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Band 2
Dreißigjähriger Krieg-Reihe Band 2

Die Trossfrau

Historischer Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2021

Verlag

Maximum Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20.4/13.8/3.3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2021

Verlag

Maximum Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20.4/13.8/3.3 cm

Gewicht

380 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948346-38-6

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Die Trossfrau

Svanvithe am 19.04.2020

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Magdalena wird als Tochter eines Hufschmiedes ungefähr anno 1600 geboren. Sie hat keinen leichten Stand in der Familie, nachdem ihre beiden Brüder früh sterben, und sie bekommt zusätzlich den Unmut zu spüren, dass sich kein Mann für sie finden lässt, der ihr zeigt, wo ihr Platz ist. Magdalena mag sich nicht mit der ihr zugedachten Frauenrolle arrangieren. Vielmehr beweist sie Geschick, allein durch die Beobachtung ihres Vaters bei der Arbeit kann sie selbst Pferde beschlagen. Als sie dies eines Tages beim Tier des durchreisenden Junkers Leonhart tut, eskaliert die Situation: Magdalena, die zuvor schon von allen misstrauisch beäugt wurde und selbst bei den Eltern auf Unverständnis und Ablehnung stößt, muss den Hof verlassen. Ein hartes Los für die junge Frau. Sie wird unmittelbar hineingezogen in das kriegerische Treiben, denn ab 1618 hält der Dreißigjährige Krieg ganz Europa in seinem Griff. Magdalena hat Glück im Unglück. Sie wird von eben jenem Junker Leonhart, der sie die nächsten Jahre auf die eine oder andere Weise begleitet, mitgenommen in eine ungewisse Zukunft. Sie schließt sich als Marketenderin einem Soldatentrupp an und gerät in die unaufhaltsam schwelenden Konflikte der damaligen Zeit. Ihr Schicksal ist nun vom Krieg abhängig, und sie lernt neben Unheil und Verlust auch Freundschaft und Liebe kennen. Carmen Mayers Heldin in „Die Trossfrau“ ist ein junges Mädchen aus dem einfachen Volk, das ihr Leben in die eigenen Händen nehmen und einiges ertragen muss, als sie vom Vater des Hauses verwiesen wird. Magdalena begreift früh, dass sie sich keinesfalls an die Vorgaben der Männer halten will, die ihr ein Dasein als unterwürfiges, gehorsames Weibsbild aufzwängen wollen. Weil sie viel mehr als das kann. Ob es realistisch ist, dass Magdalena sich Rechnen und Lesen heimlich beibringt, mag dahingestellt bleiben. Dass sie sich eine andere Existenz als die ihr zugedachte wünscht, ist verständlich. Magdalena sieht sich als eine junge Frau, die zur falschen Zeit am falschen Ort geboren wurde. Gleichwohl versucht sie, nicht nur den Kopf hoch zu halten und zu dem zu stehen, was sie denkt, sondern auch dem Leben ein paar Glücksmomente abzuringen. Dies ist wahrlich ein schwieriges Unterfangen. Europa blutet. Die Katholische Liga und Protestantische Union stehen sich gegenüber, und die Menschen werden aufgerieben im Kampf der Mächtigen um den „wahren“ Glauben. Die Schilderung der Autorin ist schnörkellos, geradezu und überzeugend. Durch die Einbindung des historischen Hintergrundes vermittelt sie ein greifbares Bild von Gewalt, Gräuel und Schrecken, denen die Menschen ausgesetzt sind. Wesentliche Ursachen und Ereignisses des Dreißigjährigen Krieges werden angesprochen und gut in die Handlung eingebunden, muten allerdings vereinzelt etwas sachlich an. Trotzdem erlauben sie einen Einblick in das Geschehen, insbesondere durch die Kumulierung auf das Trossleben und damit diejenigen Menschen, die mit den Heeren ziehen und sich um die Verpflegung der Männer kümmern und die Verwundeten versorgen. Sie sind so etwas wie die friedliche Seite des Krieges. Obwohl dieses Dasein anstrengend, entbehrungsreich und roh ist, schafft es außerdem ein gewisses Maß an Sicherheit in einer aufeinander angewiesenen Gemeinschaft und sorgt für ein Auskommen. Ja, es bleibt auch Gelegenheit für Freundschaften und die Liebe. Indes wirken Gefühle oft ein wenig zurückhaltend und aus der Distanz betrachtet. Neben dieser Schilderung thematisiert Carmen Mayer Aberglauben und Hexenverfolgung. Magdalena wird auf Grund ihrer Andersartigkeit mit dem Vorwurf, eine Hexe zu sein, konfrontiert. Die Autorin zeigt jedoch auch am Beispiel des Junkers Leonhart, dem Magdalena im Laufe der Jahre immer wieder begegnet, dass es erbitterte Gegner solcher Anschuldigungen gibt. „Die Trossfrau“ ist ein treffendes Beispiel für ein Frauenschicksal im Dreißigjährigen Krieg und belegt einmal mehr die Sinnlosigkeit von gewalttätigen Auseinandersetzungen, nicht nur in Bezug auf Glaubensfragen.

Die Trossfrau

Svanvithe am 19.04.2020
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Magdalena wird als Tochter eines Hufschmiedes ungefähr anno 1600 geboren. Sie hat keinen leichten Stand in der Familie, nachdem ihre beiden Brüder früh sterben, und sie bekommt zusätzlich den Unmut zu spüren, dass sich kein Mann für sie finden lässt, der ihr zeigt, wo ihr Platz ist. Magdalena mag sich nicht mit der ihr zugedachten Frauenrolle arrangieren. Vielmehr beweist sie Geschick, allein durch die Beobachtung ihres Vaters bei der Arbeit kann sie selbst Pferde beschlagen. Als sie dies eines Tages beim Tier des durchreisenden Junkers Leonhart tut, eskaliert die Situation: Magdalena, die zuvor schon von allen misstrauisch beäugt wurde und selbst bei den Eltern auf Unverständnis und Ablehnung stößt, muss den Hof verlassen. Ein hartes Los für die junge Frau. Sie wird unmittelbar hineingezogen in das kriegerische Treiben, denn ab 1618 hält der Dreißigjährige Krieg ganz Europa in seinem Griff. Magdalena hat Glück im Unglück. Sie wird von eben jenem Junker Leonhart, der sie die nächsten Jahre auf die eine oder andere Weise begleitet, mitgenommen in eine ungewisse Zukunft. Sie schließt sich als Marketenderin einem Soldatentrupp an und gerät in die unaufhaltsam schwelenden Konflikte der damaligen Zeit. Ihr Schicksal ist nun vom Krieg abhängig, und sie lernt neben Unheil und Verlust auch Freundschaft und Liebe kennen. Carmen Mayers Heldin in „Die Trossfrau“ ist ein junges Mädchen aus dem einfachen Volk, das ihr Leben in die eigenen Händen nehmen und einiges ertragen muss, als sie vom Vater des Hauses verwiesen wird. Magdalena begreift früh, dass sie sich keinesfalls an die Vorgaben der Männer halten will, die ihr ein Dasein als unterwürfiges, gehorsames Weibsbild aufzwängen wollen. Weil sie viel mehr als das kann. Ob es realistisch ist, dass Magdalena sich Rechnen und Lesen heimlich beibringt, mag dahingestellt bleiben. Dass sie sich eine andere Existenz als die ihr zugedachte wünscht, ist verständlich. Magdalena sieht sich als eine junge Frau, die zur falschen Zeit am falschen Ort geboren wurde. Gleichwohl versucht sie, nicht nur den Kopf hoch zu halten und zu dem zu stehen, was sie denkt, sondern auch dem Leben ein paar Glücksmomente abzuringen. Dies ist wahrlich ein schwieriges Unterfangen. Europa blutet. Die Katholische Liga und Protestantische Union stehen sich gegenüber, und die Menschen werden aufgerieben im Kampf der Mächtigen um den „wahren“ Glauben. Die Schilderung der Autorin ist schnörkellos, geradezu und überzeugend. Durch die Einbindung des historischen Hintergrundes vermittelt sie ein greifbares Bild von Gewalt, Gräuel und Schrecken, denen die Menschen ausgesetzt sind. Wesentliche Ursachen und Ereignisses des Dreißigjährigen Krieges werden angesprochen und gut in die Handlung eingebunden, muten allerdings vereinzelt etwas sachlich an. Trotzdem erlauben sie einen Einblick in das Geschehen, insbesondere durch die Kumulierung auf das Trossleben und damit diejenigen Menschen, die mit den Heeren ziehen und sich um die Verpflegung der Männer kümmern und die Verwundeten versorgen. Sie sind so etwas wie die friedliche Seite des Krieges. Obwohl dieses Dasein anstrengend, entbehrungsreich und roh ist, schafft es außerdem ein gewisses Maß an Sicherheit in einer aufeinander angewiesenen Gemeinschaft und sorgt für ein Auskommen. Ja, es bleibt auch Gelegenheit für Freundschaften und die Liebe. Indes wirken Gefühle oft ein wenig zurückhaltend und aus der Distanz betrachtet. Neben dieser Schilderung thematisiert Carmen Mayer Aberglauben und Hexenverfolgung. Magdalena wird auf Grund ihrer Andersartigkeit mit dem Vorwurf, eine Hexe zu sein, konfrontiert. Die Autorin zeigt jedoch auch am Beispiel des Junkers Leonhart, dem Magdalena im Laufe der Jahre immer wieder begegnet, dass es erbitterte Gegner solcher Anschuldigungen gibt. „Die Trossfrau“ ist ein treffendes Beispiel für ein Frauenschicksal im Dreißigjährigen Krieg und belegt einmal mehr die Sinnlosigkeit von gewalttätigen Auseinandersetzungen, nicht nur in Bezug auf Glaubensfragen.

Sehr interessant

Bewertung am 01.02.2020

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Bei „ Die Trossfrau“ von Carmen Meyer handelt es sich um einen historischen Roman. Die um 1600 geborenen Magdalena, Tochter eines protestantischen Hufschmieds nahe der österreichisch-böhmischen Grenze, wird schon immer misstrauisch beäugt, denn sie kann und will sich doch einfach nicht in ihre gottgewollte Rolle als Mädchen fügen. Ihr Vater wirft sie aus dem Haus, nachdem die handwerklich begabte junge Frau das Pferd eines Durchreisenden beschlägt. Zwischen die katholischen und protestantischen Fronten des beginnenden Dreißigjährigen Krieges gerät sie, als der Reiter sie mit nach Krems nimmt. Im Tross verschiedener Heere gelingt es ihr , ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie nimmt ein, als Hexe gebrandmarktes, stummes Mädchen in ihre Obhut. Sie geht zwischen Liebe, Krieg und Tod mutig ihren Weg, auf dem sie nicht nur Freunde, sondern auch Feinde findet. Um Magdalena aus dem Weg zu räumen, schrecken ihre Feinde vor keinen Mittel zurück. Das Cover passt hervorragend zu der Geschichte.Beim ersten Anblick erkennt man gleich, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Durch die tolle Ausdrucksform der Autorin, lässt sich dieser Roman sehr flüssig lesen und ist leicht verständlich Die Rolle der Frau wird hier sehr gut beschrieben, sodass ich mit Magdalena mitfühlen konnte. Ihre Charaktereigenschaft hat mir sehr gut gefallen, da sie authentisch ist. Das Setting wird sehr bildhaft beschrieben, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Die Beschreibungen der Gebäude, dem Leben, der Gedanken – traumhaft. Ich konnte mich während dem Lesen richtig gut in diese Zeit „beamen“. Die Autorin hat hier Fakten ( Hexenverbrennung, 30 jähriger Krieg, Glaubenskrieg, welche Gegend zu Deutschland gehört hat usw.) sehr gut mit ihrer fiktiven Geschichte kombiniert. Die meiste Zeit über hatte ich das Gefühl, dass alles wirklich so stattgefunden haben könnte. Die facettenreichen Protagonisten werden sehr authentisch und bildlich beschrieben, sodass ich mir alle sehr gut vorstellen konnte. Dieser Roman ist sehr interessant und spannend. Da er von Seite zu Seite spannender und interessanter wird, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich empfehle dieses Buch weiter.

Sehr interessant

Bewertung am 01.02.2020
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Bei „ Die Trossfrau“ von Carmen Meyer handelt es sich um einen historischen Roman. Die um 1600 geborenen Magdalena, Tochter eines protestantischen Hufschmieds nahe der österreichisch-böhmischen Grenze, wird schon immer misstrauisch beäugt, denn sie kann und will sich doch einfach nicht in ihre gottgewollte Rolle als Mädchen fügen. Ihr Vater wirft sie aus dem Haus, nachdem die handwerklich begabte junge Frau das Pferd eines Durchreisenden beschlägt. Zwischen die katholischen und protestantischen Fronten des beginnenden Dreißigjährigen Krieges gerät sie, als der Reiter sie mit nach Krems nimmt. Im Tross verschiedener Heere gelingt es ihr , ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie nimmt ein, als Hexe gebrandmarktes, stummes Mädchen in ihre Obhut. Sie geht zwischen Liebe, Krieg und Tod mutig ihren Weg, auf dem sie nicht nur Freunde, sondern auch Feinde findet. Um Magdalena aus dem Weg zu räumen, schrecken ihre Feinde vor keinen Mittel zurück. Das Cover passt hervorragend zu der Geschichte.Beim ersten Anblick erkennt man gleich, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Durch die tolle Ausdrucksform der Autorin, lässt sich dieser Roman sehr flüssig lesen und ist leicht verständlich Die Rolle der Frau wird hier sehr gut beschrieben, sodass ich mit Magdalena mitfühlen konnte. Ihre Charaktereigenschaft hat mir sehr gut gefallen, da sie authentisch ist. Das Setting wird sehr bildhaft beschrieben, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Die Beschreibungen der Gebäude, dem Leben, der Gedanken – traumhaft. Ich konnte mich während dem Lesen richtig gut in diese Zeit „beamen“. Die Autorin hat hier Fakten ( Hexenverbrennung, 30 jähriger Krieg, Glaubenskrieg, welche Gegend zu Deutschland gehört hat usw.) sehr gut mit ihrer fiktiven Geschichte kombiniert. Die meiste Zeit über hatte ich das Gefühl, dass alles wirklich so stattgefunden haben könnte. Die facettenreichen Protagonisten werden sehr authentisch und bildlich beschrieben, sodass ich mir alle sehr gut vorstellen konnte. Dieser Roman ist sehr interessant und spannend. Da er von Seite zu Seite spannender und interessanter wird, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich empfehle dieses Buch weiter.

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