Der Baron auf den Bäumen
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Italo Calvino

1. Der Baron auf den Bäumen

Der Baron auf den Bäumen

Ungekürzte Lesung mit Udo Samel (1 mp3-CD)

Hörbuch (CD)

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Beschreibung

Details

Gesprochen von

Udo Samel

Spieldauer

9 Stunden und 10 Minuten

Erscheinungsdatum

16.11.2023

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Beschreibung

Rezension

»Italo Calvino ist einer der letzten grossen Zauberer der europäischen Literatur.« Mary McCarthy
»Es gibt keinen Zweifel: Wer sich eine Bibliothek mit Weltliteratur in Form von Hörbüchern aufbauen möchte, kommt an dieser Edition nicht vorbei.« WDR 3
»Hier wird fündig, wer an Hörbuchproduktionen Freude hat, die nicht schnell hingeschludert sind, sondern mit einer Regie-Idee zum Text vom und für den Rundfunk produziert sind.« NDR KULTUR
»Mehr Zeit hätte man ja immer gern, aber für diese schönen Hörbücher [...] besonders.« WAZ
»Die Hörbuch-Edition ›Grosse Werke. Grosse Stimmen.‹ umfasst herausragende Lesungen deutschsprachiger Sprecherinnen und Sprecher, die in den Archiven der Rundfunkanstalten schlummern.« SAARLÄNDISCHER RUNDFUNK

Details

Gesprochen von

Udo Samel

Spieldauer

9 Stunden und 10 Minuten

Erscheinungsdatum

16.11.2023

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Übersetzt von

Oswalt Nostitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783742429629

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Meisterwerk

Ronny S. am 14.11.2023

Bewertungsnummer: 2068450

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Königreich von Genua, Italien. Dem 12-jährigen Baron Cosimo Piovasco di Rondò wird bei einem Familienessen von seiner boshaften Schwester ein Teller mit Schnecken kredenzt, die eigentlich für einen Streich mit seinem jüngeren Bruder vorgesehen waren. Trotzig sowie eigensinnig flieht Cosimo nun und klettert in die Zweige einer Steineiche. „Cosimo Piovasco di Rondò – Er lebte auf den Bäumen – Er liebte stets die Erde – Er entschwand gen Himmel“ heißt es. Er beweist Sitzvermögen und trotzt alle Versuche ihn von der Steineiche zu bringen. Mit seinem ernsten Vorhaben, weit über das kindliche Verhalten hinaus, genießt er nun die neu gewonnene Freiheit - auch später als neu titulierter Barons di Rondò, nachdem sein Vater starb. Viola, das Nachbarsmädchen auf der anderen Seite der Grundstücksmauer, über die Cosimo nun weit oben auf der Steineiche drüber schauen kann, erweckt sein Interesse. Cosimo kämpft z. B. mit Obstdieben, unterhält sich genüsslich mit Bauern, beobachtet krumme Geschäfte und kleidet sich ganz der zeitgenössischen Mode. Interessant finde ich, dass er einem Räuber viele Bücher näher bringt. Der Räuber fordert diese bei deren Begenungen immer wieder ein und verlangt nach und nach immer anspruchsvollere Inhalte beim Verweilen in seinen Verstecken. Cosimo und der Räuber werden schlussendlich vom Lesefieber gepackt und es entsteht eine beachtliche Bibliothek in den Baumwipfeln. Bis zu seinem Tod bleibt er in den Baumwipfeln lebend und hat seit seiner kindlichen Flucht keinen Fuß mehr auf die Erde gesetzt - "Ich komme nicht mehr herunter. Und er hielt Wort.". Nachdem er schwächer und schwächer wurde, ergreift er das Seil einer Montgolfière und verliert sich im benachbarten Meer. Sein Körper wird nicht gefunden. Der fiktive Roman "Der Baron auf den Bäumen" ist eine für mich wundervolle Geschichte über Abenteuer, Liebe, Hass, Freiheit, kindlicher Trotz und Beharrlichkeit. Zur Beharrlichkeit: Eine Entscheidung zu treffen und mit deren Auswirkungen ein Leben ausgestalten zeugt mich für für Wahnsinn, aber auch unheimliche Stärke. Der Baron hat die freiheitliche Umsetzung bewiesen. Italo Calvino hat uns hier wunderbar aufgezeigt, wie einfach und vielfältig ein Leben auf einem Baum dargestellt werden kann - uns das zugleich system- und sozialkritisch, gerade auch der Bruch aus der konventionell geprägten Rolle und Erwartung. Aber auch, wie einfach eine Gesellschaft sein kann, die die eigene Welt verteidigt und auf die Welten der anderen mit Abstand, Neugier sowie Demut blickt. Da stellen sich die Fragen: Was ist Glück und wie erreiche ich mein persönliches Glück? Müsste ich vielleicht selbst einmal auf einen Baum klettern und eine neue Perspektive einnehmen und mich entkoppeln? Der Roman ist 1957 erschienen und bildet mit "Der geteilte Visconte" aus 1952 und "Der Ritter den es nicht gab" aus 1959 die Trilogie „Unsere Vorfahren“. Italo Calvino wurde 1923 in Santiago de las Vegas auf Kuba geboren und starb 1985 in Siena, Italien. Er war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller. Viele seiner Werke sind heute Volkskunst und Schullektüre.

Meisterwerk

Ronny S. am 14.11.2023
Bewertungsnummer: 2068450
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Königreich von Genua, Italien. Dem 12-jährigen Baron Cosimo Piovasco di Rondò wird bei einem Familienessen von seiner boshaften Schwester ein Teller mit Schnecken kredenzt, die eigentlich für einen Streich mit seinem jüngeren Bruder vorgesehen waren. Trotzig sowie eigensinnig flieht Cosimo nun und klettert in die Zweige einer Steineiche. „Cosimo Piovasco di Rondò – Er lebte auf den Bäumen – Er liebte stets die Erde – Er entschwand gen Himmel“ heißt es. Er beweist Sitzvermögen und trotzt alle Versuche ihn von der Steineiche zu bringen. Mit seinem ernsten Vorhaben, weit über das kindliche Verhalten hinaus, genießt er nun die neu gewonnene Freiheit - auch später als neu titulierter Barons di Rondò, nachdem sein Vater starb. Viola, das Nachbarsmädchen auf der anderen Seite der Grundstücksmauer, über die Cosimo nun weit oben auf der Steineiche drüber schauen kann, erweckt sein Interesse. Cosimo kämpft z. B. mit Obstdieben, unterhält sich genüsslich mit Bauern, beobachtet krumme Geschäfte und kleidet sich ganz der zeitgenössischen Mode. Interessant finde ich, dass er einem Räuber viele Bücher näher bringt. Der Räuber fordert diese bei deren Begenungen immer wieder ein und verlangt nach und nach immer anspruchsvollere Inhalte beim Verweilen in seinen Verstecken. Cosimo und der Räuber werden schlussendlich vom Lesefieber gepackt und es entsteht eine beachtliche Bibliothek in den Baumwipfeln. Bis zu seinem Tod bleibt er in den Baumwipfeln lebend und hat seit seiner kindlichen Flucht keinen Fuß mehr auf die Erde gesetzt - "Ich komme nicht mehr herunter. Und er hielt Wort.". Nachdem er schwächer und schwächer wurde, ergreift er das Seil einer Montgolfière und verliert sich im benachbarten Meer. Sein Körper wird nicht gefunden. Der fiktive Roman "Der Baron auf den Bäumen" ist eine für mich wundervolle Geschichte über Abenteuer, Liebe, Hass, Freiheit, kindlicher Trotz und Beharrlichkeit. Zur Beharrlichkeit: Eine Entscheidung zu treffen und mit deren Auswirkungen ein Leben ausgestalten zeugt mich für für Wahnsinn, aber auch unheimliche Stärke. Der Baron hat die freiheitliche Umsetzung bewiesen. Italo Calvino hat uns hier wunderbar aufgezeigt, wie einfach und vielfältig ein Leben auf einem Baum dargestellt werden kann - uns das zugleich system- und sozialkritisch, gerade auch der Bruch aus der konventionell geprägten Rolle und Erwartung. Aber auch, wie einfach eine Gesellschaft sein kann, die die eigene Welt verteidigt und auf die Welten der anderen mit Abstand, Neugier sowie Demut blickt. Da stellen sich die Fragen: Was ist Glück und wie erreiche ich mein persönliches Glück? Müsste ich vielleicht selbst einmal auf einen Baum klettern und eine neue Perspektive einnehmen und mich entkoppeln? Der Roman ist 1957 erschienen und bildet mit "Der geteilte Visconte" aus 1952 und "Der Ritter den es nicht gab" aus 1959 die Trilogie „Unsere Vorfahren“. Italo Calvino wurde 1923 in Santiago de las Vegas auf Kuba geboren und starb 1985 in Siena, Italien. Er war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller. Viele seiner Werke sind heute Volkskunst und Schullektüre.

Poesie!!!

Elisabeth aus Oberösterreich am 14.08.2013

Bewertungsnummer: 819264

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Juni 1767 soll der 12jährige Cosimo di Ronda zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern Schneckensuppe essen. Er verweigert dieses Mahl und verlässt den Tisch des Elternhauses, klettert auf eine Steineiche - und bleibt bis zu seinem Tode auf den Bäumen... Dieses Buch hat den Begriff "poetisch" verdient, er hat auch Jahrzehnte nach dem Erscheinen nichts von seiner Zauberkraft verloren: Erzählt aus der Perspektive des kleinen Bruders Biagio bietet sich eine schöne, zarte, oft märchenhafte Geschichte. Cosimo entgeht nichts: er lernt die Liebe kennen; Napoleon schaut vorbei und er kontaktiert Diderot. Nebenbei ist Cosimo politisch aktiv und hilft den "kleinen" Leuten. Ein Roman, der viel zu schön ist, um ihn nur einmal zu lesen!

Poesie!!!

Elisabeth aus Oberösterreich am 14.08.2013
Bewertungsnummer: 819264
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im Juni 1767 soll der 12jährige Cosimo di Ronda zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern Schneckensuppe essen. Er verweigert dieses Mahl und verlässt den Tisch des Elternhauses, klettert auf eine Steineiche - und bleibt bis zu seinem Tode auf den Bäumen... Dieses Buch hat den Begriff "poetisch" verdient, er hat auch Jahrzehnte nach dem Erscheinen nichts von seiner Zauberkraft verloren: Erzählt aus der Perspektive des kleinen Bruders Biagio bietet sich eine schöne, zarte, oft märchenhafte Geschichte. Cosimo entgeht nichts: er lernt die Liebe kennen; Napoleon schaut vorbei und er kontaktiert Diderot. Nebenbei ist Cosimo politisch aktiv und hilft den "kleinen" Leuten. Ein Roman, der viel zu schön ist, um ihn nur einmal zu lesen!

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