Sami und der Wunsch nach Freiheit

Roman

Rafik Schami

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Beschreibung

Die unglaubliche Geschichte von Sami und seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus. Geschichten um Geschichten reihen sich aneinander. Sie alle erzählen von einer innigen Freundschaft, der Sehnsucht zweier Jungen nach Freiheit und dem Ausbruch der syrischen Rebellion:
Sami und Scharif sind unzertrennlich, sie wachsen wie Brüder auf. Nach seiner Flucht aus Syrien erzählt Scharif von ihrer Kindheit in den verwinkelten Gassen von Damaskus, ihren teuflischen Tricks, die Schule zu überstehen, und von ihrem Beschützer, dem weisen Postboten Elias, dem besten Lautenspieler aller Zeiten. Wie Sami sich mutig in jedes Abenteuer stürzt, weil er Unrecht nicht erträgt, und für seine Liebe Josephine sein Leben aufs Spiel setzt. Und wie er sich im Laufe der Jahre so viele Narben holt, die jede wieder ihre eigene Geschichte hat. Bald passieren Dinge, die ihnen die Augen öffnen. Als der Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren …

»Mit dem spannenden Jugendroman übertrifft er sich selbst. Der Geschichten-Erzähler reiht mühelos eine Geschichte an die andere, bis das Panorama einer Generation entsteht, die sich gegen die Brutalität und Korruption in seiner ehemaligen Heimat Syrien zur Wehr setzt. Respekt und Anerkennung für diese Könnerschaft!« Marion Gottlob, Rhein-Neckar Zeitung, 16./17.9.2017

»Natürlich bleibt Schami ein genialer Fabulierer, und natürlich charmiert er uns mit seinen Ausschweifungen, aber sein Erzähler kommt doch direkter zur Sache. […]. Rafik Schamis Erzählstil berührt, auch wenn die Politik das Märchenhafte übertönt.« Hans ten Doornkaat, Neue Züricher Zeitung, 17.9.2017

»Rafik Schami ist ein Erzählkünstler, dem es mit wenigen Worten gelingt, den Leser in eine ihm bis dato fremde Welt zu ziehen. Behutsam und ohne Hast reiht Schami Geschichte für Geschichte aneinander und schafft ein lebendiges Bild von Freundschaft und der Sehnsucht nach Freiheit.« Caroline Wornath, hessenschau.de, 11.10.2017

»Rafik Schami erzählt die Geschichte vom ›Wunsch nach Freiheit‹ ganz unaufgeregt, der Druck im Kessel steigt, und damit auch der Mut der Protagonisten. Es ist kein Actionroman heroischer Widerstandskämpfer, sondern eine Hommage an Menschen, die sich ihre Würde bewahrt haben bis zum Schluss.« Rolf Brockschmidt, Der Tagesspiegel, 2.11.2017

»Vom ersten bis zum letzten Wort ein Abenteuer, dessen Helden ganz einfach junge Menschen sind, die sich nach Freiheit sehnen.« Imma Wick, Westdeutsche Allgemeine, 24.10.2017

»Rafik Schami verbindet in ›Sami und der Wunsch nach Freiheit‹ Zeitgeschichte mit Erzähllust und bringt Syrien so nah wie selten zuvor.« Manuel Müller, Neue Züricher Zeitung, 2.5.2018

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. Von 1966 bis 1969 war er Herausgeber und Mitautor der Wandzeitung »Al-Muntalak« im alten Viertel von Damaskus. 1971 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über. Er promovierte in Chemie. Seit 1982 ist er freier Schriftsteller und lebt in Marnheim/Pfalz. Für sein literarisches Werk erhielt er viele wichtige Auszeichnungen, u.a. den Adalbert-von-Chamisso-Preis, Hermann-Hesse-Preis, den Tüddelbandpreis, den Preis der Stiftung Bibel & Kultur und den grossen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Ausserdem wurde der Roman »Eine Hand voller Sterne« in Wien für »Eine Stadt, ein Buch« (2011) und in Köln für »Ein Buch für die Stadt« (2015) ausgewählt. Sein Werk wurde in 30 Sprachen übersetzt. Seit 2002 ist Rafik Schami Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Bei Beltz & Gelberg erschienen von Rafik Schami ausserdem die Romane »Erzähler der Nacht«, »Der ehrliche Lügner« und »Sami und der Wunsch nach Freiheit« sowie die Bilderbücher »Der Wunderkasten« (Bilder Peter Knorr) und »'Hast du Angst', fragte die Maus« (Bilder Kathrin Schärer).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 14.08.2017
Illustrator Philip Waechter
Verlag Julius Beltz GmbH & Co. KG
Seitenzahl 326
Maße (H) 21.3/13.9/3 cm
Gewicht 530 g
Auflage 3. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-407-82319-9

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5/5

Der Wunsch nach Freiheit, bewegend, fesselnd, brutal und realitätsnah

Isabellepf aus Gaggenau am 18.01.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

"Sami und der Wunsch nach Freiheit", ist ein unglaublich fesselnde und realitätsnahe Geschichte von Sami, seinen Narben und  seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen Damaskus, geschrieben von Rafik Schami. Der Autor Rafik Schami, lernt zufällig bei einem befreundeten Rentnerehepaar den Flüchtlingsjungen Scharif kennen. Scharif ist Syrier und von Damaskus in die Türkei und weiter nach Deutschland geflohen, und wurde auf seiner Flucht mehrmals geschlagen und ausgeraubt. Doch Scharif ist sehr wissbegierig, neugierig, lernt kochen und schnell die deutsche Sprache fliessend sprechen. Denn er möchte genau wie Schami Geschichten erzählen, nur das seine Geschichte, die unglaubliche Geschichte von seinem besten Freund Sami und seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus ist. Doch Scharif erzählt nicht nur über ihre Kindheit, der  Korruption der Regierung und den Tricks die sie haben anwenden müssen, um die Schulzeit einigermassen unbeschadet zu überstehen. Sondern auch die Geschichte von Samis unzähligen Narben, die er sich im Laufe der Jahre zugezogen hat. Denn jede von Samis Narben, steht für eine ganz eigene Geschichte, und so reihen sich die Geschichten nach und nach aneinander. Sie handeln von Freunden und Feinden, von Samis grosser Liebe Josephine, von dem weisen Postboten Elias und von einer innigen Freundschaft zweier Jungen die sich nach der Freiheit und dem Ausbruch der syrischen Rebellion sehen. Aber auch wie sich Sami mutig in jedes Abenteuer stürzt, weil er Unrecht einfach nicht erträgt, und wie er fast sein Leben für seine grosse Liebe aufs Spiel gesetzt hätte. Die beiden Jungen Scharif und Sami kenne sich seit ihrer Kindheit und sind eng miteinander befreundet. Obwohl sich ihre Väter nicht sonderlich leiden können, sind sie unzertrennlich und wachsen wie Brüder auf.  Doch bald passieren Dinge, die ihnen die Augen öffnen. Und als ihr Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen und schlussendlich fliehen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren. Ich habe "Sami und der Wunsch nach Freiheit", als Hörbuch gehört, das von Nils Rieke und Wolfgang Berger gesprochen wurde. Beide Sprecher haben Samis Narben und seine unglaubliche Geschichte, so spannend und wahnsinnig emotionsgeladen wiedergegeben, sodass die einzelnen Charaktere beim erzählen, für mich regelrecht lebendig geworden sind. Die Geschichten sind sehr realitätsnah und vermitteln einen unglaublich brutalen und korrupten Einblick in das diktatorische System. Schläger der Regierung werden auf die Bürger angesetzt, das ein Spiel mit dem Feuer ist. Doch Scharifs Geschichten, handeln auch von einem Korrupten Regime, Angst, Widerstand und sind eine Mischung aus Willkür und Brutalität, die in Damaskus an der Tagesordnung sind. Und doch halten die Menschen zusammen und rebellieren. Doch er möchte durch seine Erzählungen kein Mitleid erhaschen, sondern vielmehr aufmerksam machen, und informieren, das ihm in meinen Augen sehr gut gelungen ist. Rafik Schami hat mit Samis Narben und Scharifs Geschichte, die Grausamkeit und Brutalität des Regimes aufzeigt, aber auch den Zusammenhalt vieler Menschen, die den Mut aufbringen zu rebellieren und noch nicht gebrochen sind. Leider müssen auch Scharif und Sami vor dem Regime flüchten, und so stirbt die Hoffnung zuletzt, die Diktatur vielleicht doch noch zu besiegen. Das (Hör) Buch "Sami und der Wunsch nach Freiheit", ist eine grossartige Geschichte, die fesselnd, brutal und realitätsnah die Umstände in Syrien beschreibt.

5/5

Der Wunsch nach Freiheit, bewegend, fesselnd, brutal und realitätsnah

Isabellepf aus Gaggenau am 18.01.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

"Sami und der Wunsch nach Freiheit", ist ein unglaublich fesselnde und realitätsnahe Geschichte von Sami, seinen Narben und  seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen Damaskus, geschrieben von Rafik Schami. Der Autor Rafik Schami, lernt zufällig bei einem befreundeten Rentnerehepaar den Flüchtlingsjungen Scharif kennen. Scharif ist Syrier und von Damaskus in die Türkei und weiter nach Deutschland geflohen, und wurde auf seiner Flucht mehrmals geschlagen und ausgeraubt. Doch Scharif ist sehr wissbegierig, neugierig, lernt kochen und schnell die deutsche Sprache fliessend sprechen. Denn er möchte genau wie Schami Geschichten erzählen, nur das seine Geschichte, die unglaubliche Geschichte von seinem besten Freund Sami und seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus ist. Doch Scharif erzählt nicht nur über ihre Kindheit, der  Korruption der Regierung und den Tricks die sie haben anwenden müssen, um die Schulzeit einigermassen unbeschadet zu überstehen. Sondern auch die Geschichte von Samis unzähligen Narben, die er sich im Laufe der Jahre zugezogen hat. Denn jede von Samis Narben, steht für eine ganz eigene Geschichte, und so reihen sich die Geschichten nach und nach aneinander. Sie handeln von Freunden und Feinden, von Samis grosser Liebe Josephine, von dem weisen Postboten Elias und von einer innigen Freundschaft zweier Jungen die sich nach der Freiheit und dem Ausbruch der syrischen Rebellion sehen. Aber auch wie sich Sami mutig in jedes Abenteuer stürzt, weil er Unrecht einfach nicht erträgt, und wie er fast sein Leben für seine grosse Liebe aufs Spiel gesetzt hätte. Die beiden Jungen Scharif und Sami kenne sich seit ihrer Kindheit und sind eng miteinander befreundet. Obwohl sich ihre Väter nicht sonderlich leiden können, sind sie unzertrennlich und wachsen wie Brüder auf.  Doch bald passieren Dinge, die ihnen die Augen öffnen. Und als ihr Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen und schlussendlich fliehen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren. Ich habe "Sami und der Wunsch nach Freiheit", als Hörbuch gehört, das von Nils Rieke und Wolfgang Berger gesprochen wurde. Beide Sprecher haben Samis Narben und seine unglaubliche Geschichte, so spannend und wahnsinnig emotionsgeladen wiedergegeben, sodass die einzelnen Charaktere beim erzählen, für mich regelrecht lebendig geworden sind. Die Geschichten sind sehr realitätsnah und vermitteln einen unglaublich brutalen und korrupten Einblick in das diktatorische System. Schläger der Regierung werden auf die Bürger angesetzt, das ein Spiel mit dem Feuer ist. Doch Scharifs Geschichten, handeln auch von einem Korrupten Regime, Angst, Widerstand und sind eine Mischung aus Willkür und Brutalität, die in Damaskus an der Tagesordnung sind. Und doch halten die Menschen zusammen und rebellieren. Doch er möchte durch seine Erzählungen kein Mitleid erhaschen, sondern vielmehr aufmerksam machen, und informieren, das ihm in meinen Augen sehr gut gelungen ist. Rafik Schami hat mit Samis Narben und Scharifs Geschichte, die Grausamkeit und Brutalität des Regimes aufzeigt, aber auch den Zusammenhalt vieler Menschen, die den Mut aufbringen zu rebellieren und noch nicht gebrochen sind. Leider müssen auch Scharif und Sami vor dem Regime flüchten, und so stirbt die Hoffnung zuletzt, die Diktatur vielleicht doch noch zu besiegen. Das (Hör) Buch "Sami und der Wunsch nach Freiheit", ist eine grossartige Geschichte, die fesselnd, brutal und realitätsnah die Umstände in Syrien beschreibt.

5/5

Freiheit, ein kostbares Wort

Daphne1962 aus Bremen am 18.01.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

"Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst" (Abraham Lincoln) Scharif war als syrischer Flüchtling in Deutschland gelandet und ist dem Schicksal sei Dank mit dem syrischen Autor Rafik Schami zusammen getroffen. Denn nur durch schicksalhafte Begegnungen kommen die Geschichten zu dem bemerkenswerten Autoren Rafik Schami. Bescheiden wie Scharif ist, möchte er nur ein Musikinstrument für seine Geschichte haben, die er über seinen besten Freund Sami erzählen wird. Er spielt für sein Leben gerne das orientalische Instrument "Laute". Nur mit der Musik kann er sich in sein früheres Leben hineinversetzen und an all die Menschen denken, die sein Leben geprägt haben und ihn lange Zeit begleiteten. Aber zurück zu Sami und seinem Leben voller Narben. Die beiden Freunde kennen sich von Kindesbeinen an. Wir erfahren viel über das frühere Leben in Syrien in den Gassen von Damaskus, über seine Familie, Freunde und Nachbarn. Einer der Nachbarn ist Elias, der alte Postbote. Er ist über alles und jeden gut informiert und für die Jungs ein guter Erzähler und weiser Freund. Wir bekommen auch Einblick in das Schulsystem im damaligen Syrien. Unterdrückung, Bespitzelung und Korruption, Neid und Missgunst und dem Geheimdienst, der überall seine Fühler ausstreckt. Welches Schema sich unter der Diktatur abzeichnete und worauf es dann letztendlich hinaus lief, davon bleibt der Leser nicht verschont. Dennoch ist die Geschichte lesenswert und man versteht das syrische Volk ein wenig besser. Es wäre nicht Rafik Schami, der daraus eine Geschichte gemacht hätte, die fast wie ein Märchen klingt. Aber auch nur fast. Denn, wenn Menschen jahrzehntelang drangsaliert und unterdrückt werden, in Angst leben, nicht wissen, was mit ihren verschleppten Angehörigen passiert ist, dann kocht die Wut irgendwann über. Es macht schon sehr betroffen, weil man hier mit einzelnen Schicksalen konfrontiert wird. Dennoch gelingt es Rafik Schami immer wieder auch eine gewisse Distanz zu behalten, denn schon schlittert man in die nächste Geschichte. Beim Lesen wird jedem klar, Rafik Schami hat auch noch in seinem hohen Alter Sehnsucht nach seinem geliebten Syrien und Hoffnung auf Frieden in seiner Heimat. Das merkt man bei jedem seiner Bücher. Wie heißt es so schön? "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Eine absolute Leseempfehlung von mir.

5/5

Freiheit, ein kostbares Wort

Daphne1962 aus Bremen am 18.01.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

"Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst" (Abraham Lincoln) Scharif war als syrischer Flüchtling in Deutschland gelandet und ist dem Schicksal sei Dank mit dem syrischen Autor Rafik Schami zusammen getroffen. Denn nur durch schicksalhafte Begegnungen kommen die Geschichten zu dem bemerkenswerten Autoren Rafik Schami. Bescheiden wie Scharif ist, möchte er nur ein Musikinstrument für seine Geschichte haben, die er über seinen besten Freund Sami erzählen wird. Er spielt für sein Leben gerne das orientalische Instrument "Laute". Nur mit der Musik kann er sich in sein früheres Leben hineinversetzen und an all die Menschen denken, die sein Leben geprägt haben und ihn lange Zeit begleiteten. Aber zurück zu Sami und seinem Leben voller Narben. Die beiden Freunde kennen sich von Kindesbeinen an. Wir erfahren viel über das frühere Leben in Syrien in den Gassen von Damaskus, über seine Familie, Freunde und Nachbarn. Einer der Nachbarn ist Elias, der alte Postbote. Er ist über alles und jeden gut informiert und für die Jungs ein guter Erzähler und weiser Freund. Wir bekommen auch Einblick in das Schulsystem im damaligen Syrien. Unterdrückung, Bespitzelung und Korruption, Neid und Missgunst und dem Geheimdienst, der überall seine Fühler ausstreckt. Welches Schema sich unter der Diktatur abzeichnete und worauf es dann letztendlich hinaus lief, davon bleibt der Leser nicht verschont. Dennoch ist die Geschichte lesenswert und man versteht das syrische Volk ein wenig besser. Es wäre nicht Rafik Schami, der daraus eine Geschichte gemacht hätte, die fast wie ein Märchen klingt. Aber auch nur fast. Denn, wenn Menschen jahrzehntelang drangsaliert und unterdrückt werden, in Angst leben, nicht wissen, was mit ihren verschleppten Angehörigen passiert ist, dann kocht die Wut irgendwann über. Es macht schon sehr betroffen, weil man hier mit einzelnen Schicksalen konfrontiert wird. Dennoch gelingt es Rafik Schami immer wieder auch eine gewisse Distanz zu behalten, denn schon schlittert man in die nächste Geschichte. Beim Lesen wird jedem klar, Rafik Schami hat auch noch in seinem hohen Alter Sehnsucht nach seinem geliebten Syrien und Hoffnung auf Frieden in seiner Heimat. Das merkt man bei jedem seiner Bücher. Wie heißt es so schön? "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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