Mittelalte Männer

Roman

Richard Russo

(3)
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Beschreibung

William Henry »Hank« Devereaux Jr. ist Vorsitzender der Englischfakultät einer kleinen Universität in Pennsylvania und daran gewöhnt, sich den Ernst des Lebens mit den Waffen der Ironie vom Leib zu halten. Eigentlich ist er ein gemachter Mann. Er ist glücklich verheiratet, Vater zweier Töchter, hat vor Jahren einen Roman veröffentlicht, der immerhin ein Kritikererfolg war, und bestimmt die Geschicke der Universität entscheidend mit. Eigentlich. Denn auf einmal kommt diese eine Woche, in der wirklich alles schiefgeht: Hank gerät mit seinen Kollegen aneinander, die Fakultät ist von Budgetkürzungen bedroht, er zweifelt an seiner Ehe, und dann ist da noch die Sache mit seiner Prostata …

›Mittelalte Männer‹ ist die Charakterstudie eines Mannes um die fünfzig, der gern den Weg des geringsten Widerstands geht und schliesslich doch einsehen muss, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als Verantwortung zu übernehmen. Ein hochkomischer Roman, der die Absurdität des Lebens illustriert, aber auch Raum lässt für abgründige Beobachtungen – ein klassischer Russo mit Herz, Hintersinn und Humor.

Produktdetails

Verkaufsrang 1584
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 13.08.2021
Verlag DUMONT Buchverlag
Seitenzahl 608
Maße 20.8/14.3/5.3 cm
Gewicht 814 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Straight Man
Übersetzer Monika Köpfer
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-8116-1

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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1
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von einer Kundin/einem Kunden am 09.10.2021
Bewertet: anderes Format

Bis ins letzte Detail großartig beobachtet, ironisch bis zynisch, aber dennoch mit tiefgehenden Analysen einer geradezu peinlichen Pseudointellektuellen Welt. Im letzten Drittel wird die Geschichte ein wenig abstrus. Aber insgesamt lesenswert. Nicht der beste Roman von Russo.

Der die Gans würgt
von einer Kundin/einem Kunden am 09.09.2021

„Alles war gut“, lautet der letzte Satz der Harry Potter-Saga. Er bedeutet einerseits ein Happy End, andererseits symbolisiert er einen Abschluss, ein Finale, Stillstand. Im Leben von William Henry Devereaux Jr. ist ebenso alles gut und auf allen Ebenen herrscht wohlig bequemer Stillstand: Er hat eine unkündbare Stelle als Angli... „Alles war gut“, lautet der letzte Satz der Harry Potter-Saga. Er bedeutet einerseits ein Happy End, andererseits symbolisiert er einen Abschluss, ein Finale, Stillstand. Im Leben von William Henry Devereaux Jr. ist ebenso alles gut und auf allen Ebenen herrscht wohlig bequemer Stillstand: Er hat eine unkündbare Stelle als Anglistikprofessor an einer mittelprächtigen Universität, lebt an der Seite einer klugen, hübschen Frau mit der er drei erwachsene Töchter in die Welt gesetzt hat und verbringt viel Zeit mit Hund und Sekretärin, die ihm beide wohlwollend zugetan sind. Alles ist gut, alles in Ordnung – aber ist er trotzdem auch glücklich? Am Ende wird „Hank“ im Krankenhaus und Gefängnis landen, unter verkohlten Dachbalken seine akademische Absetzung bespitzeln, ein tiefsitzendes urologisches Problem überwinden und eine Ente (oder war es eine Gans?) aus erpresserischen Gründen würgen. In seinem Pulitzer prämierten „Diese gottverdammten Träume“ schrieb Russo über das Leben eines Dinerbesitzers mit Ende 30, in „Jenseits der Erwartungen“ erzählte er von einem Männerfreundeskreis Mitte 60 – folgerichtig und bei dem Titel auch wenig überrascht geht es in „Mittelalte Männer“ eben darum, einen Mann Ende 40, mitten in der Midlifecrisis. Und dabei gelingt ihm ein erzählerisches Kunststück: Während ironisch provokante Schlaumeier für gewöhnlich nicht gerade zu den Sympathieträgern einer Geschichte gehören, stattet Hank Devereaux mit so viel Selbstzweifel, Missgeschicken und offenkundiger Liebe aus, dass man sich einfach auf seine Seite schlagen muss. Der Roman beginnt an Fahrt aufzunehmen, als es innerhalb der von ihm geleiteten Anglistik Fakultät zu rumoren beginnt. Angeblich soll es zu rigorosen Stellenkürzungen kommen und dafür eine rote Liste erstellt worden sein. Die schon seit Jahren, mal unter der Oberfläche, mal ganz offen ausgetragenen Feindseligkeiten und Animositäten werden dadurch noch stärker angefeuert und bisherige Freund- wie Feindschaften auf die Probe gestellt. Gleichzeitig beginnt es in der Ehe von Hanks jüngster Tochter zu kriseln und auch seine eigene Gattin tritt eine mysteriöse Reise an. Ein hochgradig amüsanter wie weiser Roman mit einem der unwiderstehlich liebenswürdigsten Ungustl der vergangenen Literaturjahre zu einer der universellen Fragen des Lebens: Alles war gut, aber ist das genug?


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