Hanna Morgenroth, pensionierte Lehrerin und leidenschaftliche Hobbydetektivin, erlebt auf der Beerdigung ihrer alten Nachbarin eine Sensation: auf dem Boden des ausgehobenen Grabes wird eine Leiche entdeckt.
Die Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Morgenroth ermittelt. Der Tote ist Ole Jansen, ein 21-jähriger Student aus Münster, der bei seiner Familie in Cloppenburg zu Besuch war. Schnell stellt sich heraus, dass Ole, der durch eine gezielte Stichverletzung starb, Rückstände verschiedener Medikamente im Blut hatte. War er verantwortlich für die Apothekeneinbrüche der letzten Wochen? Wurde Ole das Opfer von Drogendealern?
Hanna, die den Toten als Schüler gekannt hat, stellt ihre eigenen Recherchen an. Als ein zweiter Mord geschieht, entdeckt sie überraschende Zusammenhänge ...
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Verzweiflung
rewareni aus wien am 03.10.2023
Bewertungsnummer: 2035714
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Eigentlich wollte Hanna nur auf die Beerdigung ihrer alten Nachbarin gehen, als in deren Grab die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird. Ihr Sohn ,Kriminalhauptkommissar Thomas Morgenroth ahnt bereits, dass nicht nur er die Ermittlungen leiten wird, sondern dass auch seine Mutter ihre eigenen ,,Ermittlungen“ anstellen wird. Da das Opfer Ole Jansen, auch einmal ihr Schüler war ist es für sie selbstverständlich, dass sie bei der Tätersuche mithelfen will. Schnell stellt sich heraus, dass Ole etwas zu verbergen hatte. Als kurz darauf noch ein zweiter Mord passiert dauert es nicht lange, bis Hanna einen fürchterlichen Verdacht hat.
,, Das doppelte Grab“ ist bereits der 4.Teil aus der Reihe ,, Die Mutter des Kommissars“ von Margarete Bertschik, den man wieder problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann.
Wie immer ist es die pensionierte Lehrerin, die maßgeblich an der Lösung der Mordfälle mitwirkt, nicht immer zur Freude ihres Sohnes. Dabei spürt man den feinen Humor, den die Autorin immer wieder einfließen lässt und man gerne den Dialogen der beiden folgt.
Hanna ist bei ihren ,,Ermittlungen“ zielstrebig, gewissenhaft und dabei auch sehr empathisch, wo ihr Menschengespür ihr oftmals den richtigen Weg zeigt.
Das Thema in dem Roman ist dieses Mal in zweifacher Hinsicht traurig, da beide Mordopfer eine Last mit sich herum geschleppt haben, wo ihr Leben sicher anders verlaufen wäre, wenn sie ihr Geheimnis mit jemanden geteilt hätten.
Ole war dabei noch eine Spur ärmer dran, da sein furchtbares Erlebnis in seiner Jugend ihn negativ geprägt hat und er in einen Strudel aus Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit gezogen wurde.
Ebenso hat es das zweite Mordopfer Maik versäumt zur richtigen Zeit sich zu öffnen und zu seinen Bedürfnissen zu stehen, dass dabei nicht nur die Gesellschaft ein Hindernis darstellt ist leider auch heute noch so.
Auch wenn man relativ schnell ahnt, was passiert sein könnte, gibt es doch ein paar Überraschungen gegen Ende hin.
Es ist ein eher ruhiger Krimi, wo mehr die Emotionen und tragischen Schicksalen der Menschen im Vordergrund stehen.
Es ist immer ein Vergnügen Hanna und die anderen bereits lieb gewordenen Protagonisten zu begleiten und ich bin sicher, dass es nicht der letzte Fall für die Familie Morgenroth war.
Hanna Morgenroth ist eine…
eiger aus Berlin am 30.08.2023
Bewertungsnummer: 2817828
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Hanna Morgenroth ist eine pensionierte Lehrerin, die mit ihrem Sohn Thomas, seiner Frau und den Enkel-Zwillingen in Cloppenburg lebt. Sie hat eine Schwäche für Kriminalfälle – nicht nur für die aus Büchern. Irgendwie gerät sie immer wieder in die Fälle, die ihr Sohn bearbeitet. Natürlich ist dieser nicht unbedingt erfreut über ihre Aktivitäten, doch Hanna hat ein untrügliches Gespür für die Wahrheit und ermittelt für ihr Leben gern. Dabei findet sie häufig Spuren, die der Polizei weiterhelfen. Auch in ihrem neuen vierten Fall ist es nicht anders. Bei der Beerdigung ihrer alten Nachbarin erlebt sie etwas Unheimliches. Auf dem Boden des ausgehobenen Grabes liegt schon eine Leiche. Der Tote heißt Ole Jansen und ist ein 21jähriger Student aus Münster. Er wurde erstochen. Ermittlungen der Polizei ergeben, dass er nicht nur Rückstände von Medikamenten im Blut hatte, sondern auch für Einbrüche in eine Cloppenburger Apotheke verantwortlich war und mit Medikamenten dealte. Hanna erkennt in Ole Jansen einen ehemaligen Schüler aus dem Gymnasium wieder und besucht seine Familie, um zu kondolieren. Dabei erfährt sie auch von einer Persönlichkeitsänderung in der Pubertät, als der fröhliche Junge, den sie gekannt hat, immer verschlossener wurde. Margarete Bertschik erzählt flüssig eine komplexe Geschichte, die den Leser schnell in ihren Bann zieht. Die Story ist spannend und emotional. Ihr Schreibstil ist flüssig und liest sich ausgezeichnet. Kurze Zeit später geschieht ein weiterer Mord bei einem Einbruch. Die Polizei ermittelt routiniert und geht von einem neuen Fall aus. Doch Hanna erkennt das Opfer – sie hat den Mann bei der Beerdigung ihrer Nachbarin gesehen. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Mordfällen und hier kann Hanna wieder zeigen, welch kriminalistische Intuition in ihr steckt. Dabei erzählt Margit Bertschik eine berührende und tragische Geschichte, die auch sehr aktuelle Bezüge hat. Ihr gelingt es dabei ganz unterschiedliche Facetten zu zeigen. Menschen können schuldig werden, weil sie bestimmte Erlebnisse nie richtig verarbeiten konnten und die Gesellschaft noch lange nicht so tolerant ist, wie immer behauptet wird. Die Geschichte wird spannend und emotional erzählt. Hanna hat mit ihrem Spürsinn der Polizei geholfen wertvolle Puzzlestücke zu finden. Die Lösung der Mordfälle ist schlüssig und in sich stimmig. Der Leser hat viel über die Schicksale und Lebenswege von Opfer und Täter erfahren. Fazit: Ein außergewöhnlicher und fesselnder Krimi, der eine berührende Geschichte erzählt und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. Spannend und überraschend - deshalb vergebe ich gern 5 Sterne.