Die Enkelin

Lesung

Diogenes Hörbuch Band 80439

Bernhard Schlink

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Beschreibung

Birgit ist zu Kaspar in den Westen geflohen, für die Liebe und die Freiheit. Erst nach ihrem Tod entdeckt er, welchen Preis sie dafür bezahlt hat. Er spürt ihrem Geheimnis nach, begegnet im Osten den Menschen, die für sie zählten, erlebt ihre Bedrückung und ihren Eigensinn. Seine Suche führt ihn zu einer völkischen Gemeinschaft auf dem Land - und zu einem jungen Mädchen, das in ihm den Grossvater und in dem er die Enkelin sieht. Ihre Welten könnten nicht fremder sein. Er ringt um sie.

Produktdetails

Verkaufsrang 18
Medium CD
Sprecher Hanns Zischler, Nina Petri
Spieldauer 400 Minuten
Erscheinungsdatum 27.10.2021
Verlag Diogenes
Anzahl 8
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783257804393

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Wo die Liebe hinfällt

Eine Kundin/ein Kunde aus Urspringen am 28.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Als sich Birgit und Kaspar in einander verlieben, ist Deutschland noch getrennt, Birgit lebt im Osten, Kaspar im Westen. Der Liebe wegen würde Kaspar nach Ostdeutschland ziehen, Birgit möchte dass aber nicht und somit plant Kaspar ihre Flucht. Sie heiraten, aber Birgit findet nicht ihren Frieden. Sie probiert sich in vielen Dingen aus und wird Alkoholabhängig. Trotz aller Missstände liebt Kaspar sie immer und steht stets zu ihr. Erst als Birgit stirbt und Kaspar ihre Aufzeichnungen liest, merkt er, was sie alles aufgeben musste. Für ihn. Birgit hat in der DDR eine Tochter hinterlassen und in den Aufzeichnungen schreibt sie davon sie zu finden. Kaspar macht sich auf die Suche. Er findet nicht nur die Tochter, sondern auch die Enkelin. Doch wer an ein liebes Mädchen denkt, denkt falsch. Zu sehr steht sie unter dem Einfluss der Eltern, die einer "Völkischen Gemeinschaft" angehören. In diesem Buch hat mich mit dem Denken und Fühlen der ehemaligen Ostdeutschen sehr überrascht. Ich habe überlegt: wie bin ich selbst mit ihnen umgegangen? Habe ich ihnen auch das Gefühl des "nur geduldet" gegeben? Auch die völkische Gemeinschaft - habe ich schon gehört - gibt es wirklich. Ich kann mir nur wage vorstellen was Kaspar gefühlt hat, hin- und hergerissen zwischen den Gefühlen für die Enkelin und dem Widerwillen gegen deren Ansichten. Dieses Buch regt zum Nachdenken, fühlt sich nicht wie eine erfundene Geschichte an.

5/5

Wo die Liebe hinfällt

Eine Kundin/ein Kunde aus Urspringen am 28.11.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Als sich Birgit und Kaspar in einander verlieben, ist Deutschland noch getrennt, Birgit lebt im Osten, Kaspar im Westen. Der Liebe wegen würde Kaspar nach Ostdeutschland ziehen, Birgit möchte dass aber nicht und somit plant Kaspar ihre Flucht. Sie heiraten, aber Birgit findet nicht ihren Frieden. Sie probiert sich in vielen Dingen aus und wird Alkoholabhängig. Trotz aller Missstände liebt Kaspar sie immer und steht stets zu ihr. Erst als Birgit stirbt und Kaspar ihre Aufzeichnungen liest, merkt er, was sie alles aufgeben musste. Für ihn. Birgit hat in der DDR eine Tochter hinterlassen und in den Aufzeichnungen schreibt sie davon sie zu finden. Kaspar macht sich auf die Suche. Er findet nicht nur die Tochter, sondern auch die Enkelin. Doch wer an ein liebes Mädchen denkt, denkt falsch. Zu sehr steht sie unter dem Einfluss der Eltern, die einer "Völkischen Gemeinschaft" angehören. In diesem Buch hat mich mit dem Denken und Fühlen der ehemaligen Ostdeutschen sehr überrascht. Ich habe überlegt: wie bin ich selbst mit ihnen umgegangen? Habe ich ihnen auch das Gefühl des "nur geduldet" gegeben? Auch die völkische Gemeinschaft - habe ich schon gehört - gibt es wirklich. Ich kann mir nur wage vorstellen was Kaspar gefühlt hat, hin- und hergerissen zwischen den Gefühlen für die Enkelin und dem Widerwillen gegen deren Ansichten. Dieses Buch regt zum Nachdenken, fühlt sich nicht wie eine erfundene Geschichte an.

5/5

Fremde Welten

Eine Kundin/ein Kunde am 28.11.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

(Ah, 'Der Vorleser', daher kam mir der Name des Autors so bekannt vor. Ein brillianter Erzähler, er hat‘s schon bewiesen!) Ein neuer Schlink, der mitreißend ist: Das ist Literatur – das ist Schreiben, was dem Lesenden einen Hochgenuss gibt. Mit Schlink taucht man in eine andere Gedankenwelt ein, er bringt einem dazu nachzudenken… Der ‚Held‘ in dieser Geschichte ist ein liebender Mann, der seine Frau tot in der Badewanne findet. Um diesen plötzlichen Tod zu verarbeiten (ist es ein Unglück, ist es Selbstmord?) knackt er ihren Computer und versucht in ihr Gehirn einzudringen – er scheut zwar vor jedem Schritt zurück, es ist ihm aber wichtig sie auch als Tote zu verstehen. Denn sie haben eine gemeinsame Geschichte, Birgit ist mit seiner Hilfe aus der DDR geflüchtet. Sie wusste immer, dass er sie liebte, bedingungslos. Doch sie hat sich ihm nie völlig geöffnet, er wusste Wichtiges über sie nicht. Jetzt erfährt er es… Der Witwer findet Hinweise auf eine Tochter seiner verstorbenen Frau, von der er nichts wusste. Er macht sich auf die Suche, er findet Paula. Paula hilft ihm weiter, er findet den Vater des Mädchens, er unterhält sich mit Weggefährten der Tochter. Schließlich landet er in einer Ecke Ostdeutschlands, wo sich ‚Völkische‘ niedergelassen haben. Und er findet eine Enkelin. „Obwohl Birgit tot war, war sie noch da, aber wenn er an sie zu glauben aufhörte und ihr zu grollen begann, würde sie nochmals sterben und tot bleiben“. Es sind Sätze wie dieses Zitat von Seite 51, die den Unterschied zwischen einem Schriftsteller von guter Literatur ausmachen und jemanden, der einfach nur schreibt. Schlink hat die Fähigkeiten enorm anzuregen. Titelbild, Gemälde einer jungen Frau, für Freundinnen ernsthafter Literatur ein guter Hinweis (gut gewählt – der Diogenes-Verlag macht seinem Namen wieder alle Ehre) Das Buch „Die Enkelin“ werde ich behalten, nicht verschenken, denn es ist Inspiration für mich. Auch ich habe eine Geschichte zu erzählen… ich werde sie erzählen (viele haben eine Geschichte zu erzählen…), wenn ich stocke mit meiner Geschichte, dann werde ich das Buch von Schlink wieder zur Hand nehmen und mich auf ein Neues inspirieren lassen. Das ist das, was Literatur mit einem macht und machen sollte. Danke, Herr Schlink! Bernhard Schlink, Die Enkelin, Diogenes – Verlag, erscheint am 27. Oktober 2021

5/5

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Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

(Ah, 'Der Vorleser', daher kam mir der Name des Autors so bekannt vor. Ein brillianter Erzähler, er hat‘s schon bewiesen!) Ein neuer Schlink, der mitreißend ist: Das ist Literatur – das ist Schreiben, was dem Lesenden einen Hochgenuss gibt. Mit Schlink taucht man in eine andere Gedankenwelt ein, er bringt einem dazu nachzudenken… Der ‚Held‘ in dieser Geschichte ist ein liebender Mann, der seine Frau tot in der Badewanne findet. Um diesen plötzlichen Tod zu verarbeiten (ist es ein Unglück, ist es Selbstmord?) knackt er ihren Computer und versucht in ihr Gehirn einzudringen – er scheut zwar vor jedem Schritt zurück, es ist ihm aber wichtig sie auch als Tote zu verstehen. Denn sie haben eine gemeinsame Geschichte, Birgit ist mit seiner Hilfe aus der DDR geflüchtet. Sie wusste immer, dass er sie liebte, bedingungslos. Doch sie hat sich ihm nie völlig geöffnet, er wusste Wichtiges über sie nicht. Jetzt erfährt er es… Der Witwer findet Hinweise auf eine Tochter seiner verstorbenen Frau, von der er nichts wusste. Er macht sich auf die Suche, er findet Paula. Paula hilft ihm weiter, er findet den Vater des Mädchens, er unterhält sich mit Weggefährten der Tochter. Schließlich landet er in einer Ecke Ostdeutschlands, wo sich ‚Völkische‘ niedergelassen haben. Und er findet eine Enkelin. „Obwohl Birgit tot war, war sie noch da, aber wenn er an sie zu glauben aufhörte und ihr zu grollen begann, würde sie nochmals sterben und tot bleiben“. Es sind Sätze wie dieses Zitat von Seite 51, die den Unterschied zwischen einem Schriftsteller von guter Literatur ausmachen und jemanden, der einfach nur schreibt. Schlink hat die Fähigkeiten enorm anzuregen. Titelbild, Gemälde einer jungen Frau, für Freundinnen ernsthafter Literatur ein guter Hinweis (gut gewählt – der Diogenes-Verlag macht seinem Namen wieder alle Ehre) Das Buch „Die Enkelin“ werde ich behalten, nicht verschenken, denn es ist Inspiration für mich. Auch ich habe eine Geschichte zu erzählen… ich werde sie erzählen (viele haben eine Geschichte zu erzählen…), wenn ich stocke mit meiner Geschichte, dann werde ich das Buch von Schlink wieder zur Hand nehmen und mich auf ein Neues inspirieren lassen. Das ist das, was Literatur mit einem macht und machen sollte. Danke, Herr Schlink! Bernhard Schlink, Die Enkelin, Diogenes – Verlag, erscheint am 27. Oktober 2021

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