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Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können

Eingel., Anm. u. hrsg. v. Konstantin Pollok

Philosophische Bibliothek Band 540

Kein Geringerer als Arthur Schopenhauer beurteilte Kants Prolegomena als die "schönste und fasslichste aller Kantischen Hauptschriften, welche viel zu wenig gelesen wird, da sie doch das Studium seiner Philosophie ausserordentlich erleichtert".

Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der "Kritik der reinen Vernunft", deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik - statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt - nimmt Kant unter der Leitfrage "Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?" eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewissheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.

Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" (1785) sowie die "Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft" (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Portrait
Immanuel Kant, 1724 - 1804, ist hauptsächlich durch seine erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. "Kritik der reinen Vernunft" (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ist die "Kosmogonie", die 1755 zum ersten Mal erschien.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Konstantin Pollok
Seitenzahl 223
Erscheinungsdatum 01.07.2001
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7873-1577-2
Verlag Meiner, F
Maße (L/B/H) 19.2/12.5/1.8 cm
Gewicht 256 g
Buch (Taschenbuch)
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Eine 'Einführung' zur KdrV
von einer Kundin/einem Kunden am 11.04.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kants kleine Schrift mit dem langen Titel erschien 1783, zwei Jahre nach der Kritik der reinen Vernunft und als Reaktion auf deren zunächst ungünstige Aufnahme. Die wissenschaftliche Presse nämlich hatte die Kritik der reinen Vernunft entweder kaum verstanden, oder in verzerrenden Rezensionen als spekulative Philosophie angegrif... Kants kleine Schrift mit dem langen Titel erschien 1783, zwei Jahre nach der Kritik der reinen Vernunft und als Reaktion auf deren zunächst ungünstige Aufnahme. Die wissenschaftliche Presse nämlich hatte die Kritik der reinen Vernunft entweder kaum verstanden, oder in verzerrenden Rezensionen als spekulative Philosophie angegriffen. Um dem Verständnis seines transzendentalen Projekts auf die Sprünge zu helfen, schrieb Kant eine Art Einführung und Abriß seiner Kritik der reinen Vernunft, eben diese Prolegomena (Prolegomenon, im Singular, bedeutet Vorbemerkung, Einleitung). Der Kant-Novize kann noch heute dafür dankbar sein. Zwar soll schon so mancher gestöhnt haben, die Prolegomena seien nicht minder schwer, wenn nicht noch dunkler als die Kritik der reinen Vernunft, meine Erfahrung ist das aber nicht. Sicher muß mancher Satz und mancher Paragraph zweimal gelesenen, manch arg gezwungener Schritt (Kategorienlehre!) einfach hingenommen und abgehakt werden, irgendwann hat man den Fuß aber in der Tür. Und von da an ist auch die Bewältigung der Kritik der reinen Vernunft eher eine Frage von Geduld und Zeit als von intellektueller Anstrengung. Ich möchte sogar behaupten, dass der nicht akademisch Interessierte dank der Prolegomena über Kants Erkenntnistheorie ausreichend im Bilde ist, so kompakt ist diese Schrift. Selbst der Bogen zur Ethik Kants (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft) ist hier bereits geschlagen. Dabei umfasst der Volltext der Prolegomena in der Reclam-Ausgabe nur 170 Seiten. Die restlichen hundert entfallen auf einen Anhang mit teils drolligen Dokumenten zur Entstehungsgeschichte, ein hilfreiches Register und das obligatorische Nachwort.