Ein Leben lang
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Christoph Poschenrieder

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Beschreibung

Details

Gesprochen von

Danne Hoffmann + weitere

Spieldauer

7 Stunden und 15 Minuten

Family Sharing

Ja

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

23.03.2022

Hörtyp

Lesung

Beschreibung

Rezension

»Der hat so einen Spass am Formulieren, dieser Christoph Poschenrieder – einer der besten deutschen Schriftsteller zurzeit.«

Details

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

7 Stunden und 15 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

23.03.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

27

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257694482

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Was hält Freundschaft aus?

leseratte1310 am 09.05.2022

Bewertungsnummer: 1709450

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Journalistin soll einen fünfzehn Jahre zurückliegenden Fall noch einmal aufrollen. Sie setzt sich mit den Freunden des vermeintlichen Mörders, den nach einem Indizienprozess ein hartes Urteil ereilt hat, in Verbindung. Die Freunde haben seinerzeit viel unternommen, um ihren Freund, der seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben soll, zu helfen. Während des gesamten Prozesses waren sie im Gerichtssaal, um ihre Freundschaft und Treue zu beweisen. Der Autor Christoph Poschenrieder hat sich von dem Parkhausmord 2006 in München inspirieren lassen. Doch er hat keinen Krimi geschrieben, sondern wirft einen Blick auf die Freunde, was die Tat mit ihnen macht und wie die Freundschaft sich unter diesen extremen Bedingungen entwickelt hat. Interessant wird es dadurch, dass die Freunde das Erlebte abwechselnd rückblickend betrachten. Auch der Beschuldigte kommt zu Wort. Dazu kommen die Memos der Journalistin und Kapitel aus der „Einführung Kriminalistik“ von H.de Vries Es ist den Freunden damals unmöglich, ihren Freund als Täter zu sehen. Sie kennen ihn schon so lange und es darf nicht sein, was in ihren Augen nicht sein kann. Sie versuchen Zeugen zu finden, mobilisieren die Medien und sind im Gerichtssaal. Der Angeklagte äußert sich nicht zum Vorwurf und der Anwalt tut alles, was möglich ist. Im Prozess hören sie Dinge über ihren Freund, die ihnen unbekannt waren. Es kommen Zweifel auf, doch die Gruppe lässt dies nicht zu. Sie kennen doch ihren Freund. Die Freunde Sabine, Emilia, Benjamin, Till und Sebastian sind sehr unterschiedlich und sie haben auch jeweils ihren eigenen Blick auf das Geschehene. So treten auch Widersprüche zutage. Freundschaft gilt ihnen viel. Sie sind loyal und zeigen das auch während des Prozesses nach außen. Doch „kann ein Mörder ihr Freund bleiben?“ Dieser Roman beschäftigt sich mit den Themen Beziehungen, Freundschaft und Loyalität. Welche Dynamik entsteht, wenn es Störungen von außen gibt? Ein interessantes Buch, das mir gut gefallen hat und das nachdenklich macht.

Was hält Freundschaft aus?

leseratte1310 am 09.05.2022
Bewertungsnummer: 1709450
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Journalistin soll einen fünfzehn Jahre zurückliegenden Fall noch einmal aufrollen. Sie setzt sich mit den Freunden des vermeintlichen Mörders, den nach einem Indizienprozess ein hartes Urteil ereilt hat, in Verbindung. Die Freunde haben seinerzeit viel unternommen, um ihren Freund, der seinen Onkel aus Habgier erschlagen haben soll, zu helfen. Während des gesamten Prozesses waren sie im Gerichtssaal, um ihre Freundschaft und Treue zu beweisen. Der Autor Christoph Poschenrieder hat sich von dem Parkhausmord 2006 in München inspirieren lassen. Doch er hat keinen Krimi geschrieben, sondern wirft einen Blick auf die Freunde, was die Tat mit ihnen macht und wie die Freundschaft sich unter diesen extremen Bedingungen entwickelt hat. Interessant wird es dadurch, dass die Freunde das Erlebte abwechselnd rückblickend betrachten. Auch der Beschuldigte kommt zu Wort. Dazu kommen die Memos der Journalistin und Kapitel aus der „Einführung Kriminalistik“ von H.de Vries Es ist den Freunden damals unmöglich, ihren Freund als Täter zu sehen. Sie kennen ihn schon so lange und es darf nicht sein, was in ihren Augen nicht sein kann. Sie versuchen Zeugen zu finden, mobilisieren die Medien und sind im Gerichtssaal. Der Angeklagte äußert sich nicht zum Vorwurf und der Anwalt tut alles, was möglich ist. Im Prozess hören sie Dinge über ihren Freund, die ihnen unbekannt waren. Es kommen Zweifel auf, doch die Gruppe lässt dies nicht zu. Sie kennen doch ihren Freund. Die Freunde Sabine, Emilia, Benjamin, Till und Sebastian sind sehr unterschiedlich und sie haben auch jeweils ihren eigenen Blick auf das Geschehene. So treten auch Widersprüche zutage. Freundschaft gilt ihnen viel. Sie sind loyal und zeigen das auch während des Prozesses nach außen. Doch „kann ein Mörder ihr Freund bleiben?“ Dieser Roman beschäftigt sich mit den Themen Beziehungen, Freundschaft und Loyalität. Welche Dynamik entsteht, wenn es Störungen von außen gibt? Ein interessantes Buch, das mir gut gefallen hat und das nachdenklich macht.

Unkonventionelle Mischung aus True Crime und Roman

Christian1977 aus Leipzig am 02.05.2022

Bewertungsnummer: 1705477

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Journalistin wird von ihrem Verlag damit beauftragt, ein Buch über einen aufsehenerregenden Mordfall und den verurteilten Mörder zu schreiben. Aus diesem Anlass kontaktiert sie die damalige Clique des Mannes, die während des Gerichtsprozesses mit aller Macht versuchte, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Wie lebt es sich, wenn ein nahestehender Mensch seit mehr als 15 Jahren im Gefängnis sitzt? Und kann man überhaupt mit einem Mörder befreundet sein? Diese Fragen stellt Christoph Poschenrieder in seinem neuen Roman "Ein Leben lang". Wobei ich gleich zu Beginn die Frage voranstellen möchte, ob es sich überhaupt um einen klassischen Roman handelt? Denn "Ein Leben lang" erzählt nahezu bis aufs kleinste Detail die Geschichte des sogenannten Münchner "Parkhausmordes" nach und ist mitnichten das erste Buch, das zu diesem Thema erscheint. Warum also noch ein Buch dazu? Poschenrieder beantwortet dies im Nachwort damit, dass ihn vor allem die Dynamik der Freundesgruppe interessiert hätte. Da jüngst eine neue Webseite zu diesem Fall aufgetaucht ist, die Zweifel an der Schuld des Verurteilten aufkommen lässt, kann man dem Buch zumindest eine gewisse Aktualität nicht absprechen. Anfangs war ich sehr angetan, denn Poschenrieders Erzählweise entpuppt sich als durchaus originell. In einer Mischung aus Interviews, Memos und Zitaten aus Sachbüchern zieht er die Leser:innen direkt und unmittelbar ins Geschehen hinein. Allerdings nutzt sich diese Form doch relativ schnell ab, und spätestens ab der zweiten Hälfte des Buches empfand ich sie als einigermaßen zäh. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Figuren überhaupt keine Entwicklung zeigen und stattdessen quälend langsam die Details von den Vorwürfen an den Verdächtigen bis zur rechtskräftigen Verurteilung erzählen. Stück für Stück setzt sich daraus die Geschichte des Verurteilten zusammen. Mein Hauptkritikpunkt ist jedoch, dass Poschenrieder der eigentlichen Frage "Was hält Freundschaft aus" wegen seiner gewählten Erzählart gar nicht gerecht werden kann. Schon die Ausgangssituation "Journalistin soll Buch schreiben, an dessen Veröffentlichung sie selbst nicht glaubt" entpuppt sich als veritabler Rohrkrepierer. Ihre Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Projektes übertrugen sich unmittelbar auf mich als Leser, so dass ich mich irgendwann fragte, was das Ganze überhaupt soll. Poschenrieder schreibt im Nachwort, alles was die Figuren "denken, fühlen und sagen" sei fiktiv. Das Problem dabei ist allerdings, dass man es kaum für bare Münze nehmen kann, was sie in den Interviews von sich geben. Denn letztlich kann ich mir kaum vorstellen, dass man seine "wahren Gefühle" vor einer nahezu fremden Journalistin so ausbreitet. Hier fehlen dem Buch dringend notwendige innere Monologe der Figuren, die aus ihm gleichzeitig auch eher einen Roman gemacht hätten. Seinen Teil dazu bei trägt zudem auch die zeitliche Einordnung des Geschehens. Hätte man die Gedanken und Gefühle der Beteiligten nicht viel besser nachvollziehen können, wenn der Autor nicht grundlos die Perspektive "15 Jahre später" ausgewählt hätte? So wirkte "Ein Leben lang" wegen der schier unglaublichen Nähe zum "Parkhausmord" für mich eher so, als sei Poschenrieder selbst die Journalistin aus dem Buch und hätte in Wahrheit lieber ein Sachbuch über die damaligen Figuren geschrieben. Immerhin gelingt es ihm im Finale nahezu zum ersten Mal, mich doch noch zu berühren. In den Gedanken des "Gefangenen", wie er im Buch heißt, macht der Autor bewegend klar, was eine Gefängnisstrafe aus einem Menschen macht und lädt zum Reflektieren und Hinterfragen des deutschen Justizsystems ein. In einem anderen Buch aus dem Diogenes-Verlag - "Der große Fehler" von Jonathan Lee - stellte der Autor vor, wie sich Protagonist Andrew Haswell Green die Welt erlas: zunächst die ersten zehn Seiten des Buches, dann die letzten zehn. Schließlich noch einmal fünf von vorn und fünf von hinten. Den Rest versuchte er, sich selbst zusammenzureimen. Verwendet man diese Vorgehensweise bei "Ein Leben lang", ist man zumindest auf der sicheren Seite, die besten Teile des Buches gelesen zu haben. Den Rest kann man sich entweder zusammenreimen - oder man gibt einfach mal "Parkhausmord" im Internet ein.

Unkonventionelle Mischung aus True Crime und Roman

Christian1977 aus Leipzig am 02.05.2022
Bewertungsnummer: 1705477
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Journalistin wird von ihrem Verlag damit beauftragt, ein Buch über einen aufsehenerregenden Mordfall und den verurteilten Mörder zu schreiben. Aus diesem Anlass kontaktiert sie die damalige Clique des Mannes, die während des Gerichtsprozesses mit aller Macht versuchte, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Wie lebt es sich, wenn ein nahestehender Mensch seit mehr als 15 Jahren im Gefängnis sitzt? Und kann man überhaupt mit einem Mörder befreundet sein? Diese Fragen stellt Christoph Poschenrieder in seinem neuen Roman "Ein Leben lang". Wobei ich gleich zu Beginn die Frage voranstellen möchte, ob es sich überhaupt um einen klassischen Roman handelt? Denn "Ein Leben lang" erzählt nahezu bis aufs kleinste Detail die Geschichte des sogenannten Münchner "Parkhausmordes" nach und ist mitnichten das erste Buch, das zu diesem Thema erscheint. Warum also noch ein Buch dazu? Poschenrieder beantwortet dies im Nachwort damit, dass ihn vor allem die Dynamik der Freundesgruppe interessiert hätte. Da jüngst eine neue Webseite zu diesem Fall aufgetaucht ist, die Zweifel an der Schuld des Verurteilten aufkommen lässt, kann man dem Buch zumindest eine gewisse Aktualität nicht absprechen. Anfangs war ich sehr angetan, denn Poschenrieders Erzählweise entpuppt sich als durchaus originell. In einer Mischung aus Interviews, Memos und Zitaten aus Sachbüchern zieht er die Leser:innen direkt und unmittelbar ins Geschehen hinein. Allerdings nutzt sich diese Form doch relativ schnell ab, und spätestens ab der zweiten Hälfte des Buches empfand ich sie als einigermaßen zäh. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Figuren überhaupt keine Entwicklung zeigen und stattdessen quälend langsam die Details von den Vorwürfen an den Verdächtigen bis zur rechtskräftigen Verurteilung erzählen. Stück für Stück setzt sich daraus die Geschichte des Verurteilten zusammen. Mein Hauptkritikpunkt ist jedoch, dass Poschenrieder der eigentlichen Frage "Was hält Freundschaft aus" wegen seiner gewählten Erzählart gar nicht gerecht werden kann. Schon die Ausgangssituation "Journalistin soll Buch schreiben, an dessen Veröffentlichung sie selbst nicht glaubt" entpuppt sich als veritabler Rohrkrepierer. Ihre Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Projektes übertrugen sich unmittelbar auf mich als Leser, so dass ich mich irgendwann fragte, was das Ganze überhaupt soll. Poschenrieder schreibt im Nachwort, alles was die Figuren "denken, fühlen und sagen" sei fiktiv. Das Problem dabei ist allerdings, dass man es kaum für bare Münze nehmen kann, was sie in den Interviews von sich geben. Denn letztlich kann ich mir kaum vorstellen, dass man seine "wahren Gefühle" vor einer nahezu fremden Journalistin so ausbreitet. Hier fehlen dem Buch dringend notwendige innere Monologe der Figuren, die aus ihm gleichzeitig auch eher einen Roman gemacht hätten. Seinen Teil dazu bei trägt zudem auch die zeitliche Einordnung des Geschehens. Hätte man die Gedanken und Gefühle der Beteiligten nicht viel besser nachvollziehen können, wenn der Autor nicht grundlos die Perspektive "15 Jahre später" ausgewählt hätte? So wirkte "Ein Leben lang" wegen der schier unglaublichen Nähe zum "Parkhausmord" für mich eher so, als sei Poschenrieder selbst die Journalistin aus dem Buch und hätte in Wahrheit lieber ein Sachbuch über die damaligen Figuren geschrieben. Immerhin gelingt es ihm im Finale nahezu zum ersten Mal, mich doch noch zu berühren. In den Gedanken des "Gefangenen", wie er im Buch heißt, macht der Autor bewegend klar, was eine Gefängnisstrafe aus einem Menschen macht und lädt zum Reflektieren und Hinterfragen des deutschen Justizsystems ein. In einem anderen Buch aus dem Diogenes-Verlag - "Der große Fehler" von Jonathan Lee - stellte der Autor vor, wie sich Protagonist Andrew Haswell Green die Welt erlas: zunächst die ersten zehn Seiten des Buches, dann die letzten zehn. Schließlich noch einmal fünf von vorn und fünf von hinten. Den Rest versuchte er, sich selbst zusammenzureimen. Verwendet man diese Vorgehensweise bei "Ein Leben lang", ist man zumindest auf der sicheren Seite, die besten Teile des Buches gelesen zu haben. Den Rest kann man sich entweder zusammenreimen - oder man gibt einfach mal "Parkhausmord" im Internet ein.

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