Der Trafikant

Robert Seethaler

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Beschreibung

Die Geschichte von Franz, Freud und Anezka im Wien der 30er-Jahre. Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. Dort begegnet er dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von dessen Ausstrahlung. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei Professor Freud Rat.

Produktdetails

Verkaufsrang 708
Sprecher Robert Seethaler
Spieldauer 382 Minuten
Fassung ungekürzt
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Family Sharing Ja i
Erscheinungsdatum 21.11.2014
Verlag Tacheles!
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783864841163

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wunderschönes Buch

Bewertung am 19.08.2016

Bewertet: Hörbuch-Download

»Wer nichts weiß, hat keine Sorgen, dachte Franz, aber wenn es schon schwer genug ist, sich das Wissen mühsam anzulernen, so ist es doch noch viel schwerer, wenn nicht sogar praktisch unmöglich, das einmal Gewusste zu vergessen.« 17-jährige Franz Huchel wohnt im Salzkammergut, als seine Mutter beschließt, er möge fortan auf eigenen Füssen stehen. Sie vermittelt ihn als Lehrbub an einen alten Freund in Wien, der eine Trafik (Zeitungen, Tabak, Schreibwaren) besitzt. Der naive Junge vom Dorf bestaunt das geschäftige, laute, stinkende Wien. Es gibt viel zu lernen über den Tabak, die Sorten, die Zigarren und über Kunden, ihre Namen, ihre Vorlieben und Eigenarten. Wir schreiben das Jahr 1937. Siegmud Freud ist Stammkunde der Trafik, die auch an Juden verkauft, was sich immer weniger Geschäfte trauen. Fensterscheiben werden beschmiert, immer heftiger treten Nazis pöbelig bis brutal auf. Der junge Franz versteht so vieles nicht, kennt nicht mal den Begriff Jud. Er liest die Zeitungen, versucht zu verstehen. Der Trafikant, Otto Trsnjek, liebt Bücher, Zeitungen und Kaffeehäuser. Er ist sehr belesen und philosophiert gern, versucht, dem Franz die Welt zu erklären. »Das Problem, meinte Otto Trsnjek mit einem traurigen Blick auf das bis unter die Decke dicht mit Zigarrenkisten vollgeräumte Wandregal, das große Problem für das Zigarrengeschäft sei – so wie für vieles andere übrigens auch – die Politik. Die Politik verhunze nämlich grundsätzlich alles und jedes, und da sei es ziemlich egal, wer da gerade mit seinem breitgesessenen Hintern die Regierung bilde, ob der Kaiser selig, der Zwerg Dollfuß, sein Lehrling Schuschnigg oder drüben der größenwahnsinnige Hitler: Von der Politik werde alles und jedes verhunzt, verpatzt, versaut, verdummt und überhaupt zugrunde gerichtet.« Natürlich ist Franz einsam, sehnt sich nach Liebe. Dummerweise verliebt er sich in die frivole Variététänzerin Anezka. Nach dem ersten Gefühl der Liebe folgt sogleich der erste Liebeskummer. Franz fühlt sich krank. Er erinnert sich an den Psychoanalytiker Freud. Der weiß, wie man Menschen im Kopf heilt, indem man sich mit ihnen unterhält. Und Freud findet wirklich an dem Jungen Gefallen. Gerade aufgrund seiner einfachen Fragestellungen, seiner Unbedarftheit, stellt Franz Dinge infrage. Franz mag den Herrn Professor, aber weiterhelfen kann er auch nicht. Selbst der große Herr Freud kennt sich mit den Frauen nicht aus. »,Da, wo ich herkomme, verstehen die Leute vielleicht was von der Holzwirtschaft und davon, wie man den Sommerfrischlern ihr Geld aus den Taschen zieht. Von der Liebe verstehen sie rein gar nichts!‘ – ,Das ist nichts Außergewöhnliches. Von der Liebe versteht nämlich niemand irgendetwas.‘ – ,Nicht einmal Sie?‘ – ,Gerade ich nicht!‘« Otto Trsnjek ist ein aufrechter Dickkopf. Er lässt sich von dem braunen Gesocks nicht einschüchtern. Darum lebt er gefährlich, er spielt mit seinem Leben.

wunderschönes Buch

Bewertung am 19.08.2016
Bewertet: Hörbuch-Download

»Wer nichts weiß, hat keine Sorgen, dachte Franz, aber wenn es schon schwer genug ist, sich das Wissen mühsam anzulernen, so ist es doch noch viel schwerer, wenn nicht sogar praktisch unmöglich, das einmal Gewusste zu vergessen.« 17-jährige Franz Huchel wohnt im Salzkammergut, als seine Mutter beschließt, er möge fortan auf eigenen Füssen stehen. Sie vermittelt ihn als Lehrbub an einen alten Freund in Wien, der eine Trafik (Zeitungen, Tabak, Schreibwaren) besitzt. Der naive Junge vom Dorf bestaunt das geschäftige, laute, stinkende Wien. Es gibt viel zu lernen über den Tabak, die Sorten, die Zigarren und über Kunden, ihre Namen, ihre Vorlieben und Eigenarten. Wir schreiben das Jahr 1937. Siegmud Freud ist Stammkunde der Trafik, die auch an Juden verkauft, was sich immer weniger Geschäfte trauen. Fensterscheiben werden beschmiert, immer heftiger treten Nazis pöbelig bis brutal auf. Der junge Franz versteht so vieles nicht, kennt nicht mal den Begriff Jud. Er liest die Zeitungen, versucht zu verstehen. Der Trafikant, Otto Trsnjek, liebt Bücher, Zeitungen und Kaffeehäuser. Er ist sehr belesen und philosophiert gern, versucht, dem Franz die Welt zu erklären. »Das Problem, meinte Otto Trsnjek mit einem traurigen Blick auf das bis unter die Decke dicht mit Zigarrenkisten vollgeräumte Wandregal, das große Problem für das Zigarrengeschäft sei – so wie für vieles andere übrigens auch – die Politik. Die Politik verhunze nämlich grundsätzlich alles und jedes, und da sei es ziemlich egal, wer da gerade mit seinem breitgesessenen Hintern die Regierung bilde, ob der Kaiser selig, der Zwerg Dollfuß, sein Lehrling Schuschnigg oder drüben der größenwahnsinnige Hitler: Von der Politik werde alles und jedes verhunzt, verpatzt, versaut, verdummt und überhaupt zugrunde gerichtet.« Natürlich ist Franz einsam, sehnt sich nach Liebe. Dummerweise verliebt er sich in die frivole Variététänzerin Anezka. Nach dem ersten Gefühl der Liebe folgt sogleich der erste Liebeskummer. Franz fühlt sich krank. Er erinnert sich an den Psychoanalytiker Freud. Der weiß, wie man Menschen im Kopf heilt, indem man sich mit ihnen unterhält. Und Freud findet wirklich an dem Jungen Gefallen. Gerade aufgrund seiner einfachen Fragestellungen, seiner Unbedarftheit, stellt Franz Dinge infrage. Franz mag den Herrn Professor, aber weiterhelfen kann er auch nicht. Selbst der große Herr Freud kennt sich mit den Frauen nicht aus. »,Da, wo ich herkomme, verstehen die Leute vielleicht was von der Holzwirtschaft und davon, wie man den Sommerfrischlern ihr Geld aus den Taschen zieht. Von der Liebe verstehen sie rein gar nichts!‘ – ,Das ist nichts Außergewöhnliches. Von der Liebe versteht nämlich niemand irgendetwas.‘ – ,Nicht einmal Sie?‘ – ,Gerade ich nicht!‘« Otto Trsnjek ist ein aufrechter Dickkopf. Er lässt sich von dem braunen Gesocks nicht einschüchtern. Darum lebt er gefährlich, er spielt mit seinem Leben.

Sehr gutes Buch

Noel am 25.09.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

- Bewertungstext hat nichts mit dem Artikel zu tun - Dass der Bewertungstext bei Orell Füssli mindestens 20 Wörter enthalten muss, halte ich für eine unnötige Hürde.

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