Fast ein neues Leben

Fast ein neues Leben

Erzählungen

eBook

Fr.14.00

inkl. gesetzl. MwSt.

Fast ein neues Leben

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab Fr. 26.90
eBook

eBook

ab Fr. 14.00

Beschreibung

Details

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.09.2020

Verlag

Friedenauer Presse

Beschreibung

Details

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Erscheinungsdatum

02.09.2020

Verlag

Friedenauer Presse

Seitenzahl

111 (Printausgabe)

Dateigröße

733 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783751806015

Das meinen unsere Kund*innen

4.6

10 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Atmosphärisch dichte Erzählungen über Migration & Integration

Bewertung aus Bochum am 01.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hatte mich sehr auf diesen Band mit Erzählungen gefreut. Leider wollte der Funke bei mir zunächst nicht so recht nicht überspringen, aber je weiter ich las, umso weiter ich in die Geschichte vordringen konnte umso mehr entfalteten sich die Abgründe und verdichtete sich die Atmosphäre, so dass ich letztlich sehr dankbar über dieses Exemplar bin. In ihrem Debütroman gibt Anna Prizkau ihrer namenlosen Hauptfigur eine Plattform, eine Stimme um Unfassbares doch in Worte zu fassen. In zwölf episodenhaften Erzählungen, die nicht immer chronologisch sind, versucht die junge Immigrantin ihren eigenen, nicht immer einfachen Weg zu gehen. Ihr innerlicher Drang sich perfekt einzugliedern zersplittert immer wieder an ihrer Angst, dass feine Risse sich auf tun und ihre wahre Herkunft beleuchtet werden könnte. „Er sagte: „Woher kommst du?“ Ich sagte: „Aus der Uni.“ Ich wusste, dass er etwas anderes wissen wollte, doch in der lauten großen Stadt wollte ich es verschweigen. Vor ihm, vor jedem. Kein Mensch kannte mich, wie ich früher war. Ich konnte neu sein.“ S. 79 Die Fragen nach der eigenen Herkunft, zeitgleich dem unbedingten Wunsch dazuzugehören, anzukommen und anerkannt zu werden prallen immer wieder auf einander. Die Protagonistin eckt immer wieder an den Menschen in ihrer Umgebung an. Sie wird sowohl psychisch als auch physisch verletzt, mal auf subtile Weise, so dass sie es selbst kaum bemerkt und dann wieder mit einer Wucht, die sie völlig umhaut. Sie hadert mit ihren Eltern, die sie für nicht angepasst genug hält um sie ihren Freunden vorzustellen, weil sonst ihre mühsam aufgebaute Fassade zusammenbrechen würde. Allerdings erkennt sie aber nach und nach die toxischen Beziehungsstrukturen in den Familien von Freunden. Wie schwer es wohl sein muss, in einem neuem Land nur fast ein neues Leben zu beginnen, sich niemals wirklich dazugehörig zu fühlen? Der aktuellen Gesellschaft wird ein (schmerzlicher) Spiegel vor das Gesicht gehalten. Definitiv ein Erzählband, der zwar kurz ist, aber sehr zum Nachdenken, Nachfühlen einlädt und somit noch lange nachklingen wird.

Atmosphärisch dichte Erzählungen über Migration & Integration

Bewertung aus Bochum am 01.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hatte mich sehr auf diesen Band mit Erzählungen gefreut. Leider wollte der Funke bei mir zunächst nicht so recht nicht überspringen, aber je weiter ich las, umso weiter ich in die Geschichte vordringen konnte umso mehr entfalteten sich die Abgründe und verdichtete sich die Atmosphäre, so dass ich letztlich sehr dankbar über dieses Exemplar bin. In ihrem Debütroman gibt Anna Prizkau ihrer namenlosen Hauptfigur eine Plattform, eine Stimme um Unfassbares doch in Worte zu fassen. In zwölf episodenhaften Erzählungen, die nicht immer chronologisch sind, versucht die junge Immigrantin ihren eigenen, nicht immer einfachen Weg zu gehen. Ihr innerlicher Drang sich perfekt einzugliedern zersplittert immer wieder an ihrer Angst, dass feine Risse sich auf tun und ihre wahre Herkunft beleuchtet werden könnte. „Er sagte: „Woher kommst du?“ Ich sagte: „Aus der Uni.“ Ich wusste, dass er etwas anderes wissen wollte, doch in der lauten großen Stadt wollte ich es verschweigen. Vor ihm, vor jedem. Kein Mensch kannte mich, wie ich früher war. Ich konnte neu sein.“ S. 79 Die Fragen nach der eigenen Herkunft, zeitgleich dem unbedingten Wunsch dazuzugehören, anzukommen und anerkannt zu werden prallen immer wieder auf einander. Die Protagonistin eckt immer wieder an den Menschen in ihrer Umgebung an. Sie wird sowohl psychisch als auch physisch verletzt, mal auf subtile Weise, so dass sie es selbst kaum bemerkt und dann wieder mit einer Wucht, die sie völlig umhaut. Sie hadert mit ihren Eltern, die sie für nicht angepasst genug hält um sie ihren Freunden vorzustellen, weil sonst ihre mühsam aufgebaute Fassade zusammenbrechen würde. Allerdings erkennt sie aber nach und nach die toxischen Beziehungsstrukturen in den Familien von Freunden. Wie schwer es wohl sein muss, in einem neuem Land nur fast ein neues Leben zu beginnen, sich niemals wirklich dazugehörig zu fühlen? Der aktuellen Gesellschaft wird ein (schmerzlicher) Spiegel vor das Gesicht gehalten. Definitiv ein Erzählband, der zwar kurz ist, aber sehr zum Nachdenken, Nachfühlen einlädt und somit noch lange nachklingen wird.

Die kleine, feine Geschichte über unsere Gesellschaft

Bewertung aus Düsseldorf am 31.12.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

12 Geschichten. Kleine, kurze, kompakte Kapitel. Mehr braucht es nicht, um von einem alten Leben ins neue zu führen. Mehr braucht es nicht, um durch alle Höhen und Tiefen eines Menschen zu gleiten, der sich von seinem Hintergrund nicht lösen kann. Mehr braucht es nicht, um fast ein ganzes Leben zu reflektieren, neu aber wiederum alt. Einfach und reduziert begegnete mir physisch der Debütroman "Fast ein neues Leben" von Anna Prizkau. Ein handliches Format, schwarz mit weißem Kontrast, das Cover abstrakt, fast wie ein Gemälde von Pollock, bei dem alles nur die eigene Reflektion, das eigene Gefühl, die Archetypen aktiviert. Das innere des Romans hingegen bietet die komplette Bandbreite von Geschichten, die einer Einwandererfamilie begegnen. Die Tochter eben dieser schildert nicht chronologisch, sondern vielmehr vom Bauchgefühl getrieben alle Ereignisse, die ihr begegnen. Vom jungen Mädchen, die sich der Willkür und Macht ihrer Mitschülerin ausgesetzt sieht und das zerrüttete Verhältnis innerhalb der Familie registriert, hin zu einer jungen Frau, die sich mit Belästigungen auseinandersetzen muss, die sogar in Gewalt enden. Voller Hoffnung startet sie in ein vermeintlich neues Leben, aber alles, was ihr entgegen schlägt sind Vorurteile, Hass und Rassismus, gepaart mit psychischen Erkrankungen. Anna Prizkaus Stil ist leicht, die Worte jedoch schwer, das Ungesagte zwischen den Zeilen verfolgt den Leser, erschüttert bis ins Mark und führt dazu, dass ich an vielen Stellen hinterfragen musste, ob ich selbst nicht auch an einigen Stellen in meinem Leben das „neue Leben“ verhindert habe, unbewusst und unbedacht. Die Geschichte springt in der Zeit, wirkt defragmentiert und doch wie kleine Puzzleteile, die sich immer weiter zu einem großen Bild zusammenfügen. Die Erzählerin erlebt eben all diese Kapitel selbst, interagiert an so vielen Fronten mit so vielen Protagonisten, dass ich die Überforderung gefühlt habe, die Verzweiflung und auch ihre anfängliche Naivität durch den Wunsch, dass dieses neue Leben funktioniert. Trotzdem ist die Erzählerin ungebrochen und der Funke der Hoffnung lodert. Eine Empfehlung für alle, die tragische Geschichten zu schätzen wissen, emotionsgeladene Handlungen aufsaugen und sich selbst bereits gefragt haben, wo sie sich zum Thema Rassismus positionieren und inwieweit wir uns alle nicht immer von Vorurteilen befreien können.

Die kleine, feine Geschichte über unsere Gesellschaft

Bewertung aus Düsseldorf am 31.12.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

12 Geschichten. Kleine, kurze, kompakte Kapitel. Mehr braucht es nicht, um von einem alten Leben ins neue zu führen. Mehr braucht es nicht, um durch alle Höhen und Tiefen eines Menschen zu gleiten, der sich von seinem Hintergrund nicht lösen kann. Mehr braucht es nicht, um fast ein ganzes Leben zu reflektieren, neu aber wiederum alt. Einfach und reduziert begegnete mir physisch der Debütroman "Fast ein neues Leben" von Anna Prizkau. Ein handliches Format, schwarz mit weißem Kontrast, das Cover abstrakt, fast wie ein Gemälde von Pollock, bei dem alles nur die eigene Reflektion, das eigene Gefühl, die Archetypen aktiviert. Das innere des Romans hingegen bietet die komplette Bandbreite von Geschichten, die einer Einwandererfamilie begegnen. Die Tochter eben dieser schildert nicht chronologisch, sondern vielmehr vom Bauchgefühl getrieben alle Ereignisse, die ihr begegnen. Vom jungen Mädchen, die sich der Willkür und Macht ihrer Mitschülerin ausgesetzt sieht und das zerrüttete Verhältnis innerhalb der Familie registriert, hin zu einer jungen Frau, die sich mit Belästigungen auseinandersetzen muss, die sogar in Gewalt enden. Voller Hoffnung startet sie in ein vermeintlich neues Leben, aber alles, was ihr entgegen schlägt sind Vorurteile, Hass und Rassismus, gepaart mit psychischen Erkrankungen. Anna Prizkaus Stil ist leicht, die Worte jedoch schwer, das Ungesagte zwischen den Zeilen verfolgt den Leser, erschüttert bis ins Mark und führt dazu, dass ich an vielen Stellen hinterfragen musste, ob ich selbst nicht auch an einigen Stellen in meinem Leben das „neue Leben“ verhindert habe, unbewusst und unbedacht. Die Geschichte springt in der Zeit, wirkt defragmentiert und doch wie kleine Puzzleteile, die sich immer weiter zu einem großen Bild zusammenfügen. Die Erzählerin erlebt eben all diese Kapitel selbst, interagiert an so vielen Fronten mit so vielen Protagonisten, dass ich die Überforderung gefühlt habe, die Verzweiflung und auch ihre anfängliche Naivität durch den Wunsch, dass dieses neue Leben funktioniert. Trotzdem ist die Erzählerin ungebrochen und der Funke der Hoffnung lodert. Eine Empfehlung für alle, die tragische Geschichten zu schätzen wissen, emotionsgeladene Handlungen aufsaugen und sich selbst bereits gefragt haben, wo sie sich zum Thema Rassismus positionieren und inwieweit wir uns alle nicht immer von Vorurteilen befreien können.

Unsere Kund*innen meinen

Fast ein neues Leben

von Anna Prizkau

4.6

0 Bewertungen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Fast ein neues Leben