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Botanische Wanderungen Kanarische Inseln

35 Touren. Mit GPS-Daten

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.02.2017

Verlag

Rother Bergverlag

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

20/12.6/1.7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.02.2017

Verlag

Rother Bergverlag

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

20/12.6/1.7 cm

Gewicht

358 g

Auflage

1. Auflage 2017

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7633-3166-6

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Ein Wanderbuch, das seinesgleichen sucht

MrsAmy am 02.05.2017

Bewertungsnummer: 1016902

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Rother Wanderbücher und Wanderführer unter die Lupe genommen. Es gibt darunter gute, sehr gute und auch das ein oder andere nicht wirklich gelungene Exemplar. Manchmal war das Lesen mühsam, meistens sehr interessant und stets stand vor allem die Funktionalität im Vordergrund. Das Wanderbuch „Kanarische Inseln. Botanische Wanderungen“ von Ralf Goetz sticht für mich aus der Masse der Bücher ganz klar heraus. Mit Zögern hatte ich es bestellt und aus dem Schrank genommen, den von Goetz gleichfalls geschriebenen Naturführer „Flora der Kanarischen Inseln“ abgelehnt – ein böser, böser Fehler! Bereits beim ersten Durchblättern wird klar, dass das Wanderbuch, das mit insgesamt 35 Touren auf den Kanaren aufwartet, anders ist. Natürlich gibt es in jedem Rother-Buch Bilder, aber hier wird der Leser direkt von den erstklassigen Fotografien begrüßt und ins Buch geholt. Oftmals sind ganze Seiten mit Bildern versehen und zusätzlich locken großformatige Aufnahmen von ortstypischen Pflanzen. Immer wieder finden sich umfangreichere Infokästen zu den Leitpflanzen der Kanarenflora und vom Autor empfohlenen Kurzwanderungen, zudem werden bei jeder Tour die zu findenden endemischen Arten aufgelistet. Was das Wanderbuch daneben so einzigartig macht, ist der wunderbare Schreibstil von Goetz. Man merkt den Zeilen seine Hingabe für die kanarische Pflanzenwelt an! Hier ist jemand wirklich begeistert und möchte sein Wissen, seine Liebe für die Landschaft und vor allem ihre pflanzlichen Bewohner teilen. So kann man beim Lesen schon einmal vergessen, dass es sich einfach nur um ein Tourenbuch handelt und der recht große Einführungsteil versetzt einen prompt in Urlaubsstimmung. In den Allgemeinen Hinweisen geht Goetz sehr auf die Themen Wind und Wetter sowie beste Jahreszeit in Bezug auf die Pflanzenwelt ein. So sagt er klar, dass sich die Reisezeit danach richtet, was man sehen möchte und gibt etliche Hinweise, wann sich eine Reise besonders lohnt. Klimatabellen von Lanzarote und Teneriffa ergänzen die Ratschläge. Weiterhin finden sich natürlich auch die von jedem Rother Wanderbuch bekannten Themen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll. Der folgende Abschnitt Touristische Informationen gibt nicht nur Aufschluss über die Erreichbarkeit der Wanderausgangspunkte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch, wie man auf die benachbarten Inseln mithilfe von Flugzeug und Schiff gelangt. Eine kleine Karte veranschaulicht die Möglichkeiten. Danach folgen Kurzporträts der sieben Kanarischen Inseln: Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Der Schwerpunkt in diesen Porträts liegt natürlich stets auf der Flora, die entscheidend durch Gebirgszüge und – damit zusammenhängend – dem Wetter geprägt ist. Goetz vermittelt zusätzlich in seinen Zeilen stets, welche Eilande touristische Hotspots sind, wo man entspannen kann und an welchen Orten man noch ganz für sich ist. Die kurz zusammengefassten Inseldaten mit Fläche, Küstenlänge, Höchstem Gipfel, Einwohnerzahl, Bevölkerungsdichte und der Hauptstadt sind eine sinnvolle Ergänzung. Goetz – man merkt es beim Lesen – ist nun schon fast ganz in seinem Element angekommen und läuft nun zur dem Leser begeisternden Höchstform auf, wenn in den folgenden Kapiteln die Kanarenflora, die Vegetation der Inseln und die subtropische Zierflora im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Schön ist vor allem, dass die im Text genannten Pflanzen häufig mit Bild auf der Seite vertreten bzw. mit Angabe der Seitenzahl an anderer Stelle im Buch zu finden sind. Bei den Tourenvorschlägen findet man indes logischerweise nicht immer Bilder zu allen genannten Pflanzen. Da nun würde man den Pflanzenführer benötigen, den ich nicht selten gerne griffbereit gehabt hätte. Die Tourenbeschreibungen sind sehr gut geschrieben, zusätzliche Informationen sind so in den Text eingefügt, dass sie sich mühelos in den Lesefluss einfügen und man nicht das Gefühl hat, dass hier etwas künstlich aufgebläht werden sollte. Die von Rother gewohnten Kurzinfos sind um die zusätzlichen Themen Tourencharakter und Beste Zeit erweitert. Ebenso gibt es eine Sternchenbewertung (1 bis 3) für ganz besonders lohnenswerte Touren. Das Höhenzeitprofil und ein Kartenausschnitt ergänzen den Text sinnvoll, wobei mir die Karten etwas zu klein geraten sind. Es empfiehlt sich sicherlich oftmals noch die Mitnahme einer Wanderkarte. Übrigens sind auch bei diesem Buch die GPS-Tourdaten abrufbar. In der vorderen Umschlagseite findet sich eine Übersicht über alle Wanderungen, wobei die überwiegende Anzahl leichte Touren sind, insgesamt zwölf ordnen sich der Kategorie mittel zu, schwere gibt es nicht. Auch hier lässt sich die beste Zeit ablesen, zusätzlich die botanischen Highlights, und ob sich spezielle Vegetationsformen finden lassen – wie bspw. Dünenvegetation, Lorbeerwald und subalpine Gebirgsflora. Kurzum: Ein rundum gelungenes Wanderbuch, das mit viel Liebe zum Detail aufwartet.

Ein Wanderbuch, das seinesgleichen sucht

MrsAmy am 02.05.2017
Bewertungsnummer: 1016902
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Rother Wanderbücher und Wanderführer unter die Lupe genommen. Es gibt darunter gute, sehr gute und auch das ein oder andere nicht wirklich gelungene Exemplar. Manchmal war das Lesen mühsam, meistens sehr interessant und stets stand vor allem die Funktionalität im Vordergrund. Das Wanderbuch „Kanarische Inseln. Botanische Wanderungen“ von Ralf Goetz sticht für mich aus der Masse der Bücher ganz klar heraus. Mit Zögern hatte ich es bestellt und aus dem Schrank genommen, den von Goetz gleichfalls geschriebenen Naturführer „Flora der Kanarischen Inseln“ abgelehnt – ein böser, böser Fehler! Bereits beim ersten Durchblättern wird klar, dass das Wanderbuch, das mit insgesamt 35 Touren auf den Kanaren aufwartet, anders ist. Natürlich gibt es in jedem Rother-Buch Bilder, aber hier wird der Leser direkt von den erstklassigen Fotografien begrüßt und ins Buch geholt. Oftmals sind ganze Seiten mit Bildern versehen und zusätzlich locken großformatige Aufnahmen von ortstypischen Pflanzen. Immer wieder finden sich umfangreichere Infokästen zu den Leitpflanzen der Kanarenflora und vom Autor empfohlenen Kurzwanderungen, zudem werden bei jeder Tour die zu findenden endemischen Arten aufgelistet. Was das Wanderbuch daneben so einzigartig macht, ist der wunderbare Schreibstil von Goetz. Man merkt den Zeilen seine Hingabe für die kanarische Pflanzenwelt an! Hier ist jemand wirklich begeistert und möchte sein Wissen, seine Liebe für die Landschaft und vor allem ihre pflanzlichen Bewohner teilen. So kann man beim Lesen schon einmal vergessen, dass es sich einfach nur um ein Tourenbuch handelt und der recht große Einführungsteil versetzt einen prompt in Urlaubsstimmung. In den Allgemeinen Hinweisen geht Goetz sehr auf die Themen Wind und Wetter sowie beste Jahreszeit in Bezug auf die Pflanzenwelt ein. So sagt er klar, dass sich die Reisezeit danach richtet, was man sehen möchte und gibt etliche Hinweise, wann sich eine Reise besonders lohnt. Klimatabellen von Lanzarote und Teneriffa ergänzen die Ratschläge. Weiterhin finden sich natürlich auch die von jedem Rother Wanderbuch bekannten Themen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll. Der folgende Abschnitt Touristische Informationen gibt nicht nur Aufschluss über die Erreichbarkeit der Wanderausgangspunkte mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch, wie man auf die benachbarten Inseln mithilfe von Flugzeug und Schiff gelangt. Eine kleine Karte veranschaulicht die Möglichkeiten. Danach folgen Kurzporträts der sieben Kanarischen Inseln: Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Der Schwerpunkt in diesen Porträts liegt natürlich stets auf der Flora, die entscheidend durch Gebirgszüge und – damit zusammenhängend – dem Wetter geprägt ist. Goetz vermittelt zusätzlich in seinen Zeilen stets, welche Eilande touristische Hotspots sind, wo man entspannen kann und an welchen Orten man noch ganz für sich ist. Die kurz zusammengefassten Inseldaten mit Fläche, Küstenlänge, Höchstem Gipfel, Einwohnerzahl, Bevölkerungsdichte und der Hauptstadt sind eine sinnvolle Ergänzung. Goetz – man merkt es beim Lesen – ist nun schon fast ganz in seinem Element angekommen und läuft nun zur dem Leser begeisternden Höchstform auf, wenn in den folgenden Kapiteln die Kanarenflora, die Vegetation der Inseln und die subtropische Zierflora im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Schön ist vor allem, dass die im Text genannten Pflanzen häufig mit Bild auf der Seite vertreten bzw. mit Angabe der Seitenzahl an anderer Stelle im Buch zu finden sind. Bei den Tourenvorschlägen findet man indes logischerweise nicht immer Bilder zu allen genannten Pflanzen. Da nun würde man den Pflanzenführer benötigen, den ich nicht selten gerne griffbereit gehabt hätte. Die Tourenbeschreibungen sind sehr gut geschrieben, zusätzliche Informationen sind so in den Text eingefügt, dass sie sich mühelos in den Lesefluss einfügen und man nicht das Gefühl hat, dass hier etwas künstlich aufgebläht werden sollte. Die von Rother gewohnten Kurzinfos sind um die zusätzlichen Themen Tourencharakter und Beste Zeit erweitert. Ebenso gibt es eine Sternchenbewertung (1 bis 3) für ganz besonders lohnenswerte Touren. Das Höhenzeitprofil und ein Kartenausschnitt ergänzen den Text sinnvoll, wobei mir die Karten etwas zu klein geraten sind. Es empfiehlt sich sicherlich oftmals noch die Mitnahme einer Wanderkarte. Übrigens sind auch bei diesem Buch die GPS-Tourdaten abrufbar. In der vorderen Umschlagseite findet sich eine Übersicht über alle Wanderungen, wobei die überwiegende Anzahl leichte Touren sind, insgesamt zwölf ordnen sich der Kategorie mittel zu, schwere gibt es nicht. Auch hier lässt sich die beste Zeit ablesen, zusätzlich die botanischen Highlights, und ob sich spezielle Vegetationsformen finden lassen – wie bspw. Dünenvegetation, Lorbeerwald und subalpine Gebirgsflora. Kurzum: Ein rundum gelungenes Wanderbuch, das mit viel Liebe zum Detail aufwartet.

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