Das mykenische Griechenland

Geschichte, Kultur, Stätten

Sigrid Deger-Jalkotzy, Dieter Hertel

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Beschreibung

Als Heinrich Schliemann seine Grabungen in Mykene begann,schlug er zugleich ein neues Kapitel der europäischen Kulturgeschichte auf. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte niemand geahnt, dass lange vor der klassischen Antike in Griechenland monumentale Architektur und Kunstwerke von höchstem ästhetischen und technischen Rang geschaffen worden waren und diplomatischer Verkehr mit den Höfen der alten Hochkulturen gepflegt wurde. Geschichte und Archäologie des sagenumwobenen Mykene und der mykenischen Kultur insgesamt erläutern in diesem Band eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler von internationalem Rang.


Sigrid Deger-Jalkotzy ist Professorin em. für Alte Geschichte an der Universität Salzburg und Mitglied der Akademien von Wien, Athen und Göttingen.
Dieter Hertel hat als Professor für Klassische Archäologie an der Universität Köln und der Ludwig-Maximilians-Universität München gelehrt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 18.09.2018
Verlag C.H.Beck
Seitenzahl 144
Maße (L/B/H) 18/12.2/1 cm
Gewicht 135 g
Auflage 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-72726-9

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Kompakte Einführung in die mykenische Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 01.03.2020

Sigrid Deger-Jalkotzy und Dieter Hertel legen mit "Das mykenische Griechenland" eine kompakte Einführung in die mykenische Zeit (ca. 1650 - 1100 v.Chr.) vor. Nach einem kurzen Abriss der Forschungsgeschichte (u.a. zu den Grabungen Heinrich Schliemanns und der Entschlüsselung der mykenischen Linear-B-Schrift durch Michael Ventris... Sigrid Deger-Jalkotzy und Dieter Hertel legen mit "Das mykenische Griechenland" eine kompakte Einführung in die mykenische Zeit (ca. 1650 - 1100 v.Chr.) vor. Nach einem kurzen Abriss der Forschungsgeschichte (u.a. zu den Grabungen Heinrich Schliemanns und der Entschlüsselung der mykenischen Linear-B-Schrift durch Michael Ventris und John Chadwick) und einer erläuterten Zeittafel folgen chronologisch geordnete Kapitel zur Entwicklung der mykenischen Kultur an unterschiedlichen Orten auf dem griechischen Festland und auf Kreta. Kenntnisreich und unterstützt durch zahlreiche Abbildungen (z.B. Fotos archäologischer Funde und Kartenmaterial) wird so ein Überblick über den derzeiten Forschungsstand gegeben. Eine Besonderheit und mögliche Schwäche sollte man allerdings beachten: Die Zusammenarbeit der beiden Autoren war nicht von Anfang an geplant, sondern Dieter Hertel sprang ein, um das wichtige Kapitel zur mykenischen Palastzeit (ca. 1360 - 1200 v. Chr.) beizusteuern, als Sigrid Deger-Jalkotzy erkannte. Beide Wissenschaftler sind sich nicht in allen Interpretationen einig (z.B. vertreten sie gegensätzliche Meinungen, was die Stellung der als "basileus" bezeichneten Amtsträger angeht), und so liest sich das Buch nicht ganz wie aus einem Guss, sondern mutet es seinen Leserinnen und Lesern durchaus zu, kleinere Forschungsdebatten auszuhalten. Das ist einerseits interessant und macht deutlich, dass es nicht in jedem Punkt gesichertes Wissen gibt, lässt einen andererseits aber auch bedauern, dass Deger-Jalkotzy nicht das ganze Buch allein schreiben und so ihr Gesamtbild der Epoche vorstellen konnte. Lesenswert und lehrreich ist "Das mykenische Griechenland" aber trotz allem.

Der Ursprung Europas
von S.A.W aus Salzburg am 13.09.2018

Die Autoren beschreiben in diesem Büchlein die minoisch-mykenische Kultur von 1900 bis 1150 v Chr. kurz und bündig auf der Höher der archäologischen Forschung. Es beginnt mit den Epen Homers, die von den Hellenen der Antike wörtlich genommen wurden als reale Ereignisse ihrer Vorgeschichte. Dies tat auch Schliemann, der von 1870-... Die Autoren beschreiben in diesem Büchlein die minoisch-mykenische Kultur von 1900 bis 1150 v Chr. kurz und bündig auf der Höher der archäologischen Forschung. Es beginnt mit den Epen Homers, die von den Hellenen der Antike wörtlich genommen wurden als reale Ereignisse ihrer Vorgeschichte. Dies tat auch Schliemann, der von 1870-90 Troja, Mykene, Tyrins und Orchomenos ausgrub und damit die klassische Archäologie begründete. Zwar sind seine wortwörtlichen Zuschreibungen und die Identität von Hissarlik/Troja bis heute umstritten, dennoch bestätigt die moderne Archäologie die Leistung der 2 ersten europäischen Zivilisationen immer detailgenauer. Um 1900 gab es auf dem Festland eine Zerstörung durch griechische Einwanderer, die ab 1550 die minoische Kultur langsam übernahmen und ihre Paläste von minoischen Handwerkern ausmalen ließen. 1450 eroberten sie Kreta und zerstörten die Paläste, nur Knossos wurde wiederaufgebaut. Die Minoer hatten zuvor ein Handelsnetz über Ägina, Athen, Akrotiri Rhodes und Milet geknüpft und Gesandtschaften in Ägypten, der Levante und in Hattusa. Die Mykener begannen mit dem Handel nach Italien, verdingten sich in Kreta als Söldner und übernahmen nach der Eroberung desselben das minoische Handelsnetz, breiteten sich vor allem nach Zypern aus, wo sich die Linear B Schrift noch Jahrhundertelang hielt, als sie in Griechenland längst untergegangen war. Die Paläste der frühen und der späten Zeit werden in allen Details beschrieben und durch schöne Zeichnungen illustriert. Der Interessierte findet alles, was man über diese Zeit wissen muss. Dr. Rüdiger Opelt


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  • Inhalt

     

    Die Einleitung sowie die Kapitel
    I
    bis
    V
    I
    und
    VIII stammen aus der Feder von Sigrid Deger-Jalkotzy, Kapitel
    VII von Dieter Hertel.

    Einleitung: Am Anfang war Homer

    I. Zur Forschungsgeschichte: Die Pioniere

    1. Heinrich Schliemann und Mykene  11

    2. Sir Arthur Evans und Knossos

    3. Michael Ventris, John Chadwick und die Entzifferung der Linear-B-Schrift

    II. Relative und absolute Chronologie der mykenischen Kultur: Erläuterungen zur Zeittafel

    III. Historischer Hintergrund und kulturelle Voraussetzungen: Die Mittelbronzezeit Griechenlands

    1. Das frühe 2. Jahrtausend (ca. 2000–1700 v. Chr.)

    2. Die Übertragung der griechischen Sprache

    3. Ägina

    4.Der Beginn der Neupalastzeit Kretas

    5.Die letzte Phase der Mittelbronzezeit auf dem Festland und der Aufbruch in die mykenische Ära

    IV. Die Zeit der Schachtgräber von Mykene (ca. 1650–1525)

    1. Überblick

    2. Mykene

    3. Weitere Fundplätze der Argolis

    4. Lakonien und Messenien

    5. Zur Kunst der Schachtgräberzei

    V. Blütezeit und Ende der frühmykenische Periode (ca. 1520-  1400/1380) 

    1. Das Festland zwischen 1520 und 145

    2. Beziehungen zu Kreta

    3. Mykensische Machtübernahme in Knossos (ca. 1450-1400/1390)

    4. Das mykensische Festland zwischen 1450 und 1400/1380

    VI. Beginn und erste Phase der mykenischen Palastzeit (ca. 1400/1390-1360)

    1. Der mykenische Staat von Knossos bis zur grossen Zerstörung (ca. 1390–1350)

    2. Die ersten mykenischen Paläste

    3. Ausweitung des mykenischen Einflusses in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts

    VII. Entwickelte und zweite Phase der mykenischen Palastzeit (ca. 1360–1200)

    1. Argolis

    2. Lakonien und Messenien

    3. Attika und Böotien

    4. Thessalien

    5. Einige wichtige Aspekte

    6. Die mykenische Staatenwelt

    7. Wirtschaft

    8. Der Zusammenbruch der Palastkultur

    VIII.
    Die mykenische Zeit nach den Palästen (ca. 1200–1175/1150)

    1. Ausgewählte Fundorte

    2. Kulturelle Entwicklung

    3. Soziale und politische Organisation

    4. Die Eliten der Nachpalastzeit

    5.Ausklang

    Danksagung von Sigrid Deger-Jalkotzy

    Bemerkungen von Dieter Hertel

    Literaturhinweise

    Bildnachweis

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