Kleines Nashorn, wo fährst du hin?

Meg McKinlay

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Meg McKinlay , Leila Rudge:Kleines Nashorn, wo fährst du hin?Übersetzt von Inge WehrmannDS 1Es war einmal ein kleines Nashorn,das wollte sich die grosse weite Welt ansehen.DS 2Tag für Tag sah es den Booten nach, die über denFluss fuhren. Sie waren voller Waren, Düfte und Klänge aus fernen Ländern.Und das kleine Nashorn begann zu träumen.DS 3Um es herum wälzten sich die anderen Nashörner im Schlamm und liessen sich die Sonne auf den Rücken scheinen. Sie frassen Gras und schubberten ihre Hörner an den Bäumen. Sie machten all das, was Nashörner eben so machen.Das kleine Nashorn aber beobachtete vom  Flussufer aus die Boote und seufzte.„Wünscht ihr euch nicht auch, ihr könntet euch einmal die Welt ansehen?“, fragte es.DS 4Ein Nashorn, das sich gerade im Schlamm wälzte, schnaubte: „Aber das hier ist doch die Welt! Wir haben Schlamm und Gras und Bäume. Wir haben alles, was ein Nashorn sich nur wünschen kann.“„Ja“, antwortete das kleine Nashorn. „Das stimmt.“Und ein  Nashorn, das gerade graste, sagte: „Du bist ein Nashorn. Du gehörst hierher.“„Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“Aber es hörte nicht auf zu träumen. Und der Fluss floss weiter und die Boote fuhren vorbei.DS 5Doch eines Tages …DS 6„Aber du bist ein Nashorn!“, grummelte ein grosses Nashorn, das sich gerade an einem Baum schubberte. „Du kannst nicht mit einem Boot fahren.“„Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“Und ein anderes Nashorn, das sich gerade die Sonne auf den Rücken scheinen liess, rollte mit den Augen. „Du bist ein Nashorn. Du kannst nicht rudern. Oder steuern. Oder eine Karte lesen.“ „Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“DS 7Alle Nashörner, die sich gerade noch im Schlamm gewälzt und sich die Sonne auf den Rücken hatten scheinen lassen, die gegrast und sich an den Bäumen geschubbert hatten, standen ängstlich am Flussufer. „Komm zurück!“, riefen sie. „Das ist gefährlich! Du wirst dich verirren!“„Ja, vielleicht“, antwortete das kleine Nashorn. Es winkte den anderen Nashörnern zu, bis es hinter der Flussbiegung verschwunden war.DS 8Weit draussen auf dem Meer war das Wasser tiefblau. Feuchte Gischt erfüllte die Luft und Schaumkronen tanzten auf den Wellenkuppen. DS 9Das kleine Nashorn tauchte einen Huf ins Meer und probierte von dem salzigen Wasser; verträumt blickte es in die Tiefe. Am Tag schnellten Fische neben dem Boot empor.Nachts schwammen Sterne auf der dunklen Oberfläche des Ozeans. Das kleine Nashorn schaute aufs Wasser und liess sich von den Wellen in den Schlaf wiegen.Und segelte weiter …DS 10… vorbei an schneebedeckten Winterwelten und sonnigen Sommerlandschaften.Es segelte bis in die fernsten Länder und noch weiter. DS 11Es sah Schlamm und Gras und Bäume.Und es sah Dinge, die es noch nie zuvor gesehen hatte, roch unbekannte Gerüche und hörte neue, überraschende Klänge.DS 12Es sah mehr, als sich ein Nashorn jemals hätte erträumen können.DS 13Und als es alles gesehen hatte, was es zu sehen gab, wendete das kleine Nashorn sein Segel und machte sich auf den Heimweg.Die anderen Nashörner warteten an derselben Stelle, an der das kleine Nashorn sie zurückgelassen hatte. Umgeben von Schlamm und Gras und Bäumen.DS 14Das kleine Nashorn erzählte ihnen von all den Dingen, die es gesehen und gerochen und gehört hatte.„War das nicht alles sehr fremd?“, fragten die Nashörner.„Ja“, erwiderte das kleine Nashorn.„Und unheimlich?“„Ja, manchmal.“„Das haben wir uns gedacht“, sagten die Nashörner.Sie drehten sich um und kümmerten sich wieder um den Schlamm und das Gras und die Bäume.Doch dann meldete sich eine leise Stimme zu Wort. „Und hast du dich verirrt?“„Ja, ganz oft.“„Und wie war das?“„Es war wunderbar“, sagte das kleine Nashorn. „Das hab ich mir gedacht“, sagte das noch kleinere Nashorn. DS 15Und es begann zu träumen.
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Beschreibung

Ein Bilderbuch über Mut und Selbstvertrauen, für Kinder ab 4 Jahren.Das kleine Nashorn träumt davon, einmal die grosse weite Welt zu sehen. Die Welt ausserhalb des Sumpfes am grossen Fluss, wo es mit den anderen Nashörnern lebt.Die grossen Nashörner verstehen das nicht. Hier im Sumpf ist doch alles, was ein Nashorn braucht! Das sieht das kleine Nashorn ein. Aber trotzdem verfolgt es seinen grossen Traum unbeirrt weiter. Es baut sich ein Floss und sticht in See – und auch wenn es sich auf dem Weg manchmal verirrt, am Ende erreicht das kleine Nashorn sein Ziel.Ein poetisches, warmes Bilderbuch mit einem kleinen Helden, den man mit seiner freundlichen, positiven Art sofort ins Herz schliesst.

Meg McKinlay wuchs in Bendigo, einer Stadt im australischen Bundesstaat Victoria, auf. Bevor sie Kinderbuchautorin wurde, arbeitete sie als Schwimmlehrerin, Reiseleiterin, Übersetzerin und Lehrerin. Heute lebt sie mit ihrer Familie nahe dem Meer in Fremantle und hat stets eine neue Geschichte im Kopf.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Altersempfehlung 4 - 6 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 17.08.2018
Verlag Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Seitenzahl 40
Maße (L/B/H) 27.7/25.5/1 cm
Gewicht 403 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Once Upon A Small Rhinoceros
Übersetzer Inge Wehrmann
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-522-45873-3

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Es war einmal ein kleines Nashorn.
von kvel am 03.02.2019

„Es war einmal ein kleines Nashorn, das träumte davon, die große weite Welt zu sehen. Also baute es sich ein Boot und fuhr los ...“ (Buchrückseite). Inhalt (gemäß Verlagshomepage): Ein Bilderbuch über Mut und Selbstvertrauen, für Kinder ab 4 Jahren. Das kleine Nashorn träumt davon, einmal die große weite Welt zu sehen. Die ... „Es war einmal ein kleines Nashorn, das träumte davon, die große weite Welt zu sehen. Also baute es sich ein Boot und fuhr los ...“ (Buchrückseite). Inhalt (gemäß Verlagshomepage): Ein Bilderbuch über Mut und Selbstvertrauen, für Kinder ab 4 Jahren. Das kleine Nashorn träumt davon, einmal die große weite Welt zu sehen. Die Welt außerhalb des Sumpfes am großen Fluss, wo es mit den anderen Nashörnern lebt. Die großen Nashörner verstehen das nicht. Hier im Sumpf ist doch alles, was ein Nashorn braucht! Das sieht das kleine Nashorn ein. Aber trotzdem verfolgt es seinen großen Traum unbeirrt weiter. Es baut sich ein Floß und sticht in See – und auch wenn es sich auf dem Weg manchmal verirrt, am Ende erreicht das kleine Nashorn sein Ziel. Ein poetisches, warmes Bilderbuch mit einem kleinen Helden, den man mit seiner freundlichen, positiven Art sofort ins Herz schließt. Meine Meinung: Ganz besonders gut hat mir gleich die erste Illustration der Geschichte gefallen: Das kleine Nashorn steht auf einer Lichtung und riecht an einer kleinen roten Blume. Dies ist ein großformatiges Vorlesebuch mit großen, dezent farbigen Zeichnungen und jeweils einem kurzen Text. Und ich glaube, dass man als Eltern mit diesem Kinderbuch prinzipiell nicht falschliegt. Aber ich hätte mir dennoch einige andere Details an der Geschichte gewunschen: Denn das kleine Nashorn hat großes Fernweh und es zieht es in die große, weite Welt, aber immer wenn es dies bei den großen Nashörnern vorbringt, stößt es auf Unverständnis: „Und ein Nashorn, das gerade graste, sagte: „Du bist ein Nashorn. Du gehörst hierher.“ „Ja“, sagte das kleine Nashorn. „Das stimmt.“ Und jedes dieser Ja-das-stimmt erinnert mich beim Lesen immer an das umgangssprachliche Ja-Ja, das übersetzt so viel bedeutet wie L...-m...-a...-A.... Und dass sich das kleine Nashorn dann einfach alleine auf und davon macht, finde ich keine schöne Botschaft; denn was wollen wir unseren Kindern damit auf den Weg geben? Was immer du tun willst, tu es einfach, egal ob alle Erwachsenen dir davon abraten?! Ich hätte es eine schönere Botschaft für kleine Kinder gefunden, wenn sich ein erwachsenes Nashorn gefunden hätte, das gesagt hätte „ich kann dich in deiner Neugier verstehen und wäre deshalb gerne bereit mit dir zu gehen und dir auf deinen Abenteuern beizustehen“. Und eine weitere Szene fand ich nicht schön kindgerecht: Als nämlich das kleine Nashorn von seiner Reise zurückkehrte fragten die erwachsenen Nashörner zwar wie es ihm ergangen ist, aber bereits nach dieser kurzen Nachfrage sagten sie „Das haben wir uns gedacht“ und sie „drehten sich um und kümmerten sich wieder um den Schlamm und das Gras und die Bäume“. Keine Freude über das gesund und munter heimgekehrte Kind?? Und auch die Schlußszene, als ein noch kleineres Nashorn davon träumt in die weite Welt zu FLIEGEN; wenn man sich nun vorstellt, dass sich das eigene Kind in das fliegen-wollende-Nashornkind hineinversetzt und mit ihm träumt: Was wollen wir unserem Kind wirklich mitgeben? Tu einfach, was immer du tun möchtest! Auch wenn die Erwachsenen dir davon abraten – weil vielleicht Erwachsene doch manchmal voraussehen können, dass etwas gefährlich sein kann?! Müssen wir unsere Kinder eigentlich immerzu ermuntern das zu tun, was sie wollen, oder sollten wir als Eltern nicht auch mal mäßigend auf unsere Kinder einwirken?! Ja, ich weiß, dass mir nun viele widersprechen wollen und sagen, dass man doch die Fantasie und den Mut und Unternehmensgeist seiner Kinder stärken solle. Aber wie gesagt …

von einer Kundin/einem Kunden am 31.10.2018
Bewertet: anderes Format

Wunderschön und absolut stimmig! Über Fernweh und Träume, über Mut und Entschlossenheit und über Heimkehr und dem Weltenöffnen für andere, indem über das Erlebte erzählt wird.

Man ist nie zu klein, um großartig zu sein
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergkamen am 21.10.2018

#kleinesnashornwofährstduhin #megmckinlay #leilarudge REZENSION Kleines Nashorn, wo fährst du hin ? von Meg McKinley/Leila Rudge Ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch aus Hartpappe. Es lebt von den Illustrationen von Leila Rudge, welche viel Platz zum Erzählen lassen. Der Text überfordert kleinere Kinder nicht, aber meiner Me... #kleinesnashornwofährstduhin #megmckinlay #leilarudge REZENSION Kleines Nashorn, wo fährst du hin ? von Meg McKinley/Leila Rudge Ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch aus Hartpappe. Es lebt von den Illustrationen von Leila Rudge, welche viel Platz zum Erzählen lassen. Der Text überfordert kleinere Kinder nicht, aber meiner Meinung nach, ist es ein Buch für Kinder ab 4/5 Jahren. Ich denke nicht, das jüngere Kinder den Text schon umsetzen können. Aber die schönen, großgezeichneten Bilder lassen viel Spielraum für den Vorleser. Die Sätze von Meg McKinley sind kurz gehalten und leicht zu verstehen. Das kleine Nashorn ist neugierig auf das Leben. Alle anderen Nashörner sind mit ihrem Dasein zufrieden. Aber das kleine Nashorn ist anders. Es ist sehr mutig und durch seinen Mut lernt und sieht es mehr als andere Nashörner. Der Satz "Ja, das stimmt", zieht sich durch das ganze Buch hindurch. Die großen Nashörner machen sich Sorgen und möchten seinem Wunsch nach einer Weltreise, mit warnenden Worten entgegentreten. Trotzdem lässt sich das Nashörnchen nicht davon abhalten. Als es genug gesehen hat, kehrt es glücklich nach Hause zurück. Ein einziges kleines Nashörnchen interessiert sich wirklich für das Erlebte vom kleinen Nashörnchen. Und so sind es schon zwei Nashörner, welche nicht nur träumen.... Eine Geschichte zum Mutmachen. Zum Dinge hinterfragen, zum Entdecken, zum Ermuntern. Manche Träume haben schon die Welt verändert.


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