Das Dorf und der Tod

Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit

Christiane Tramitz

(7)
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Beschreibung

Eine furchtbare Entscheidung, die hundert Jahre zurückliegt. Eine ausgelöschte Familie. Und ein Dorf, das bis heute schweigt.

1995, ein idyllisches Dorf in Oberbayern. Kurz vor Weihnachten geschieht dort ein bestialischer Mehrfachmord. Drei Menschen sterben, der Täter begeht Suizid, die Polizei kommt zu dem Schluss, dass „Hass“ das Mordmotiv gewesen ist, und stellt die Ermittlungen ein. Doch woher kommt dieser unbändige Hass?

Christiane Tramitz, selbst in diesem Ort aufgewachsen, macht sich auf die Suche und stösst auf furchtbare Ereignisse, die über hundert Jahre zurückliegen: Alles begann mit einer jungen Frau, einer unglücklichen Liebe und einer tragischen Entscheidung, die sich über zwei Generationen hinweg auswirkte und in die ebenso grauenhafte wie verzweifelte Tat mündete. Basierend auf dieser wahren Geschichte und ihren eigenen Recherchen hat die Bestsellerautorin einen True-Crime-Roman geschrieben, der den alten Fall neu aufrollt – abgründig, erschütternd und packend.

»Kann mit Tannöd mehr als mithalten.«

Produktdetails

Verkaufsrang 48526
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 13.09.2021
Verlag Ludwig
Seitenzahl 288
Maße 20.3/13.5/2.9 cm
Gewicht 371 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-28124-0

Kundenbewertungen

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Rezension zu "Das Dorf und der Tod"
von Zsadista am 16.10.2021

Im Sommer 1921 geschieht es. Zwei Liebende, die nicht zusammen sein dürfen, sind es doch. Und diese Liebe hat Folgen. Vroni, die Tochter angesehener Bauern wird ungewollt schwanger. Dies zieht schwere Folgen für Vroni und ihren Geliebten nach sich. Immer noch leiden alle an den Kriegsnachwehen des ersten Weltkrieges. Hun... Im Sommer 1921 geschieht es. Zwei Liebende, die nicht zusammen sein dürfen, sind es doch. Und diese Liebe hat Folgen. Vroni, die Tochter angesehener Bauern wird ungewollt schwanger. Dies zieht schwere Folgen für Vroni und ihren Geliebten nach sich. Immer noch leiden alle an den Kriegsnachwehen des ersten Weltkrieges. Hunger, Elend und Armut liegen auf dem Land. Geheiratet wird nicht wer geliebt wird, sondern wo man gut unter ist. Was Vroni in ihren jungen Jahren auch feststellen muss. Das Leben im Dorf geht weiter. Selbst als der zweite Weltkrieg ausbricht. Irgendwie muss man leben und Essen auf den Tisch bringen. „Das Dorf und der Tod“ ist ein Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit aus der Feder der Autorin Christiane Tramitz. So, zuerst muss ich einmal feststellen, dass die Inhaltsangabe nicht zum Inhalt passt. Der Mehrfachmord passiert nicht 1995, sondern 1997. Dazu suggeriert die Inhaltsangabe, dass es in erster Linie um diese Morde geht und in zweiter Linie um die Vergangenheit. Dies ist aber nicht so. Das Buch umfasst 284 Seiten und die Morde tauchen erst ab Seite 278 auf. Daher sollte man die Eingliederung in das Genre Krimi, den Titel, sowie die Inhaltsangabe wohl noch einmal überarbeiten. Auch den Buchtitel finde ich falsch gewählt. Denn, soweit im Buch gestorben wird, sind es natürliche Tode. Der Titel steht für mich aber eher für den Krimi, der angekündigt wird, aber halt nicht vorhanden ist. Nicht falsch verstehen. Ich fand das Buch an sich richtig gut. Es zeigt das Leben ab 1921 auf. Das Dorf und die Leute entwickeln sich über die Jahre hinweg. Es ist wirklich sehr gut und schön zu lesen. Das Elend der Menschen nach dem Krieg. Die Kriegsversehrten, die heim kommen und manchmal niemanden mehr vorfinden. Dreck, Armut und Hunger mit denen die Menschen früher klar kommen mussten. Dann langsam die neue Partei und das Gedankengut, das bei manchen ankommt. Bei vielen aber egal ist, weil sie einfach andere Probleme jeden Tag haben. Das früher halt auch nicht aus Liebe geheiratet werden konnte, sondern man musste sehen, wie man seine Kinder am besten unter bekommen hat. Der Druck, wenn dann auch noch ein uneheliches Kind gekommen ist. Die Verachtung der Dorfbewohner, die Schmähung der Kirche, der Eltern. Es war ein hartes Leben und das kam in dem Buch wirklich gut herüber. Wobei mich eigentlich nur der erste Teil von Vroni richtig begeistert hat. Der zweite Teil von Simmerl habe ich irgendwann nur noch überflogen. Die Teile vom Dorf und der Weiterentwicklung waren für mich immer noch spannend. Allerdings das Liebesleben und die Freundschaft von Simon und Vinzenz haben mich nicht wirklich interessiert. Genauso wenig die kursiven Kapitel dazwischen. Die habe ich am Anfang auch gelesen und dann nur noch überblättert. Irgendwann beim Lesen ist mir hier und da wieder eingefallen, dass das doch ein Krimi sein sollte und wann endlich die Morde geschehen, damit man in der Vergangenheit nachforschen könnte. Doch schnell habe ich das auch wieder vergessen und war im Dorfleben gefangen. „Das Dorf und der Tod“ ist ein wirklich gelungener Heimatroman, finde ich. Oder auch ein Drama oder eine Tragödie. Absolut schön geschrieben und man ist voll dabei. Von Krimi ist hier allerdings, zumindest für mich, auf ganzer Linie keine Spur zu finden. Wenn ich das Buch als Krimi bewerten müsste, bekäme es nur einen Stern. Da mir aber das Buch als Heimatroman sehr gut gefallen hat, werde ich hier mit drei Sternen bewerten. Abzüge halt für die irreführende Aufmachung und Anpreisung als Krimi, was das Buch nicht wirklich ist. Schade eigentlich, nur vier Sterne wären hier dann doch zu viel, weil einfach zu viel nicht passte.

Dorfchronik
von katikatharinenhof am 12.10.2021

Manchmal nimmt sich die Vergangenheit mit großen Schritten in der Gegenwart das, was man als Schicksal bezeichnet. In einem oberbayerischen Dorf wird eine ganze Familie ausgelöscht, der Täter selbst nimmt das Leben und keiner hat es kommen sehen. Dabei ist die Ursache für die Tat schon in den frühen 20er Jahren des letzten Jahrh... Manchmal nimmt sich die Vergangenheit mit großen Schritten in der Gegenwart das, was man als Schicksal bezeichnet. In einem oberbayerischen Dorf wird eine ganze Familie ausgelöscht, der Täter selbst nimmt das Leben und keiner hat es kommen sehen. Dabei ist die Ursache für die Tat schon in den frühen 20er Jahren des letzten Jahrhundert zu finden und die Spirale des Hasses dreht sich immer weiter... Als True-Crime-Roman mit erschütternden Fakten, menschlichen Abgründen und einer packenden Story angekündigt, haben mich die Pressestimmen unglaublich neugierig auf dieses Buch gemacht. Ich wollte unbedingt erfahren, was einen Mehrfachmörder antreibt, eine ganze Familie auszulöschen und warum sich bis heute die Dorfbewohner in den Mantel des Schweigens hüllen. Aber so ganz springt der Funke leider nicht über und ich lese die Erzählung zwar gespannt und in der Hoffnung, dass sich nach dem Umblättern der nächsten Seiten die Spannung in die Höhe schraubt, doch es tut sich in dieser Beziehung leider nicht viel. Stattdessen lese ich eine Dorfchronik, die von Bigotterie, falschen Idealen und heimlichen Liebschaften und ihren Folgen erzählt und so eher Sozialdrama statt Krimi ist. Das Leben auf dem Land ist von vielen Entbehrungen geprägt und diese Szenen sind wirklich gut dargestellt. Auch der politische Wandel in den 1930er Jahren, der deutliche Rechtsruck im Dorf und die Folgen des Krieges sind präzise beobachtet und in dem für die Autorin typisch mitreißenden Stil niedergeschrieben. Dazwischen darf der Leser immer wieder Zeuge werden, wie der Täter, eingesperrt in seinem eigenen Gedankengefängnis, eine Art Abrechnung mit den Dörflern vorbereitet und so seine Tat - für den Leser - "ankündigt". Die Figuren sind agil, bewegen sich sicher auf ihrem Terrain und doch halten sie den Leser auf Abstand, sodass hier keine große Nähe entsteht, um sich mit ihnen zu verbinden. Man bleibt als stiller Beobachter außen vor und folgt dem Dorfleben im Wandel der Zeit. Ich würde das Buch eher als historischen Heimatroman mit wahrem Hintergrund bezeichnen, denn ein Nagelbeißer und somit ein echter Krimi ist es in meinen Augen leider nicht. Ich bleibe daher enttäuscht zurück und vergebe schweren Herzens 3 Sternchen.

Packend und erschütternd
von einer Kundin/einem Kunden am 01.10.2021

1995 geschieht in einem idyllischen Dorf in Oberbayern ein grausamer Mehrfachmord, bei dem sich der Täter selbst das Leben nimmt. Die Polizei ermittelt und kommt zu dem Schluss, dass die Tat aus Hass begangen worden sei. Sie stellt die Ermittlungen ein. Die Autorin Christiane Tramitz, selbst aus diesem Ort stammend, begibt sich... 1995 geschieht in einem idyllischen Dorf in Oberbayern ein grausamer Mehrfachmord, bei dem sich der Täter selbst das Leben nimmt. Die Polizei ermittelt und kommt zu dem Schluss, dass die Tat aus Hass begangen worden sei. Sie stellt die Ermittlungen ein. Die Autorin Christiane Tramitz, selbst aus diesem Ort stammend, begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit und stößt auf die Geschichte von Vroni und Lenz. Sie verliebten sich 1921 ineinander. Als Vroni unehelich schwanger wurde, nahm die Katastrophe ihren Lauf... Schon das Cover lässt eine erste Vorahnung von der düsteren Geschichte des kleinen Dorfes entstehen. Christiane Tramitz hat auf eindrucksvolle Weise einen Fall, der auf einer wahren Begebenheit beruht, aufgedeckt und einen Einblick in die Geschichte des Dorfes ermöglicht. Die Beschreibungen sind ansprechend und realistisch, sodass man sich als Leser in die Zeit hineinversetzt fühlt. Das hat dazu beigetragen, dass die Geschichte einem nahe geht und mitnimmt. Der Schreibstil und die Ausdrucksweise sind eher altmodisch, was zwar gewöhnungsbedürftig war, aber dafür passend für die Zeit der Geschehnisse ist. Der Krimi bietet einen Einblick in vergangene Zeiten, in die Geschichte eines idyllischen Dorfes, in die damaligen Verhältnisse und Ansichten. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für dieses tiefgründige, ergreifende und zum Teil erschreckende (besonders, wenn man sich vor Augen führt, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht) Buch.


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