Der weibliche Weg

Kraftvolle Rituale und Übungen für Schwangerschaft und Geburt. Das Erfolgsbuch aus Frankreich!

Martine Texier

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((Auszug))

Kapitel 4: Das Baby ist zu hoch oder zu tief: Was tun?

Die Lage des Babys ist kein unabwendbares Schicksal. In den Yoga-Kursen ist es schon häufig vorgekommen, dass eine werdende Mutter nach einem Ultraschall oder einem Arztbesuch Besorgnis geäussert hat. In der Regel hat sie dann gerade erfahren, dass ihr Kind entweder zu früh zu tief liegt oder noch zu hoch, obwohl sie im letzten Monat ist.

Das gefühlvolle Erleben der Yoga-Übungen ermöglicht Ihnen zu spüren, dass es kein Zufall ist, wenn Ihr Baby so liegt, und auch kein unabwendbares Schicksal. Wir wollen versuchen, das nachzuvollziehen. Das Baby ist ja bereits eine Person. Die Forschung der letzten Jahre im Bereich der Kinderheilkunde und der Psychoanalyse hat erneut gezeigt, was die Wissenschaft des Yoga seit Jahrtausenden weiss: "Das Baby ist eine Person", eine eigenständige Person, und das nicht erst bei der Geburt, sondern bereits in utero. Ihr Kind hat in der Tat bereits in den ersten Monaten nach der Zeugung seine Empfindungsfähigkeit. Zahlreiche Veröffentlichungen helfen Ihnen zu erkennen, dass Sie sehr früh mit ihm sprechen und kommunizieren können. Es hört, sieht ein wenig und kann durch die Bauchwand auf Ihren Kontakt reagieren, indem es sich gegen Ihre Hand schmiegt.

Bewusst kommunizieren

Jede Mutter stellt während der Schwangerschaft instinktiv einen Kontakt mit ihrem Kind her. Diese Beziehung kann aber von einer zur anderen Frau ganz anders aussehen. Sobald Sie einen Augenblick haben, nehmen Sie sich die Zeit, in Kontakt mit Ihrem Kind zu treten. Spüren Sie es: Wie geht es ihm heute? Machen Sie sich die Atmosphäre bewusst, die Sie ihm bieten.

Wenn Sie sich einmal nicht so wohlfühlen, machen Sie eine Pause, und atmen Sie langsam und gleichmässig. Ein paar Atemzüge, schon wird es Ihnen besser gehen. Gehen Sie zur Bauchatmung über, so können Sie die Region entspannen, in der sich die Gebärmutter und Ihr Baby befinden. Geniessen Sie die Entspannung, die sich in Ihnen ausbreitet, in Ihnen und Ihrem Kind.

Der Ort des Treffens

Legen Sie sich mit angewinkelten Beinen auf den Rücken. Legen Sie die Hände auf den Unterleib, geben Sie sich der Bauchatmung hin. Stellen Sie fest, wo Sie Ihre Hände abgelegt haben. Das ist nicht unerheblich! Im Yoga-Kurs stellen wir jedes Mal fest, dass eine Frau, deren Kind zu tief liegt, die Hände nahe ans Schambein legt. Liegt es zu hoch, legt sie die Hände unter die Brust. Natürlich kommen alle Abstufungen dazwischen ebenfalls vor. Die Position Ihrer Hände zeigt einfach nur den Ort, wo Sie - bewusst oder unbewusst - Ihr Kind treffen möchten:

Ihr Baby wird sich nie an einem Platz einrichten, dessen Leere es spürt. Es schmiegt sich an die Stellen, an denen Sie sich gern regelmässig aufhalten. Sie treffen Ihr Kind lieber ganz da oben, nahe an Ihrem Herzen? Sie dagegen ganz weit unten, nahe an der Ausgangstür? Sie wiederum in der Mitte, in der Rundung Ihres Leibes?

Das Ganze ist wie in einem Haus: Sie betreten ein Zimmer, in dem Sie sich nicht wohlfühlen. Sie haben keine Lust, sich dort einzurichten: Hier herrscht keine Wärme, keine Herzlichkeit; Sie erkennen, dass es unbewohnt ist. So geht es auch Ihrem Kind. Das ist eine erste, wichtige Feststellung. Doch diese Erkenntnis reicht bedeutend tiefer.(...)

Das Kind liegt zu tief

Wenn Sie die Hände auf das Schambein legen, bedeutet das meist, dass Sie die Ausgangstür besetzen. Dieses Verhalten ist im letzten Monat der Schwangerschaft normal, kann aber zu Problemen führen, wenn der Moment noch nicht gekommen ist. Machen Sie sich also Ihre Einstellung bewusst, versuchen Sie, Ihre Beweggründe zu verstehen, ohne sich Vorwürfe zu machen. Und dann ist es ja auch ganz leicht, Ihre Hände zu verlagern, um sie weiter oben abzulegen. Das Baby folgt ihnen. Achten Sie darauf, wie diese einfache Geste eine veränderte Beziehung zu Ihrem Kind herstellt. (...)
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Beschreibung

Wie stellen Sie sich die Geburt Ihres Kindes vor - und welche Gefühle begleiten Ihre Erwartungen? "Der weibliche Weg", das zweite Buch der französischen Yoga-Lehrerin Martine Texier, versteht Entbindung nicht als schmerzhafte Mühe, sondern als eine Art Initiation in die "Gemeinschaft der Mütter". Der Geburtsvorgang wird aktiv gestaltet und mit allen Sinnen als Zustand der absoluten Offenheit und Verbundenheit mit dem Kind erlebt.
Das Buch beschreibt auf einfühlsame und leicht verständliche Weise die anatomischen und energetischen Zusammenhänge der Geburtserfahrung. Zentral ist dabei die "Energie der Welle", um selbstbestimmt und freudig gebären zu können und somit Ängste und Schmerzen zu bewältigen. Dabei schöpft Martine Texier aus ihrem grossen Erfahrungsschatz in der Geburtsvorbereitung sowie in der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit werdenden Müttern und Hebammen.
Ihr revolutionärer Ansatz besteht darin, in einer aufrechten Haltung ganz bewusst die verschiedenen Türen in Becken, Gebärmutterhals und Damm zu öffnen - unterstützt durch über 100 kraftvolle Yoga- und Beckenbodenübungen. Dank dieser Vorbereitung und einer positiven Geisteshaltung "tanzt" die Frau gleichsam im Rhythmus der unendlichen Bewegung durch die Geburt. Da mit dem Kind immer auch eine ganze Familie geboren wird, ist "Der weibliche Weg" zugleich ein mitreissender Appell an das Leben.
Der bewährte Begleiter durch Schwangerschaft und Geburt - erstmals in deutscher Sprache!

"Engagiertes, umfangreiches Plädoyer für eine intensive körperliche und mentale Vorbereitung auf das Geburtsereignis, das die französische Autorin als eine Art Initiation in die 'Gemeinschaft der Mütter' bezeichnet und bewertet. (...) Grau unterlegte Erfahrungsberichte heben die positive Wirkung dieses neun Monate langen Weges mit einer natürlichen und möglichst schmerzarmen Geburt als krönendem Abschluss hervor."
ekz-Informationsdienst 03/2019

"Die Übungen im Buch können individuell für jede Frau zusammengestellt werden. Denn es gibt eben nicht den einen richtigen Weg, sondern 1000 Wege. Mit diesen Übungen können Schwangere ihren Körper besser kennen und fühlen lernen und sich an der Geburt aktiv beteiligen. Es gibt auch Tipps dafür, wenn sich ein Kind zu hoch oder zu tief im Beckenraum befindet, oder wie vor allem am Ende der Schwangerschaft mehr Raum im Oberkörper geschaffen werden kann, um Kurzatmigkeit und Schmerzen im Brustkorb zu lindern. Angst, Entspannung, Schmerz, auch die Erfahrungen der Ahnenreihe sind spannende Kapitel in diesem Buch. Gedanken der Autorin zur Medikalisierung dieser besonderen Zeit runden das Buch ab."
Eli Candussi, Österreichische Hebammenzeitung 04/2019

Ich kenne Martine seit Jahren. Sie ist eine Frau mit Herz und Verstand. Ich habe ihre Entwicklung verfolgt und erlebt, wie sie ihr ganzes Leben einer Aufgabe gewidmet hat: Sie will der breiten Öffentlichkeit ein tieferes Bewusstsein für die Bedeutung von Schwangerschaft und Geburt vermitteln. (…) Wie bereits in ihrem ersten Werk (…) erinnert Martine uns noch einmal daran, dass die Natur weiser ist als unser Intellekt. Sie ermutigt uns alle, Männer wie Frauen, auf einer authentischen Beziehung mit unserem Körper und unserem Schicksal zu bestehen. Wir sollten die grossartige Initiation ganz bewusst annehmen, die eine Geburt bedeutet. Die Natur macht sie eigentlich jedem Menschenleben zum Geschenk.
Dr. Richard Moss, Therapeut, Seminarleiter und Autor

Martines Bücher veranschaulichen den Initiationsritus hinter dieser neun Monate währenden Verwandlung mit der Geburt als krönendem Abschluss. (…) Eine Schwangere ist nicht nur mit einem Kind schwanger. Sie kann sich mit aller Macht bewusst werden, dass nicht nur ihr Körper sich verändert: Ihre Augen werden nicht mehr auf die gleiche Weise sehen, und Geräusche berühren sie ganz anders. Sie nimmt sich und ihre Mitmenschen nicht mehr so wahr wie zuvor. Ihr Sein ist viel mehr im Einklang mit allem Sein. Sie trägt ein ‚neues Sein‘ in sich, ein ‚in der Welt sein‘. Auch der werdende Vater kann von der Erneuerung und dem Mysterium berührt werden.
Yves Mangeart, ehemaliger Direktor der Yoga-Schule Evian

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 302
Erscheinungsdatum 12.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86374-481-6
Verlag Mankau Verlag
Maße (L/B/H) 21.6/13.9/2.7 cm
Gewicht 381 g
Auflage 1. Auflage (1. Auflage)
Übersetzer Susanne Engelhardt
Verkaufsrang 17413

Kundenbewertungen

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Endlich ein Buch, dass die Geburt und dessen Vorbereitungen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
von einer Kundin/einem Kunden aus Felixdorf am 17.03.2020

So wird das Gebähren endlich auf eine positive Weise betrachtet und ich als Frau kann es bewusst beeinflussen und somit die Geburt des Kindes voller Freude erleben. Für alle Schwangeren, die sich mich Yoga bereits beschäftigt haben oder dies interessiert, ist dieses Buch eine tolle Bereicherung


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  • INHALT

    Dank an ...
    Vorwort von Richard Moss
    Vorwort von Yves Mangeart

    Einleitung
    - Der Ablauf der Initiation
    - Intensität, Anstrengung, das Über-sich-Hinauswachsen
    - Aufruf ans Leben
    - Die Geburt: ein natürlicher Vorgang
    - Zur Welt kommen
    - Präsenz

    1. Die Durchquerung des Beckens

    A. Die Beckenhöhle als Nest
    Das Becken im Körperschema
    Anatomie und Körperwahrnehmung im Yoga
    Das Becken als Wegkreuzung im Körper
    Das Becken als Wegkreuzung der Energieströme

    B. Die Eingangspforte zum Becken
    Sich das grosse Becken bewusst machen
    Das grosse Becken in den Yoga-Stellungen
    Die Eingangspforte des Beckens

    C. Die Ausgangstür des Beckens
    Die Sitzbeinhöcker: Vorderseite des Beckens
    Die Raute an der Beckenunterseite
    Der Beckenboden
    Die Erweckung der Basis
    Die Ausgangstür des Beckens

    D. Das kleine Becken: das Heiligtum
    Der Weg zur Initiation
    Die Atmung
    Die Geburtsspirale
    Das kleine Becken in den Yoga-Haltungen
    Das innere Heiligtum
    Der Appell an das Leben im Heiligtum

    E. Die Festigkeit des Beckens
    Festigende Haltungen: Kreisen in Seitenlage

    F. Die Öffnung des Beckens
    Die Gelenke des Beckens
    Haltungen zur Öffnung des Beckens

    2. Das Fundament, die Tür zum Gebärmutterhals

    A. Das Fundament
    Das Fundament für den Damm
    Sich des Damms bewusst werden
    Die Beckenspange
    Das Dammkreuz
    Das Symbol der Unendlichkeit am Damm
    Die Scheidenatmung
    Das Licht der Geburt

    B. Der Gebärmutterhals mit dem Muttermund als Tür
    Der Gebärmutterhals im kleinen Becken
    Der Gebärmutterhals im grossen Becken
    Der Gebärmutterhals und der Damm
    Der Gebärmutterhals in körperlicher Hinsicht
    Der Gebärmutterhals in energetischer Hinsicht

    3. Kraft und Gleichgewicht

    A. Die Kraft des Bauches
    Der Körperschwerpunkt
    Das Kraftzentrum
    Die aktive Bauchatmung
    Das energetische Zentrum
    Die Erfahrung Universum

    B. Das Gleichgewicht wiederfinden
    Das Gleichgewicht des Beckens
    Die Haltungen für das Gleichgewicht

    4. Das Baby ist zu hoch oder zu tief: Was tun?
    Bewusst kommunizieren
    Der Ort des Treffens
    Das Kind liegt zu tief
    Das Kind liegt zu hoch

    5. Die Senkrechte

    Strecken
    Die Streckhaltungen
    Der bewegliche Brustkorb
    Stärkung der tiefen Rückenmuskeln
    Die Senkrechte

    6. Entspannen: ein Initiationsritus

    A. Das Loslassen
    Das Loslassen üben

    B. Das Dazwischen: Zutritt zu einer anderen Dimension
    Die Stille zwischen den Geräuschen
    Die Räume zwischen den Dingen
    Die Entspannung, die der Wehe folgt
    Die Entspannung herbeiführen

    7. Die Energie der Welle

    Die Verlagerung des Bewusstseins
    Der Blick von innen oder Bewusstsein
    Die Energie spüren
    Die energetische Dimension der Wellenatmung
    Die verschiedenen Stufen der Wellenatmung
    Die energetische Atmung
    Das energetische Wiederaufladen
    Verbundenheit mit dem Unendlichen und Meditation

    8. Sich von der Angst befreien

    Der Prozess der Angst
    Die Angst vor der Entbindung
    Eine angstfreie Entbindung

    9. Der Schmerz: ein Initiationsritus

    Der Entbindungsschmerz
    Wie geht man mit Schmerzen um?
    Der Schmerz der letzten Wehen
    Einen Sinn erkennen: ein Initiationsritus

    10. Die Gemeinschaft der Mütter

    Die Zugehörigkeit zur Ahnenreihe
    Die Familie der Mütter
    Die universelle Mutter

    11. Die Welle und der Fels

    Die Symbolkraft des Wassers
    Das Wasser und die Mutterschaft
    Das Wasser und die Emotionen
    Verflüssigung und Entbindung
    Die Präsenz des Felsens

    12. Miteinander verbundene Geburten

    Den Zustand der Öffnung begünstigen
    Von Geburt zu Geburt
    Die anderen Geburten
    Die eigene Geburt noch einmal erleben
    Die Geburten des Lebens

    13. Der Tanz mit der Unendlichkeit

    Das Unendlichzeichen
    Das Unendlichzeichen im Körper
    Das Unendlichzeichen in der Bewegung
    Die Unendlich-Bewegungen im Becken
    Der Tanz der Unendlichkeit
    Die minimalen Unendlich-Bewegungen
    Der Wille zur Unendlich-Bewegung

    Schlussfolgerung
    Endnoten
    Stichwortregister