Welche Organisationsformen produzieren Wissenschaft?

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
1. Zwischen Expansion, Vielfalt und Kooperation: Publikationen als Kennzeichen wissenschaftlicher Produktivität 9
1.1 Zur Relevanz des Themas 11
1.2 Forschungsleitende Fragen 14
1.3 Publikationen in Zeitschriften als zentrales Kennzeichen wissenschaftlicher Produktivität 18
1.4 Getting into Print: Von der Forschungsidee zum fertigen Artikel 29
1.5 Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit 34
1.6 Die Struktur der Arbeit 35
2. Multidisziplinärer Kontext 37
2.1 Perspektiven der Hochschul- und Wissenschaftsforschung 38
2.2 Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft: Die Sonderstellung wissenschaftlichen Wissens 52
2.3 Die Entstehung der Wissenschaft als soziale Institution 55
2.4 Little Science, Big Science: Von der Studierstube zur Grossforschung 59
3. Aktueller Stand der Forschung 69
3.1 Hochschul- und Wissenschaftssysteme im internationalen Vergleich 69
3.2 Exponentielles Wachstum wissenschaftlicher Produktivität 72
3.3 Die Untersuchung von Organisationsformen, die an der Produktion wissenschaftlichen Wissens beteiligt sind 73
3.4 Nationale und internationale Kooperationen 75
3.5 Die Repräsentativität der Daten des SCIE zur Nutzung von vergleichenden Publikationsanalysen 76
3.6 Zitationsanalysen zur Messung der Qualität wissenschaftlicher Publikationen 79
4. Theoretischer Rahmen: Erklärungsansätze zur Beschreibung der Entwicklung und Institutionalisierung globaler Wissenschaft 82
4.1 Neo-Institutionalismus 83
4.2 Vergleichende institutionelle Theorie: Ein Mehrebenenansatz 94
4.3 Die Transformation der Wissenschaft 100
5. Bibliometrische Analysen im Überblick 108
6. Forschungsdesign und Methoden 113
6.1 SPHERE: Science Productivity, Higher Education, Research and Development, and the Knowledge Society 114
6.2 Methodisches Vorgehen 116
6.3 Herausforderungen im Umgang mit bibliometrischen Daten 127
6.4 Die Repräsentativität der Daten 131
6.5 Die Daten der OECD, des Statistischen Bundesamtes und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 134
6.6 Konzeptspezifikation und Operationalisierung 135
6.7 Unterschiedliche Methoden zur Berechnung der wissenschaftlichen Produktivität 145
6.8 Die Gewichtung der Daten 149
7. The Global Picture - Hochschul- und Wissenschaftssysteme im Vergleich 152
7.1 It's a World Society - Wissenschaft im 20. Jahrhundert 153
7.2 Die empirische Überprüfung Derek J. de Solla Prices These des exponentiellen Wachstums wissenschaftlicher Literatur 166
8. Die Institutionalisierung des deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystems 190
8.1 Von Humboldt nach Harvard: Universitäten zwischen Forschung und Lehre 193
8.2 Die Konzentration ausseruniversitärer Institute auf wissenschaftliche Forschung 208
8.3 Die anwendungs- und praxisorientierten Fachhochschulen 217
8.4 Die Finanzierung von Forschung und Entwicklung in Deutschland 219
8.5 Wissenschaft als Produktivkraft: Die Organisation der Forschung in der DDR 224
9. Das Zusammenspiel der Organisationsformen der Wissenschaft in Deutschland von 1900 bis 2010 231
9.1 Das Wachstum wissenschaftlicher Publikationen in Deutschland 232
9.2 Die klassischen Organisationen wissenschaftlicher Produktivität im Vergleich 238
9.3 Mehr als nur Universitäten und Forschungsinstitute: Das organisationale Feld der Wissenschaft 243
9.4 Die führenden Wissenschaftsproduzenten Deutschlands 283
10. Nationale und internationale Forschungskooperationen 291
10.1 Der Austausch wissenschaftlichen Wissens durch "brain drain" und "brain circulation" 293
10.2 In Einsamkeit und Freiheit? Die weltweite Entwicklung wissenschaftlicher Zusammenarbeit 294
10.3 Was sind nationale und internationale Kooperationen und wie können sie gemessen werden? 296
10.4 Der Anstieg nationaler und internationaler Kooperationen 307
11. Schlussbetrachtung und Diskussion der Ergebnisse 313
12. Ausblick und offene Fragen 323
Abbildungen und Tabellen 328
Abkürzungen 333
Literatur 338
Dank 383

Welche Organisationsformen produzieren Wissenschaft?

Zum Verhältnis von Hochschule und Wissenschaft in Deutschland

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2018

Verlag

Campus

Seitenzahl

386

Maße (L/B/H)

21.3/13.6/4.3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2018

Verlag

Campus

Seitenzahl

386

Maße (L/B/H)

21.3/13.6/4.3 cm

Gewicht

488 g

Auflage

1

Reihe

Schwerpunktreihe Hochschule und Beruf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50967-9

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1. Zwischen Expansion, Vielfalt und Kooperation: Publikationen als Kennzeichen wissenschaftlicher Produktivität
Wissenschaftliche Zeitschriften und die in ihnen veröffentlichten Artikel spielen eine wichtige Rolle innerhalb der Wissenschaft. Warum? Ein Ziel wissenschaftlicher Forschung ist es, sichere Aussagen über die Wirklichkeit zu treffen, die sich zunächst in der Praxis bewähren müssen. Durch die Gewinnung von Daten können Hypothesen und theoretische Annahmen eines Forschers getestet werden. In der Forschung produziertes Wissen wird innerhalb der Fachgemeinschaft kollektiv abgesichert, indem es strengen Tests unterworfen wird. Diese Art der Diskussion wissenschaftlichen Wissens wird unter anderem in schriftlicher Form geführt. Jedoch eignen sich wissenschaftliche Publikationen nicht nur zur fachlichen Diskussion innerhalb der Gemeinschaft der Forschenden, sie dienen auch der Reputation des einzelnen Wissenschaftlers. Nach einer ersten Publikation von Forschungsergebnissen ist das gewonnene Wissen nicht mehr neu, da jede weitere folgende Diskussion des Themas auf vorangegangene Veröffentlichungen Bezug nehmen muss. Somit dienen sie gleichzeitig als Aufforderung für Wissenschaftler bereits gewonnenen Ergebnisse für eigene Forschungsvorhaben zu nutzen (McClellan 2003: 235). Schon Robert K. Merton hat 1988 dieses spezifische Verhältnis von Zusammenarbeit und Wettbewerb bei der Produktion wissenschaftlichen Wissens beschrieben:
"That crucial element of free and open communication is what I have described as the norm of 'communism' in the social institution of science .... Institutionalized arrangements have evolved to motivate scientists to contribute freely to the common wealth of knowledge according to their trained capacities, just as they can freely take from that common wealth what they need." (Merton 1988: 629)
Die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse ist somit unerlässlich, da nicht publizierte Ergebnisse für die Wissenschaft nicht existieren und Originalmitteilungen von Forschungsergebnissen in Form von Aufsätzen in Fachzeitschriften eine bestimmte Struktur aufweisen, aus der sich ihre Funktion in der Wissenskommunikation ableiten lässt: Sie sollen die Gewinnung neuen Wissens dokumentieren und kommunizieren, was nicht ohne Bezug auf vorangegangene Forschungsarbeiten möglich ist (Havemann 2009: 7f.). Um Informationen über die Wahrnehmung von Veröffentlichungen eines einzelnen Forschers, einer Forschergruppe, oder einer ganzen Institution zu bekommen, können bibliometrische Datenbanken eingesetzt werden (Havemann 2009: 3).
"Sie sind ein Instrument, um Aufschlüsse über die wissenschaftliche Publikationsleistung, die Integration der Wissenschaftslandschaft und die internationale Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen zu erhalten." (Ball/Tunger 2005: 15)
Bereits der Titel meiner Dissertation Welche Organisationsformen produzieren Wissenschaft? Zum Verhältnis von Hochschule und Wissenschaft in Deutschland verspricht, dass sich dem Thema der Entwicklung wissenschaftlicher Produktivität in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven genähert werden soll. Meine Studie ist eine der ersten, die eine systematische historische und institutionelle Analyse der Entwicklung des ungebremsten Wachstums wissenschaftlicher Produktivität und der Entwicklung der Hochschulbildung anhand eines langen historischen Zeitrahmens anstrebt. Untersucht wird, wie sich die Entwicklung der Hochschulbildung und der (wissenschaftlichen) Einrichtungen, die Publikationen in Fachzeitschriften veröffentlichen, auf die wissenschaftliche Produktivität auswirken. Mich interessiert, wie sich auf diese Weise die Grundlagen einer Wissensgesellschaft herausgebildet haben. Wie zu zeigen sein wird, tragen nicht nur die "klassischen" Organisationsformen - Universitäten und ausseruniversitäre Forschungsinstitute - zur Produktion wissenschaftlichen Wissens bei, sondern auch viele andere, unter ihnen Unternehmen, Behörden und Ressortforschungseinrichtungen sowie Kra
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  • Inhalt
    1. Zwischen Expansion, Vielfalt und Kooperation: Publikationen als Kennzeichen wissenschaftlicher Produktivität 9
    1.1 Zur Relevanz des Themas 11
    1.2 Forschungsleitende Fragen 14
    1.3 Publikationen in Zeitschriften als zentrales Kennzeichen wissenschaftlicher Produktivität 18
    1.4 Getting into Print: Von der Forschungsidee zum fertigen Artikel 29
    1.5 Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit 34
    1.6 Die Struktur der Arbeit 35
    2. Multidisziplinärer Kontext 37
    2.1 Perspektiven der Hochschul- und Wissenschaftsforschung 38
    2.2 Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft: Die Sonderstellung wissenschaftlichen Wissens 52
    2.3 Die Entstehung der Wissenschaft als soziale Institution 55
    2.4 Little Science, Big Science: Von der Studierstube zur Grossforschung 59
    3. Aktueller Stand der Forschung 69
    3.1 Hochschul- und Wissenschaftssysteme im internationalen Vergleich 69
    3.2 Exponentielles Wachstum wissenschaftlicher Produktivität 72
    3.3 Die Untersuchung von Organisationsformen, die an der Produktion wissenschaftlichen Wissens beteiligt sind 73
    3.4 Nationale und internationale Kooperationen 75
    3.5 Die Repräsentativität der Daten des SCIE zur Nutzung von vergleichenden Publikationsanalysen 76
    3.6 Zitationsanalysen zur Messung der Qualität wissenschaftlicher Publikationen 79
    4. Theoretischer Rahmen: Erklärungsansätze zur Beschreibung der Entwicklung und Institutionalisierung globaler Wissenschaft 82
    4.1 Neo-Institutionalismus 83
    4.2 Vergleichende institutionelle Theorie: Ein Mehrebenenansatz 94
    4.3 Die Transformation der Wissenschaft 100
    5. Bibliometrische Analysen im Überblick 108
    6. Forschungsdesign und Methoden 113
    6.1 SPHERE: Science Productivity, Higher Education, Research and Development, and the Knowledge Society 114
    6.2 Methodisches Vorgehen 116
    6.3 Herausforderungen im Umgang mit bibliometrischen Daten 127
    6.4 Die Repräsentativität der Daten 131
    6.5 Die Daten der OECD, des Statistischen Bundesamtes und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 134
    6.6 Konzeptspezifikation und Operationalisierung 135
    6.7 Unterschiedliche Methoden zur Berechnung der wissenschaftlichen Produktivität 145
    6.8 Die Gewichtung der Daten 149
    7. The Global Picture - Hochschul- und Wissenschaftssysteme im Vergleich 152
    7.1 It's a World Society - Wissenschaft im 20. Jahrhundert 153
    7.2 Die empirische Überprüfung Derek J. de Solla Prices These des exponentiellen Wachstums wissenschaftlicher Literatur 166
    8. Die Institutionalisierung des deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystems 190
    8.1 Von Humboldt nach Harvard: Universitäten zwischen Forschung und Lehre 193
    8.2 Die Konzentration ausseruniversitärer Institute auf wissenschaftliche Forschung 208
    8.3 Die anwendungs- und praxisorientierten Fachhochschulen 217
    8.4 Die Finanzierung von Forschung und Entwicklung in Deutschland 219
    8.5 Wissenschaft als Produktivkraft: Die Organisation der Forschung in der DDR 224
    9. Das Zusammenspiel der Organisationsformen der Wissenschaft in Deutschland von 1900 bis 2010 231
    9.1 Das Wachstum wissenschaftlicher Publikationen in Deutschland 232
    9.2 Die klassischen Organisationen wissenschaftlicher Produktivität im Vergleich 238
    9.3 Mehr als nur Universitäten und Forschungsinstitute: Das organisationale Feld der Wissenschaft 243
    9.4 Die führenden Wissenschaftsproduzenten Deutschlands 283
    10. Nationale und internationale Forschungskooperationen 291
    10.1 Der Austausch wissenschaftlichen Wissens durch "brain drain" und "brain circulation" 293
    10.2 In Einsamkeit und Freiheit? Die weltweite Entwicklung wissenschaftlicher Zusammenarbeit 294
    10.3 Was sind nationale und internationale Kooperationen und wie können sie gemessen werden? 296
    10.4 Der Anstieg nationaler und internationaler Kooperationen 307
    11. Schlussbetrachtung und Diskussion der Ergebnisse 313
    12. Ausblick und offene Fragen 323
    Abbildungen und Tabellen 328
    Abkürzungen 333
    Literatur 338
    Dank 383