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Die Glocke im See

Roman


Norwegen im Jahr 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Die junge, wissbegierige Astrid ist anders als die übrigen Mädchen im Dorf. Sie träumt von einem Leben, das aus mehr besteht als Heiraten, Kinderkriegen und am Ende bei der Feldarbeit Sterben. Sehnt sie sich nach einem Leben mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare?

Kai Schweigaard hat soeben die kleine Pfarrei mit der 700 Jahre alten Stabkirche in Butangen übernommen. Die würde er gerne abreissen und durch eine modernere, grössere Kirche ersetzen. Er hat auch schon Kontakt zur Kunstakademie in Dresden aufgenommen, die ihren begabten Architekturstudenten Gerhard Schönauer schickt, der den Abtransport der Kirche nach Dresden und den Aufbau dort überwachen soll. Astrid rebelliert, denn mit der Kirche würden auch die beiden Glocken verschwinden, die einer ihrer Vorfahren einst der Kirche gestiftet hat. Man sagt ihnen übernatürliche Kräfte nach und dass sie von selbst läuten, wenn ein Unglück bevorsteht.

Astrid verliebt sich in diesen Gerhard. Er ist so anders als die jungen Männer in Butangen. Modern, weltoffen, elegant. Astrid muss sich entscheiden. Wählt sie die Heimat und den Pfarrer oder den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in Deutschland. Da hört sie  auf einmal die Glocken läuten ...

Rezension
"Mytting erzählt eine Geschichte von archaischer Kraft. Er schafft es, uns eine fremde Welt so nahezubringen, dass man glaubt, jeden geschnitzten Balken persönlich gesehen zu haben."
Meike Schnitzler, Brigitte
Portrait
Mytting, Lars
Lars Mytting, geboren 1968, stammt aus Fåvang im Guldbrandsdalen in Norwegen. 2014 erschien sein Bestseller Der Mann und das Holz. Vom Fällen, Hacken und Feuermachen, eine kleine Kulturgeschichte des Holzes, 2016 sein Roman Die Birken wissen s noch. Mytting ist selbst begeisterter Holzfäller und Kaminofenliebhaber und hat erst kürzlich seine ramponierte Motorsäge Partner 500 Professional in Pension geschickt und sich eine Husqvarna 353G angeschafft.

Schmidt-Henkel, Hinrich
Hinrich Schmidt-Henkel übersetzt Belletristik, Theaterstücke und Lyrik aus dem Norwegischen, Französischen und Italienischen. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören Jon Fosse, Kjell Askildsen, Jean Echenoz, Édouard Louis und Louis-Ferdinand Céline.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 482
Erscheinungsdatum 14.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17763-0
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 21.3/13.4/3.5 cm
Gewicht 590 g
Originaltitel Sosterklokkene
Auflage 1
Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel
Verkaufsrang 3661
Buch (gebundene Ausgabe)
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Fr. 36.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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Trachte nicht zu wissen, wem die Stunde schlägt; denn die Stunde schlägt Dir
von einer Kundin/einem Kunden am 25.06.2019

Noch einmal: NORLA – Norwegian Literature Abroad. Auch diese Übersetzung wurde von der Institution gefördert. Nun ist Lars Mytting nach “Die Birken wissen’s noch” und “Der Mann und das Holz” auch hierzulande bestimmt kein Unbekannter. Mytting hat einen modernen Klassiker geschaffen, der sich wie ein authentischer Klassiker lies... Noch einmal: NORLA – Norwegian Literature Abroad. Auch diese Übersetzung wurde von der Institution gefördert. Nun ist Lars Mytting nach “Die Birken wissen’s noch” und “Der Mann und das Holz” auch hierzulande bestimmt kein Unbekannter. Mytting hat einen modernen Klassiker geschaffen, der sich wie ein authentischer Klassiker liest. Ich fühlte mich nicht nur hineinversetzt, sondern regelrecht hineingezogen in das abgeschiedene norwegische Dorf im Jahre 1880, in die Landschaften und all die faszinierenden Figuren dieses großartigen Romans. Das Ganze hat eine so kraftvolle Wirkung als würde man im See der Erzählung versinken, quasi mit einer Glocke am Fuß. Vielschichtig geht es um das Alte und das Neue, um unberührtes Land und Stadt, Bauerndasein und Bürgertum, Entbehrungen und Sehnsucht, vor allem aber um den Konflikt zwischen den uralten Mythen und dem “Aberglauben” auf der einen Seite, Religion, “Aufklärung” und “Fortschritt” auf der anderen, und davon, dass eines unweigerlich dem anderen weichen soll. Das verlangt Opfer, die unglaublich sinnlos erscheinen. Die alte Stabkirche ist eben nicht nur ein Konstrukt, das sich zerlegen und exportieren lässt, um im fernen Dresden wieder aufgebaut zu werden: “Hier regte es sich, jenes Größere, das an keiner Kunstakademie vermittelt werden konnte, auch nicht in Dresden. Unter dem Gewölbe schwebte etwas, das von der Luft nicht verdünnt und auch nicht in fassbare Einzelteile zerlegt werden konnte. Die unsichtbare Seele von geweihtem Zimmerwerk, eine schemenhafte Gestalt, die aus den Sorgen und Hoffnungen der Jahrhunderte hervorgewachsen war.” “Sich rankende Tiere entstanden vor ihr, Geschöpfe mit schuppigem Bauch, Hörnern und Reißzähnen, Drachen und Wölfe und Vögel, aufgerissene Mäuler, gereckte Krallen, alles dicht miteinander verflochten. Der Deutsche zeichnete einen Drachen, der sich an die Schlange klammerte und ihren Kopf anstarrte, irgendwie vertrauensvoll, ja, fast liebevoll, soweit das einem Drachen gegeben ist.” “Jahrhunderte waren mit ihrem Wetter über die Schnitzereien weggegangen, doch im Dunkeln fühlten sie sich an den Fingerspitzen wie neu an. Astrid ließ ihn ihre Hand halten und über die Urkräfte führen. So strichen ihre Finger über den Fenriswolf, über Odins Raben, über Naglfar, das aus den Nägeln der Toten gebaute Schiff des Totenreiches, er führte ihre Hände über Flammen, über eine Hitze, die entweder vorbei oder noch zu erwarten war, einen Kampf zwischen Dunkelheit und Licht aus der Zeit, da das Licht von der Dunkelheit geschieden wurde.” “Doch in der Stille ahnte Astrid, dass ein altbekannter Freier ihm zuvorkommen würde. Er bedrängte sie, kroch ihr in die Kleider. Der Frost. Sie spürte ihn, er war unsichtbar und hartherzig, ein Messerstahl. Sie saß reglos, vermied möglichst jede Berührung mit ihrer Kleidung, doch die Kälte zog vom Boden hoch und bahnte sich den Weg zu den steifen Zehen, ihren Knien, den Fingern. Astrid wusste, was ihr bevorstand. Dies war die Art Kälte, die tiefer ging als in Haut und Muskeln, sie drang durch Mark und Bein.” “Licht, dachte sie. Licht in der Nacht. Nicht drinnen im Haus, zum Lesen. Licht draußen, zum Spazierengehen. Das musste eine Verwandlung sein wie im ersten Buch Mose. Als nicht mehr alles Dunkelheit war. Bei Neumond durch die Straßen gehen, jemandem begegnen und ihn erkennen. Die Befreiung von der Dunkelheit im Wald. Vom Schrecken vor den Huldern und dem Schwarzen Mann, der Versammlung vor dem Kaminfeuer, den Geschichten, die bei jeder Erzählung ein wenig mehr übertrieben wurden. Denn das war die Dunkelheit. Sobald man des Winters hinausging, kam sofort die Frage angekrochen: Bin ich wirklich allein?” Wie man vielleicht schon merkt, ist der Roman sprachlich ausgesprochen schön von Hinrich Schmidt-Henkel übertragen worden. “Die Leute brauchen auch etwas, das schön ist”, sagt die Hauptfigur Astrid einmal. Mit diesem melancholischen Buch hat Mytting einen beeindruckenden Beitrag geleistet. Thematisch ähnlich, wenn auch literarisch vielleicht nicht ganz ebenbürtig: Im Oktober erscheint die deutsche Übersetzung von “The Glass Woman”, das mit einer ähnlichen Problematik im 17, Jahrhundert in Island spielt. Kann man sich ja schon mal vormerken: Caroline Lea, Die Farbe von Glas.

Meisterhaft erzählte Liebesgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 13.05.2019

Lars Mytting gelingt es in diesem Buch eine melancholisch erzählte Liebesgeschichte, mit einer interessanten historischen Erzählung zu verknüpfen. Myttings Protagonisten sind überzeugend dargestellt und die Geschichte packt den Leser von der ersten Seite an. Ruhig baut der Autor seine Erzählung auf und man fühlt sich in eine län... Lars Mytting gelingt es in diesem Buch eine melancholisch erzählte Liebesgeschichte, mit einer interessanten historischen Erzählung zu verknüpfen. Myttings Protagonisten sind überzeugend dargestellt und die Geschichte packt den Leser von der ersten Seite an. Ruhig baut der Autor seine Erzählung auf und man fühlt sich in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt. Kein Action-Roman, aber dennoch spannend und auch ein bisschen traurig. Eine Geschichte, die den Leser berührt und im Gedächtnis bleibt. Sehr empfehlenswert!

von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2019
Bewertet: anderes Format

Hier spielt die Landschaft Norwegens und deren Mythen im Widerstreit zur beginn. Moderne die Hauptrolle und natürlich die starke Hauptfigur! Unterhaltsamer Auftakt einer Trilogie