Der längste Krieg

20 Jahre War on Terror

Emran Feroz

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Beschreibung

Mit der Operation Enduring Freedom begann am 7. Oktober 2001 der "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan, der bis heute zum längsten Krieg der USA und ihrer Verbündeten geworden ist, mit Tausenden Toten und Verletzen, auch unter den deutschen Soldaten. Nun ziehen die westlichen Truppen ab, doch der Krieg bleibt, denn der neokoloniale "Kreuzzug" hat Wunden hinterlassen, die womöglich niemals heilen werden. Emran Feroz beschreibt zum 20. Jahrestag diesen Krieg nun erstmals aus afghanischer Perspektive. Er hat mit vielen Menschen vor Ort gesprochen: Von Hamid Karzai über Taliban-Offizielle bis zu betroffenen Bürgern, die unter diesem Krieg leiden.

Ein Buch über die Gräuel eines verbrecherischen Krieges, das gleichzeitig einen völlig neuen Blick auf ein Land und seine Menschen ermöglicht, die uns weitaus weniger fremd sind, als wir annehmen.

Produktdetails

Verkaufsrang 2297
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 23.08.2021
Verlag Westend
Seitenzahl 224
Maße 21.2/13.2/2.1 cm
Gewicht 328 g
Auflage 1. Auflage - Neuausgabe
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86489-328-5

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von Gertie G. aus Wien am 06.09.2021

Emran Feroz' Buch "Der längste Krieg" ist bei seinem Erscheinen am 23. August 2021 bereits überholt. Die Taliban haben das Land im Handstreich übernommen. Warum es sich dennoch lohnt, dieses Buch zu lesen? Der Autor hat afghanischen Wurzeln. Er ist in Innsbruck geboren und aufgewachsen. Emran Feroz ist als freier Journalist f... Emran Feroz' Buch "Der längste Krieg" ist bei seinem Erscheinen am 23. August 2021 bereits überholt. Die Taliban haben das Land im Handstreich übernommen. Warum es sich dennoch lohnt, dieses Buch zu lesen? Der Autor hat afghanischen Wurzeln. Er ist in Innsbruck geboren und aufgewachsen. Emran Feroz ist als freier Journalist für deutsch- und englischsprachige Medien tätig. Seine Schwerpunkte: Nahost und Zentralasien, Drohnen-Krieg. Er weiß daher, worüber er schreibt. Er analysiert in seinem Buch, welche Fehler nicht nur von den USA, sondern zuvor schon von den Briten, die aus Afghanistan eine Kolonie machen wollten, und den russischen Truppen, die ebenfalls aus dem kargen Land wieder abgezogen sind, gemacht wurden. Hinterlassen haben alle verbrannte Erde, ein korruptes System, das stärker denn je ist. „Trauernde Mütter beerdigen ihre Söhne, den einen mit schwarzem Taliban-Turban, den anderen mit der Uniform der afghanischen Armee. Das ist die wahre Tragödie des Krieges, und sie will, so scheint es, einfach kein Ende nehmen.“ Erman Feroz lässt auch seine eigene Biografie einfließen. Das klingt dann so: „Ab dem 12. September 2001 war ich in der Schule plötzlich ‘der Afghane’, mit dem selbst die Türken, Bosniaken oder Serben nichts anfangen konnten.“ Das Buch ist auch eine kritische Auseinandersetzung mit der (westlichen) Berichterstattung. Das Land ist von unterschiedlichen Gruppen bevölkert: „den Afghanen“ gibt es nicht, vielmehr bilden zahlreiche Ethnien ein heterogenes Gebilde mit verschiedenen Sprachen. Auch dass sich die Berichterstattung eher auf große Städte wie Kabul konzentriert und weite Teile des Landes links liegen lässt, vermittelt einen falschen Eindruck. Doch eben genau dort wurden (auch westliche) Kriegsverbrechen verübt. Dass der Westen und vor allem die USA von der handstreichartigen Übernahme des Landes überrascht wurden, erstaunt mich persönlich jetzt nicht wirklich. Die Überheblichkeit, mit der die Besatzer die Bevölkerung behandelt haben, haben die Taliban wieder erstarken lassen. Denn weg waren sie nie. Nun sind die Taliban seit ein paar Tagen zurück. Auch wenn sie sich gemäßigt geben: Sie sind weder Demokraten noch frauenfreundlich geworden. Der Westen lässt sich mit schönen Worten einlullen und an der Nase herumführen. Fazit: Ein wichtiger Beitrag, um nicht der einseitigen Berichterstattung der meisten Medien auf den Leim zu gehen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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  • Inhalt

    Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

    Wie der »Kreuzzug« begann: Der Pate des Dschihad . . . . . . . . . . 22
    Der Mann mit der Karakul-Mütze und die Warlords . . . . . . 34
    Abseits von Kabul: Von Bushs illegalem »Kreuzzug«
    und dem »Kampf der Kulturen« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
    Politischer Dissens und willige Helfer . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
    Das ideologische Gerüst des »War on Terror« . . . . . . . . . . . . . . . 57
    Von anderen »Kriegen gegen den Terror« . . . . . . . . . . . . . . 61
    Vom genozidalen Antiterrorkrieg der Sowjets und ihrer
    afghanischen Verbündeten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
    Auszüge des Grauens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
    Deutscher Schandfleck Kunduz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
    Australische Kriegsverbrechen und deren lange
    Aufarbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
    Das Massaker von Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
    Nur ein Bruchteil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
    Die sechs grossen Vergehen des »War on Terror« in Afghanistan . . 107
    Erstes Vergehen: Mehr Terror durch Folter . . . . . . . . . . . . 107
    Zweites Vergehen: Kreuzzügler-Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . 117
    Drittes Vergehen: Warlordismus, Korruption und
    die Lüge der Demokratie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
    Viertes Vergehen: Terror durch »Todesengel«
    und CIA-Schergen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142
    Fünftes Vergehen: Die Generierung von Fluchtwellen . . . . 159
    Sechstes Vergehen: Die Mär von der Frauenbefreiung . . . . 169
    Ernüchternde Realitäten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178
    Vom Leben in der Fabrik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178
    Vom Mann, der George W. Bush den Mittelfinger zeigte . . . 189
    Im Hotel mit den Taliban . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
    Die »Afghanistan Papers« – eine Enthüllung, die keine war 201
    An der Front im Pech-Tal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208
    Quo vadis, Afghanistan? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213

    Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217