Wo auch immer ihr seid

Roman

Khuê Pham

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Beschreibung

Sie ist dreissig Jahre alt und heisst Kiều, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt. Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Kiềus Grossmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbarungen - über ihre Familie und über sie selbst.

»Ein bahnbrechendes Werk der deutschen Literatur. Elegant und dicht erzählt Khuê Phạms Roman die beeindruckende Geschichte einer vietnamesischen Familie. Ihre Beobachtungen sind präzise, ihre Sätze scharf und klar wie Kristall. Phạms Blick entgeht nichts, und alles wird zugleich gerettet und verloren. Eine mutige und grosse Leistung von einer neuen, starken Stimme.«

Produktdetails

Verkaufsrang 41712
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 13.09.2021
Verlag btb
Seitenzahl 304
Maße 21.6/14.4/3.2 cm
Gewicht 508 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-75802-9

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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Und plötzlich vermisst Du ein Leben, an das Du bisher keinen Gedanken verschwendet hast...
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2021

Nach dem Tod der Großmutter trifft sich die Familie der Erzählerin Kieu nach langen Jahren in Amerika wieder. Aus politischen Gründen ist ein Familienzweig von Vietnam in die USA ausgewandert, der andere Teil hat sich in Berlin ein erfolgreiches Leben aufgebaut. Kieu versteht sich als Deutsche und weiß genau, was sie vom Leben w... Nach dem Tod der Großmutter trifft sich die Familie der Erzählerin Kieu nach langen Jahren in Amerika wieder. Aus politischen Gründen ist ein Familienzweig von Vietnam in die USA ausgewandert, der andere Teil hat sich in Berlin ein erfolgreiches Leben aufgebaut. Kieu versteht sich als Deutsche und weiß genau, was sie vom Leben will. Doch die Begegnungen und Gespräche mit den bisher unbekannten Verwandten bewegen etwas in der jungen Frau. In Rückblenden erzählen Vater und Onkel und man erfährt viel über den Vietnamkrieg. Ein sehr lesenswerter Debütroman in klaren und schönen Worten erzählt.

Spannende Geschichte über die Familienwurzeln
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2021

Der Roman „Wo auch immer ihr seid“ von Khue Pham ist eine kleine Zeitreise durch eine vietnamesische Familiengeschichte, bei deren es einige Entdeckungen und Geheimnisse gibt. Das Buchcover fand ich auf den ersten Blick nicht besonders auffällig und ansprechend, allerdings auf den zweiten Blick stechen die bräunlichen Fahrben... Der Roman „Wo auch immer ihr seid“ von Khue Pham ist eine kleine Zeitreise durch eine vietnamesische Familiengeschichte, bei deren es einige Entdeckungen und Geheimnisse gibt. Das Buchcover fand ich auf den ersten Blick nicht besonders auffällig und ansprechend, allerdings auf den zweiten Blick stechen die bräunlichen Fahrben dann doch wieder inmitten der anderen bunten Bücher sofort ins Auge. Den Klappentext fand ich dann aber doch sehr anregend und machte mich neugierig, da dieses Buch auch viele aktuelle Fragen und Gedanken, gerade auf Bezug mit dem „Ankommen und Leben“ in einem anderen Land aufwirft. In diesem Buch wird die Geschichte von Kim, die Tochter einer vietnamesischen Familie, die in Deutschland lebt, die lange keinen Kontakt zu den weiteren Verwandten hatte, erzählt. Erst durch den Tod der Großmutter kam der Kontakt mit den weiteren Angehörigen wieder auf, die inzwischen in den USA lebten. Während der zwei Wochen auf Besuch kamen so manche Überraschungen, Wendungen und Erkenntnisse ans Tageslicht. Der Schreibstil ist angenehm und spannend zu lesen. Manchmal kam ich allerdings mit den Zeitsprüngen und den verschiedenen Perspektiven der Erzählenden (Kim, Minh und Son) etwas durcheinander. Aber die Erzählungen haben mich dann doch so interessiert und gefesselt, dass dies zur Nebensache wurde. Für mich war auch sehr spannend zu erfahren, was und wie sich alles so während des Vietnamskrieges abspielte. „Wo auch immer ihr seid“ kann ich jedem weiterempfehlen, der sich für die Wurzeln und Herkunf der Familie interessiert.

Familie und Herkunft
von einer Kundin/einem Kunden aus Peine am 11.10.2021

Mich lässt der Roman zwigespalten zurück, unter anderem weil ich das Gefühl hatte, zwei unterschiedliche Romane zu lesen. Die Geschichte der Ich- Erzählerin Kiều konnte mich nicht wirklich für sich einnehmen. Sie ist 30 Jahre alt, Journalistin und möchte mit ihren vietnamesischen Wurzeln am liebsten nichts zu tun haben. Dann nöt... Mich lässt der Roman zwigespalten zurück, unter anderem weil ich das Gefühl hatte, zwei unterschiedliche Romane zu lesen. Die Geschichte der Ich- Erzählerin Kiều konnte mich nicht wirklich für sich einnehmen. Sie ist 30 Jahre alt, Journalistin und möchte mit ihren vietnamesischen Wurzeln am liebsten nichts zu tun haben. Dann nötigen ihre Eltern sie nach dem Tod der Großmutter mit ihnen in die USA zu ihrem Onkel und dessen Familie zu reisen. Zum ersten Mal erfährt Kiều etwas über die Geschichte ihrer Familie. Und diese fand ich in der Tat unheimlich fesselnd. Ihren Vater Minh, den ältesten Sohn der Familie, der zur Zeit des Vietnamkriegs nach Deutschland auswandert, um Medizin zu studieren, habe ich mit großer Spannung begleitet. Das fremde Land, die ungewohnten Sitten durch seine Augen zu sehen war mitreißend. Die Erlebnisse ihres Onkels Sơn, der zunächst das Kriegsende in Vietnam miterlebt, das für ihn und seine Familie eine Niederlage, bedeutet und später mehrfach versucht, in die USA zu fliehen, bevor es schließlich gelingt, waren schockierend und fesselnd. Dagegen erschien mir Kiềus Geschichte eher klischeebeladen, und sie hat mir als Frauenfigur auch nicht wirklich gefallen. Sie wirkt aber oft fremdbestimmt und unsicher, auf eine Art, die ich anstrengend fand. Schwierigkeiten hatte ich auch mit dem positiven Blick auf die Trump Regierung durch Kiềus Familie, dem die Ich- Erzählerin wenig entgegensetzt. Die Darstellung des Frauenbildes der Familie mag realistisch sein, für mich war sie aber dennoch stellenweise anstrengend zu lesen. Gerade hier hätte ich mir eine stärkere Protagonistin gewünscht die dem mehr entgegen zu setzen hat. Auch stilistisch fand ich die Teile aus Kiềus Sicht leider weniger gelungen. Ihre Stimme wirkte auf mich zu jugendlich für eine erwachsene Frau. Dennoch war die Lektüre insgesamt eine Bereicherung und hat meinen Horizont im Hinblick auf das Land Vietnam erweitert. Natürlich darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Autorin auf eigene Erfahrungen zurückgreift und die Geschichren auf realen Interviews mit ihrer Verwandtschaft basieren. Insgesamt also ein Roman, dessen Lektüre sich absolut gelohnt hat.


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