GOTT

Ein Theaterstück

Ferdinand von Schirach

(77)
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Beschreibung


Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Und wie schon in seinem ersten Drama »Terror« müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?

Ergänzt wird der Band um Essays von drei namhaften Wissenschaftlern, die das Thema der ärztlichen Suizidbegleitung aus medizinethischer, juristischer und theologisch-philosophischer Perspektive beleuchten.

»Ferdinand von Schirach ist ein grossartiger Erzähler, was er auch in diesem Theaterstück unter Beweis stellt.«

Produktdetails

Verkaufsrang 815
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Verlag Luchterhand
Seitenzahl 160
Maße (H) 21.8/13.9/2 cm
Gewicht 320 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87629-0

Buchhändler-Empfehlungen

Wer entscheidet über Leben und Tod?

Bianca Schiller, Buchhandlung

Ein Mann von 78 Jahren will sein Leben durch Suizid beenden. Dafür bittet er um ärztliche Unterstützung, die ihm allerdings erstmal verweigert wird. Nun landet der Fall vor dem Ethikrat, der neben dem Betroffenen drei Sachverständige anhören muss, um zu einer Entscheidung zu kommen. Die Frage lautet: Wer trägt die Verantwortung für ein einzelnes Leben? Und wer darf entscheiden, ob ein Leben beendet werden darf oder nicht? Ein faszinierendes Streitgespräch verschiedenster Parteien, die auch den Leser immer wieder in seiner Meinung und persönlichen Haltung herausfordert. Toll!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
77 Bewertungen
Übersicht
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Ein großartiges Buch zu einem häufigen Tabu-Thema
von einer Kundin/einem Kunden am 10.08.2021

Ich muss zugeben: nach dem Dialog zwischen Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge in "Trotzdem" fiel es mir schwer, wieder zu einem von Schirach Buch zu greifen. Dennoch besann ich mich auf die Genialität des Autoren und ließ mich auf "Gott" ein. Nach "Terror" ist dies das zweite Theaterstück einer geplanten Dramen-Trilogie ... Ich muss zugeben: nach dem Dialog zwischen Ferdinand von Schirach und Alexander Kluge in "Trotzdem" fiel es mir schwer, wieder zu einem von Schirach Buch zu greifen. Dennoch besann ich mich auf die Genialität des Autoren und ließ mich auf "Gott" ein. Nach "Terror" ist dies das zweite Theaterstück einer geplanten Dramen-Trilogie und soll darüber Aufschluss geben, wem unser Leben gehört und wer über unseren Tod entscheiden darf. Genauer genommen: es behandelt das Thema Suizid (auch: Selbstmord oder Freitod). Zusammen mit Mitgliedern des Ethikrats, einer Augenärztin, einem Rechtsanwalt, einem Betroffenen und verschiedenen Sachverständigen (medizinisch, theologisch, juristisch) gewährt das Buch verschiedene Blickwinkel auf das Thema, welches zuletzt durch eine Gesetzesergänzung im Jahr 2015 für Furore sorgte. Das "Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung" wurde vom Bundesverfassungsgericht inzwischen wieder gekippt, hinterlässt aber bei vielen Menschen eine Unklarheit in dieser moralischen Grundsatzfrage. Darf man als Mensch entscheiden, wann es die beste Zeit ist zu gehen und das Leben hinter sich zu lassen? Unter Inanspruchnahme professioneller Hilfe um den sicheren, schmerzfreien Tod zu erlangen? Erschreckend sind die im Buch aufgeführten Zahlen der missglückten Selbstmordversuche, nach denen Menschen ohne Gliedmaßen oder anderen dauerhaften körperlichen Schäden ihr Leben weiter fristen müssen. Oder sollte man dem Sterbewunsch mancher Menschen weit vorher entgegenwirken und eine Gesellschaft schaffen, die lebensmüde Mitmenschen auffängt und das Leben an sich so gestaltet, dass Sterben keine Option mehr darstellt? Das Interessante bei von Schirachs Büchern: man beginnt die Lektüre mit einer Meinung zum Thema, die unerschütterlich zu sein scheint. Doch nach nur wenigen Seiten gerät diese Meinung unerwarteterweise ins Wanken und man beginnt, andere Ansichten zum Thema zumindest zu verstehen. Ein großartiges Buch zu einem häufigen Tabu-Thema.

Großartig!
von einer Kundin/einem Kunden am 09.06.2021

Grandios – war mein Gedanke während des Lesens. Ferdinand von Schirach geht in seiner als Theaterstück konzipierten Auseinandersetzung zum Diskurs zur Sterbehilfe sprachlich wie inhaltlich in einer bewundernswerten Sachlichkeit auf die gesellschaftlichen und ethischen Aspekte dessen ein, was der Mensch und der Staat darf – oder ... Grandios – war mein Gedanke während des Lesens. Ferdinand von Schirach geht in seiner als Theaterstück konzipierten Auseinandersetzung zum Diskurs zur Sterbehilfe sprachlich wie inhaltlich in einer bewundernswerten Sachlichkeit auf die gesellschaftlichen und ethischen Aspekte dessen ein, was der Mensch und der Staat darf – oder auch nicht. Vielfältig in den Argumentationsketten, gewieft wegen der selbsterklärenden Rolle des Ethikrates und fast schon belustigend bezüglich der religiös vertretenden Meinungen. Ich fand das Buch trotz der möglichen Schwere des Themas nicht bedrückend, sondern ganz im Gegenteil sehr flüssig zu lesen und gut verständlich in den Disputen. Ferdinand von Schirach schreibt hier, wie er meines Erachtens nach oftmals auch persönlich argumentiert: ruhig, sachlich und mit manch doppeldeutigem Bild. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an, hält sich aber mit einem eindeutigen Ausgang zurück. Von Schirach überlässt es dem Leser, bzw. Theaterzuschauer, wie die Debatte beendet wird. Mich hat der Verlauf der Dialoge und die nach innen gerichtet wirkenden Ausführungen der Figur Gärtner manches Mal an Friedrich Dürrenmatts Werk „Die Physiker“ erinnert. Sprachlich wie inhaltlich einfach großartig! Ich würde dieses Werk jedem ans Herz legen und kann es nur absolut empfehlen. Sehr, sehr lesenswert – deshalb ganz klar 5 Sterne.

Mein freies Leben = mein freier Tod?
von Buecherseele79 am 08.06.2021

Vor der Ethikkommission wird der Fall von Richard Gärtner diskutiert. Er ist 78 Jahre alt, körperlich und geistig fit, möchte aber gerne sterben. Er möchte die Möglichkeit nutzen um mit einem Medikament und einem Arzt des Vertrauens friedlich zu "entschlafen". Doch so einfach scheint es nicht wie Richard es sich gedacht hat. ... Vor der Ethikkommission wird der Fall von Richard Gärtner diskutiert. Er ist 78 Jahre alt, körperlich und geistig fit, möchte aber gerne sterben. Er möchte die Möglichkeit nutzen um mit einem Medikament und einem Arzt des Vertrauens friedlich zu "entschlafen". Doch so einfach scheint es nicht wie Richard es sich gedacht hat. "Deshalb bin ich hier. Ja. Ich will, dass alle verstehen, dass es in Ordnung ist, dass ich sterben will. Ich will, dass man Menschen wie mir hilft. Ich will sterben, und das nicht amoralisch, egoistisch oder krank." (Seite 20) Zu diesem Thema hatte ich mir nicht wirklich Gedanken gemacht. Auch als ich zu lesen begann dachte ich dass es da nicht viele Hürden geben wird, ich meine, jeder hat ein Recht auf ein freies Leben und auf einen freien Tod. Doch Ferdinand von Schirach beweist es wieder anders. Der Titel könnte nich besser gewählt sein. Eigentlich heiss es immer Gott bestimmt über alles, wehe man tötet sich selbst, man landet in der Hölle, was wird die Gesellschaft denken, ect. Aber wer hat wirklich das Recht über uns zu bestimmen? Zu Beginn wieder die Rollen, wer ist wer, wo findet diese Unterhaltung statt, wie lange ist sie anberaumt? So ergibt sich beim lesen das Gefühl in einer Theaterveranstaltung zu sitzen. Gekonnt kommen neben Richard Gärtner und seinem Anwalt auch eine Ärztin, medizinische Sachverständiger, und ein Theologe zu Wort. Jeder erläutert hier seinen Standpunkt und seinen Sichtpunkt auf den Wunsch von Richard Gärtner. Kann man einem Menschen den Freitod gewähren, mit einem bekannten Medikament, welches eben nur durch Zusage der Ärztekammer herausgeben wird, ohne schlechtes Gewissen? Gibt es Instanzen oder Gesetze oder "Gewissen" die dagegen sowie dafür sprechen? Eine Seite kann man zum Ende hin wählen, muss man aber nicht. Ich für meine Verhältnisse habe eine Seite gewählt und war von der Umsetzung und der Ausführung dieses "Theaterstückes" sehr angetan. Einzig die Auflösung stört mich - hier hätte ich mir die Möglichkeit gewünscht wie bei seinem Buch "Terror", das wäre noch ein Ticken besser und intensiver gewesen. Wem gehört das Leben? Wem gehört der Freitod? Ein Buch was stark zum nachdenken und vor allem mitdenken rührt. Und welches ich wieder uneingeschränkt empfehlen möchte.


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