The Blacker the Berry

The Blacker the Berry

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr.33.90

inkl. gesetzl. MwSt.

The Blacker the Berry

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab Fr. 33.90
eBook

eBook

ab Fr. 20.00

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2021

Verlag

Ebersbach & Simon

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18.9/12.6/2.2 cm

Gewicht

290 g

Beschreibung

Rezension

"Der erste Roman, bei dem Rassismus und Diskriminierung innerhalb der afroamerikanischen Gesellschaft im Mittelpunkt stehen ... Abgesehen von der lebhaften Schilderung des Charakters von Emma Lou zeichnet Thurman eines der vielschichtigsten Porträts von New York City, das ich je gelesen habe." Maureen Corrigan, NPR's Fresh Air

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2021

Verlag

Ebersbach & Simon

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18.9/12.6/2.2 cm

Gewicht

290 g

Auflage

1

Reihe

Klassiker

Übersetzer

Heddi Feilhauer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86915-246-2

Das meinen unsere Kund*innen

5.0

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Diskriminierung erzeugt Vorurteile

ausgebucht.blog am 07.09.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was passiert mit der eigenen Identität, mit dem ethnischen Zugehörigkeitsgefühl eines Menschen, wenn dieses immer wieder negativiert wird, verantwortlich gemacht wird für alles Ungemach, ja sogar von vornherein der Möglichkeit einer glücklichen Zukunft jegliche Hoffnung entzogen wird? Emma Lou wird seit sie denken kann eingeredet, dass sie mit ihrer tiefschwarzen Haut nichts Gutes vom Leben zu erwarten hat. Jedes Unglück, jede Enttäuschung bezieht sie folglich auf diesen "Makel", fühlt sich beobachtet, hässlich, minderwertig. Sie verlässt ihre Familie um zu studieren und soziale Kontakte zu knüpfen, die ihrem Anspruch genügen und landet letztendlich nach vielen Enttäuschungen in Harlem. Doch ist die Geschichte so einfach? Ist sie ein Opfer der Gesellschaft? Geprägt von den sich wiederholenden Vorurteilen verhält sie sich nicht besser. Hier geht es nicht allein um die Diskriminierung, die jemand seiner Hautfarbe wegen erfährt, es geht vielmehr um Diskriminierung, die aufgrund eigener Erlebnisse an andere weiter gegeben wird. "Die Unvermeidbarkeit der Zurückweisung! Die Bestürzung über trübe Perspektiven... Der zwanghafte Bezug auf sich selbst... Die Verbreitung des Schlangengifts von der Bissstelle aus." Ein Manifest über die Folgen von Vorverurteilung, die sich wie Gift verbreitet und das Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz unterminiert. Daraus entsteht eine Doppelmoral, denn je dunkler die Haut eines Mitmenschen, umso größer ist Emma Lous Abneigung, sie definiert schließlich zwischenmenschliche Beziehungen über Äußerlichkeiten, ungeachtet der Persönlichkeit des Anderen. Wallace Henry Thurman war Journalist und Autor. Zur Zeit der Harlem Renaissance wendete er sich mit seinen Texten vornehmlich an "Persons of Color", er selbst war Afroamerikaner und hatte sehr dunkle Haut. Ich fühle mich von seinem großartig geschriebenen Roman jedoch absolut mitgenommen und einbezogen. Auch nach über 90 Jahren hat seine "Novel of Negro Life" - so der Untertitel - Aktualität und ist ein wertvoller Beitrag gegen Rassismus und Diskriminierung, egal von wem und gegen wen. Diskriminierung schürt eigene Vorurteile. Thurman starb 1934 an - wie Karl Bruckmaier es im Nachwort beschreibt - "Alkoholismus, Depressionen, Tuberkulose und dem ganzen Rest". In seinem biografisch beeinflussten Werk wird sehr gut die Stimmung in der schwarzen Gesellschaft der 20er Jahre übermittelt, deren homogene Identität Thurman als Trugschluss bewertete. Hochinteressant ist die beigefügte Tabelle der verschiedenen Abstufungen der Hautfarben, die sehr eindrucksvoll zeigt, welch große Unterschiede gemacht wurden und wie fixiert man auf dieses Thema war. 1929 veröffentlicht und nun wunderbar von Heddi Feilhauer übersetzt, ist die Novelle erstmals auf deutsch bei Ebersbach und Simon erschienen. Ich spreche eine große Leseempfehlung aus!

Diskriminierung erzeugt Vorurteile

ausgebucht.blog am 07.09.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was passiert mit der eigenen Identität, mit dem ethnischen Zugehörigkeitsgefühl eines Menschen, wenn dieses immer wieder negativiert wird, verantwortlich gemacht wird für alles Ungemach, ja sogar von vornherein der Möglichkeit einer glücklichen Zukunft jegliche Hoffnung entzogen wird? Emma Lou wird seit sie denken kann eingeredet, dass sie mit ihrer tiefschwarzen Haut nichts Gutes vom Leben zu erwarten hat. Jedes Unglück, jede Enttäuschung bezieht sie folglich auf diesen "Makel", fühlt sich beobachtet, hässlich, minderwertig. Sie verlässt ihre Familie um zu studieren und soziale Kontakte zu knüpfen, die ihrem Anspruch genügen und landet letztendlich nach vielen Enttäuschungen in Harlem. Doch ist die Geschichte so einfach? Ist sie ein Opfer der Gesellschaft? Geprägt von den sich wiederholenden Vorurteilen verhält sie sich nicht besser. Hier geht es nicht allein um die Diskriminierung, die jemand seiner Hautfarbe wegen erfährt, es geht vielmehr um Diskriminierung, die aufgrund eigener Erlebnisse an andere weiter gegeben wird. "Die Unvermeidbarkeit der Zurückweisung! Die Bestürzung über trübe Perspektiven... Der zwanghafte Bezug auf sich selbst... Die Verbreitung des Schlangengifts von der Bissstelle aus." Ein Manifest über die Folgen von Vorverurteilung, die sich wie Gift verbreitet und das Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz unterminiert. Daraus entsteht eine Doppelmoral, denn je dunkler die Haut eines Mitmenschen, umso größer ist Emma Lous Abneigung, sie definiert schließlich zwischenmenschliche Beziehungen über Äußerlichkeiten, ungeachtet der Persönlichkeit des Anderen. Wallace Henry Thurman war Journalist und Autor. Zur Zeit der Harlem Renaissance wendete er sich mit seinen Texten vornehmlich an "Persons of Color", er selbst war Afroamerikaner und hatte sehr dunkle Haut. Ich fühle mich von seinem großartig geschriebenen Roman jedoch absolut mitgenommen und einbezogen. Auch nach über 90 Jahren hat seine "Novel of Negro Life" - so der Untertitel - Aktualität und ist ein wertvoller Beitrag gegen Rassismus und Diskriminierung, egal von wem und gegen wen. Diskriminierung schürt eigene Vorurteile. Thurman starb 1934 an - wie Karl Bruckmaier es im Nachwort beschreibt - "Alkoholismus, Depressionen, Tuberkulose und dem ganzen Rest". In seinem biografisch beeinflussten Werk wird sehr gut die Stimmung in der schwarzen Gesellschaft der 20er Jahre übermittelt, deren homogene Identität Thurman als Trugschluss bewertete. Hochinteressant ist die beigefügte Tabelle der verschiedenen Abstufungen der Hautfarben, die sehr eindrucksvoll zeigt, welch große Unterschiede gemacht wurden und wie fixiert man auf dieses Thema war. 1929 veröffentlicht und nun wunderbar von Heddi Feilhauer übersetzt, ist die Novelle erstmals auf deutsch bei Ebersbach und Simon erschienen. Ich spreche eine große Leseempfehlung aus!

Unsere Kund*innen meinen

The Blacker the Berry

von Wallace Thurman

5.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • The Blacker the Berry