Reformpädagogik in Berlin - Tradition und Wiederentdeckung

Für Gerd Radde

Studien zur Bildungsreform Band 30

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Beschreibung

Im Mittelpunkt vorliegenden Bandes steht die Berliner Reformpädagogik der 20er Jahre, ihr Weiterwirken nach dem Zweiten Weltkrieg und ihre Wiederentdeckung in der jüngsten Zeit. Thematisiert werden bislang wenig bekannte biographische Zusammenhänge Fritz Karsens, sein Umfeld und seine Rezeption nach 1945. Gefragt wird weiterhin nach der Koedukation an Berliner Reformschulen der Weimarer Republik, nach der Rolle von Wilhelm Blumes Schulfarm Insel Scharfenberg in der Nackkriegszeit und zu Beginn des Kalten Krieges oder nach der Wirkung Paul Oestreichs in der DDR. Darüber hinaus richtet sich der Blick auf Rezeption und Bedeutung der Reformpädagogik: Welche Rolle hat sie im öffentlichen Schulwesen gespielt? Wie gestaltete sich ihr Verhältnis zur deutschen Erziehungswissenschaft? Und wie aktuell ist sie heute? Auf diese und andere Fragen geben die Autorinnen und Autoren dieses Bandes Antworten.

Die Herausgeber: Wolfgang Keim ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität-Gesamthochschule Paderborn. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Erziehungswesen unter der Nazi-Diktatur sowie historische und aktuelle Probleme der Bildungsreform.

Norbert H. Weber ist Professor für Erziehungswissenschaft/Allgemeine Didaktik an der Technischen Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Erziehungswissenschaft und Allgemeinen Didaktik sowie der Friedens- und Suchtpädagogik.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Wolfgang Keim, Norbert H. Weber
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.09.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-631-33766-0
Verlag Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Maße (L/B/H) 21.1/14.9/2.3 cm
Gewicht 539 g
Abbildungen 1 Abbildungen

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  • Aus dem Inhalt: Harald Scholtz: Berliner Gymnasialreform unter dem Vorzeichen der Aufklärung - Bruno Schonig: Zur Verbreitung reformpädagogischer Ansätze in der öffentlichen Berliner Schule der Weimarer Republik - Inge Hansen-Schaberg: Koedukation an Berliner Reformschulen in der Weimarer Republik - Herbert Bath: Zur Organisation von Schulaufsicht und Schulverwaltung in Gross-Berlin und seinen Verwaltungsbezirken vor 1945 - Heinrich Scheel: Wilhelm Blumes Schulfarm Insel Scharfenberg in der Nachkriegszeit bis zum Beginn des Kalten Krieges - Christa Uhlig: Zur Rezeption Paul Oestreichs in der DDR - geehrt und dennoch ungeliebt - Gert Geissler: Schulämter und Schulreformer in Berlin nach Kriegsende 1945 - Sonja Karsen: Die fortschrittliche Pädagogik meines Vaters Fritz Karsen an seiner Reformschule in Berlin-Neukölln, seine Entlassung und seine Flucht aus Deutschland - Wolfgang Keim: Die Wiederentdeckung Fritz Karsens - Wolfgang Reischock: Ein Demokrat mit einer sozialistischen Bildungsidee - Erinnerungen an Heinrich Deiters - Wolfgang Ellerbrock: Paul Oestreichs Bedeutung für den reformpädagogischen Neuanfang in Berlin nach dem 2. Weltkrieg - Mathias Homann: Felix Behrend - ein Antipode Fritz Karsens - Klaus Himmelstein: «Diese reiche Bewegung in gesunde Bahnen lenken» - Zur Auseinandersetzung Eduard Sprangers mit der Reformpädagogik - Kurt Beutler: Erich Weniger und die Reformpädagogik - Ulrich Wiegmann: Robert Alt - Reformpädagogik und Erziehungsbegriff - Ulf Preuss-Lausitz: Aktuelle Aspekte der Reformpädagogik in den 90er Jahren - Benno Schmoldt: Gegenwärtige Defizite der Lehrerausbildung und ihre historischen Grundlagen - Norbert H. Weber: Berliner Reformpädagogik als Thema erziehungswissenschaftlicher Lehrveranstaltungen am Fachbereich Erziehungs- und Unterrichtswissenschaft der TU Berlin - Rudolf Rogler: Das Heimatmuseum Berlin-Neukölln als Archiv, Forschungsstelle und Multiplikator reformpädagogischer Praxis.