Über die Berge und über das Meer

Über die Berge und über das Meer

Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020, Kategorie Preis der Jugendlichen

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

28.01.2019

Verlag

Gerstenberg

Seitenzahl

318

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

28.01.2019

Verlag

Gerstenberg

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

22.1/14.9/3 cm

Gewicht

524 g

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8369-5676-5

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Der lange Weg in einen bessere Zukunft

Bewertung aus Lugau am 07.04.2021

Bewertungsnummer: 1171266

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es wird Frühling in den Bergen von Afghanistan und Soraya hält Ausschau nach den Nomaden, die auf dem Weg zu den Bergwiesen an ihrem Dorf vorbei kommen. Unter ihnen ist auch Tarek, der so wunderschöne Geschichten erzählen kann. Doch in diesem Jahr wartet sie umsonst… die Nomaden kommen nicht, statt dessen gerät Soraya ins Visier der Taliban, denn als Mädchen gehört sie ins Haus. Auch auf Tarek werden die Taliban aufmerksam, sie wollen, dass er für die arbeitet. Schweren Herzens entschließen sich die beiden Familie ihre Kinder in die Fremde zu schicken und Soraya und Tarek machen sich auf den gefährlichen Weg. Meine Meinung: Zuerst ein Wort zum Buch selbst. Das Cover finde ich sehr gelungen… eine karge Berglandschaft mit schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund, darüber schwebt eine weiße, glänzende Feder aus der sich Vögel in die Luft erheben – sich aufmachen Richtung Freiheit… Die vordere und die hintere Einbandinnenseite zeigt die Landkarte mit dem Weg, den Soraya und Tarek zurück legen. Dass ist sehr hilfreich um eine Vorstellung von der langen Wegstrecke zu bekommen. Die Geschichten von Soraya und Tarek haben mich schnell gefesselt. Man taucht in eine völlig unbekannte Welt ein, erfährt viel über das einfache und harte Leben der Landbevölkerung in Afghanistan und über die Gründe zur Flucht. Auch die Beschreibung der Wegstrecke quer durch Afghanistan, Iran und die Türkei war sehr interessant und zeugte von den genauen Recherche des Autors. Die 2. Teilstrecke übers Mittelmeer und die Balkanroute sich ja wesentlich bekannter. Soraya und Tarek erzählen abwechselnd von sich, ihren Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen, Ängsten. So baut sich 1. schnell Spannung auf und 2. lernt man beide Hauptprotagonisten genau kennen. Auch wenn Soraya und Tarek fiktive Personen sind, so stehen sie doch für viele junge Flüchtlinge aus Afghanistan und wirken sehr authentisch. Man spürt, dass der Autor für dieses Buch mit vielen jungen Afghanen gesprochen hat. Fazit: „Über die Berge und über das Meer“ ist für Jugendliche geschrieben, aber auch für Erwachsene ist es eine interessante Lektüre. Gern vergebe ich 5 Sterne und wünsche dem Buch viele Leser.

Der lange Weg in einen bessere Zukunft

Bewertung aus Lugau am 07.04.2021
Bewertungsnummer: 1171266
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es wird Frühling in den Bergen von Afghanistan und Soraya hält Ausschau nach den Nomaden, die auf dem Weg zu den Bergwiesen an ihrem Dorf vorbei kommen. Unter ihnen ist auch Tarek, der so wunderschöne Geschichten erzählen kann. Doch in diesem Jahr wartet sie umsonst… die Nomaden kommen nicht, statt dessen gerät Soraya ins Visier der Taliban, denn als Mädchen gehört sie ins Haus. Auch auf Tarek werden die Taliban aufmerksam, sie wollen, dass er für die arbeitet. Schweren Herzens entschließen sich die beiden Familie ihre Kinder in die Fremde zu schicken und Soraya und Tarek machen sich auf den gefährlichen Weg. Meine Meinung: Zuerst ein Wort zum Buch selbst. Das Cover finde ich sehr gelungen… eine karge Berglandschaft mit schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund, darüber schwebt eine weiße, glänzende Feder aus der sich Vögel in die Luft erheben – sich aufmachen Richtung Freiheit… Die vordere und die hintere Einbandinnenseite zeigt die Landkarte mit dem Weg, den Soraya und Tarek zurück legen. Dass ist sehr hilfreich um eine Vorstellung von der langen Wegstrecke zu bekommen. Die Geschichten von Soraya und Tarek haben mich schnell gefesselt. Man taucht in eine völlig unbekannte Welt ein, erfährt viel über das einfache und harte Leben der Landbevölkerung in Afghanistan und über die Gründe zur Flucht. Auch die Beschreibung der Wegstrecke quer durch Afghanistan, Iran und die Türkei war sehr interessant und zeugte von den genauen Recherche des Autors. Die 2. Teilstrecke übers Mittelmeer und die Balkanroute sich ja wesentlich bekannter. Soraya und Tarek erzählen abwechselnd von sich, ihren Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen, Ängsten. So baut sich 1. schnell Spannung auf und 2. lernt man beide Hauptprotagonisten genau kennen. Auch wenn Soraya und Tarek fiktive Personen sind, so stehen sie doch für viele junge Flüchtlinge aus Afghanistan und wirken sehr authentisch. Man spürt, dass der Autor für dieses Buch mit vielen jungen Afghanen gesprochen hat. Fazit: „Über die Berge und über das Meer“ ist für Jugendliche geschrieben, aber auch für Erwachsene ist es eine interessante Lektüre. Gern vergebe ich 5 Sterne und wünsche dem Buch viele Leser.

Flucht aus Afghanistan

leseratte1310 am 07.04.2021

Bewertungsnummer: 1171443

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was treibt Menschen aus ihrer Heimat, wenn dort kein Krieg herrscht? Was muss passieren, damit man alles hinter sich lässt und sich auf einen so gefährlichen Weg macht? Dieses Buch, das für Jugendliche im Alter von 12 - 15 Jahre empfohlen wird, zeigt uns mögliche Hintergründe eindrucksvoll auf. Samir wächst in einem kleinen Dorf in Afghanistan auf. Sehnsüchtig wartet er auf die Kuchi, die jedes Jahr im Frühling auf dem Weg zum Sommerlagen vorbeikommen. Unter ihnen ist auch Tarek, der wunderbare Geschichten erzählen kann. Doch dieses Mal wartet Samir vergeblich. Dafür gerät Samirs Familie ins Visier der Taliban, denn viel zu lange schon wächst Soraya als Samir auf. Sie wurde als siebte Tochter der Familie geboren und ihr Vater holte sich die Erlaubnis ein, dass sie als Junge aufwachsen konnte. Für Soraya bedeutete das, dass sie zur Schule gehen durfte und sich draußen frei bewegen konnte. Nun verlangen die Taliban, dass sie wie ein Geist im Haus bleiben muss und sich wie eine angehende Frau zu verhalten hat. Auch auf Tarek sind die Taliban aufmerksam geworden, da er eine besondere Begabung hat. Er kennt sich in den Bergen gut aus und findet jedes verirrte Schaf wieder. Nun soll er ihnen als Spurenleser dienen. Die Familien von Soraya und Tarek entschließen sich, ihre Kinder wegzuschicken. Sie sollen sich nach Europa aufmachen, Arbeit finden und von dort aus für die Familie sorgen. Wir lernen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Soraya und Tarek kennen. Soraya ist so ganz anders aufgewachsen als andere Mädchen in ihrem Alter. Sie hat als Junge gelebt und soll von einem Tag zum nächsten ein Mädchen sein. Damit hat Soraya Probleme. Welche Identität ist denn nun ihre? Tarek ist noch zu jung, um im Kreis der Alten mitreden zu dürfen, auch wenn er viel Erfahrung hat im Auffinden von Schafen. Das verdankt er aber auch seinem treuen Begleiter, dem Hund Dschamal. Die Erzählungen der Geschichtenerzähler bei den Treffen der Familienoberhäupter am Feuer haben es ihm angetan. Der große Vogel Simurgh hat eine besondere Bedeutung für ihn. Die gefährliche Flucht der beiden Jugendlichen ist sehr gut und realistisch beschrieben. Es gibt Menschen, welche die Not der Flüchtenden ausnutzen, aber es gibt auch diejenigen, die helfen. Der Weg ist eine einzige Strapaze und es ist ein Wunder, dass sie das wirklich schaffen. Auch die Gefühle der beiden sind authentisch wiedergegeben. Angst, Heimweh, Verzweiflung und Einsamkeit sind zu spüren, aber auch Hoffnung und Freundschaft. Eine eindrucksvolle und dramatische Geschichte, die ich nur empfehlen kann – nicht nur für Jugendliche.

Flucht aus Afghanistan

leseratte1310 am 07.04.2021
Bewertungsnummer: 1171443
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was treibt Menschen aus ihrer Heimat, wenn dort kein Krieg herrscht? Was muss passieren, damit man alles hinter sich lässt und sich auf einen so gefährlichen Weg macht? Dieses Buch, das für Jugendliche im Alter von 12 - 15 Jahre empfohlen wird, zeigt uns mögliche Hintergründe eindrucksvoll auf. Samir wächst in einem kleinen Dorf in Afghanistan auf. Sehnsüchtig wartet er auf die Kuchi, die jedes Jahr im Frühling auf dem Weg zum Sommerlagen vorbeikommen. Unter ihnen ist auch Tarek, der wunderbare Geschichten erzählen kann. Doch dieses Mal wartet Samir vergeblich. Dafür gerät Samirs Familie ins Visier der Taliban, denn viel zu lange schon wächst Soraya als Samir auf. Sie wurde als siebte Tochter der Familie geboren und ihr Vater holte sich die Erlaubnis ein, dass sie als Junge aufwachsen konnte. Für Soraya bedeutete das, dass sie zur Schule gehen durfte und sich draußen frei bewegen konnte. Nun verlangen die Taliban, dass sie wie ein Geist im Haus bleiben muss und sich wie eine angehende Frau zu verhalten hat. Auch auf Tarek sind die Taliban aufmerksam geworden, da er eine besondere Begabung hat. Er kennt sich in den Bergen gut aus und findet jedes verirrte Schaf wieder. Nun soll er ihnen als Spurenleser dienen. Die Familien von Soraya und Tarek entschließen sich, ihre Kinder wegzuschicken. Sie sollen sich nach Europa aufmachen, Arbeit finden und von dort aus für die Familie sorgen. Wir lernen die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Soraya und Tarek kennen. Soraya ist so ganz anders aufgewachsen als andere Mädchen in ihrem Alter. Sie hat als Junge gelebt und soll von einem Tag zum nächsten ein Mädchen sein. Damit hat Soraya Probleme. Welche Identität ist denn nun ihre? Tarek ist noch zu jung, um im Kreis der Alten mitreden zu dürfen, auch wenn er viel Erfahrung hat im Auffinden von Schafen. Das verdankt er aber auch seinem treuen Begleiter, dem Hund Dschamal. Die Erzählungen der Geschichtenerzähler bei den Treffen der Familienoberhäupter am Feuer haben es ihm angetan. Der große Vogel Simurgh hat eine besondere Bedeutung für ihn. Die gefährliche Flucht der beiden Jugendlichen ist sehr gut und realistisch beschrieben. Es gibt Menschen, welche die Not der Flüchtenden ausnutzen, aber es gibt auch diejenigen, die helfen. Der Weg ist eine einzige Strapaze und es ist ein Wunder, dass sie das wirklich schaffen. Auch die Gefühle der beiden sind authentisch wiedergegeben. Angst, Heimweh, Verzweiflung und Einsamkeit sind zu spüren, aber auch Hoffnung und Freundschaft. Eine eindrucksvolle und dramatische Geschichte, die ich nur empfehlen kann – nicht nur für Jugendliche.

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Über die Berge und über das Meer

von Dirk Reinhardt

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