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Der Diktator-Papst

Aus dem Innersten seines Pontifikats

Könnte Papst Franziskus der tyrannischste und skrupelloseste Papst der Neuzeit sein? Dies meint zumindest der Kirchenhistoriker Marcantonio Colonna in seinem kontrovers diskutierten, aber sorgfältig recherchierten neuen Buch »Der Diktatorpapst«.
Hinter der Maske des bescheidenen, volksnahen Mannes verbirgt sich ein Papst, der sich seiner eigenen Macht bewusst ist. Indem er sich mit den fragwürdigsten Elementen im Vatikan verbündet, herrscht Franziskus durch Angst. Er versucht die ewige katholische Lehre, gegen jeden Widerstand, zu verändern.
Colonna hat seine weitreichenden Kontakte im Vatikan vollumfänglich genutzt, um eine provokante und aufschlussreiche Darstellung der wahren Beweggründe von Papst Franziskus vorzulegen. »Der Diktatorpapst« ist eine unentbehrliche Lektüre, um eine der rätselhaftesten und gefährlichsten Gestalten zu verstehen, die je den Stuhl Petri besetzte.
Portrait
Der Name des bislang unbekannten Autors des papstkritischen Buches Il Papa Dittatore ist nun bekannt geworden. Hinter dem Pseudonym „Marcantonio Colonna“ verbarg sich der Historiker und Autor Henry Sire. Sire wurde 1949 in Barcelona als Sohn einer Familie mit französischen Wurzeln geboren. Er besuchte das von Jesuiten geleitete Stonyhurst College in England und studierte Geschichte am Exeter College der Universität Oxford.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 08.08.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95621-134-8
Verlag Renovamen Verlag
Maße (L/B/H) 20,8/13,9/2,4 cm
Gewicht 376 g
Übersetzer Benjamin Janszen, Philipp Liehs
Buch (Paperback)
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Der Chaos-Papst
von Dr. M. am 30.08.2018

Zum Verständnis sollte ich wohl besser vorausschicken, dass ich kein Katholik bin, mich aber das Treiben der katholischen Kirche aus gewissen Gründen sehr wohl fasziniert. Warum? Nun, wie bei einzelnen Menschen, reizt mich erst recht bei selbsternannten moralischen Institutionen der seltsame Widerspruch zwischen dem eigenen Anspruch und der mitunter... Zum Verständnis sollte ich wohl besser vorausschicken, dass ich kein Katholik bin, mich aber das Treiben der katholischen Kirche aus gewissen Gründen sehr wohl fasziniert. Warum? Nun, wie bei einzelnen Menschen, reizt mich erst recht bei selbsternannten moralischen Institutionen der seltsame Widerspruch zwischen dem eigenen Anspruch und der mitunter drastisch anderen Wirklichkeit. Darüber hinaus stellt die katholische Kirche einen erheblichen politischen Einflussfaktor dar. Nichts verdeutlicht das mehr als die Inthronisierung von Johannes Paul II. in der Agonie-Phase des real existierenden europäischen Sozialismus. Als Franziskus auf den Papststuhl gehievt wurde, überschlugen sich die Medien und feierten den neuen Reform-Papst. Endlich gab es eine Hoffnung auf eine Erneuerung der katholischen Kirche nach Jahren des angeblichen konservativen Stillstands unter Johannes Paul II. und Benedikt. Und Franziskus legte gleich los, fuhr mit Bus und U-Bahn und zog nicht in das päpstliche Domizil. Das soll übrigens zwei Millionen Euro an Umbaukosten verursacht haben, mal so nebenbei bei aller zelebrierten Bescheidenheit. Was man sich bereits damals fragen konnte, war, wieso Franziskus eigentlich stets die Medien dabei hatte, wenn er daran ging, seine Bescheidenheit vorzuführen. Solche Inszenierungen können sicher naive Menschen hinters Licht führen, glaubhaft sind sie nicht, sondern lediglich Kalkül. Franziskus erbte von Benedikt drei riesige Probleme: (1) die überfällige Reform der Kurie, die inzwischen zu einer Art undurchschaubarer und korrupter Gegenregierung zum Papst aufgestiegen war, (2) die zahlreichen weltweit anzutreffenden Missbrauchsfälle durch katholische "Würdenträger" und (3) eine Reform der kriminellen Finanzstruktur des Vatikan. An den letzten beiden Problemen hatte Benedikt bereits erheblich vorgearbeitet und gewisse Erfolge erzielt. Am ersten Punkt ist er verzweifelt und gescheitert. Das mag einer der Gründe für seinen überraschenden Rücktritt gewesen sein. Nachdem Franziskus nun seit fünf Jahren Papst ist, kann man schon einmal Bilanz ziehen und nachsehen, welche Reformen er auf den Weg gebracht hat. Das ist ein Anliegen dieses Insider-Buches. Sein Autor kommt zu einem eindeutigen Schluss: Franziskus hat nichts zur tatsächlichen Verbesserung der Lage geleistet. Für die Reform der Kurie wurde eine Kommission einberufen, die offensichtlich überfordert ist und nichts zustande bringt. Bei den Missbrauchsfällen ist die Lage eher schlimmer als besser geworden, weil Franziskus jegliche noch unter Benedikt vorhandene Konsequenz vermeidet und stattdessen nur herumeiert. Kürzlich wurde der vielfache sexuelle Missbrauch durch Kirchenleute sogar als "kulturelles Problem" bezeichnet. Welche Ausmaße dieses kulturelle Problem besitzt, wird sorgsam unter der Decke gehalten. Nur gelegentlich kommen gewisse aktuelle Einzelfälle ans Licht, die dann jedoch recht drastisch sind. Zu massenhaften Fällen aus der Vergangenheit, die inzwischen verjährt sind, hört man salbungsvolle Worte und die Bitte um Vergebung. Wenn die katholische Kirche eine moralische Institution sein will, dann wirkt ein solches Verhalten eher wie ein Countdown zur Selbstzerstörung. Der Autor behauptet in diesem Zusammenhang, dass es im Vatikan selbst eine gut vernetzte Homosexuellen-Szene gibt, die dort in den heiligen Gemächern regelrechte Orgien feiert. Und das nicht nur miteinander. An dieser Stelle vermischen sich übrigens die ersten beiden der oben beschriebenen Probleme. Bei den Vatikanfinanzen hört man immer wieder, dass irgendwo Gelder auftauchen (hier spricht der Autor von über einer Milliarde Euro), die nirgendwo in den Büchern stehen. Die Vatikanbank IOR scheint inzwischen die Geldwäsche und andere kriminelle Dinge zu lassen. An ihre Stelle sei nun die APSA (die Schatzkammer und allgemeine Buchhaltung des Vatikans) getreten. Der Sumpf sei also nicht trockengelegt, behauptet der Autor. Eher im Gegenteil. Der Autor beschreibt das nach außen diffus wirkende Regieren von Papst Franziskus sehr genau, tut sich aber mit dem Verständnis dieses Stils schwer. Dieser Papst sagt von sich, er sei "unorganisiert", er bewirke gerne Chaos, weil sich daraus etwas verändert. Als strategisches Prinzip ist das keineswegs neu, sondern wird von Linken in Europa seit fast 50 Jahren erfolgreich angewandt. Auf dieses Weise wurden bereits zahlreiche ehemals konservative Festungen in Europa geschliffen, etwa das Verständnis von einer Nation. Nachdem er die Fehlleistungen von Franziskus in den dreigenannten Problemfeldern ausführlich beschrieben hat, kommt der Autor zur katholischen Morallehre. Und genau hier beschreibt er detailliert das zielgerichtete chaotische Wirken von Franziskus. Die katholische Morallehre hat ein Problem mit der Lebenswirklichkeit. Kaum ein gewöhnlicher Katholik hält sich noch daran. Insbesondere geht es hier um den Umgang der Kirche mit Geschiedenen und Wiederverheirateten. Aus dem, was sich innerhalb von Synoden im Vatikan unter der Anleitung von Franziskus abspielte kann man sowohl Manipulationen zu einem von Franziskus gewünschten Ergebnis erkennen als auch wohl absichtliche erzeugte Verwirrung, denn aus den doppeldeutigen Formulierungen lässt alles und nichts herauslesen. Details dazu finden sich ausführlich im Text. Ähnlich verhält es sich mit der Stellung von Franziskus zu Homosexuellen. Während unter Benedikt eine solche Neigung den Ausschluss vom Priesteramt bedeutete, ist diese Linie nun wieder deutlich aufgeweicht worden. Doch auch hier ist nichts so recht klar. Einerseits möchte Franziskus nicht richten, andererseits empfahl er jugendlichen Homosexuellen kürzlich den Besuch in der Psychiatrie. Man kann rätseln, was er nun wirklich denkt, sagen wird er es nicht. Und das hat Methode. Eine Institution wie die katholische Kirche kann man nicht in wenigen Jahren in zentralen Fragen um 180 Grad drehen. Vorher muss man zunächst die alten Verkrustungen aufweichen, damit Neues langsam in den Kirchenkörper diffundieren kann. Das ist die Aufgabe dieses Papstes, und er erfüllt sie recht gut. Der Autor hingegen ist offenbar ein sehr konservativer Katholik, der gerne das bisherige Fundament der Römischen Kirche so belassen würde, wie es unter Johannes Paul II. war und wie es Ratzinger weiter entwickelte. Ob Franziskus nun ein Diktator ist oder nicht - das ist eigentlich nicht die wirkliche Frage, schließlich ist der Vatikan kein demokratisches Gebilde. Tatsächlich findet innerhalb des Kirchenstaates ein heftiger Machtkampf statt, von dem die meisten Katholiken eher nichts ahnen. Etwas Neues ist beides nicht. Diesmal allerdings geht es um Grundsätzliches, nämlich um die Ausrichtung der Römischen Kirche, entweder als Bewahrerin der ewigen Lehre oder als moderne Institution der relativen Beliebigkeit. Man kann gespannt sein. Das Buch ist für einen gewöhnlichen Leser nicht einfach zu lesen, denn es ist wohl mehr für die katholische Obrigkeit verfasst worden. Zudem enthält es eine Reihe von Druckfehlern, die mich jedoch nicht gestört haben.