Nil

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Beschreibung

»Am Ende trifft alles zu, gerade das Ausgedachte.« Über die prophetische Kraft des Schreibens.

Eine Geschichtenerfinderin wird beauftragt, ihre Fortsetzungsstory für ein Frauenmagazin in der nächsten Ausgabe zu Ende zu bringen. Fieberhaft entwirft sie ein Endszenario, vernichtet aber die Notizen - nicht, weil es misslungen wäre, sondern aus Furcht, es bewahrheite sich.
Was, wenn sich das Geschriebene als biografisch erwiese - aber nicht rückwärtsgerichtet, nicht memoirenhaft aus dem Leben gegriffen, sondern wahrsagerisch, mitten ins Leben hinein? Existiert die Erzählerin nur in ihrer Geschichte?
Gibt es daraus ein Entkommen?
Ein hochliterarischer Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern - sprachlich virtuos und packend geschrieben.

»Wir werden unsere Geschichten nicht los, ob wir sie nun erzählen oder nicht, manchmal rutscht etwas davon heraus, mitten ins Schweigen hinein, in die stehengebliebene Zeit, zu einem Schwank gekürzt, einer Kurzfilmsequenz. Kann sein, wir tun was hinzu, oder wie lassen was aus, spielen uns zu Helden auf, spielen die andern herunter. Wir stolpern, fallen uns ins Wort. Am Ende trifft alles zu, gerade das Ausgedachte.«

»Anna Baars fulminanter Roman 'Nil' ist eine Art Hütchenspiel der Literatur. (...) Der Verlust der Gewissheit ist ein grosser Gewinn.« (Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 05.05.2021) »Der Roman folgt dem Versprechen: 'Alles ist frei erfunden' und auf faszinierende Weise so boden- wie grenzenlos.« (Björn Hayer, Frankfurter Rundschau, 20.05.2021) »in suggestiver, hochmusikalischer Prosa erleben wir da die Verwandlung einer Autorin, die sich am Ende vielleicht als Krokodil wiederfindet« (Heinz Sichrovsky, ORF erLesen, 16.03.2021) »sprachlich voll schwebender Schönheit« (Michaela Monschein, Ö1 Mittagsjournal, 09.03.2021) »Schön ist Baars Sprache, schön ist die Idee, schön ist es, wenn man sich völlig darauf einlassen muss und langsam besser versteht.« (Peter Pisa, Kurier, 12.03.2021) »Mit dem furiosen Sprachkunstwerk 'Nil' begibt (Anna Baar) sich in die Abgründe des Albtraums.« (Heinz Sichrovsky, NEWS, 05.03.2021) »Anna Baar lässt in 'Nil' so lust- wie absichtsvoll die Koordinaten durcheinanderrutschen für das, was man gemeinhin als 'Roman' bezeichnet.« (Wolfgang Paterno, Profil, 25.04.2021) »Und so reisst einen dieser 'Nil' am Ende ganz mit. Widerstand ist zwecklos.« (APA, 12.03.2021) »dieses Buch (ist) ein Glücksfall, eine Neuvermessung der Literaturlandschaft, die nur in die völlige Ungewissheit führen kann« (Werner Krause, Kleine Zeitung, 13.03.2021) »Anna Baar schreibt Sätze, die im Gedächtnis bleiben. Sätze, die so einfach klingen und es gar nicht sind.« (Michaela Monschein, ORF Kärnten, 15.03.2021) »Lässt man sich ein auf 'Nil', wird man getragen - und überrascht von der Tiefe und Schönheit der Gedanken und Formulierungen.« (Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur Lesart, 26.03.2021) »Anna Baars Roman 'Nil' ist trotz seines bescheidenen Umfangs grosse Literatur - alles andere als leicht zugänglich, dafür eine vielschichtige, beglückende Herausforderung.« (Anja Kümmel, Der Tagesspiegel, 23.05.2021) »Ein grosser, ein kluger, ein schneller Roman. Und einer, an dem man länger kauen wird als das Krokodil am Fuss des Menschen im Nil.« (Gerald Heidegger, orf.at, 31.03.2021) »Wunderbare Formulierungen verweben originelle Elemente des Romans zu einem besonders rhythmischen und eigenwilligen Text.« (Svenja F. Bischoff, BuchMarkt, Juni 2021 ) »Anna Baar sitzt hier auch, 50 Jahre nach Malina, mit Ingeborg Bachmann am Schreibtisch und hebt die Welt mit der Sprache aus den Angeln.« (Walter Pobaschnig, literaturoutdoors.com, 30.03.2021) »Immer wieder gibt es Passagen von unfassbarer Schönheit.« (Lothar Struck, glanzundelend.de, 06.04.2021) »'Nil' ist ein Fortsetzungsroman. Baars narrative Offenheit führt nicht zu Orientierungslosigkeit, sondern zu einem permanenten gedanklichen Fortsetzen des Gelesenen.« (Wolfgang Straub, ORF Ö1 Ex libris, 02.05.2021) »mit grosser Sicherheit einer der interessantesten Romane der letzten Zeit« (Katja Gasser, Ausnahmegespräche buchhandel.at, 03.05.2021) »Mit 'Nil' ist (Anna Baar) ein grosser Wurf gelungen.« (Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 07.05.2021) »ein leichtfüssiger, eigenwilliger Text, der an keiner Stelle anstrengt, auch wenn sich manches erst beim zweiten Lesen erschliesst« (Anja Kümmel, Weser Kurier, 15.04.2021) »Anna Baar ist auf einem guten Weg, so viele Literaten, die es mit Sprache und Form derart ernst meinen, haben wir nicht.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten, 15.06.2021) »(ein) Abenteuerroman der anderen Art« (Michael Wurmitzer, Der Standard, 27.06.2021) »Anna Baars Roman ist ein Geschenk an alle, die der Einfachheit misstrauen und stattdessen die Fülle der Möglichkeiten schätzen.« (Holger Englerth, literaturhaus.at, 10.06.2021) »Wehe den darauf folgenden Büchern, die sich mit 'Nil' messen lassen müssen, nur weil sie als nächstes in meine Hände geraten.« (Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch, 21.07.2021) »Wenn die Gesetzmässigkeiten des Erzählens ad absurdum geführt werden (...) wird Schreiben zur Irritation. Baars Versuch ist intensiv, stellenweise verwirrend und dennoch sprachgewaltig.« (Frank Riedel, literaturkritik.de, 09.09.2021) »Das Buch (bleibt) sogar bis über sein Ende hinaus rätselhaft und bietet eine bemerkenswerte Grundlage für eine poetische Auseinandersetzung mit Anlass, Wirkung und Ziel jeglichen literarischen Schreibens.« (Frank Riedel, literaturkritik.de, 09.09.2021) »Anna Baar hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben (...) Ich würde (es) allen empfehlen, die sich auf literarische Wagnisse einlassen wollen.« (Theodora Bauer, LiteraTOUR/ServusTV, 16.07.2021) »Anna Baars Nil ist grossartig; obwohl, auch weil der Roman dem Leser den festen Boden von Realität und Identität entzieht. (...) ein Fest der Literatur und der Sprache.« (Helmut Gollner, Literatur und Kritik, 01.09.2021) »ein bemerkenswertes Buch« (Theodora Bauer, 16.07.2021, ServusTV) »Schön ist die Idee, schön die Sprache, schön ist es, sich voll darauf einzulassen.» (Peter Pisa, Kurier, 07.11.2021) »'Nil' ist ein Roman über das Erzählen und das Erfinden, über Identität(en) und die Angst, sich zu verlieren.« (Veronika Schuchter, Die Furche, 05.01.2022) »wem es gelingt., den so tief verwurzelten Wunsch nach Eindeutigkeit und der einen Wahrheit zu überwinden, der wird grosse Freude an diesem Text haben.« (Veronika Schuchter, Die Furche, 05.01.2022) »tiefsinniger, vielseitiger Roman, der sich über viele Facetten erstreckt« (Sabine Loh, hr2, 07.01.2022) »Ein packender Roman über Realität und Fiktion.« (Schau-Magazin, November/Dezember 2021)

Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate auf Platz 1 der ORF-Bestenliste. Für die Arbeit an »Als ob sie träumend gingen« erhielt sie den Theodor Körner Preis. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2021

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

148

Maße (L/B/H)

20.6/12.9/2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2021

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

148

Maße (L/B/H)

20.6/12.9/2 cm

Gewicht

266 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-3947-7

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Literarischen Hochebene

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 19.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zwei Personen suchen eine Autorin „Nil“ von Anna Baar – ein erlesener Roman über das Schreiben. Vielleicht zu erlesen. Es ist ein hochliterarischer Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern - sprachlich virtuos und packend geschrieben. Für Literaturästheten sind Sätze wie diese reiner Genuss: „Im Schweigen ist weniger Stummsein als in gängigen Worten.“ Oder: „Das Künftige ist gesät aus der Vergangenheit.“ Oder der etwas längere: „Als Kind stand ich abends am Fenster, erpicht, einen Dieb zu ertappen, nein, nicht ihn zu ertappen, sondern auf frischer Tat zu erspähen, jenen letztlichen Retter, der es zuwege brächte, den immer grimmigen Alten von dem Fluch des Geldes zu befreien.“ Erzählt wird in dieser literarischen Hochebene die Geschichte einer Autorin, die einen Fortsetzungsroman für eine Frauenzeitschrift verfasst, doch ihre Geschichten verstören das Publikum, weshalb ihr beschieden wird, sie möge den Roman in der nächsten Folge zu Ende zu bringen, irgendwie. Soll das Paar doch einfach über die Klippe springen, meint der Chefredakteur. Die Autorin wird festgenommen, sie muss sich verantworten für das, was in ihrem Manuskript passiert, für das, was ein Leser aus diesem Manuskript herausgelesen hat. Auf ihr Verhör wartend – ist es ein Verhör? –, ersinnt sie die Geschichte eines Mannes, der selbst schreibt, und einer Frau, die fabuliert. Wobei: Wer ist da wer? Wo fängt die Autorin an, wo hört die Figur auf? Allesamt teilen sie Erinnerungen, Beobachtungen, Erfahrungen. Eine Art Schnitzeljagd, in dem Klippen, ein Krokodil (der Nil!) und gruselige Einmachgläser eine Rolle spielen. Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate auf Platz 1 der ORF-Bestenliste. Für die Arbeit an »Als ob sie träumend gingen« erhielt sie den Theodor Körner Preis. 2020 wurde sie mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

Literarischen Hochebene

Manfred Fürst aus Kirchbichl am 19.06.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zwei Personen suchen eine Autorin „Nil“ von Anna Baar – ein erlesener Roman über das Schreiben. Vielleicht zu erlesen. Es ist ein hochliterarischer Roman über das Verhältnis von Realität und Fiktion, Erzählen und Erinnern - sprachlich virtuos und packend geschrieben. Für Literaturästheten sind Sätze wie diese reiner Genuss: „Im Schweigen ist weniger Stummsein als in gängigen Worten.“ Oder: „Das Künftige ist gesät aus der Vergangenheit.“ Oder der etwas längere: „Als Kind stand ich abends am Fenster, erpicht, einen Dieb zu ertappen, nein, nicht ihn zu ertappen, sondern auf frischer Tat zu erspähen, jenen letztlichen Retter, der es zuwege brächte, den immer grimmigen Alten von dem Fluch des Geldes zu befreien.“ Erzählt wird in dieser literarischen Hochebene die Geschichte einer Autorin, die einen Fortsetzungsroman für eine Frauenzeitschrift verfasst, doch ihre Geschichten verstören das Publikum, weshalb ihr beschieden wird, sie möge den Roman in der nächsten Folge zu Ende zu bringen, irgendwie. Soll das Paar doch einfach über die Klippe springen, meint der Chefredakteur. Die Autorin wird festgenommen, sie muss sich verantworten für das, was in ihrem Manuskript passiert, für das, was ein Leser aus diesem Manuskript herausgelesen hat. Auf ihr Verhör wartend – ist es ein Verhör? –, ersinnt sie die Geschichte eines Mannes, der selbst schreibt, und einer Frau, die fabuliert. Wobei: Wer ist da wer? Wo fängt die Autorin an, wo hört die Figur auf? Allesamt teilen sie Erinnerungen, Beobachtungen, Erfahrungen. Eine Art Schnitzeljagd, in dem Klippen, ein Krokodil (der Nil!) und gruselige Einmachgläser eine Rolle spielen. Anna Baar, geb. 1973 in Zagreb (ehem. Jugoslawien). Kindheit und Jugend in Wien, Klagenfurt und auf der dalmatinischen Insel Brac. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate auf Platz 1 der ORF-Bestenliste. Für die Arbeit an »Als ob sie träumend gingen« erhielt sie den Theodor Körner Preis. 2020 wurde sie mit dem Humbert-Fink-Literaturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. Anna Baar lebt in Klagenfurt und Wien.

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