Afropäisch

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Eine Reise durch das schwarze Europa

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Beschreibung


»Und wo kommst du eigentlich her?« Viele schwarze Europäer kennen diese Frage, denn in den Köpfen mancher ist das noch immer ein Gegensatz – schwarz sein und Europäer sein. Dabei gibt es längst eine gelebte afropäische Kultur. Um sie zu erkunden, bereist Johny Pitts die Metropolen des Kontinents. In Paris folgt er den Spuren James Baldwins, in Berlin trifft er ghanaische Rastafarians, in Moskau besucht er die einstige Patrice-Lumumba-Universität. Nicht nur in französischen Banlieues und Favelas am Rande Lissabons wird deutlich, dass Europas multikulturelle Gegenwart nach wie vor von seiner kolonialen Vergangenheit gezeichnet ist. Rassismus und Armut sind Teil des Alltags vieler schwarzer Europäer.

Meisterhaft verknüpft Pitts Reportage und literarischen Essay zu einem zeitgenössischen Porträt eines Weltteils auf der Suche nach seiner postkolonialen Identität. Pitts erzählt von afropäischen Schriftstellern wie Dumas dem Älteren und Puschkin, von Musikern, Aktivisten, Restaurantbesitzern oder einfachen Arbeitern. Er zeigt, wie sehr sie die Gesellschaften und die Kultur dieses Kontinents geprägt haben und prägen. Ein so einfühlsames wie aktuelles Buch, das den Blick auf Europa verändert.

»Mit Afropäisch betritt ein leidenschaftlicher Autor die Bühne, der eine schwarze Welt sichtbar macht, die sonst vielen verborgen geblieben wäre.«
The Guardian 15.05.2020

Johny Pitts, geboren in Sheffield, ist Autor, Fotograf, Fernsehmoderator und Journalist. Er ist Mitbegründer des Online-Journals Afropean. Adventures in Black Europe. Für sein Engagement für eine afropäische Identität wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem vom Europäischen Netzwerk gegen Rassismus. 2020 erhielt er den Jhalak Prize for Book of the Year by a Writer of Colour.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

461

Maße (L/B/H)

22.1/14.2/3.8 cm

Gewicht

620 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

461

Maße (L/B/H)

22.1/14.2/3.8 cm

Gewicht

620 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Afropean. Notes From Black Europe

Übersetzer

Helmut Dierlamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42941-9

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Eine besondere Reise durch Europa

Sikal am 09.02.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Johny Pitts hat für seine Reise durch das schwarze Europa eine besondere Wortkreation als Titel gewählt: Afropäisch. Er macht sich auf die Suche nach den schwarzen Menschen Europas, spürt sie in Großstädten auf und trifft dort auf Menschen unterschiedlicher Herkunft. Grundverschiedene Persönlichkeiten, die seit Generationen in Europa leben und denen zumeist eines gemeinsam ist: die fehlende Perspektive. Sie leben mit uns in unseren Städten und sind doch wie ein Schatten, der irgendwie dazugehört, aber eben doch nicht so ganz ins Zentrum rücken. Sie arbeiten fleißig (wenn es die Möglichkeit für sie gibt), bekommen zumeist diese Jobs zugeteilt, die sonst keiner will. Johny Pitts reist nach Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Stockholm, Moskau, Marseille und Lissabon. Überall trifft er auf gleiche oder ähnliche Lebensentwürfe. Immer wieder schlägt er eine Brücke zu historischen Ereignissen, die oft bis in die heutige Zeit reicht und diese prägt. Pitts selbst stammt aus einer afropäischen Familie (schwarzer Vater, weiße Mutter) und wurde schon mehrfach mit Rassismus konfrontiert. Einige Beispiele zeichnet er in diesem Buch auf – und mehrere Situationen waren zum Fremdschämen. Es gibt – so scheint es – eine einfache Formel: Europa = weiß = gut. Alles andere gehört nicht hierher. Mauern müssen nicht immer sichtbar sein, viele tragen diese in sich. Dieses zeitgenössische Portrait ist eine wichtige Bestandsaufnahme der Situation im schwarzen Europa. Er zeigt die Toilettenfrau, Aktivisten, Künstler, Studenten, … Kolonial geprägte Leben, weit entfernt von Reichtum und Aufstiegsmöglichkeiten (mit einigen Ausnahmen). Pitts schreibt mit viel Empathie und Sachwissen, mit einem lockeren und leicht zu lesenden Stil – trotz der ernsten Themen. Und damit schafft er es auch, dass man den Blickwinkel ändert. Denn mit erhobenem Zeigefinger würde er wohl das Gegenteil erreichen. Ein sehr beeindruckendes Werk, dem ich viele Leser wünsche. Gerne vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. „Ich schaute noch einmal in den Nebel, der über dem Meer hing und Afrika verbarg, und schloss die Augen, um seine Präsenz zu spüren, während mir die Gischt der heftigen Brandung ins Gesicht spritzte. Dann drehte ich mich wieder zu dem stürmischen alten Kontinent herum, auf dem ich geboren und aufgewachsen war, und ging dahin zurück, wo ich herkam.“

Eine besondere Reise durch Europa

Sikal am 09.02.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Johny Pitts hat für seine Reise durch das schwarze Europa eine besondere Wortkreation als Titel gewählt: Afropäisch. Er macht sich auf die Suche nach den schwarzen Menschen Europas, spürt sie in Großstädten auf und trifft dort auf Menschen unterschiedlicher Herkunft. Grundverschiedene Persönlichkeiten, die seit Generationen in Europa leben und denen zumeist eines gemeinsam ist: die fehlende Perspektive. Sie leben mit uns in unseren Städten und sind doch wie ein Schatten, der irgendwie dazugehört, aber eben doch nicht so ganz ins Zentrum rücken. Sie arbeiten fleißig (wenn es die Möglichkeit für sie gibt), bekommen zumeist diese Jobs zugeteilt, die sonst keiner will. Johny Pitts reist nach Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Stockholm, Moskau, Marseille und Lissabon. Überall trifft er auf gleiche oder ähnliche Lebensentwürfe. Immer wieder schlägt er eine Brücke zu historischen Ereignissen, die oft bis in die heutige Zeit reicht und diese prägt. Pitts selbst stammt aus einer afropäischen Familie (schwarzer Vater, weiße Mutter) und wurde schon mehrfach mit Rassismus konfrontiert. Einige Beispiele zeichnet er in diesem Buch auf – und mehrere Situationen waren zum Fremdschämen. Es gibt – so scheint es – eine einfache Formel: Europa = weiß = gut. Alles andere gehört nicht hierher. Mauern müssen nicht immer sichtbar sein, viele tragen diese in sich. Dieses zeitgenössische Portrait ist eine wichtige Bestandsaufnahme der Situation im schwarzen Europa. Er zeigt die Toilettenfrau, Aktivisten, Künstler, Studenten, … Kolonial geprägte Leben, weit entfernt von Reichtum und Aufstiegsmöglichkeiten (mit einigen Ausnahmen). Pitts schreibt mit viel Empathie und Sachwissen, mit einem lockeren und leicht zu lesenden Stil – trotz der ernsten Themen. Und damit schafft er es auch, dass man den Blickwinkel ändert. Denn mit erhobenem Zeigefinger würde er wohl das Gegenteil erreichen. Ein sehr beeindruckendes Werk, dem ich viele Leser wünsche. Gerne vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. „Ich schaute noch einmal in den Nebel, der über dem Meer hing und Afrika verbarg, und schloss die Augen, um seine Präsenz zu spüren, während mir die Gischt der heftigen Brandung ins Gesicht spritzte. Dann drehte ich mich wieder zu dem stürmischen alten Kontinent herum, auf dem ich geboren und aufgewachsen war, und ging dahin zurück, wo ich herkam.“

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