Was nicht glücklich macht, kann weg

Roman

Carla Berling

(7)
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Beschreibung

Billie ist eine Frau mit Prinzipien. Rituale regeln den Alltag, Freundschaften findet sie überflüssig, Besuche oder sonstige Störungen ihres Lebens mit Ehemann Thilo lehnt sie ab. Als ihr Sohn Jonas sie bittet, für ein paar Monate nach Köln zu kommen und ihren Enkel August zu hüten, schlägt ihr mütterliches Herz höher, und sie springt über ihren Schatten. In Köln trifft sie auf ein kunterbuntes Haus, ein vorwitziges Kind und unkonventionelle Menschen, die anders leben, frei denken und Billies Weltbild aus den Angeln heben. Aber dann fängt es an, Spass zu machen. Bis an einem Weihnachtsabend alte Geschichten auf den Tisch kommen ...

Produktdetails

Verkaufsrang 17690
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 13.09.2021
Verlag Heyne
Seitenzahl 288
Maße 18.4/11.7/2.6 cm
Gewicht 276 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-42492-0

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Was weg kann und was wichtig ist im Leben
von Elke Seifried aus Gundelfingen am 27.09.2021

Schon mehrfach hat mich Carla Berlinghaus mit ihren amüsanten kurzweiligen Romanen, die stets auch eine Botschaft vermitteln und nicht zu flach sind, bestens unterhalten. Deshalb habe ich mich sehr auf ihren neuen Roman gefreut und wurde nicht enttäuscht. Billie und ihr Ehemann Thilo haben sich mit einem guten Pölsterchen ... Schon mehrfach hat mich Carla Berlinghaus mit ihren amüsanten kurzweiligen Romanen, die stets auch eine Botschaft vermitteln und nicht zu flach sind, bestens unterhalten. Deshalb habe ich mich sehr auf ihren neuen Roman gefreut und wurde nicht enttäuscht. Billie und ihr Ehemann Thilo haben sich mit einem guten Pölsterchen aus dem Verkauf der eigenen Firma bereits zur Ruhe gesetzt und leben zurückgezogen in ihrem Haus in einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt. Dort verbringen sie die Tage am liebsten im Garten und scheinen mit sich im Reinen und zusammen glücklich zu sein. Dass im Hintergrund jedoch seit Langem etwas schwellt, was aufs Gemüt drückt, kommt erst wieder ans Tageslicht, als ihr Sohn Jonas, zu dem vor Jahren der Kontakt aus unerfindlichen Gründen abgebrochen ist, sich telefonisch bei ihnen meldet. Der, nach dem Tod von Caro, Alleinerziehende muss beruflich für sechs Monate nach London, eine große Chance für ihn, und braucht nun seine Eltern, damit sie sich um seinen sechsjährigen Sohn August, der kurz vor der Einschulung steht, kümmern. Billie und Thilo, beide froh, dass sie ihr Sohn endlich braucht, packen kurzerhand ihre Sachen und reisen nach Köln, auch wenn sicher keine einfache Aufgabe, sich um einen kleines Kind zu kümmern, auf sie zukommt, zumal sie August bisher nur ein paar wenige Male kurz gesehen haben und eigentlich gar nicht kennen. Als Leser erfährt man hier nicht nur, ob und wie die beiden es mit ihrem Enkel August gebacken bekommen und nach und nach auch warum der Kontakt zu Jonas abgebrochen ist, sondern kann dabei auch mit Billie miterleben, wie sie ihren ersten Eindruck, „…dass die Leute in Köln alle ziemlich bekloppt waren.“, nach und nach revidieren muss, dabei Freunde fürs Leben findet und endlich erkennt, was weg muss, weil es nicht glücklich macht. Mehr will ich gar nicht verraten. Der spritzig, witzige Sprachstil macht einfach Spaß und die Seiten fliegen im Nu vorbei. Die Autorin beschreibt mit vielen Bildern und äußerst anschaulich, sodass ich beim Lesen ein wahres Kopfkino laufen hatte. Wer hat bei einer so herrlich pointierten Beschreibung wie „…eine, die mindestens fünfzehn Jahre älter als ich war, als pensionierte Erdkundelehrerin ohne Büstenhalter unterm Schlabberlock vor die Tür ging und die nicht mal versuchte, die Weinflaschen zu kaschieren, die sie in absolut handelsunüblichen Mengen in den Container warf. Die ganze Nachbarschaft nannte sie nur Schlabber-Else, weil sie sich erstens ausschließlich in schlabbrige, leberwurstfarbene Leinengewänder hüllte, (sie nannte die Farbe >taupe<), und weil sie zweitens ordentlich einen wegschlabberte.“, die nervige Nachbarin auch nicht bildlich vor Augen. Da wird auch der Bierbauch schon mal zur „Feinkostwölbung“ und jetzt kann ich noch schmunzeln, wenn ich an die amüsante Beschreibung denke, als sie sich Billie auf die Tube Bodylotion setzt und das ganze Bett damit einsaut,ja das war nicht ihr Tag. Ganz oft hat mich die Autorin aber auch gerührt, zu süß ist z.B. einfach der kleine August, der seiner Oma schlicht bei der Bodylotionmisere tröstend anbietet, ihr beim Putzen zu helfen, damit sie mit ihm die Freizeit verbringen kann. Gut gefällt mir, dass es sich nicht nur um eine flache Unterhaltungskomödie handelt, sondern die Autorin durchaus einige Denkanlässe gibt und ihrer Geschichte auch etwas Tiefe verleiht. Vorurteile werden aufgezeigt, nicht nur beim Aussehen, „Ich musste zugeben, dass ich Wio viel zu schnell in die Schublade >>verrückte Alte mit gefärbten Haaren<< gesteckt hatte. Mir hätte klar sein müssen, dass eine Frau ihres Jahrgangs auch ihre Dramen und Schicksalsschläge erlebt hatte.“, und damit auch für mehr Toleranz gegenüber auffälliger Kleidung, Homosexualität, Partnerschaften mit Altersunterschied und einiges mehr geworben. Wie wichtig das offene Umgehen miteinander und das Reden ist, wird durch die Probleme, die zwischen Jonas und seinen Eltern nach und nach ans Tageslicht kommen, mehr als deutlich. Und nicht zuletzt, eines der schönsten Dinge, der Wert von Freundschaft ist hier wesentlicher Bestandteil, der einem beim Lesen das Herz erwärmt. Erwähnenswert finde ich auch das gelungene Regionalkolorit. Dass die Geschichte zu großen Teilen in Köln spielt, ist nicht zu verkennen, denn Billie muss nicht nur Schritt für Schritt mit dem Karneval warm werden, sondern auch Nachbarin Elfie, mit ihrem Kölschen Dialekt, die ganz oft zur Tür hereinschneit, trägt maßgeblich auf gelungene Art und Weise dazu bei, dass man stets weiß, wo mal sich befindet. Auch der Kleinstadtmief mit dem Getuschel, wenn dem Nachbar etwas nicht gefällt, ist gut abgebildet. Die Charaktere sind bunt, individuell und authentisch dar- und zusammengestellt. Nicht nur die liebenswerten Exoten und Kölner Originale, die mitmischen dürfen, ein jeder hat seine Eigenheiten und Kanten und trägt damit zur Lebendigkeit der Geschichte bei. Ich konnte mich super gut in Billie, die hier eine realistisch nachvollziehbare Entwicklung durchmacht, hineinversetzen und habe die Geschichte so regelrecht mit ihr gelebt. Sehr herzerwärmend fand ich auch Thilo gezeichnet. Er liebt seine Billie, weiß was sie fühlt und braucht und selbst über seine O-Ton Billie, „Flachwitze“ konnte ich schmunzeln. Richtig ans Herz gegangen ist mir natürlich der kleine Knirps August, der so süß ist, dass ich am liebsten ins Buch geschlüpft wäre, um ihn einmal zu knuddeln. Elfie mit ihrem Dialekt und auch Wio, die so gut zeigt, was Freundschaft bedeutet, sind zudem noch besonders erwähnenswert.

Gebrauchsanweisung für unseren Enkel
von hasirasi2 aus Dresden am 27.09.2021

„Ich brauche eure Hilfe, und es ist leider keine Kleinigkeit.“ (S. 7) Seit Jahren hat Billie auf so einen Anruf ihres Sohnes Jonas gewartet, seit dieser nach dem Abi nach Köln gegangen ist und den Kontakt auf ein absolutes Minimum beschränkt hat. Von seiner Hochzeit haben sie und ihr Mann Thilo erst hinterher erfahren und auch i... „Ich brauche eure Hilfe, und es ist leider keine Kleinigkeit.“ (S. 7) Seit Jahren hat Billie auf so einen Anruf ihres Sohnes Jonas gewartet, seit dieser nach dem Abi nach Köln gegangen ist und den Kontakt auf ein absolutes Minimum beschränkt hat. Von seiner Hochzeit haben sie und ihr Mann Thilo erst hinterher erfahren und auch ihren Enkel August in 6 Jahren nur zweimal gesehen. Doch jetzt muss Jonas, der seit einem Jahr verwitwet ist, beruflich für ein halbes Jahr nach London und August soll in seiner gewohnten Umgebung bleiben. Natürlichen ziehen sie nach Köln, schließlich haben sie seit dem Verkauf ihrer Schreinerei jede Menge Zeit. Jetzt lernen endlich ihren Enkel und die für sie etwas ungewöhnlichen Nachbarn und Freunde kennen. Billie ist schockiert, als August sie Oma nennt. Dazu sieht sie doch noch viel zu jung aus! „Noch nie in meinem fünfundfünfzig Lebensjahren hatte mich jemand als Oma bezeichnet. Oma! Das klang grauhaarig, klein, gebückt, korpulent und senil. … Oma. Das klang wie ein Schimpfwort.“ (S. 22) Auch sonst wirbelt er ihr Leben total durcheinander. So ein Kind ist ein Vollzeitjob mit komischen Essensvorlieben („Tapfer kaute ich etwas, das nach gegrillten Frotteesocken schmeckte …“ (S. 53)) und ungewöhnlichen Hobbys. Direkt hinter Jonas Grundstück ist nämlich ein Tierfriedhof und August spielt auf den Beerdigungen im Anzug mit „Lyzinder“ Blockflöte. Die Betreiberin Elfie („… jestorben wird immer, dat is in krisensicheres Jeschäft!“ (S. 61)) und ihre Angestellte Gitta nehmen Billie und Thilo sofort unter ihre Fittiche. Plötzlich haben sie Freunde, die einfach ohne Anmeldung auftauchen und auch in Krisensituationen helfen. Und je länger Billie in Köln lebt, desto weniger kann sie die Frage verdrängen, warum sich Jonas eigentlich von ihr entfernt, was sie ihm getan hat. Wird sie sich trauen und die Aussprache mit ihm suchen? Billie macht eine große Wandlung durch. Nach dem Verkauf der Firma hat sie sich im Garten ausgetobt und im Chor gesungen, aber ausgefüllt hat es sie nicht. Sie hat auch nie echte Freundschaften geknüpft, weil sie als Tochter einer ledigen Mutter keine leichte Kindheit hatte. In Köln macht sie viele neue Erfahrungen (nur dem Karneval kann sie immer noch nichts abgewinne), hat plötzlich jede Menge sozialer Kontakte und Freunde, die es wirklich gut mit ihr meinen. Sie lebt – wenn auch verhalten – auf und sieht endlich klar, weil sich ihr Blickwinkel verändert hat. Bald muss sie sich der Frage stellen, ob das Leben mit Mitte 50 wirklich schon festgefahren und vorbei ist oder sie sich noch mal völlig neu erfinden kann. Und was hält sie eigentlich zu Hause in ihrem Dorf? „Verbitterte Nachbarn, ein schöner Garten, viele leere Räume und viele leere Tage.“ (S. 222) Carla Berling ist für mich ein Garant für humorvolle Bücher mit Tiefgang. Mit viel Herz und Kölscher Schnauze schreibt sie über Frauen und Männer im besten Alter und deren Probleme. Ihre Protagonisten und auch die beschriebenen Szenen sind dabei wunderbar skurril und haben bei mir für einige Lacher gesorgt. Besonders amüsant sind die Stellen, bei denen man sich oder Mitglieder seiner Familie wiedererkennt – so wie beim Putzen bevor die Putzfrau kommt, damit es nicht so dreckig ist … Aber auch der frühe Tod der Schwiegertochter und das Zerwürfnis zwischen Eltern und Kind passen gut in die Handlung und werden weder verharmlost noch überdramatisiert. Ihre Figuren und die angesprochenen Themen sind eben mitten aus dem Leben gegriffen.

Ein Buch über die Familie und deren Freud und Leid
von Ulrike's Bücherschrank am 26.09.2021

Billie's Sohn Jonas muss geschäftlich für sechs Wochen nach London.Also fährt sie und ihr Mann Thilo nach Köln um auf ihren sechsjährigen Enkel August aufzupassen da seine Mutter und Jonas Frau gestorben ist.Dass Köln eine Großstadt ist und kein kleines Dorf muss Billie schnell lernen. Außerdem haben sich Billy und Jonas mit se... Billie's Sohn Jonas muss geschäftlich für sechs Wochen nach London.Also fährt sie und ihr Mann Thilo nach Köln um auf ihren sechsjährigen Enkel August aufzupassen da seine Mutter und Jonas Frau gestorben ist.Dass Köln eine Großstadt ist und kein kleines Dorf muss Billie schnell lernen. Außerdem haben sich Billy und Jonas mit seiner Familie auseinander gelebt.Durch ihren Enkel lernt Billie unkomplizierte Nachbarn kennen und ihr sonst ruhiges und geplantes Leben steht sprichwörtlich auf dem Kopf. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und eher ruhig zu lesen.Die Protagonisten sind sympathisch und passen hervorragend in diesen Roman hinein.Die Spannung nimmt leider nicht so richtig zu so dass sie in meinen Augen eigentlich auf einer Linie bleibt. Fazit:Der kölsche Dialekt kommt ab und zu zum Vorschein dabei beschreibt die Autorin den Lebenstil sehr genau.Der Karneval darf natürlich nicht fehlen.Dies ist unter anderem auch ein Thema in diesem Buch.Die Rückblicke von Billie sind eher melancholisch.Aber so bekam ich langsam eine Vorstellung wieso Jonas nicht's mehr von seinen Eltern wissen wollte und sie kaum Kontakt miteinander hatten.Da Billie von sich aus erzählt lag für mich ein kleines bisschen Wehmut in dieser Geschichte.Mir kam es manchmal vor als ob der Erzählfluss wie ein kleiner Bach dahinplätschert da hat es mir irgendwie an Höhen und Tiefen gefehlt.In diesem Buch gibt es viel Vergangenheitsbewältigung und zwar solche die auch dem Leser jederzeit passieren könnte oder hatte.Diese Geschichte hat mich ein kleines bisschen enttäuscht weil mir der Humor gefehlt hat.Es fließen reichlich Tränen über verlorene Zeiten und vertane Chancen.Für mich ist diese Geschichte kein leichtes und witziges Buch sondern es regt den Leser an sich über seine eigene Vergangenheit Gedanken zu machen.Mir ging es jedenfalls so.Es geht auch um das Annehmen von Freundschaft und das Glück Freunde zu haben.Ich finde es ist ein schönes Buch aber leider bin ich nicht ganz so gut hineingekommen.Es entspricht doch nicht meinen Vorstellungen.


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