Firekeeper's Daughter

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Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

15599

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

21.03.2022

Verlag

CBJ

Seitenzahl

560

Beschreibung

Rezension

»Das Buch verströmt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Boulley schreibt leicht, bildlich und mit überbordender Fantasy. Ihre Schilderungen der Kultur machen das Buch zu etwas ganz besonderem.« ("NDR Kultur über »Firekeeper's Daughter«")
»Ein superspannender Krimi mit Mehrwert.« ("NDR eat.READ.sleep über »Firekeeper's Daughter«")
»Ein Gespräch über die Bedeutung indigener Stimmen und das Aufwachsen in zwei Welten.« ("Die Zeit über »Firekeeper's Daughter«")
»Eine sehr sympathische, starke Heldin! Der Roman gibt faszinierende Einblicke in das Leben, die Traditionen der Ojibwe, schildert aber auch ihre Probleme.« ("happinez über »Firekeeper’s Daughter«")
»Unglaubliches Debüt über eine junge Native American, die in einen Mordfall verwickelt wird. Es ist kulturell und gesellschaftlich relevant, spannend und eindrücklich.« ("Glaube Aktuell über »Firekeeper's Daughter«")

Details

Verkaufsrang

15599

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

21.03.2022

Verlag

CBJ

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

15.9/23/5.1 cm

Gewicht

790 g

Übersetzt von

Claudia Max

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-570-16601-7

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Starke Protagonistin und wichtige kulturelle Einblicke!

Bewertung am 30.08.2022

Bewertungsnummer: 1776564

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Liebe bedeutet, dass ich dir ein gutes Leben wünsche, selbst wenn ich nicht darin vorkomme." Als halb Weiße, halb Native American hatte die junge Daunis, niemals richtig dazugehörig und stets zwischen zwei Seiten zerrissen, es nie einfach. In einem entfernten College erhofft sie sich einen Neustart - doch dieser muss warten, als ihre Pläne ihrer Familie willen vorerst aufs Eis gelegt werden. Daunis bleibt in ihrer Heimatstadt, und wird schon bald Zeugin eines schockierenden Mordes, dessen Wurzeln tiefer reichen, als sie zunächst zu glauben vermag. Als FBI-Informantin liegt es nun an ihr, ihren Tribe, ihre Gemeinschaft und ihre Liebsten zu schützen... Bereits auf den ersten Seiten dieses Romans war ich hin und weg vom wundervollen Schreibstil Angeline Boulleys. Eine beeindruckende Komplexität geht hier Hand in Hand mit einer lockeren Alltagssprache, die ferner durch Ojibwe-Begriffe ergänzt wird. So kommt eine ausnahmslose Authentizität zu Stande und ich bin sehr dankbar dafür, unter anderem durch jene Begriffe einen Einblick in Daunis Tribe sowie ihre Kultur erhalten haben zu dürfen. Allerdings war es auch genau dieser Punkt, der mir den Einstieg in das Buch so erschwerte. Ich bin zunächst häufig über die fremden Begriffe, die fremden Traditionen gestolpert, musste mehrere Sätze zweimal lesen. Gepaart mit amerikanischen Gepflogenheiten, die mir ebenso unbekannt waren, sowie einem recht plötzlichem Einstieg, kam mir das erste Drittel von "Firekeeper's Daughter" wirklich zäh vor. Aber Durchhaltevermögen lohnt sich an dieser Stelle: Der eigentliche Spannungsbogen schreitet zwar verglichen langsam voran, allerdings habe ich den Eindruck, dass diese Länge von Nöten war, um ein allumfassendes Bild der unterschiedlichen Figuren und Kulturen zu erhalten. Nur so konnte ich mich gänzlich in die Protagonistin Daunis hineinversetzen und ihre bewundernswerte Stärke anerkennen. Nur so konnte ich mein Bild von den indigenen Völkern Amerikas überdenken, ihre jetzigen Problematiken erfassen, die heute nicht minder drängend als vor einigen Jahrzehnten sind. Alleine deswegen würde ich diese Lektüre unbedingt weiterempfehlen. Allerdings sind die genannten Punkte nicht das Einzige, das dieses Buch zu bieten hat: Den Leser erwartet ebenfalls ein wahrlich fulminantes Ende. Hier möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen - nur eines: Der sich langsam entwickelnde Spannungsbogen hat durchaus seinen Sinn und Zweck. Lasst euch einfach darauf ein. Ich hoffe nach dieser Lektüre auf zahlreiche weitere spannende Romane von indigenen Autoren und Autorinnen. Bis dahin kann ich Daunis Geschichte wärmstens jedem weiterempfehlen, der ein wenig Geduld aufbringen kann und der an vielschichtigen, wichtigen kulturellen Einblicken interessiert ist. 4,5/5 Sterne

Starke Protagonistin und wichtige kulturelle Einblicke!

Bewertung am 30.08.2022
Bewertungsnummer: 1776564
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Liebe bedeutet, dass ich dir ein gutes Leben wünsche, selbst wenn ich nicht darin vorkomme." Als halb Weiße, halb Native American hatte die junge Daunis, niemals richtig dazugehörig und stets zwischen zwei Seiten zerrissen, es nie einfach. In einem entfernten College erhofft sie sich einen Neustart - doch dieser muss warten, als ihre Pläne ihrer Familie willen vorerst aufs Eis gelegt werden. Daunis bleibt in ihrer Heimatstadt, und wird schon bald Zeugin eines schockierenden Mordes, dessen Wurzeln tiefer reichen, als sie zunächst zu glauben vermag. Als FBI-Informantin liegt es nun an ihr, ihren Tribe, ihre Gemeinschaft und ihre Liebsten zu schützen... Bereits auf den ersten Seiten dieses Romans war ich hin und weg vom wundervollen Schreibstil Angeline Boulleys. Eine beeindruckende Komplexität geht hier Hand in Hand mit einer lockeren Alltagssprache, die ferner durch Ojibwe-Begriffe ergänzt wird. So kommt eine ausnahmslose Authentizität zu Stande und ich bin sehr dankbar dafür, unter anderem durch jene Begriffe einen Einblick in Daunis Tribe sowie ihre Kultur erhalten haben zu dürfen. Allerdings war es auch genau dieser Punkt, der mir den Einstieg in das Buch so erschwerte. Ich bin zunächst häufig über die fremden Begriffe, die fremden Traditionen gestolpert, musste mehrere Sätze zweimal lesen. Gepaart mit amerikanischen Gepflogenheiten, die mir ebenso unbekannt waren, sowie einem recht plötzlichem Einstieg, kam mir das erste Drittel von "Firekeeper's Daughter" wirklich zäh vor. Aber Durchhaltevermögen lohnt sich an dieser Stelle: Der eigentliche Spannungsbogen schreitet zwar verglichen langsam voran, allerdings habe ich den Eindruck, dass diese Länge von Nöten war, um ein allumfassendes Bild der unterschiedlichen Figuren und Kulturen zu erhalten. Nur so konnte ich mich gänzlich in die Protagonistin Daunis hineinversetzen und ihre bewundernswerte Stärke anerkennen. Nur so konnte ich mein Bild von den indigenen Völkern Amerikas überdenken, ihre jetzigen Problematiken erfassen, die heute nicht minder drängend als vor einigen Jahrzehnten sind. Alleine deswegen würde ich diese Lektüre unbedingt weiterempfehlen. Allerdings sind die genannten Punkte nicht das Einzige, das dieses Buch zu bieten hat: Den Leser erwartet ebenfalls ein wahrlich fulminantes Ende. Hier möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen - nur eines: Der sich langsam entwickelnde Spannungsbogen hat durchaus seinen Sinn und Zweck. Lasst euch einfach darauf ein. Ich hoffe nach dieser Lektüre auf zahlreiche weitere spannende Romane von indigenen Autoren und Autorinnen. Bis dahin kann ich Daunis Geschichte wärmstens jedem weiterempfehlen, der ein wenig Geduld aufbringen kann und der an vielschichtigen, wichtigen kulturellen Einblicken interessiert ist. 4,5/5 Sterne

Rezension zu Firekeeper's Daughter

Books Affair / Lyjana aus Celle am 26.08.2022

Bewertungsnummer: 1774418

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wissenswertes Autor: Angeline Boulley Titel: Firekeeper's Daughter Gattung: Jugendbuch Erscheinungsdatum: 21. März 2022 Verlag: Cbj ISBN: 978-3-570166017 Preis: 20,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition) Seitenzahl: 560 Seiten Inhalt Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch in der nahe gelegenen Ojibwe-Reservation. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis‘ Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird. Damit nicht genug, wird sie vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Widerstrebend willigt Daunis ein und erfährt so Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen … Cover Ich gestehe, dass es sich bei diesem Buch um Liebe auf den ersten Blick gehandelt hat. Der hellbeige fast weiße Hintergrund in Kombination mit den kontrastreichen Farben Blau, Gelb und Rot ziehen als erstes die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Dann folgt die Kenntnisnahme der beiden Gesichter und abschließend das Ergebnis der beiden Seitenansichten als Schmetterlingsflügel, sowie die kleinen Details. Meine Meinung Achtung diese Rezension enthält Spoiler! Ich habe dieses Buch ganz zufällig beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung entdeckt. Wie Ihr meiner Beschreibung vom Cover entnehmen könnt, konnte mich auf den ersten Blick nicht nur das Äußere des Buches überzeugen. Auch der Inhalt klang wahnsinnig vielversprechend. Dazu muss ich sagen, dass die Thematik der Native Americans absolut zu unrecht so selten in Büchern lebendig wird. Leider muss ich gestehen, dass es zwischen mir und Firekeeper's Daughter letztlich nicht so richtig funkten wollte. Für mich war es das erste und womöglich letzte Buch dieser Autorin. Wie immer gibt es dafür ganz unterschiedliche Gründe: Wir erleben die gesamte Geschichte aus der Sicht von Daunis. Wie der Klapptext uns bereits verrät hat Daunis seit ihrer Geburt mit der Problematik zu kämpfen nirgends richtig dazuzugehören. Sie ist nämlich zur Hälfte eine Weiße und eine Native American. Für mich war sie leider ein sehr durchwachsener Charakter: ich fand sie sehr sprunghaft, sie durchlebt während des Buches mehrere kleine Identitätskrisen, gerade am Anfang war sie mir viel zu naiv und vertrauensselig. Dazu möchte ich aber sagen, dass sich ihr Verhalten gegen Ende des Buches wesentlich bessert. Irgendwann erreicht sie nämlich den Punkt, an dem ihr klar wird, dass jeder etwas zu verbergen hat. Sogar Menschen, die ihr besonders nahe stehen. Ziemlich schnell zu Beginn des Buches lernen wir Jamie kennen. Seine Rolle als Undercover-Agent fliegt ziemlich schnell auf, gleichzeitig konnte man sich ja denken, dass es sich bei ihm um ein FBI-Mitglied handelt, schließlich sind er und sein Partner, als einzige neu in der Stadt. Für mich blieb er bis zum Ende extrem blass. Dass liegt vermutlich daran, dass sowohl wir als Leser, als auch Daunis viel zu wenig über ihn erfahren. In meinen Augen jede Menge verschwendetes Potenzial. Aus Jamie hätte die Autorin viel mehr herausholen können. Schwierig fand ich des weiteren den Schreibstil bzw. die Übersetzung davon. Er war durchgängig geprägt von indigenen Begriffen, was an sich nichts schlechtes ist. Leider gestaltet sich die Aussprache dieser Wörter sehr schwierig und wurde somit irgendwann zu anstrengend zum Lesen. Es half auch nicht, dass französische und amerikanische Wörter dazukamen. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn es eine Art "Aussprache-Hilfe" am Ende des Buches gegeben hätte, damit man die Chance bekommt die Wörter richtig zu sprechen. Was ich jedoch gut fand, waren die zahlreichen Informationen, die wir am Ende des Buches finden können: ein Glossar, Erklärungen zu Wörtern, sowie eine Historische Einordnung. Insgesamt war das Buch spannend, es gab allerdings einige langatmige Phasen. Der Einstieg nahm schnell Fahrt auf und machte das Weiterlesen wirklich einfach. Aber gerade durch den Schreibstil und die Atempausen, musste ich mich zwischenzeitlich wirklich zum Lesen zwingen. Ich bleibe gleich mal beim Ende des Buches. Dieses war einfach extrem unbefriedigend. Der eigentlich Drahtzieher des Ganzen entkommt und bleibt auf freiem Fuß. Die Protagnisten scheint sich spirituell weiterentwickelt zu haben, ihre Umgebung ließ sich von dem Ganzen Chaos und den Morden schwer in andere Bahnen lenken. Jamie - oder wie auch immer er wirklich heißt - geht auf die Suche nach sich selbst. Und zum schlimmsten Punkt, zu dem ich noch komme, Daunis Vergewaltiger bekommt nicht die Strafe die er in meinen Augen verdient. Seit einigen Jahren brandet immer mal wieder die Diskussion zu Trigger-Warnungen für Bücher auf. Dieses Buch fällt für mich definitiv in das Raster bei dem man die Leser womöglich vorwarnen sollte. Und das ist leider auch der Punkt der dieses Buch in vielerlei Hinsicht ruiniert hat: Wie mit Daunis Vergewaltigung umgegangen worden ist, war in meinen Augen einfach nur falsch. Das Bild, dass vermittelt worden ist - der Umgang der Protagonistin mit diesem Vorfall, wirft ein erschreckend schwarzes Bild auf die ganze Geschichte. Die Autorin hat sich soviel Mühe damit gemacht die indigene Bevölkerung, ihr Leben und ihre Lebensweise auf tiefergehende und warmherzige Art zu vermitteln, dass diese Zeilen einfach nur ein Schlag ins Gesicht waren. Ihr müsst einfach bedenken, dass dieses Buch offiziell als YA-Buch gelistet ist, also sich hauptsächlich an Jugendliche richtet. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass die Autorin auch für diese Art von Betroffenen die richtige Richtung eingeschlagen hätte. Fazit Grundsätzlich behandelt dieses Buch eine wirklich interessante Thematik, die leider durch eine naive Protagonistin, einen schwierigen Schreibstil, sowie die Bedenkenlosigkeit der Autorin zu einem bestimmen Thema in vielen Dingen schlecht umgesetzt ist. Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

Rezension zu Firekeeper's Daughter

Books Affair / Lyjana aus Celle am 26.08.2022
Bewertungsnummer: 1774418
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wissenswertes Autor: Angeline Boulley Titel: Firekeeper's Daughter Gattung: Jugendbuch Erscheinungsdatum: 21. März 2022 Verlag: Cbj ISBN: 978-3-570166017 Preis: 20,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition) Seitenzahl: 560 Seiten Inhalt Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch in der nahe gelegenen Ojibwe-Reservation. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis‘ Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird. Damit nicht genug, wird sie vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Widerstrebend willigt Daunis ein und erfährt so Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen … Cover Ich gestehe, dass es sich bei diesem Buch um Liebe auf den ersten Blick gehandelt hat. Der hellbeige fast weiße Hintergrund in Kombination mit den kontrastreichen Farben Blau, Gelb und Rot ziehen als erstes die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Dann folgt die Kenntnisnahme der beiden Gesichter und abschließend das Ergebnis der beiden Seitenansichten als Schmetterlingsflügel, sowie die kleinen Details. Meine Meinung Achtung diese Rezension enthält Spoiler! Ich habe dieses Buch ganz zufällig beim Stöbern in meiner Lieblingsbuchhandlung entdeckt. Wie Ihr meiner Beschreibung vom Cover entnehmen könnt, konnte mich auf den ersten Blick nicht nur das Äußere des Buches überzeugen. Auch der Inhalt klang wahnsinnig vielversprechend. Dazu muss ich sagen, dass die Thematik der Native Americans absolut zu unrecht so selten in Büchern lebendig wird. Leider muss ich gestehen, dass es zwischen mir und Firekeeper's Daughter letztlich nicht so richtig funkten wollte. Für mich war es das erste und womöglich letzte Buch dieser Autorin. Wie immer gibt es dafür ganz unterschiedliche Gründe: Wir erleben die gesamte Geschichte aus der Sicht von Daunis. Wie der Klapptext uns bereits verrät hat Daunis seit ihrer Geburt mit der Problematik zu kämpfen nirgends richtig dazuzugehören. Sie ist nämlich zur Hälfte eine Weiße und eine Native American. Für mich war sie leider ein sehr durchwachsener Charakter: ich fand sie sehr sprunghaft, sie durchlebt während des Buches mehrere kleine Identitätskrisen, gerade am Anfang war sie mir viel zu naiv und vertrauensselig. Dazu möchte ich aber sagen, dass sich ihr Verhalten gegen Ende des Buches wesentlich bessert. Irgendwann erreicht sie nämlich den Punkt, an dem ihr klar wird, dass jeder etwas zu verbergen hat. Sogar Menschen, die ihr besonders nahe stehen. Ziemlich schnell zu Beginn des Buches lernen wir Jamie kennen. Seine Rolle als Undercover-Agent fliegt ziemlich schnell auf, gleichzeitig konnte man sich ja denken, dass es sich bei ihm um ein FBI-Mitglied handelt, schließlich sind er und sein Partner, als einzige neu in der Stadt. Für mich blieb er bis zum Ende extrem blass. Dass liegt vermutlich daran, dass sowohl wir als Leser, als auch Daunis viel zu wenig über ihn erfahren. In meinen Augen jede Menge verschwendetes Potenzial. Aus Jamie hätte die Autorin viel mehr herausholen können. Schwierig fand ich des weiteren den Schreibstil bzw. die Übersetzung davon. Er war durchgängig geprägt von indigenen Begriffen, was an sich nichts schlechtes ist. Leider gestaltet sich die Aussprache dieser Wörter sehr schwierig und wurde somit irgendwann zu anstrengend zum Lesen. Es half auch nicht, dass französische und amerikanische Wörter dazukamen. Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn es eine Art "Aussprache-Hilfe" am Ende des Buches gegeben hätte, damit man die Chance bekommt die Wörter richtig zu sprechen. Was ich jedoch gut fand, waren die zahlreichen Informationen, die wir am Ende des Buches finden können: ein Glossar, Erklärungen zu Wörtern, sowie eine Historische Einordnung. Insgesamt war das Buch spannend, es gab allerdings einige langatmige Phasen. Der Einstieg nahm schnell Fahrt auf und machte das Weiterlesen wirklich einfach. Aber gerade durch den Schreibstil und die Atempausen, musste ich mich zwischenzeitlich wirklich zum Lesen zwingen. Ich bleibe gleich mal beim Ende des Buches. Dieses war einfach extrem unbefriedigend. Der eigentlich Drahtzieher des Ganzen entkommt und bleibt auf freiem Fuß. Die Protagnisten scheint sich spirituell weiterentwickelt zu haben, ihre Umgebung ließ sich von dem Ganzen Chaos und den Morden schwer in andere Bahnen lenken. Jamie - oder wie auch immer er wirklich heißt - geht auf die Suche nach sich selbst. Und zum schlimmsten Punkt, zu dem ich noch komme, Daunis Vergewaltiger bekommt nicht die Strafe die er in meinen Augen verdient. Seit einigen Jahren brandet immer mal wieder die Diskussion zu Trigger-Warnungen für Bücher auf. Dieses Buch fällt für mich definitiv in das Raster bei dem man die Leser womöglich vorwarnen sollte. Und das ist leider auch der Punkt der dieses Buch in vielerlei Hinsicht ruiniert hat: Wie mit Daunis Vergewaltigung umgegangen worden ist, war in meinen Augen einfach nur falsch. Das Bild, dass vermittelt worden ist - der Umgang der Protagonistin mit diesem Vorfall, wirft ein erschreckend schwarzes Bild auf die ganze Geschichte. Die Autorin hat sich soviel Mühe damit gemacht die indigene Bevölkerung, ihr Leben und ihre Lebensweise auf tiefergehende und warmherzige Art zu vermitteln, dass diese Zeilen einfach nur ein Schlag ins Gesicht waren. Ihr müsst einfach bedenken, dass dieses Buch offiziell als YA-Buch gelistet ist, also sich hauptsächlich an Jugendliche richtet. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass die Autorin auch für diese Art von Betroffenen die richtige Richtung eingeschlagen hätte. Fazit Grundsätzlich behandelt dieses Buch eine wirklich interessante Thematik, die leider durch eine naive Protagonistin, einen schwierigen Schreibstil, sowie die Bedenkenlosigkeit der Autorin zu einem bestimmen Thema in vielen Dingen schlecht umgesetzt ist. Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

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Firekeeper's Daughter

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Kathrin Bögelsack

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5/5

Fesselnder Thriller, nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Angeline Boulleys Debütroman «Firekeeper’s Daughter» hat mich von der ersten Seite an gepackt! Sie lässt sich zunächst Zeit und führt uns langsam in das Leben ihrer 18-jährigen Ich-Erzählerin, Daunis, ein. Wir erfahren viel über die Geschichte, Kultur und das Leben der Ojibwe in Upper Michigan, genauer gesagt in Sault Ste. Marie, im Jahr 2004. Boulley schaut genau hin auf die zahlreichen kleineren und grossen Ungerechtigkeiten, die den Natives in den USA widerfahren sind und auch heute noch widerfahren. Daunis selbst ist zur Hälfte Weiss und zur Hälfte Ojibwe. Sie wächst mit den Traditionen des väterlichen Volkes auf und ehrt sie. Sie ist besonnen und leidenschaftlich, intelligent und klug, weiblich und tough. Im Angesicht der Angst entwickelt sie grossen Mut, auch aufgrund ihres aufgeprägten Verantwortungsbewusstseins. Nach einem Fünftel kippt der Roman zum Krimi/Thriller. Daunis wird als verdeckte Ermittlerin des FBI angeheuert, das einen Chrystal-Meth-Ring ausheben will. Gemeinsam mit ihr begeben wir uns auf Spurensuche und versuchen herauszubekommen, wer die Drogen herstellt, wer sie verteilt und wer im Hintergrund die Fäden zusammenführt. Als Daunis’ Fährte sie immer tiefer an den Ring heranführt, steigt neben der Rätsel- auch die Bedrohungsspannung. Aussergewöhnlich an Boulleys hochspannenden Debüt sind die Erzählperspektive einer Native, die vielen Ojibwe-Begriffe, die unübersetzt stehen gelassen wurden und uns so noch tiefer eintauchen lassen in die Kultur dieses einen Stammes, und dass sie uns nicht verschont. Sie thematisiert Tod, Verlust und Trauer, Missbrauch und Drogen (Abhängigkeit, Dealen, Gewalt), aber eben auch Heilung, Gemeinschaft, Liebe und Weiblichkeit. Daunis ist eine fantastische Protagonistin, die so viel erlebt, verarbeitet und uns an ihren vielfältigen Gedankengängen teilhaben lässt. Sie ist ein wunderbares Vorbild für alle jungen Frauen, da sie die vielen Facetten ihres Frau-Seins schätzt, sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst ist, ehrlich zu sich selbst und anderen ist und lernt, sich gerade in der Liebe nicht unter Wert zu verkaufen. Sie ist angehende Wissenschaftlerin und riesiges Eishockey-Talent, liebende und geliebte Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte, Tante und beste Freundin. Der Roman wurde von Claudia Max mit viel Feingefühl ins Deutsche übersetzt. Dem Roman angeschlossen sind eine Anmerkung der Autorin zum Entstehungsprozess des Werkes, US-amerikanische Quellen und Hilfsseiten, ein ausführliches Glossar, weitere Erklärungen für (deutsche) Leser*innen und eine historische Einordung. Ende November erscheint der nächste Jugendroman von Angeline Boulley und ich kann es kaum erwarten, erneut in einzutauchen in den Erzählkosmos von «Firekeeper’s Daughter».
5/5

Fesselnder Thriller, nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Angeline Boulleys Debütroman «Firekeeper’s Daughter» hat mich von der ersten Seite an gepackt! Sie lässt sich zunächst Zeit und führt uns langsam in das Leben ihrer 18-jährigen Ich-Erzählerin, Daunis, ein. Wir erfahren viel über die Geschichte, Kultur und das Leben der Ojibwe in Upper Michigan, genauer gesagt in Sault Ste. Marie, im Jahr 2004. Boulley schaut genau hin auf die zahlreichen kleineren und grossen Ungerechtigkeiten, die den Natives in den USA widerfahren sind und auch heute noch widerfahren. Daunis selbst ist zur Hälfte Weiss und zur Hälfte Ojibwe. Sie wächst mit den Traditionen des väterlichen Volkes auf und ehrt sie. Sie ist besonnen und leidenschaftlich, intelligent und klug, weiblich und tough. Im Angesicht der Angst entwickelt sie grossen Mut, auch aufgrund ihres aufgeprägten Verantwortungsbewusstseins. Nach einem Fünftel kippt der Roman zum Krimi/Thriller. Daunis wird als verdeckte Ermittlerin des FBI angeheuert, das einen Chrystal-Meth-Ring ausheben will. Gemeinsam mit ihr begeben wir uns auf Spurensuche und versuchen herauszubekommen, wer die Drogen herstellt, wer sie verteilt und wer im Hintergrund die Fäden zusammenführt. Als Daunis’ Fährte sie immer tiefer an den Ring heranführt, steigt neben der Rätsel- auch die Bedrohungsspannung. Aussergewöhnlich an Boulleys hochspannenden Debüt sind die Erzählperspektive einer Native, die vielen Ojibwe-Begriffe, die unübersetzt stehen gelassen wurden und uns so noch tiefer eintauchen lassen in die Kultur dieses einen Stammes, und dass sie uns nicht verschont. Sie thematisiert Tod, Verlust und Trauer, Missbrauch und Drogen (Abhängigkeit, Dealen, Gewalt), aber eben auch Heilung, Gemeinschaft, Liebe und Weiblichkeit. Daunis ist eine fantastische Protagonistin, die so viel erlebt, verarbeitet und uns an ihren vielfältigen Gedankengängen teilhaben lässt. Sie ist ein wunderbares Vorbild für alle jungen Frauen, da sie die vielen Facetten ihres Frau-Seins schätzt, sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst ist, ehrlich zu sich selbst und anderen ist und lernt, sich gerade in der Liebe nicht unter Wert zu verkaufen. Sie ist angehende Wissenschaftlerin und riesiges Eishockey-Talent, liebende und geliebte Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte, Tante und beste Freundin. Der Roman wurde von Claudia Max mit viel Feingefühl ins Deutsche übersetzt. Dem Roman angeschlossen sind eine Anmerkung der Autorin zum Entstehungsprozess des Werkes, US-amerikanische Quellen und Hilfsseiten, ein ausführliches Glossar, weitere Erklärungen für (deutsche) Leser*innen und eine historische Einordung. Ende November erscheint der nächste Jugendroman von Angeline Boulley und ich kann es kaum erwarten, erneut in einzutauchen in den Erzählkosmos von «Firekeeper’s Daughter».

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5/5

Jugendthriller in Native American-Milieu

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Daunis wird Zeugin eines Mordes, wodurch sie unfreiwilligerweise Teil der FBI-Ermittlungen in Sachen Drogenhandel wird. Der Kriminalanteil dieser Geschichte ist gut aufgebaut und fesselnd, trotz der Längen, die sich manchmal ergeben. Was mich persönlich jedoch mehr begeistert hat, ist die Ojibwe-Kultur, welche in den Alltag von Daunis eingewebt wird. Es ist gut recherchiert (die Autorin ist selbst Teil der Gemeinschaft) und authentisch widergegeben. Ein Thema, über das man sonst wenig liest. Ein einzigartiges Buch, das sich nicht nur für Jugendliche zu lesen lohnt.
5/5

Jugendthriller in Native American-Milieu

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Daunis wird Zeugin eines Mordes, wodurch sie unfreiwilligerweise Teil der FBI-Ermittlungen in Sachen Drogenhandel wird. Der Kriminalanteil dieser Geschichte ist gut aufgebaut und fesselnd, trotz der Längen, die sich manchmal ergeben. Was mich persönlich jedoch mehr begeistert hat, ist die Ojibwe-Kultur, welche in den Alltag von Daunis eingewebt wird. Es ist gut recherchiert (die Autorin ist selbst Teil der Gemeinschaft) und authentisch widergegeben. Ein Thema, über das man sonst wenig liest. Ein einzigartiges Buch, das sich nicht nur für Jugendliche zu lesen lohnt.

Arwen Hägi
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