Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
11.09.2017
Abbildungen
mit zahlreichen Schwarzweißfotosgrafien und zwei Karten
Verlag
Schiler & MückeSeitenzahl
280
Maße (L/B/H)
23.1/15.1/2.2 cm
Gewicht
461 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-89930-120-5
Mehr als fünf Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Staaten geht der Streit weiter. Hoffnungs- oder Krisenkontinent? Optimisten sprechen vom Zukunftskontinent Afrika und verweisen auf hohes Wirtschaftswachstum und Demokratisierungsfortschritte im letzten Jahrzehnt. Pessimisten hingegen betonen das Fortbestehen postkolonialer, rohstoffabhängiger Strukturen, wachsende Ungleichheit und Korruption.
Maria Tekülve und Theo Rauch, die viele Jahre in Afrika südlich der Sahara lebten und arbeiteten, kehrten 2015 an ihre einstige Wirkungsstätte in Sambia zurück um zu erkunden, was sich dort in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert hat und was geblieben ist.
Das entstehende Bild ist vielfältig, manchmal widersprüchlich, mitunter schmerzlich, überwiegend zuversichtlich, oft humorig, auf jeden Fall ein lebendiges Zeugnis aus der ländlichen Provinz. Es ist ein Bild der Dynamiken und Diskurse im ganz »normalen« Afrika jenseits der dominierenden Krisenmeldungen.
Die Leserinnen und Leser erfahren viel über das konkrete Leben der unterschiedlichen Akteure vor Ort und erhalten ganz nebenbei auch einen tiefen und – angesichts derzeitiger Debatten um »Eine Welt ohne Hunger« und »Jobs für Afrika« – verblüffend aktuellen Einblick in die entwicklungspolitische Praxis.
Maria Tekülve und Theo Rauch, die viele Jahre in Afrika südlich der Sahara lebten und arbeiteten, kehrten 2015 an ihre einstige Wirkungsstätte in Sambia zurück um zu erkunden, was sich dort in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert hat und was geblieben ist.
Das entstehende Bild ist vielfältig, manchmal widersprüchlich, mitunter schmerzlich, überwiegend zuversichtlich, oft humorig, auf jeden Fall ein lebendiges Zeugnis aus der ländlichen Provinz. Es ist ein Bild der Dynamiken und Diskurse im ganz »normalen« Afrika jenseits der dominierenden Krisenmeldungen.
Die Leserinnen und Leser erfahren viel über das konkrete Leben der unterschiedlichen Akteure vor Ort und erhalten ganz nebenbei auch einen tiefen und – angesichts derzeitiger Debatten um »Eine Welt ohne Hunger« und »Jobs für Afrika« – verblüffend aktuellen Einblick in die entwicklungspolitische Praxis.
Kundinnen und Kunden meinen
Wenn doch alle Fachbücher so…
Schneibold aus Bonn am 22.08.2018
Bewertungsnummer: 2734080
Bewertet: Buch (Paperback)
Wenn doch alle Fachbücher so gut, flüssig, verständlich geschrieben wären wie „Alles neu, neu, neu! in Afrika: Vier Jahrzehnte Kontinuität und Wandel in der sambischen Provinz“. Die Autoren verzichten auf fachterminologische Prahlerei und statistischen Overkill. Stattdessen vertrauen sie der eigenen sachkundigen Beobachtung, der eigenen Analyse und dem schlicht beschreibenden Wort. Dabei erweisen sie sich als einfühlsam, selbstkritisch, ehrlich und interessiert an der Erkenntnis von Zusammenhängen. Das Buch ist ausnehmend gut zu lesen und spannend wie ein Roman. Detailliert beschreiben sie die Lebens- und Arbeitsrealität der 'Zielgruppe', der Partner und Mitarbeiter sowie ihrer selbst. Sie betten die erlebten Diskussionsmuster und Handlungsweisen in die historische Situation und die Ausgangsbedingungen sowie Interessenlage der Beteiligten ein und erklären sie so überzeugender als es die Ergebnisse quantitativer Erhebungen tun können. Offen und ehrlich benennen sie die in der entwicklungspolitischen Praxis auftretenden Dilemmata zwischen den Fachkenntnissen der Berater und Wünschen der Zielgruppe und deren Auflösung. Auch die tief schürfende und ausführliche Darstellung der Lage der Frauen in Wirtschaft, Gesellschaft, Familie und Projekt sowie des Themas 'Armut' sucht ihresgleichen. Wichtige Voraussetzung dafür, das Thema so umfassend und brillant abzuhandeln, waren die in der Branche unüblich lange Zeit, die die Autoren Gelegenheit hatten, die Nordwestregion Sambias, das Projektgebiet und das Projekt selbst zu beobachten, und die Tatsache, dass sie anfangs selbst daran beteiligt waren. Offensichtlich haben sie nicht nötig, im Hinblick auf zukünftige Berufschancen die Realität zu schönen.