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Deutsche Tugenden

Von Anmut bis Weltschmerz

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Prinz Asfa-Wossen Asserate wendet sich wieder einem seiner Lieblingsthemen zu: den Deutschen. Hier nimmt der äthiopische Prinz und weltgewandte Historiker die Tugenden jenes Volkes unter die Lupe, das ihm zur zweiten Heimat geworden ist. Da mag die Pünktlichkeit nicht weiter überraschen, aber Anmut und gar Humor schienen als Tugenden der Deutschen bislang nicht der Rede wert. Und das sind noch längst nicht alle der - bisweilen kuriosen, mitunter sogar charmanten - Charaktereigenschaften, die dem Autor aufgefallen sind.
Portrait
Prinz Asfa-Wossen Asserate ist promovierter Historiker, Fachmann für alle Fragen des guten Stils, Träger des Walter-Scheel-Preises für Entwicklung (verliehen vom BMZ), exzellenter Kenner afrikanischer Geschichte, Kultur und Politik, Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten und Grossneffe des letzten Kaisers von Äthiopien.
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  • Inhalt

    Vorbemerkung

    1. Deutsche Tugenden

    2. Anmut            

    3. Bescheidenheit

    4. Erfindergeist

    5. Fleiss

    6. Freiheitsliebe

    7. Gemütlichkeit

    8. Geselligkeit

    9. Gottesfurcht

    10. Humor

    11. Masshalten

    12. Musikalität

    13. Naturverbundenheit

    14. Ordnungsliebe

    15. Pflichtgefühl

    16. Pünktlichkeit

    17. Reinlichkeit

    18. Sparsamkeit

    19. Toleranz

    20. Treu und Redlichkeit

    21. Trinkfestigkeit

    22. Weltschmerz

    23. Zivilcourage

    Literatur

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 239
Erscheinungsdatum 14.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-72340-7
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 19.3/12.3/2 cm
Gewicht 243 g
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 57475
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Informativ und kritisch, aber auch lustig geschrieben
von Matthias am 17.03.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Deutsche Tugenden werden kritisch analysiert und an deutlichen, auch historischen Beispielen beschrieben. wie verhält sich die Tugend zum Laster? Wie wirken Tugenden auf Beobachter? Und sind gerade heute in Deutschland unsere "Traditions-Tugenden" noch vorhanden. Eine unterhaltsame Lektüre, welche mit Bedacht und Herz geschri... Deutsche Tugenden werden kritisch analysiert und an deutlichen, auch historischen Beispielen beschrieben. wie verhält sich die Tugend zum Laster? Wie wirken Tugenden auf Beobachter? Und sind gerade heute in Deutschland unsere "Traditions-Tugenden" noch vorhanden. Eine unterhaltsame Lektüre, welche mit Bedacht und Herz geschriebn wurde. Es war schwierig, dass Buch aus der Hand zu legen.

Gängige und exotische Betrachtungen deutscher Eigenarten
von Michael Lehmann-Pape am 04.04.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es ist seit längerem bereits Asserates „Markenzeichen“ als einer, der seit langem im Land lebt und dennoch ganz andere Wurzeln seine eigenen nennt, quasi eine Durchmischung von „Innen- und Außensicht“ des Landes zu geben. Wobei für dieses neue Buch der Titel nicht ganz glücklich gewählt scheint, zumindest nicht, was die gängi... Es ist seit längerem bereits Asserates „Markenzeichen“ als einer, der seit langem im Land lebt und dennoch ganz andere Wurzeln seine eigenen nennt, quasi eine Durchmischung von „Innen- und Außensicht“ des Landes zu geben. Wobei für dieses neue Buch der Titel nicht ganz glücklich gewählt scheint, zumindest nicht, was die gängigen Assoziationen zum Wort „Tugenden“ angeht. Vielfach nämlich betrachtet Asserate in seiner bedächtigen, klugen und humanistisch gebildeten Art und Weise eher „Eigenarten“ aus seiner Sicht. Sehr schön abzulesen ist dieses „weniger um Tugenden“ gehende, wenn sich Asserate sehr gediegen über die „Trinkfestigkeit“ auslässt, auf Goethe und Schiller zurückgreift, eigene Erinnerungen aus seiner Zeit als Burschenschaftler bemüht und das ganze noch in einen Vergleich mit der „britischen Trinkkultur“ hinein setzt. Zunächst ist offen, ob Asserate hier wirklich eine „Tendenz der Deutschen“ auf den Punkt bringt oder doch eher vergangene „Miefigkeit“ auch der Bonner Republik mit ihren „trinkfesten Mannsbildern“. Dies mag nun noch jeder Leser bei der durchaus vergnüglichen Lektüre für sich entscheiden. Aber im klassischen Sinne eine „Tugend“ ist „Trinkfestigkeit“ nun weniger. Auch Asserates sehr sachkundige und emotional verbundenen Einlassungen zur Fülle der klassischen Musik, der Bachs, Beethovens, Händels (der im Buch sehr geschätzte Mozart war im Übrigen Österreicher) inklusive seiner distanzierten Haltung zu Wagner ist nun doch weniger als eine „Volkstugend“ (oder wie immer man das auch nennen mag) zu verstehen, eher vielleicht als „kulturelle Prägung“. Andere Themen wie die Ordnungsliebe, Pünktlichkeit, Pflichtgefühl fallen allerdings durchaus in den Bereich der Primär- und Sekundärtugenden klassischer Einordnung. So ergibt sich im Gesamten zunächst ein Sammelsurium von durchaus „öffentlich sichtbaren“ Themen und Eigenarten (die allerdings nicht ehr in Gänze auf „die Deutschen“ zutreffen“), die Asserate in seiner bedächtigen, schönen Sprache beleuchtet und durchaus auch als Spiegel vor die Augen setzt. Die Erfindung des „Leitz-Ordners“, wo sonst, als in Deutschland hätte dies geschehen können. Das Loblied des Fleißes und die hohe Wertigkeit der Arbeit, hier trifft Asserate durchaus eine ganze „Zeitprägung“ nicht erst der Nachkriegszeit. Erfindergeist, Anmut, Freiheitsliebe, die vielbesungene „Gemütlichkeit“, Sparsamkeit, Treu. Und Redlichkeit, breit ist das Themenspektrum und sind die Stichworte, denen Asserate nachgeht und zu deren jedem ihm Teile der historischen Entwicklung und ihre Bedeutung für die ein oder andere „Breite“ leicht aus der Hand fließen. Eine höhere Differenzierung, die dem aktuellen Stand im Land angemessen wäre allerdings fehlt ein stückweit doch. So verbleibt alles in allem eine Sammlung von Einsichten und persönlichen Bewertungen, die hier und da antiquiert wirken, sprachlich aber immer treffend dargelegt werden und im Gesamten dann doch zumindest eine traditionelle „Mentalitätsentwicklung“ in sich zu fassen vermögen. Eine flüssige und vergnügliche Lektüre allemal, wenn auch nicht in jedem Punkt aktuell getroffen.