Das Glück des Wolfes

Roman − Vom Autor des Bestsellers "Acht Berge"

Paolo Cognetti

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Beschreibung


Vom Suchen der Stille und dem Finden der Liebe

Fausto und Silvia begegnen sich das erste Mal im Bergdorf Fontana Fredda. Gemeinsam erleben sie, wie der Winter sich über den kleinen Ort und seine Anwohner legt. Während Fausto die Stille fernab der Stadt geniesst, ist Silvias Blick immer auf den höchsten Gipfel, den nächsten Gletscher gerichtet. Trotzdem sind sie einander nah und glücklich wie nie zuvor. Bis Fausto eines Tages beschliesst, die Berge und damit auch Silvia hinter sich zu lassen. Doch zurück in der Stadt kreisen Faustos Gedanken noch immer um Silvia; um das Leben, das er sich so dringlich wünscht …

Nach seinem internationalen Weltbestseller »Acht Berge« kehrt Paolo Cognetti zurück in die atemberaubende Hochgebirgswelt Italiens. Er nimmt uns mit auf eine Reise zu den höchsten Gletschern und konfrontiert uns mit den essentiellen Fragen unseres Lebens. Wer möchten wir sein? Wo gehören wir hin? Eine poetische Liebesgeschichte über das, was uns einander näherbringt.

Questo libro è stato tradotto grazie ad un contributo alla traduzione assegnato dal Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale italiano.

Dieses Buch wurde übersetzt dank einer Übersetzungsförderung des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Kooperation.

Produktdetails

Verkaufsrang 4882
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 04.10.2021
Verlag Penguin
Seitenzahl 208
Maße 20.5/13.2/2.5 cm
Gewicht 317 g
Originaltitel La felicità del lupo
Übersetzer Christiane Burkhardt
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-60203-3

Das meinen unsere Kund*innen

3.9/5.0

7 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

4/5

Mensch und Natur

Eine Kundin/ein Kunde am 25.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„ An den dunklen Berghängen flackerten die Feuer und wetteiferten darum, welches das höchste und leuchtendste war. Die Feuer besagten, dass es dort oben in den Bergen immer noch jemanden gab, dass dieses Leben existierte, sollten es die Leute im Tal denn vergessen haben.“ Auf nur knapp über 200 Seiten erzählt Paolo Cognetti vom Leben im Bergdorf Fontana Fredda, wo wir seinen Protagonisten Fausto begleiten, der aus Mailand stammt und immer wieder in die Ruhe der Berge flüchtet. Wie anders ist hier das Leben im Vergleich zur quirligen Metropole. Die raue Umgebung prägt auch die Menschen, und man spürt sich hier vielmehr als Teil der Natur, ein Gefühl, dass in der Großstadt verlorengeht. Die Liebe zu den Bergen schwingt in Cognetti‘s Erzählung stetig mit, ohne dass er das harte Leben romantisch verklärt. Er berichtet durchaus von den negativen Seiten dieses Lebens, der Arbeitslosigkeit außerhalb der Saison, der Einsamkeit, der harten Arbeit innerhalb der Saison, den Unfällen, die immer wieder vorkommen. Die Naturbeschreibungen des Autor‘s sind seine große Stärke. Beim Lesen hatte ich wirklich das Gefühl vor Ort zu sein, so atmosphärisch und authentisch waren seine Zeilen. Da der Fokus weniger auf den Menschen liegt, wird die Liebesgeschichte, die sich zwischen Fausto und der wesentlich jüngeren Silvia , die zur Skisaison zusammen mit dem Protagonisten in einem Restaurant arbeitet, auch nicht sehr ausführlich erzählt. Auch sich entwickelnde Freundschaften werden nur minimalistisch angerissen, und ein Teil bleibt immer der Fantasie des Lesers überlassen. Das offene Ende ist hier nur folgerichtig. Ich mochte dieses ruhige und intensive Buch und werde mir sicher noch andere Werke des Autors näher anschauen. Der Klappentext ist allerdings etwas irreführend, da die Liebesgeschichte den Roman nicht dominiert, wie man denken könnte. Das Hauptaugenmerk des Autors liegt immer auf der Natur.

4/5

Mensch und Natur

Eine Kundin/ein Kunde am 25.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„ An den dunklen Berghängen flackerten die Feuer und wetteiferten darum, welches das höchste und leuchtendste war. Die Feuer besagten, dass es dort oben in den Bergen immer noch jemanden gab, dass dieses Leben existierte, sollten es die Leute im Tal denn vergessen haben.“ Auf nur knapp über 200 Seiten erzählt Paolo Cognetti vom Leben im Bergdorf Fontana Fredda, wo wir seinen Protagonisten Fausto begleiten, der aus Mailand stammt und immer wieder in die Ruhe der Berge flüchtet. Wie anders ist hier das Leben im Vergleich zur quirligen Metropole. Die raue Umgebung prägt auch die Menschen, und man spürt sich hier vielmehr als Teil der Natur, ein Gefühl, dass in der Großstadt verlorengeht. Die Liebe zu den Bergen schwingt in Cognetti‘s Erzählung stetig mit, ohne dass er das harte Leben romantisch verklärt. Er berichtet durchaus von den negativen Seiten dieses Lebens, der Arbeitslosigkeit außerhalb der Saison, der Einsamkeit, der harten Arbeit innerhalb der Saison, den Unfällen, die immer wieder vorkommen. Die Naturbeschreibungen des Autor‘s sind seine große Stärke. Beim Lesen hatte ich wirklich das Gefühl vor Ort zu sein, so atmosphärisch und authentisch waren seine Zeilen. Da der Fokus weniger auf den Menschen liegt, wird die Liebesgeschichte, die sich zwischen Fausto und der wesentlich jüngeren Silvia , die zur Skisaison zusammen mit dem Protagonisten in einem Restaurant arbeitet, auch nicht sehr ausführlich erzählt. Auch sich entwickelnde Freundschaften werden nur minimalistisch angerissen, und ein Teil bleibt immer der Fantasie des Lesers überlassen. Das offene Ende ist hier nur folgerichtig. Ich mochte dieses ruhige und intensive Buch und werde mir sicher noch andere Werke des Autors näher anschauen. Der Klappentext ist allerdings etwas irreführend, da die Liebesgeschichte den Roman nicht dominiert, wie man denken könnte. Das Hauptaugenmerk des Autors liegt immer auf der Natur.

3/5

Ein ruhiger Roman für zwischendurch – aber nicht für jedermann!

Eine Kundin/ein Kunde aus Bergisch Gladbach am 15.10.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„Das Glück des Wolfes“ eine Art poetische Liebesgeschichte, die aber eher im Hintergrund seinen Lauf nimmt. Im Vordergrund steht Fausto, ein vierzig Jähriger Mann, der seit einer Weile geschieden ist und schon immer die Berge geliebt hat. Nach seiner Scheidung möchte er noch einmal neu anfangen und sucht Zuflucht in dem kleinen Örtchen Fontana Fredda, von wo aus er auch die Berge erklimmen kann. Eigentlich möchte er hier die Ruhe und Kraft zum Schreiben finden, denn ein Schriftsteller zu sein war schon länger sein Traum. Da das Schreiben eher mager voran geht und mit wenig Erfolg gekürt wird, fängt er in dem kleinwurzigen Restaurant von Babette als Koch an zuarbeiten. Da es immer dieselben Gerichte gibt, ist es für den ungelernten Fausto eine Leichtigkeit irgendwann als Chefkoch bezeichnet zu werden. Während seines Aufenthalts lernt er die jüngere Silvia, die bei Babette als Kellnerin arbeitet, kennen und beginnt mit ihr eine Liebschaft. In den kalten Tagen der Skisession scheint die Wärme die sich beide geben, genau das Richtige zu sein, was beide in diesem Moment brauchen. Jedoch tragen beide noch andere Sehnsüchte in sich, die erst richtig zum Vorschein kommen als der Sommer naht und beide eine Entscheidung treffen müssen, was sie in der Zukunft wirklich wollen. Der Autor schafft es die Natur um Fausto herum und sein Verlangen nach den Bergen in schlichten und verständlichen Worten dem Leser näher zu bringen. Die Berge fungieren meiner Ansicht nach hier als eine Art Therapeut, der Fausto immer wieder mit den essentiellen Fragen des Lebens konfrontiert: Wer möchte ich sein? Wo gehöre ich hin? Was mache ich mit dem Rest meines Lebens? Was ist persönliches Glück für mich (Was tut meinem Körper & Geist gut)? Wage ich wirklich einen kompletten Neuanfang? Habe ich die Mittel dazu? Habe ich die Kraft das Ganze durchzuziehen? Wie ich finde ein wunderbarerer Ansatz, um sich selbst zu finden. Natur und Mensch waren schon immer irgendwie verbunden, und das wird in diesem Roman auch deutlich. Die Zeilen von Paolo zwingen keinem Leser den Glauben auf, dass die Natur jemanden „heilen“ kann, aber durchaus das man in ihr oder mit ihr glücklich werden kann oder ein Stück weit glücklicher zumindest. Die Geschichte ist in 36 Kapitel eingeteilt, was sich auf Anhieb erst mal viel anhört, aber die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und somit hat man immer eine Art „Leseerfolg“, dass man rasch wieder eine Partie weiter ist. Wie ich finde eine geeignete Motivationsvariante, die den Leser weiter antreibt, obgleich er eventuell mal einen Part uninteressanter als den Anderen findet. Fausto ist ein ruhiger und angenehmer Charakter, den man gerne durch das Buch begleitet. Ab und an werden Kapitel auch aus Sicht anderer Personen geschildert. Wie z. B die siebenundzwanzigjährige Silvia, die noch etwas wilder und ungestümer in ihrer Gedankenwelt ist, was durchaus auch erfrischend sein kann. Ob man damit sympathisiert oder nicht, ist Geschmackssache. Ich fand sie manchmal etwas anstrengend, weil man immer wieder merkt wie unsicher sie ist und vor vielen Dingen in ihrem Leben wegläuft. Sie verhält sich noch nicht ihrem Alter entsprechend. Was auch ihre Beziehung zu Fausto am Ende schwierig macht, was ich sehr schade finde. Dann gibt es noch Santorso, der eigentlich einen anderen Namen trägt, der sich schwer verletzt während es Buches und irgendwie zu Faustos neuem „bester Freund“ wird. Obgleich nicht auf diese typische Art und Weise, die man kennt. Er ist eher mürrisch und tut meist nicht das was er denkt. Er vereint mit Fausto die Charaktereigenschaft der Ruhe und Schweigsamkeit (in den meisten Fällen!), dennoch ist er innerlich ganz anderes. Ihr werdet es beim Lesen bemerken. Santorso ist, wie ich finde, mit die interessanteste Figur in diesem Roman, da er ein harter Haudegen ist, der aber dennoch ein weichen Herz hat. Seine Gefühle kehrt er selten nach Außen, was seine inneren Monologe spannender macht als die der anderen fiktiven Personen. Zum Schluss haben wir da noch Babette, die in Wirklichkeit Elizabeth heißt, die Besitzerin des kleinen Restaurants, indem Fausto als Koch arbeitet: Sie ist schon etwas älter und hat genug Lebenserfahrung, um alle irgendwie zurecht zu weisen. Dennoch scheint sie nicht wirklich zufrieden zu sein mit ihrem jetzigen Leben – irgendetwas fehlt ihr. Babette ist an sich sympathisch und man wünscht ihr einfach ein besseres Leben, indem sie glücklich ist. Zumal verbindet Sie mehr zu einer Nebencharaktere als man anfangs denkt. Es wird nicht sonderlich vertieft, aber es war für mich genauso überraschend wie für Fausto als er diese Verbindung bemerkt hat. Der Titel des Buches „Das Glück des Wolfes“ kann irreführen, denn hier geht es nur in minimalen Ausschichten um die Wölfe, die wieder ins Land ziehen und Vieh reißen. Eher ist mit dem Wolf Fausto gemeint, der wie der Wolf umherirrt, um seinen Platz zu finden. Schade finde ich, dass nicht mehr auf die Tiere eingegangen wird. In Kapitel Vierzehn „Der Gesetzlose“ kam kurz meine Hoffnung auf, das dies nun endlich passiert – leider hielt dies nur ein Kapitel an. Kapitel 14 gehört mit zu meinen Lieblingskapiteln des Buches. Der Schreibstil von Cognetti ist einfach und schlicht, jedermann sollte ihm folgen können. Er bedient sich kurzer Sätze wie Kapitel. Das Inhaltsverzeichnis am Anfang trägt kurze Überschriften, und umfasst in den meisten Fällen, eine gute Übersicht, um was es in jedem Part geht. Einen wirklichen Spannungsbogen konnte ich nicht in dieser Erzählung erkennen. Sie hat keinen Höhepunkt und keine drastische Wendung, weswegen das Buch für den ein oder anderen auch langweilig werden könnte. An sich hat mich die eher ruhige Geschichte nicht gestört, mir fehlte eher die Tiefe der Charaktere und die Emotionen zwischen den einzelnen Personen. Besonders zwischen Fausto und Silvia habe ich keine überzeugenden Gefühle gespürt, die mich gefesselt haben. Ein Roman der mich wirklich exzessiv packt und mitreißt, habe ich hier leider nicht vorgefunden. Man hätte durch die Beschreibung der Natur und die Einbindung der Wölfe in Kombination mit der psychischen Verfassung, in der sich Fausto befindet, einfach mehr daraus machen können.

3/5

Ein ruhiger Roman für zwischendurch – aber nicht für jedermann!

Eine Kundin/ein Kunde aus Bergisch Gladbach am 15.10.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

„Das Glück des Wolfes“ eine Art poetische Liebesgeschichte, die aber eher im Hintergrund seinen Lauf nimmt. Im Vordergrund steht Fausto, ein vierzig Jähriger Mann, der seit einer Weile geschieden ist und schon immer die Berge geliebt hat. Nach seiner Scheidung möchte er noch einmal neu anfangen und sucht Zuflucht in dem kleinen Örtchen Fontana Fredda, von wo aus er auch die Berge erklimmen kann. Eigentlich möchte er hier die Ruhe und Kraft zum Schreiben finden, denn ein Schriftsteller zu sein war schon länger sein Traum. Da das Schreiben eher mager voran geht und mit wenig Erfolg gekürt wird, fängt er in dem kleinwurzigen Restaurant von Babette als Koch an zuarbeiten. Da es immer dieselben Gerichte gibt, ist es für den ungelernten Fausto eine Leichtigkeit irgendwann als Chefkoch bezeichnet zu werden. Während seines Aufenthalts lernt er die jüngere Silvia, die bei Babette als Kellnerin arbeitet, kennen und beginnt mit ihr eine Liebschaft. In den kalten Tagen der Skisession scheint die Wärme die sich beide geben, genau das Richtige zu sein, was beide in diesem Moment brauchen. Jedoch tragen beide noch andere Sehnsüchte in sich, die erst richtig zum Vorschein kommen als der Sommer naht und beide eine Entscheidung treffen müssen, was sie in der Zukunft wirklich wollen. Der Autor schafft es die Natur um Fausto herum und sein Verlangen nach den Bergen in schlichten und verständlichen Worten dem Leser näher zu bringen. Die Berge fungieren meiner Ansicht nach hier als eine Art Therapeut, der Fausto immer wieder mit den essentiellen Fragen des Lebens konfrontiert: Wer möchte ich sein? Wo gehöre ich hin? Was mache ich mit dem Rest meines Lebens? Was ist persönliches Glück für mich (Was tut meinem Körper & Geist gut)? Wage ich wirklich einen kompletten Neuanfang? Habe ich die Mittel dazu? Habe ich die Kraft das Ganze durchzuziehen? Wie ich finde ein wunderbarerer Ansatz, um sich selbst zu finden. Natur und Mensch waren schon immer irgendwie verbunden, und das wird in diesem Roman auch deutlich. Die Zeilen von Paolo zwingen keinem Leser den Glauben auf, dass die Natur jemanden „heilen“ kann, aber durchaus das man in ihr oder mit ihr glücklich werden kann oder ein Stück weit glücklicher zumindest. Die Geschichte ist in 36 Kapitel eingeteilt, was sich auf Anhieb erst mal viel anhört, aber die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und somit hat man immer eine Art „Leseerfolg“, dass man rasch wieder eine Partie weiter ist. Wie ich finde eine geeignete Motivationsvariante, die den Leser weiter antreibt, obgleich er eventuell mal einen Part uninteressanter als den Anderen findet. Fausto ist ein ruhiger und angenehmer Charakter, den man gerne durch das Buch begleitet. Ab und an werden Kapitel auch aus Sicht anderer Personen geschildert. Wie z. B die siebenundzwanzigjährige Silvia, die noch etwas wilder und ungestümer in ihrer Gedankenwelt ist, was durchaus auch erfrischend sein kann. Ob man damit sympathisiert oder nicht, ist Geschmackssache. Ich fand sie manchmal etwas anstrengend, weil man immer wieder merkt wie unsicher sie ist und vor vielen Dingen in ihrem Leben wegläuft. Sie verhält sich noch nicht ihrem Alter entsprechend. Was auch ihre Beziehung zu Fausto am Ende schwierig macht, was ich sehr schade finde. Dann gibt es noch Santorso, der eigentlich einen anderen Namen trägt, der sich schwer verletzt während es Buches und irgendwie zu Faustos neuem „bester Freund“ wird. Obgleich nicht auf diese typische Art und Weise, die man kennt. Er ist eher mürrisch und tut meist nicht das was er denkt. Er vereint mit Fausto die Charaktereigenschaft der Ruhe und Schweigsamkeit (in den meisten Fällen!), dennoch ist er innerlich ganz anderes. Ihr werdet es beim Lesen bemerken. Santorso ist, wie ich finde, mit die interessanteste Figur in diesem Roman, da er ein harter Haudegen ist, der aber dennoch ein weichen Herz hat. Seine Gefühle kehrt er selten nach Außen, was seine inneren Monologe spannender macht als die der anderen fiktiven Personen. Zum Schluss haben wir da noch Babette, die in Wirklichkeit Elizabeth heißt, die Besitzerin des kleinen Restaurants, indem Fausto als Koch arbeitet: Sie ist schon etwas älter und hat genug Lebenserfahrung, um alle irgendwie zurecht zu weisen. Dennoch scheint sie nicht wirklich zufrieden zu sein mit ihrem jetzigen Leben – irgendetwas fehlt ihr. Babette ist an sich sympathisch und man wünscht ihr einfach ein besseres Leben, indem sie glücklich ist. Zumal verbindet Sie mehr zu einer Nebencharaktere als man anfangs denkt. Es wird nicht sonderlich vertieft, aber es war für mich genauso überraschend wie für Fausto als er diese Verbindung bemerkt hat. Der Titel des Buches „Das Glück des Wolfes“ kann irreführen, denn hier geht es nur in minimalen Ausschichten um die Wölfe, die wieder ins Land ziehen und Vieh reißen. Eher ist mit dem Wolf Fausto gemeint, der wie der Wolf umherirrt, um seinen Platz zu finden. Schade finde ich, dass nicht mehr auf die Tiere eingegangen wird. In Kapitel Vierzehn „Der Gesetzlose“ kam kurz meine Hoffnung auf, das dies nun endlich passiert – leider hielt dies nur ein Kapitel an. Kapitel 14 gehört mit zu meinen Lieblingskapiteln des Buches. Der Schreibstil von Cognetti ist einfach und schlicht, jedermann sollte ihm folgen können. Er bedient sich kurzer Sätze wie Kapitel. Das Inhaltsverzeichnis am Anfang trägt kurze Überschriften, und umfasst in den meisten Fällen, eine gute Übersicht, um was es in jedem Part geht. Einen wirklichen Spannungsbogen konnte ich nicht in dieser Erzählung erkennen. Sie hat keinen Höhepunkt und keine drastische Wendung, weswegen das Buch für den ein oder anderen auch langweilig werden könnte. An sich hat mich die eher ruhige Geschichte nicht gestört, mir fehlte eher die Tiefe der Charaktere und die Emotionen zwischen den einzelnen Personen. Besonders zwischen Fausto und Silvia habe ich keine überzeugenden Gefühle gespürt, die mich gefesselt haben. Ein Roman der mich wirklich exzessiv packt und mitreißt, habe ich hier leider nicht vorgefunden. Man hätte durch die Beschreibung der Natur und die Einbindung der Wölfe in Kombination mit der psychischen Verfassung, in der sich Fausto befindet, einfach mehr daraus machen können.

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