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Die Orient-Mission des Leutnant Stern (Gekürzte Lesung)

Jakob Hein

(12)
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Beschreibung

Sommer 1914. Die deutsche Militärführung hat sich einen raffinierten Schachzug überlegt: Wenn sich der türkische Sultan davon überzeugen liesse, den Dschihad auszurufen, stünden Briten, Russen und Franzosen vor grossen Problemen. Die Muslime würden in den Kolonien revoltieren und der Krieg mit Deutschland so zur Nebensache werden. Um die Gunst des Sultans zu gewinnen, plant man, 14 muslimische Kriegsgefangene feierlich in Konstantinopel freizulassen. Doch dazu müssten diese durch halb Europa geschleust werden. Für solch eine Mission braucht es jemanden mit Chuzpe und unkonventionellen Ideen. Einen wie den jüdischen Leutnant Edgar Stern. Dieser verkleidet die Gefangenen kurzerhand als Zirkustruppe und macht sich mit ihnen auf den Weg Richtung Osten.

"Manche Geschichten würde einem der Leser nicht abnehmen, weil sie zu fantastisch, zu bizarr und zu konstruiert klingen. Aber diese Geschichte ist so passiert." jakob hein

Jakob Hein, Geboren 1971 in Leipzig. Berlin. 1977 hat er die ersten Geschichten geschrieben und seiner Mutter vorgelesen. Seine erste Regiearbeit wurde 1982 beim "Fest der jungen Talente" mit einer Urkunde ausgezeichnet. 1988 entdeckte er die Möglichkeit, seine Geschichten auch anderen Leuten als seiner Mutter vorzulesen. Das macht er jetzt jeden Sonntag in der Reformbühne "Heim und Welt" im Berliner "Kaffee Burger". Jedes Frühjahr moderiert er die "Lesershow" im Roten Salon in der Volksbühne. In Wirklichkeit ist er Arzt an der Berliner Charite.

Produktdetails

Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Ja i
Medium MP3
Sprecher Wolfram Koch
Spieldauer 297 Minuten
Erscheinungsdatum 22.02.2018
Verlag Argon
Format & Qualität MP3, 297 Minuten, 251.11 MB
Fassung gekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783732416349

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
7
5
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0

von einer Kundin/einem Kunden am 28.01.2020
Bewertet: anderes Format

Eine kurzweilige, spannende, aber auch sehr informative Geschichte über die Blütezeit des deutschen Imperialismus. Besonders faszinierend ist es, das Osmanische Reich aus Perspektive des Protagonisten zu bereisen. Gut recherchiert, abenteuerlich und absolut lesenswert.

Von Berlin nach Stambul
von einer Kundin/einem Kunden am 22.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Während der erste Weltkrieg tobt, hat der junge Leutnant Stern eine Idee, wie Deutschland den Krieg gewinnen kann. Was nun folgt hört sich an wie Posse, wäre der Umstand des Auftrages nicht so ernst, und man kann sich ob der gefühlten Naivität der Beteiligten ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ein tolles kleines Buch das viel Spa... Während der erste Weltkrieg tobt, hat der junge Leutnant Stern eine Idee, wie Deutschland den Krieg gewinnen kann. Was nun folgt hört sich an wie Posse, wäre der Umstand des Auftrages nicht so ernst, und man kann sich ob der gefühlten Naivität der Beteiligten ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ein tolles kleines Buch das viel Spaß beim lesen bereitete!

Total verrückt, aber doch wahr
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Jakob Hein ist ein Psychiater und Buchautor. Er hat schon 14 Bücher veröffentlicht, aber dies ist das erste, was ich von ihm gelesen habe. Irgendwie haben mich das Cover und der Titel so angesprochen, dass ich mir das Buch einmal näher angeguckt habe. Und als ich dann den Klappentext gelesen habe, habe ich gedacht, diese Geschic... Jakob Hein ist ein Psychiater und Buchautor. Er hat schon 14 Bücher veröffentlicht, aber dies ist das erste, was ich von ihm gelesen habe. Irgendwie haben mich das Cover und der Titel so angesprochen, dass ich mir das Buch einmal näher angeguckt habe. Und als ich dann den Klappentext gelesen habe, habe ich gedacht, diese Geschichte hört sich so verrückt an, die muss ich jetzt einfach lesen. Jakob Hein erzählt hauptsächlich die Geschichte des jüdischen Leutnant Stern und der muslimischen Kriegsgefangenen Tassaout und Aderfit. Es ist eine wahre Geschichte, die sich so während des 1. Weltkriegs zugetragen haben soll. Leutnant Stern hatte einen ganz angenehmen Job in der Etappe. Und er hatte Langeweile. So hat er sich einen eigentlich genialen Plan ausgedacht, mit dem Deutschland ganz schnell den Krieg gewinnen sollte. Diesen Plan sollte sein Vater über Beziehungen ganz nach oben nach Berlin weiterleiten. Das hat tatsächlich geklappt, so dass Leutnant Stern nach Berlin beordert wurde. Doch dann bekam er eine Aufgabe, die noch viel verrückter war als sein ursprünglicher Plan. Doch das haben Sie ja auch bereits im Klappentext gelesen. Jakob Hein hat eine ganz eigene Art zu erzählen. Beim Lesen dachte ich immer, dass es sich um ein älteres Buch handeln müsste, denn der Autor hat es geschafft, dass das Buch sich liest, als ob es Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll. Aber für mich las es sich, als ob jemand eine Geschichte so erzählt, als ob er selbst ganz erstaunt von dieser Geschichte wäre. Ein wenig, als wenn Till Eulenspiegel plötzlich in die Zeit des 1. Weltkriegs katapultiert worden wäre. Die Geschichte an sich ist so verrückt und grotesk, dass ich schon dachte, dass der Autor uns einen Bären aufbinden wollte. Aber alles, was ich zwischendrin nachgeschlagen habe, konnte ich auch finden. Also scheint es diese ungewöhnliche Geschichte tatsächlich gegeben zu haben. Vordergründig liest sich das Buch ausgesprochen charmant und witzig. Ich musste immer wieder schmunzeln. Aber z.T. ist mir das Lachen dann doch vergangen. Nämlich, wenn ich darüber nachgedacht habe, wie es den armen Kriegsgefangenen aus dem osmanischen Reich ergangen ist. Die ganze Zeit waren sie nur Spielbälle in einem Krieg, mit dem sie eigentlich gar nichts zu tun hatten. Und als sie dann ihre Pflicht getan hatten, waren sie plötzlich für niemanden mehr interessant. Und ein weiteres Thema reißt Jakob Hein an. Nämlich das Thema der Armenier. Und da hat er einiges so mal eben am Rande mit eingebunden, was mir bisher noch gar nicht bekannt war. Nämlich die Rolle, die die Deutschen dabei gespielt haben. Ein ungewöhnliches Buch, was im 1. Weltkrieg spielt, aber ohne Kampf und ohne offenkundige Grausamkeit auskommt. Und doch regt es zum Nachdenken an.

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