Jugendbewegungen

Inhaltsverzeichnis

Vorwort; Einleitung: Jugend im Aufbruch, Gesellschaft im Wandel; 1. »Jugend« – Gesellschaftspolitische Zeithorizonte; 2. Heranwachsende – im Fokus von Disziplinierung und Kontrolle; 3. Jugend und Lebensreform – Impulse und Initiativen; 4. Wandervogel – Kontrolllücken und Freiräume; 5. Arbeiterjugend – Organisation und Bewegung; 6. 1913 – Ein jugendbewegtes Schlüsseljahr und –ereignis; 7. Kriegserfahrungen – Erschütterungen und Desillusionierung einer »Generation«; 8. Konfessionelle Jugend zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik – Gehorsam und Autonomiestreben; 9. Jüdische Jugend – Antworten auf Diskriminierung und Ausgrenzung; 10. Weimarer Neuorientierungen – Optimistische Anfänge und krisenhafte Entwicklungen; 11. Bewegte Jugend, Jugendbewegungen: Langzeitperspektiven; Literatur; Abkürzungen; Bildnachweise; Personenregister
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Schriftenreihe der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte Band 2

Jugendbewegungen

Aufbruch und Selbstbestimmung 1871 bis 1918

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Beschreibung

Im Deutschen Kaiserreich endete das Jugendalter für die meisten Heranwachsenden mit dem Abschluss der Schul- und dem Beginn der Berufsausbildung. Freizeit gab es kaum. Gehorsam bestimmte die Erziehung im Heim, in der Schule und am Ausbildungsplatz. Indes wurde Jugendlichen aber auch zunehmend Aufmerksamkeit zuteil. Verbände und Parteien warben um sie. Jugendschutz und Jugendfürsorge gewannen an Bedeutung. Heranwachsende hätten ein Recht auf »Selbstbestimmung«, hiess es. Jugendliche wünschten sich ihrerseits vor allem Freiräume für Unternehmungen mit Gleichaltrigen, eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeit und den Anspruch auf Bildung. Darüber hinaus begannen sie, sich als gesellschaftspolitische Akteure zu begreifen und emanzipatorische Forderungen zu stellen. Die Anfänge jugendlicher Selbstorganisation um 1900 – im »Wandervogel« und in proletarischen Verbänden – sind vor dem Hintergrund einer Fülle hieraus resultierender Reformideen zu betrachten. Das Buch beleuchtet den demokratiegeschichtlichen Prozess der Selbstbehauptung junger Menschen im Kaiserreich von 1871 bis 1918 und fragt nach den Kontinuitäten, die sich bis in die Gegenwart fortsetzen. Band 2 der Schriftenreihe der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte, herausgegeben von Christian Faludi.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.10.2022

Herausgeber

Christian Faludi

Verlag

Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.10.2022

Herausgeber

Christian Faludi

Verlag

Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg

Seitenzahl

128

Maße (L/B)

20/12.5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7374-0296-5

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Aus dem Vorwort … Das deutsche Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat, in dem die Vorstellung, Heranwachsende hätten einen berechtigten Anspruch darauf, gehört und ernst genommen zu werden, erst allmählich breitere Resonanz fand. Die Jugendzeit endete für die meisten Heranwachsenden mit dem Ende der Schul- und dem Beginn der Erwerbszeit bzw. Lehre. Freizeit gab es für sie kaum. Gehorsamserziehung bestimmte die Erziehung. Indes wurde Jugendlichen zunehmend Aufmerksamkeit zuteil. Verbände und Parteien warben um sie. Jugendschutz und Jugendfürsorge gewannen an Bedeutung. Heranwachsende hätten ein Recht auf »Selbstbestimmung«, hiess es. Jugendliche wünschten sich vor allem Unternehmungen mit Gleichaltrigen ohne die Kontrolle Erwachsener, gesetzliche Regelungen der Arbeitszeit und des Anspruchs auf Bildung. Die Anfänge jugendlicher Selbstorganisation um 1900, im Wandervogel und in der proletarischen Jugend, sind vor dem Hintergrund einer Fülle von Reforminitiativen zu sehen, die erst nach dem Ersten Weltkrieg breitere Wirkung zeigten. Die unterschiedlichen sozialen Lage und Lebenswelten Jugendlicher sowie ihre darauf bezogenen Gründe für einen wie auch immer zu verstehenden »Aufbruch« haben mich veranlasst, von Jugendbewegungen zu sprechen und auf diesen Plural dann auch wiederholt Bezug zu nehmen. … Manche Facetten damaliger jugendlicher Selbst- und Weltwahrnehmung, die Sehnsucht nach Gemeinschaft in altershomogenen Gruppen ohne Einmischungen Erwachsener, nach Mitbestimmung über Formen von Freizeitaktivitäten, über Bildungs- und Ausbildungschancen etwa wirken auch im 21. Jahrhundert durchaus aktuell. Skepsis gegenüber einem ungebremsten »Höher, Weiter, Schneller« als handlungsleitende gesellschaftlichen Wertorientierungen gab es bereits um 1900; der Wunsch, stattdessen in Einklang mit Natur und Umwelt das Leben zu gestalten, stand bereits um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Mittelpunkt vielfältiger Reformbestrebungen, ohne die der jugendliche Aufbruch nicht denkbar ist und der auch heute noch oder wieder Jugendliche bewegt. …
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