Die Enkelin

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Roman

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

8386

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

368

Beschreibung

Rezension

»Ein grosses Buch mit brillantem Schluss.«

Details

Verkaufsrang

8386

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.10.2021

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18.4/12.2/2.6 cm

Gewicht

331 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07181-8

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4.7

121 Bewertungen

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Fragezeichen...

Bewertung am 24.10.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Selten hat mich ein Buch derart gelangweilt. Auf einschläfernde Art und Weise schwingt der Autor seine Moralkeule und lässt kein Klischee aus. Kurz vor Schluss hab ich kapituliert, den Rest nicht mehr gelesen. Und frage mich, warum dieses Buch ein Bestseller sein soll.

Fragezeichen...

Bewertung am 24.10.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Selten hat mich ein Buch derart gelangweilt. Auf einschläfernde Art und Weise schwingt der Autor seine Moralkeule und lässt kein Klischee aus. Kurz vor Schluss hab ich kapituliert, den Rest nicht mehr gelesen. Und frage mich, warum dieses Buch ein Bestseller sein soll.

Einfühlsam und beeindruckend

Bewertung aus Nettersheim am 20.10.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der neue Roman von Bernhard Schlink ist wieder in einen neuzeitlichen geschichtlichen Hintergrund eingebettet, die Geschichte der Trennung und Wiedervereinigung von Ost und West. Der Buchhändler Kaspar kommt eines Abends nach Hause und findet seine Frau Birgit tot auf. Er wußte um ihre Alkoholprobleme und Melancholie und dennoch liebte er sie so wie sie war. Und sie war sich dessen gewiß. Es stellt sich heraus, dass ihm vieles verborgen geblieben ist. Kaspar um Birgit haben sich beim Pfingstfest in Berlin kennengelernt und verliebt. Birgit ist ihm 1965 aus dem Osten in den Westen gefolgt und sie haben geheiratet und waren bis zu ihrem Tod zusammen. Er weiß aber wenig aus ihrem einstigen Leben im Osten. Als ein Verlagsleiter eines kleinen feinen Verlages ihn nach Birgits Romanmanuskript fragt, beginnt seine Spurensuche. Dass sie an einem Roman schrieb, das wußte er zwar, aber mehr auch nicht. Er erfährt vom Thema Leben als Flucht, wo er doch dachte, das Thema Flucht sei mit ihrer Ankunft bei ihm im Westen vorbei. Und hier erfährt er auch, dass sie eine Tochter im Osten hat, die aber verschollen war und nach der sie erfolglos gesucht hat. Er findet seine Stieftochter Svenja und die Enkelin Sigrun, die in einer völkischen Gemeinschaft auf dem Land leben. Er muss sich sehr feinfühlig in die Familie einbringen, um Kontakt vor allem zu Sigrun zu bekommen. Zwei Welten prallen aufeinander. Sigrun freut sich, nun einen Großvater bekommen. Und mit einem Trick schafft er es, dass sie ihn besuchen kann und er freut sich, ihr Musik, Literatur und Kunst nahe zu bringen. Sie entdeckt das Klavierspielen. Aber aufgewachsen ist sie in nationalsozialistischem Geist und es ist nicht so einfach, sie für seine Welt zu überzeugen. Er will auch nicht bewerten, vielmehr unter der Maxime, ihr vor allem mit Liebe offen zu begegnen, Ihr Wissen zu erweitern, ihr andere Erfahrungen zu ermöglichen. Gelingt ihm das? Schlink beschreibt einfühlsam die verschiedenen Charaktere und Weltanschauungen. Faszinierend die Behutsamkeit und Geduld , mit der Kaspar sich seiner Enkelin nähert. Mit der auch der Autor die verschiedenen Sichtweisen aufzeigt, ohne zu werten. Der Roman, Sujet und Schreibstil, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich etwas Zeit brauchte, mich darauf einzulassen.

Einfühlsam und beeindruckend

Bewertung aus Nettersheim am 20.10.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der neue Roman von Bernhard Schlink ist wieder in einen neuzeitlichen geschichtlichen Hintergrund eingebettet, die Geschichte der Trennung und Wiedervereinigung von Ost und West. Der Buchhändler Kaspar kommt eines Abends nach Hause und findet seine Frau Birgit tot auf. Er wußte um ihre Alkoholprobleme und Melancholie und dennoch liebte er sie so wie sie war. Und sie war sich dessen gewiß. Es stellt sich heraus, dass ihm vieles verborgen geblieben ist. Kaspar um Birgit haben sich beim Pfingstfest in Berlin kennengelernt und verliebt. Birgit ist ihm 1965 aus dem Osten in den Westen gefolgt und sie haben geheiratet und waren bis zu ihrem Tod zusammen. Er weiß aber wenig aus ihrem einstigen Leben im Osten. Als ein Verlagsleiter eines kleinen feinen Verlages ihn nach Birgits Romanmanuskript fragt, beginnt seine Spurensuche. Dass sie an einem Roman schrieb, das wußte er zwar, aber mehr auch nicht. Er erfährt vom Thema Leben als Flucht, wo er doch dachte, das Thema Flucht sei mit ihrer Ankunft bei ihm im Westen vorbei. Und hier erfährt er auch, dass sie eine Tochter im Osten hat, die aber verschollen war und nach der sie erfolglos gesucht hat. Er findet seine Stieftochter Svenja und die Enkelin Sigrun, die in einer völkischen Gemeinschaft auf dem Land leben. Er muss sich sehr feinfühlig in die Familie einbringen, um Kontakt vor allem zu Sigrun zu bekommen. Zwei Welten prallen aufeinander. Sigrun freut sich, nun einen Großvater bekommen. Und mit einem Trick schafft er es, dass sie ihn besuchen kann und er freut sich, ihr Musik, Literatur und Kunst nahe zu bringen. Sie entdeckt das Klavierspielen. Aber aufgewachsen ist sie in nationalsozialistischem Geist und es ist nicht so einfach, sie für seine Welt zu überzeugen. Er will auch nicht bewerten, vielmehr unter der Maxime, ihr vor allem mit Liebe offen zu begegnen, Ihr Wissen zu erweitern, ihr andere Erfahrungen zu ermöglichen. Gelingt ihm das? Schlink beschreibt einfühlsam die verschiedenen Charaktere und Weltanschauungen. Faszinierend die Behutsamkeit und Geduld , mit der Kaspar sich seiner Enkelin nähert. Mit der auch der Autor die verschiedenen Sichtweisen aufzeigt, ohne zu werten. Der Roman, Sujet und Schreibstil, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich etwas Zeit brauchte, mich darauf einzulassen.

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Hans-Peter Wicki

Orell Füssli Bern

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4/5

"Enkeltochter" auf Abwegen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kaspar hat seine geliebte, eher exzentrische und trinkende Gattin tot in der Badewanne aufgefunden und entdeckt bald darauf das Geheimnìs, das der Toten derart zu schaffen machte. Sie hatte kurz vor Ihrer Flucht zu Kaspar aus der DDR eine Tochter geboren, die sie weg gegeben hat. Der trauernde Witwer macht sich auf Spurensuche und findet Svenja auf einem Bauernhof völkischer Siedler. Zusammen mit Björn und Tochter Sigrun bilden sie den Kern einer nationalsozialistischen Zelle, die sich das Wiedererstarken der deutschen Nation auf die Fahnen geschrieben hat. Es gelingt ihm ein Deal mit dem engstirnigen Vater, der auf das Erbe der Verstorben scharf ist. Sigrun kommt für Ferien zu ihm nach Westberlin, es gelingt ihm, sie für Musik und Buch zu begeistern, doch die völkische Indoktrination hängt wie ein Schatten über der immer enger werdenden Beziehung zwischen Kaspar und Sigrun. Der Roman knüpft im Stil nahtlos an frühere Werke Schlinks an. In einer leicht lehrerhaften Art erzählt er eine Beziehungsgeschichte zwischen Generationen, West-Ost, Stadt-Land und einmal mehr entlang der Gräben der deutschen Geschichte. Es ist weniger die Sprache sondern die Meisterschaft, einer Dämonisierung dieses rechten Milieus zu unterlassen, und als Menschen glaubwürdig erscheinen zu lassen. Mich hat die Schilderung des offensichtlich hervorragend recherchierten völkischen Milieus betroffen gemacht, während das bildungsbürgerliche Bestreben Kaspars aus Sigrun eine kultiverte Dame zu machen, meine Geduld eher strapaziert hat. Der Roman hat aber eine klare Botschaft, aufeinander zuzugehen, die Menschen hinter den Dogmen als Chance zur Verständigung wahrzunehmen ohne die eigenen Werte über Bord zu werfen und allein darum ist das Buch schon zu empfehlen. Schlink ist also lehrerhaft, aber das auf eine sympathische einfühlsame Art.
4/5

"Enkeltochter" auf Abwegen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kaspar hat seine geliebte, eher exzentrische und trinkende Gattin tot in der Badewanne aufgefunden und entdeckt bald darauf das Geheimnìs, das der Toten derart zu schaffen machte. Sie hatte kurz vor Ihrer Flucht zu Kaspar aus der DDR eine Tochter geboren, die sie weg gegeben hat. Der trauernde Witwer macht sich auf Spurensuche und findet Svenja auf einem Bauernhof völkischer Siedler. Zusammen mit Björn und Tochter Sigrun bilden sie den Kern einer nationalsozialistischen Zelle, die sich das Wiedererstarken der deutschen Nation auf die Fahnen geschrieben hat. Es gelingt ihm ein Deal mit dem engstirnigen Vater, der auf das Erbe der Verstorben scharf ist. Sigrun kommt für Ferien zu ihm nach Westberlin, es gelingt ihm, sie für Musik und Buch zu begeistern, doch die völkische Indoktrination hängt wie ein Schatten über der immer enger werdenden Beziehung zwischen Kaspar und Sigrun. Der Roman knüpft im Stil nahtlos an frühere Werke Schlinks an. In einer leicht lehrerhaften Art erzählt er eine Beziehungsgeschichte zwischen Generationen, West-Ost, Stadt-Land und einmal mehr entlang der Gräben der deutschen Geschichte. Es ist weniger die Sprache sondern die Meisterschaft, einer Dämonisierung dieses rechten Milieus zu unterlassen, und als Menschen glaubwürdig erscheinen zu lassen. Mich hat die Schilderung des offensichtlich hervorragend recherchierten völkischen Milieus betroffen gemacht, während das bildungsbürgerliche Bestreben Kaspars aus Sigrun eine kultiverte Dame zu machen, meine Geduld eher strapaziert hat. Der Roman hat aber eine klare Botschaft, aufeinander zuzugehen, die Menschen hinter den Dogmen als Chance zur Verständigung wahrzunehmen ohne die eigenen Werte über Bord zu werfen und allein darum ist das Buch schon zu empfehlen. Schlink ist also lehrerhaft, aber das auf eine sympathische einfühlsame Art.

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Gerhard Brantschen

Buchhandlung Stauffacher

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5/5

Gegensätze ziehen sich an, egal wie tief der Graben zwischen ihnen ist.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Birgit stirbt, und lässt Kaspar alleine zurück. Dieser hadert mit seinem Schicksal, weiss nicht so recht, was er nun machen soll. Immerhin waren die beiden seit über 50 Jahren zusammen. In seiner Verzweiflung beginnt er, Birgits unvollendetes Manuskript zu lesen. Sie wollte ihre Lebensgeschichte in Buchform veröffentlichen, hat aber still und heimlich daran gearbeitet. Was Kaspar da liest, überrascht ihn. Offenbar hat Birgit, bevor sie und Kaspar zusammengekommen sind, aus einer früheren Beziehung eine Tochter geboren, deren Existenz sie vor Kaspar verschwiegen hat. Kaspar recherchiert und findet sie denn auch im Osten Deutschlands, in einer rechtsorientierten ländlichen Kommune. Die Tochter hat ihre eigene Familie, darunter Birgits Enkeltochter Sigrun. Kaspar versucht, eine Beziehung zur 14-jährigen Sigrun aufzubauen, was ihm auf eine gewisse Weise auch klappt. Was folgt, ist die spannende Geschichte zweier Welten, die aufeinanderprallen und unterschiedlicher nicht sein können. Dies ist auch, was die Spannung dieser Geschichte ausmacht. Westen trifft auf Osten, wohlhabend auf arm. Urban auf ländlich, links auf rechts. Diese Gegensätze führen oft zum Scheitern der Kommunikation und dem Verlust gemeinsamer Ziele und Interessen. Die Erzählung blendet immer wieder zurück in die 60er Jahre, als der Westdeutsche Kaspar und die Ostdeutsche Birgit sich in der DDR kennengelernt haben, als die Mauer noch stand, und von ihrer gemeinsamen Flucht in den Westen. Bernhard Schlink schafft es, auf sympathische Art und Weise, den Charakteren Leben einzuhauchen und, trotz der Schwere der Thematik, eine gewisse Herzwärme zu generieren. Wird es Kaspar gelingen, die Enkelin für sich zu gewinnen, ihr ein Opa zu sein? Eine tolle Geschichte, die auch lange nach dem Lesen noch nachhallt.
5/5

Gegensätze ziehen sich an, egal wie tief der Graben zwischen ihnen ist.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Birgit stirbt, und lässt Kaspar alleine zurück. Dieser hadert mit seinem Schicksal, weiss nicht so recht, was er nun machen soll. Immerhin waren die beiden seit über 50 Jahren zusammen. In seiner Verzweiflung beginnt er, Birgits unvollendetes Manuskript zu lesen. Sie wollte ihre Lebensgeschichte in Buchform veröffentlichen, hat aber still und heimlich daran gearbeitet. Was Kaspar da liest, überrascht ihn. Offenbar hat Birgit, bevor sie und Kaspar zusammengekommen sind, aus einer früheren Beziehung eine Tochter geboren, deren Existenz sie vor Kaspar verschwiegen hat. Kaspar recherchiert und findet sie denn auch im Osten Deutschlands, in einer rechtsorientierten ländlichen Kommune. Die Tochter hat ihre eigene Familie, darunter Birgits Enkeltochter Sigrun. Kaspar versucht, eine Beziehung zur 14-jährigen Sigrun aufzubauen, was ihm auf eine gewisse Weise auch klappt. Was folgt, ist die spannende Geschichte zweier Welten, die aufeinanderprallen und unterschiedlicher nicht sein können. Dies ist auch, was die Spannung dieser Geschichte ausmacht. Westen trifft auf Osten, wohlhabend auf arm. Urban auf ländlich, links auf rechts. Diese Gegensätze führen oft zum Scheitern der Kommunikation und dem Verlust gemeinsamer Ziele und Interessen. Die Erzählung blendet immer wieder zurück in die 60er Jahre, als der Westdeutsche Kaspar und die Ostdeutsche Birgit sich in der DDR kennengelernt haben, als die Mauer noch stand, und von ihrer gemeinsamen Flucht in den Westen. Bernhard Schlink schafft es, auf sympathische Art und Weise, den Charakteren Leben einzuhauchen und, trotz der Schwere der Thematik, eine gewisse Herzwärme zu generieren. Wird es Kaspar gelingen, die Enkelin für sich zu gewinnen, ihr ein Opa zu sein? Eine tolle Geschichte, die auch lange nach dem Lesen noch nachhallt.

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