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Die Hochhausspringerin

Roman

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Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiss nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert? „Die Hochhausspringerin“ führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt. Julia von Lucadou erzählt von ihr mit der Meisterschaft der grossen Erzählungen über unsere Zukunft.
Portrait
Julia von Lucadou wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Biel, New York und Köln. "Die Hochhauspringerin" ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 23.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26039-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 21,2/13,6/2,9 cm
Gewicht 415 g
Auflage 3
Verkaufsrang 1.708
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 28.90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
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Beinahe SciFi
von einer Kundin/einem Kunden am 20.11.2018

Ein großartiges ? ganz anderes ? Debut. Die Hochhausspringerin ist sprachlich anders als das was man kennt und zieht einen ganz und gar in den Bann. Hochspannend und psychologisch gut ausgearbeitet. Ein Buch das man völlig unvoreingenommen genießen sollte für maximalen Effekt.

Was uns von außen beeinflusst
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2018

Eine Gesellschaft, in der jeder Schritt auf Profitabilität überprüft wird, in der jedes Lächeln einkalkuliert ist und in der Überwachung gefördert wird, wenn sie der Leistungsfähigkeit dient. Wo Orwells "1984" auf brutale Tyrannei und Unterdrückung setzt ist die Hochhausspringerin deutlich subtiler. Kontrolle dient keiner gesichtslosen Regierung sondern den Überwachten... Eine Gesellschaft, in der jeder Schritt auf Profitabilität überprüft wird, in der jedes Lächeln einkalkuliert ist und in der Überwachung gefördert wird, wenn sie der Leistungsfähigkeit dient. Wo Orwells "1984" auf brutale Tyrannei und Unterdrückung setzt ist die Hochhausspringerin deutlich subtiler. Kontrolle dient keiner gesichtslosen Regierung sondern den Überwachten selbst, Schlafrhythmen und Nahrungsaufnahme werden dazu analysiert, um die Bevölkerung auf höchstem Niveau ihrer Möglichkeiten zu halten. Und dass jede Bewegung von tausenden Kameras gefilmt wird dient ja schlussendlich nur der eigenen Sicherheit. Dadurch werden glattgeschliffene, konforme Menschen geschaffen, wird die Gesellschaft als ganzes auf Kosten der Individualität "professionalisiert". Ein bedrückender Blick in eine Zukunft, die deutlich näher erscheint als die meisten anderen Dystopien.

Ein erschreckendes Bild
von einer Kundin/einem Kunden am 03.10.2018

Der Debütroman der Autorin handelt von der Hochhausspringerin Riva. Sie ist ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich hört sie auf zu trainieren und weigert sich mit anderen Menschen vernünftig zu kommunizieren. Durchgehend wurde sie während ihrer Karriere von Kameras verfolgt, doch sie weiß nicht, dass sie... Der Debütroman der Autorin handelt von der Hochhausspringerin Riva. Sie ist ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich hört sie auf zu trainieren und weigert sich mit anderen Menschen vernünftig zu kommunizieren. Durchgehend wurde sie während ihrer Karriere von Kameras verfolgt, doch sie weiß nicht, dass sie auch jetzt gezielt beobachtet wird. Eine Psychologin namens Hitomi soll sie wieder zum trainieren bringen und gefügig machen. Schafft sie dies nicht, wird sie entlassen und ihr droht ein Leben in den Peripherien der Stadt, wo Menschen am Rande der Existenz im Dreck leben ohne Möglichkeit, ein vollwertiger Teil der Gesellschaft zu sein und dieser zu dienen. Eine Welt in der das höchste Ziel ist, sich selbst zu optimieren durch eine dauerhafte Überwachung von Geburt an. Durch Fitness-Tracker kontrolliert, ein vollkommen durchstrukturierter Tagesablauf, Achtsamkeit und Meditation. Alles nur, um in der ?Rangliste? aufzusteigen, für einen besseren Status in der Gesellschaft. Kinder wachsen ohne Zuneigung der ?Bioeltern? auf und eine klassische Familie wie der Leser sie kennt, existiert nicht mehr. Aktueller könnte das Thema in Julia von Lucadous Roman nicht sein, indem sie hinterfragt, was einen Menschen menschlich macht, der ohne Liebe oder Zuneigung aufwächst. In einer kalten Welt ohne Anschein von Gefühlen, die nach außen dringen könnten. Die Autorin schafft es, dass man selbst über die Gesellschaft nachdenkt und wie man sein Leben gestaltet in einer Zeit in der das Internet durch Soziale Netzwerke und Reality TV Stars überschattet wird. Beeindruckt hat mich auch der einzigartige Schreibstil der Autoren. Passend zur gefühllosen Welt, sind auch die Sätze teils recht abgehackt und kühl gehalten. Die teils poetisch klingenden Sätze werden ergänzt durch Beschreibungen die aus einem Drehbuch zu stammen scheinen. So beschreibt sie Kamerafahrten beispielsweise aus Sicht einer Person, die gerade einen Film schaut und geht auch auf die Emotionen ein, die ein Zuschauer dabei fühlen könnte. So ist es nicht verwunderlich, dass sie Autorin promovierte Filmwissenschaftlerin ist, die dies gekonnt in ihre Arbeit als Autorin einfließen lässt. Ein wenig enttäuschend fand ich jedoch, dass die Welt recht wenig beschrieben wurde. Gerne hätte ich mehr über die Peripherien erfahren und das Leben dort. Leider zieht sich der Roman zudem an einigen Stellen, was sich jedoch durch den einzigartigen Schreibstil ausgleichen lässt, der für manche Leser jedoch etwas trocken sein könnte. Die Hochhausspringerin ist ein erschreckender Roman über eine Gesellschaft die unserer näher ist als wir glauben. Ein Roman, der versucht der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, die dominiert ist durch dauernde Überwachung über Soziale Medien und dem Streben nach Perfektion im Auge des Zuschauers.