Eine Frau
Band 1512

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Nobelpreis für Literatur 2022

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

7044

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.10.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

22.2/14.1/1.7 cm

Beschreibung

Rezension

»Keine kann die biografische Analyse so sensibel wie Annie Ernaux.«
Antonia Gross, Berliner Zeitung 05.07.2022

Details

Verkaufsrang

7044

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.10.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

22.2/14.1/1.7 cm

Gewicht

241 g

Auflage

3

Originaltitel

Une femme

Übersetzer

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22512-7

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Ruhiges, gutes Buch. Regt an, die eigene Beziehung zur Mutter zu reflektieren

BiblioJess am 02.03.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Dabei blickt sie nicht nur auf die Mutter selbst, als Person, sondern auch auf die Umstände, unter denen sie gelebt hat. Ausgangspunkt ist der Tod von Ernauxs Mutter. Ein gelungenes Portrait einer Frau, bzw. einer Familie, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Position. Es ist ein spannender Versuch, die eigene Mutter komplett zu reflektieren. Und meiner Meinung nach schafft die Autorin es, ein stimmiges und nachvollziehbares Bild ihrer Mutter darzustellen. Wir lernen sie nicht nur als Mutter kennen, sondern als ganze Person. Die Autorin bringt zum einen gut die ambivalenten Gefühle rüber, die man seiner Mutter gegenüber haben kann. Zum anderen erfährt man in dem Buch nicht nur was über die Mutter der Autorin, sondern auch über das große Ganze, über die Art und Weise wie Menschen ihrer sozialen Position entsprechend handeln und denken. Ernaux wird dabei nie überschwänglich emotional und hält sich oft an Fakten und eine eher objektive Reflexion. Aber gerade die häufig auftauchenden Momentaufnahmen berühren einen doch sehr beim Lesen. Diese Momentaufnahmen spiegeln sich auch im Sprachstil wieder, weil die Autorin oft nicht in ganzen Sätzen, sondern in Eindrücken erzählt. Und immer wieder klingt durch, wie sehr sie ihre Mutter geliebt hat, auch wenn sie sich zeitweise entfremdet haben. Besonders da hat mich das Buch angesprochen, weil ich unweigerlich an meine Beziehung zu meiner Mutter denken musste. Durch diese Parallele konnte ich gut mit der Autorin und ihrem Schmerz über den Verlust mitfühlen. Und ich kann ungefähr nachvollziehen, wieso es ihr so wichtig ist, ihrer Mutter im Schreiben noch nahe zu bleiben.

Ruhiges, gutes Buch. Regt an, die eigene Beziehung zur Mutter zu reflektieren

BiblioJess am 02.03.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie viel weiß man eigentlich wirklich über seine eigenen Eltern? In welchen Verhältnissen sie aufgewachsen sind, wie sich die auf sie ausgewirkt haben. Oder wie sie als Kinder und Jugendliche so drauf waren. Was war typisch für sie und wovon haben sie geträumt? In „Eine Frau“ versucht Annie Ernaux dem Leben ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Dabei blickt sie nicht nur auf die Mutter selbst, als Person, sondern auch auf die Umstände, unter denen sie gelebt hat. Ausgangspunkt ist der Tod von Ernauxs Mutter. Ein gelungenes Portrait einer Frau, bzw. einer Familie, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Position. Es ist ein spannender Versuch, die eigene Mutter komplett zu reflektieren. Und meiner Meinung nach schafft die Autorin es, ein stimmiges und nachvollziehbares Bild ihrer Mutter darzustellen. Wir lernen sie nicht nur als Mutter kennen, sondern als ganze Person. Die Autorin bringt zum einen gut die ambivalenten Gefühle rüber, die man seiner Mutter gegenüber haben kann. Zum anderen erfährt man in dem Buch nicht nur was über die Mutter der Autorin, sondern auch über das große Ganze, über die Art und Weise wie Menschen ihrer sozialen Position entsprechend handeln und denken. Ernaux wird dabei nie überschwänglich emotional und hält sich oft an Fakten und eine eher objektive Reflexion. Aber gerade die häufig auftauchenden Momentaufnahmen berühren einen doch sehr beim Lesen. Diese Momentaufnahmen spiegeln sich auch im Sprachstil wieder, weil die Autorin oft nicht in ganzen Sätzen, sondern in Eindrücken erzählt. Und immer wieder klingt durch, wie sehr sie ihre Mutter geliebt hat, auch wenn sie sich zeitweise entfremdet haben. Besonders da hat mich das Buch angesprochen, weil ich unweigerlich an meine Beziehung zu meiner Mutter denken musste. Durch diese Parallele konnte ich gut mit der Autorin und ihrem Schmerz über den Verlust mitfühlen. Und ich kann ungefähr nachvollziehen, wieso es ihr so wichtig ist, ihrer Mutter im Schreiben noch nahe zu bleiben.

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Einfühlsame Biografie

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zärtlich und behutsam schreibt Annie Ernaux nach dem Tod ihrer Mutter über deren Leben und Mutter-Tochter-Verhältnisse im Allgemeinen und im Besonderen. Diesmal als Ich-Erzählerin lässt sie die Erinnerungen an ihre Mutter Revue passieren, pickt sich besondere Momente, Charaktereigenschaften ihrer Mutter heraus und setzt sie vor den entsprechenden gesellschaftlichen Hintergrund. Sie lässt uns teilhaben am Schreibprozess, fasst manche Jahre stichpunktartig zusammen und schreibt zwischenzeitlich frei stehende Sätze wie: "Jetzt habe ich das Gefühl, als schriebe ich über meine Mutter, um sie dadurch zur Welt zu bringen." Sie setzt ihrer Mutter und stellvertretend Müttern dieser Generation ein liebevolles, ehrliches Denkmal. Zutiefst berührend. Fans von Monika Helfer werden hieran ebenfalls ihre Freude haben. Aus dem Französischen von Sonja Finck.
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Einfühlsame Biografie

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zärtlich und behutsam schreibt Annie Ernaux nach dem Tod ihrer Mutter über deren Leben und Mutter-Tochter-Verhältnisse im Allgemeinen und im Besonderen. Diesmal als Ich-Erzählerin lässt sie die Erinnerungen an ihre Mutter Revue passieren, pickt sich besondere Momente, Charaktereigenschaften ihrer Mutter heraus und setzt sie vor den entsprechenden gesellschaftlichen Hintergrund. Sie lässt uns teilhaben am Schreibprozess, fasst manche Jahre stichpunktartig zusammen und schreibt zwischenzeitlich frei stehende Sätze wie: "Jetzt habe ich das Gefühl, als schriebe ich über meine Mutter, um sie dadurch zur Welt zu bringen." Sie setzt ihrer Mutter und stellvertretend Müttern dieser Generation ein liebevolles, ehrliches Denkmal. Zutiefst berührend. Fans von Monika Helfer werden hieran ebenfalls ihre Freude haben. Aus dem Französischen von Sonja Finck.

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