Lenz

Kriminalroman

Ein Kommissar-Eschenbach-Krimi Band 6

Michael Theurillat

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Beschreibung

»Michael Theurillat beherrscht die hohe Kunst des Kriminalromans wie kaum ein Zweiter.« Berner Zeitung
Lenz ist ein grossartiger universeller Kriminalroman über das drängendste Thema unserer Zeit: den Terrorismus. Kommissar Eschenbach gerät zwischen die Fronten und kämpft für die Wahrheit in einer Welt aus dubiosen Hintermännern, falschen Fährten und hochgefährlichen Verdächtigungen.
Als Kommissar Eschenbach aus seiner Auszeit zurückkehrt, ist die Welt eine andere. Tochter Kathrin ist bei ihm ausgezogen, seine Vertretung - die kühle, distanzierte Ivy Köhler - bleibt im Dezernat und sagt ihm den Kampf an. Der grösste Schock ist jedoch, dass sein alter Freund und Kollege Ewald Lenz verschwunden ist - und unter Terrorverdacht steht. Lenz soll mit seinem enormen Insiderwissen und seinen technischen Fähigkeiten die Seiten gewechselt haben. Ivy Köhler hat ihn geradezu zum Abschuss freigegeben. Da wird ein Toter in Zürich gefunden, Walter Habicht, 62, soll aus Einsamkeit Selbstmord begangen haben. Doch der Kommissar glaubt nicht daran und beginnt sich mit dem Toten fast obsessiv zu beschäftigen, ist er doch im selben Alter wie er. Als Eschenbach ein rares Goldstück aus der Wohnung des Toten ihn Ivy Köhlers Schreibtisch findet, stellt er sich gegen das Dezernat und ermittelt auf eigene Faust.

Produktdetails

Verkaufsrang 4920
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Erscheinungsdatum 26.10.2018
Verlag Ullstein Verlag
Seitenzahl 272 (Printausgabe)
Dateigröße 3204 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783843718486

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Die Bedeutung des Einzelnen für die Welt oder Wo ist Lenz, wenn man ihn braucht?

kkarin aus Oberösterreich & Wien am 19.01.2021

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Zum Inhalt: Kommissar Eschenbach kehrt nach seiner mehrmonatigen Auszeit bei der Tochter in den USA nach Zürich zur Kantonspolizei zurück. Doch während seiner Abwesenheit hat sich das Klima in seiner Abteilung, der er als Leiter der Zürcher Kriminalpolizei vorsteht, massiv verschlechtert. Maßgeblich daran beteiligt: Dr. Christine Saager, Polizeichefin, die eine Ivy Köhler als interimistische Leiterin aus dem Hut gezaubert hat, die zudem nach Eschenbachs Rückkehr nicht wieder ausscheidet, sondern als dessen Stellvertreterin im Team bleiben soll! Und dann der gerade am Tisch liegende Fall eines erst nach mehreren Tagen in seiner Wohnung tot aufgefundenen Siebzigjährigen! Wieso drängt Ivy Köhler derart, den Fall als „natürlichen Tod“ zu schließen, zumal Eschenbach beim „ersten Hinsehen“ Ungereimtheiten auffallen? Er beschließt, dem Ganzen unter dem Radar von Saager/Köhler nachzugehen und sein Netzwerk vertrauenswürdiger Personen zu nutzen! Doch wo ist einer seiner wichtigsten Freunde und Informationsquellen, Ewald Lenz, der pensionierte Polizeiarchivar? Was für eine Weltentdeckung macht er in seiner Mühle? Und wieso sieht Ivy Köhler in Lenz plötzlich ein Bedrohungspotential mit internationalen terroristischen Verbindungen? Meine Meinung: Plot: Da ich bislang bis auf Martin Suter keine Schweizer KrimiautorInnen oder in der Schweiz spielende Krimis gelesen habe, war ich auf Michael Theurillats LENZ schon sehr gespannt, da sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe eine Reise in die Schweiz und Pharmaindustrie versprachen. Schnell erahnte ich, dass meine literarische Reise noch viel weiter gehen wird, denn ich wurde Dank des flüssigen und inspirierenden Erzählstils Theurillats mit einer außergewöhnlichen Freundschaft dreier ehemaliger Studienkollegen, dem weltweiten Streben nach Geld, Macht und Einfluss inklusive der damit einhergehenden militärischen Verstrickungen bishin zum Syrien-Krieg und brillanten gesellschafts-politischen und philosophischen Betrachtungen zur Informations-(Un-)Kultur unserer heutigen Zeit überrascht. Und ich war auch erstaunt, wie allein man in einem westlichen Land dastehen kann und zu welchen „Stilblüten“ man sich genötigt sieht … Besonders spannend fand ich dabei, die weltweiten Geschehnisse aus der Sicht eines „neutralen“ Schweizers präsentiert zu bekommen, der zudem kritisch den Anteil seines Heimatslandes am weltweiten Geschehen hinterfragt. Protagonisten: Theurillats beschreibt seine Charaktere derart gut, dass ich mich schnell in sie einfühlen konnte. Besonders gelungen ist ihm die Skizzierung von Kommissar Eschenbachs, der mir von Beginn an sympathisch war, nicht zuletzt, weil er sich treu bleibt, weiter „schnüffelt“, auch wenn andere ihn davon abhalten wollen: einerseits, weil er es als seine polizeiliche/gesellschaftliche Pflicht ansieht und andererseits, weil er persönlich am Verbleib seines Freundes interessiert ist und last but not least wegen seines Lebensmottos „Es komme schon alles gut.“ Zudem – im Vergleich zu vielen anderen Krimi-Kommissaren - erfrischend, dass er sich eine Aus-Zeit gegönnt hat, eine innige Beziehung zu seiner Tochter führt und auf langjährige Freunde zurückgreifen kann. Auch Ewald Lenz, der die Wahrheit der Bibliotheken liebt, wird wunderbar charakterisiert, weshalb auch gut nachvollziehbar ist, weshalb Eschenbach den Austausch mit ihm schätzt, wenngleich sowohl er als auch ich als Leserin nicht jedem Gedankengang von Lenz inhaltlich zustimmen können, Lenz uns aber zumindest dazu bringt, nachzudenken und einen eigenen Standpunkt zu schärfen oder überhaupt erst einzunehmen. Neben Eschenbach und Lenz sind es auch die NebendarstellerInnen wie zB Rosa Mazzoleni (Sekretärin mit italienischen Wurzeln) und Claudio Jagmetti (team-intern als Eschenbachs Vertretung Auserkorener) sowie der Pathologe, die mir Lust machen, die gesamte Eschenbach-Reihe kennenzulernen. Schweizer Lebensgefühl: Am Alltagsleben der Protagonisten lässt sich neben geographischen Details Zürichs auch gut in die hiesige Lebensart einfühlen, wie zB ins Sprüngli oder Tabaklädeli zu gehen oder sich Friandises zu gönnen. Die Viersprachigkeit – vor allem Schweizer-Deutsch, Italienisch und Französisch – blitzt vielerorts auf, erschließt sich jedoch bei mangelnden Schweiz- oder den jeweiligen Sprachkenntnissen nicht gänzlich. Dafür wird man mit einer internationalen Note – dem Umgangs-Englisch Eschenbachs, der gerade aus den USA zurückkehrt, versöhnt (holy shit). Fazit: Ein Schweizer Krimi, der sich über die Genre-Grenze hinaus als überraschend geistreicher, unterhaltsamer und inspirierender Roman entpuppt. Eine klare Leseempfehlung an alle, die sich mit weltweiten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen auseinandersetzen wollen.

5/5

Die Bedeutung des Einzelnen für die Welt oder Wo ist Lenz, wenn man ihn braucht?

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5/5

Fake News. ALternative Fakten. Terrorismus.

mrs rabes bookaccount am 19.01.2021

Bewertet: eBook (ePUB)

Kommissar Eschenbach hat sich eine Auszeit gegönnt. Doch als er in den Zürcher Polizeidienst zurückkehrt, ist alles ganz anders als früher. Bald hat er das Gefühl, dass er von wichtigen Informationen abgeschnitten wird. Kein Wunder, denn sein Freund Ewald Lenz, ehemals Leiter des Polizeiarchivs, wird als Terrorist verdächtigt. Es ist ein sehr geschickt konstruierter Kriminalroman, den Michael Theurillat vorgelegt hat. Es ist mittlerweile der sechste Band, in dem Kommissar Eschenbach ermittelt. Das spielt aber für Quereinsteiger in diese Reihe keine Rolle. Theurillat schildert diesen Fall in zwei Erzählsträngen und verschiedeneren Zeitebenen. Wie gut kennt Lenz seine Freunde? Ewald Lenz ist eine Einzelgänger. Für den gesundheitlich stark angeschlagenen Walter Habicht, einem Studienkollege, den Lenz seit mehr als 40 Jahren kennt, erfüllt er einen Freundschaftsdienst und gerät unversehens unter Terrorverdacht. Dieser literarisch ansprechende Kriminalroman ist keine durchschnittliche Massenware, kein Reißer. Subtil, mit Schweizer Gründlichkeit, ja nahezu beschaulich erzählt Theurillat. Aber deswegen ist die Handlung nicht weniger spannend und bedrohlich. Der Autor betont zwar in seinem Nachwort, dass es sich bei seinem Werk um reine Fiktion handelt. Aber was er erzählt, könnte genausgut wirklich so passiert sein. „Manchmal ist die Realität noch verrückter als meine Fantasie.“, erklärt er. Dem kann, muss man zustimmen. Theurillat geht mit der Mittelmäßigkeit, dem Mainstream zu Gericht, mit der digitalen Generation, die beeinflussbar geworden ist durch gezielte Falschinformationen, alternativen Fakten in (Sozialen) Medien, die denkfaul geworden ist, die sich bestätigt fühlt, deren Ängste künstlich geschürt wird, die den Wahrheitsgehalt von Informationen nicht mehr hinterfragt, weil sie sich nur mehr in der Blase bewegt, die ihr recht gibt. Es ist ein brandaktuelles Thema, großartig umgesetzt.

5/5

Fake News. ALternative Fakten. Terrorismus.

mrs rabes bookaccount am 19.01.2021
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Kommissar Eschenbach hat sich eine Auszeit gegönnt. Doch als er in den Zürcher Polizeidienst zurückkehrt, ist alles ganz anders als früher. Bald hat er das Gefühl, dass er von wichtigen Informationen abgeschnitten wird. Kein Wunder, denn sein Freund Ewald Lenz, ehemals Leiter des Polizeiarchivs, wird als Terrorist verdächtigt. Es ist ein sehr geschickt konstruierter Kriminalroman, den Michael Theurillat vorgelegt hat. Es ist mittlerweile der sechste Band, in dem Kommissar Eschenbach ermittelt. Das spielt aber für Quereinsteiger in diese Reihe keine Rolle. Theurillat schildert diesen Fall in zwei Erzählsträngen und verschiedeneren Zeitebenen. Wie gut kennt Lenz seine Freunde? Ewald Lenz ist eine Einzelgänger. Für den gesundheitlich stark angeschlagenen Walter Habicht, einem Studienkollege, den Lenz seit mehr als 40 Jahren kennt, erfüllt er einen Freundschaftsdienst und gerät unversehens unter Terrorverdacht. Dieser literarisch ansprechende Kriminalroman ist keine durchschnittliche Massenware, kein Reißer. Subtil, mit Schweizer Gründlichkeit, ja nahezu beschaulich erzählt Theurillat. Aber deswegen ist die Handlung nicht weniger spannend und bedrohlich. Der Autor betont zwar in seinem Nachwort, dass es sich bei seinem Werk um reine Fiktion handelt. Aber was er erzählt, könnte genausgut wirklich so passiert sein. „Manchmal ist die Realität noch verrückter als meine Fantasie.“, erklärt er. Dem kann, muss man zustimmen. Theurillat geht mit der Mittelmäßigkeit, dem Mainstream zu Gericht, mit der digitalen Generation, die beeinflussbar geworden ist durch gezielte Falschinformationen, alternativen Fakten in (Sozialen) Medien, die denkfaul geworden ist, die sich bestätigt fühlt, deren Ängste künstlich geschürt wird, die den Wahrheitsgehalt von Informationen nicht mehr hinterfragt, weil sie sich nur mehr in der Blase bewegt, die ihr recht gibt. Es ist ein brandaktuelles Thema, großartig umgesetzt.

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