ereignis (Spanien/Krieg) unter längst überwundenen Umständen (Erbfolge der Staatsoberhäupter). Dabei haben die sich unter diesem Stichwort verbergenden Geschehnisse seinerzeit ganz Europa erfasst und beschäftigt. Auch die überseeischen Kolonien waren in die Auseinandersetzungen mit einbezogen. Etwas übertrieben sprechen manche Autoren von einem „ersten Weltkrieg“. Dabei wird aber vernachlässigt, dass es sich bei den Ereignissen keinesfalls nur um eine Folge von Schlachten handelte, sondern auch eine Reihe von intensiven diplomatischen Aktivitäten damit verbunden waren. Kaum bekannt sind auch die Folgen dieses dramatisch-verdichteten Zeitraumes für die europäische Geschichte. Manche der Folgen wirken bis heute nach. So sind z. B. die heutigen Selbständigkeitsbestrebungen in Katalonien ohne den Hintergrund des Spanischen Erbfolgekrieges nur schwer zu verstehen. Wer sich über diesen „Knotenpunkt“ europäischer Geschichte informieren will, findet nur wenig deutsche Literatur, die sich eingehender mit dem Thema befasst. Nach dem umfangreichen Werk des Zivilrechtlers Stefan Smid werden wohl ausschließlich Fachhistoriker greifen, schon wegen des immensen Preises des nur noch antiquarisch erhältlichen Buches (S. Smid, Der Spanische Erbfolgekrieg. Geschichte eines vergessenen Weltkriegs, Köln 2011). Zudem beschränkt sich Smid auf die militärischen Kampagnen und lässt die vielfältigen anderen Aspekte des Gebietes weitgehend außer Acht. Da kam das 2014 erschienene Buch des Historikers Matthias Schnettger für den Interessierten gerade recht. Es gibt einen knappen, manchmal auch detaillierten, und gut lesbaren Überblick über das Gebiet. Trotz des Übersichtscharakters der Darstellung werden die wichtigsten Aspekte der Geschehnisse behandelt: die Vorgeschichte, der Krieg und seine Schauplätze – mit einem interessanten Kapitel über die Kriegführung und das Militär im frühen 18. Jahrhundert - die Friedensverhandlungen und die Folgen des Krieges. Schnettger weist darauf hin, dass eines der wichtigen Ergebnisse der kriegerischen und diplomatischen Auseinandersetzungen eine bis zu den napoleonischen Kriegen währende Friedenswahrung im europäischen Raum war. Sie wurde durch die Herstellung eines annähernden Gleichgewichtes unter den alten und neuen europäischen Großmächten möglich. Hier hätten die Linien bis heute ausgezogen werden können: wir kennen dieses – durchaus fragile – militärisch-politische Prinzip aus unserer jüngsten Vergangenheit! Sichtbar wird auch, dass der Aufteilung der Einflussgebiete unter Großmächten immer Schwächere zum Opfer fallen, damals - unter anderen Gebieten - Polen und Katalonien. Vielleicht hätte auch stärker betont werden können, dass im Gefolge des Spanischen Erbfolgekrieges wohl zum ersten Mal in der Geschichte eine gesamteuropäische Perspektive in den Blick kam, gleichzeitig aber auch nationales Bewusstsein entstand. Hier werden Antagonismen im europäischen Gesamtgefüge sichtbar, die bis heute andauern. Des Weiteren wurden zum ersten Mal in der Geschichte Auseinandersetzungen von einer massiven publizistischen Propagandatätigkeit begleitet. Jede der Parteien wollte die eigene, aber auch die europäische Öffentlichkeit auf ihre Seite ziehen. Bemerkenswert ist auch das abschließende Kapitel in Schnettgers Buch über „Gedenkorte“ des Spanischen Erbfolgekrieges. Solche Beziehungspunkte sind wichtig, weil sie die Verbindung zur Geschichte wachhalten. Hier hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht. Erwähnt werden z.B. nicht die Gedenkorte in Barcelona („Fossar de los Moreres“ – die Gedenkstätte für die Ofer der Belagerung Barcelonas 1714, die ehemalige Markthalle „El Born“ mit den Ausgrabungen des von Philipp V. zerstörten Stadtteils Ribera und der „Zitadellenpark“). Auch in Deutschland ließen sich Gedenkorte auffinden. Der habsburgische Kronprätendent für Spanien, Karl III., der spätere Kaiser Karl VI., reiste 1703 von Wien durch Deutschland in die Niederlande und von dort nach Portugal und Spanien. Heute ist diese Reise vergessen, damals fand sie in den deutschen Territorien und Städten viel Aufmerksamkeit. (Wer sich dafür interessiert: der Verfasser dieser Rezension hat in seiner Website einen Artikel über diese Reise geschrieben.) Bei meinen Recherchen zum Thema hat mir das Buch einen guten Zugang und Überblick verschafft – ich kann es anderen Interessierten nur empfehlen.

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von Matthias Schnettger

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    1. Das letzte Testament Karls II.

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    1. Militar und Krieg im fruhen
    18. Jahrhundert

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    4. Der Krieg in Italien

    5. Die Kampfe in den Niederlanden

    6. Die Ereignisse auf der Iberischen Halbinsel

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    IV. Der lange Weg zum Frieden


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    2. Die Wende des Jahres 1711

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    4. Nachspiel: Die Friedensvertrage von Rastatt und Baden (1714)

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    Auswahlbibliographie

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