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Motherless Brooklyn

Roman

Trojanische Pferde Band 4

Jonathan Lethem

(4)
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Beschreibung

Verfilmung von und mit Edward Norton und Willem Dafoe, Bruce Willis und Alec Baldwin!

»Lethem ist ein König der Sätze. Sein Talent ist riesig und sein Blick so scharf wie eh und je.«
New York Times

Ein ermordeter Mafioso mit grossem Herz und grosser Klappe. Ein kleiner Gangster mit Tourette-Syndrom auf der Spur des Verbrechens. Messerscharfe Dialoge und grandioser Sprachwitz vor der Kulisse der Unterwelt Brooklyns.

Das Waisenhaus St. Vincents in Brooklyn, frühe siebziger Jahre. Für Lionel Essrog, der am Tourette-Syndrom leidet, ist Frank Minna so etwas wie ein Erlöser. Der im ganzen Viertel beliebte Ganove taucht eines Tages auf und nimmt Lionel und drei weitere Jungs mit auf seine mysteriösen Streifzüge quer durch Brooklyn. Aus den vier Waisen werden so die Minna Men, die von Detektei bis Fahrdiensten alles anbieten. Ihre Tage und Nächte drehen sich um Frank, den Prinzen von Brooklyn, der mit grosser Klappe durchs Leben eilt. Dann kommt die furchtbare Nacht, in der Frank niedergestochen wird und Lionel auf sich selbst gestellt ist. Auf der Suche nach Franks Mörder verstrickt er sich tiefer und tiefer in Brooklyns Unterwelt und die geheimen und unüberschaubaren Gesetze dieses Viertels, in dem niemand ist, was er zu sein scheint.

»Eine geniale Mischung aus Spannung, Intelligenz und Kunstfertigkeit.«
Die Zeit

Jonathan Lethem, geboren 1964 in New York, ist Autor zahlreicher Romane, darunter die Brooklyn-Romane »Motherless Brooklyn« und »Die Festung der Einsamkeit«. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. den »National Book Critics Award«, den »Gold Dagger« und das »MacArthur Fellowship«. Lethem hat am Pomona College in Südkalifornien die Professur für Creative Writing inne. Zurzeit lebt er mit seiner Familie in Kalifornien.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 31.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50389-0
Verlag Tropen
Maße (L/B/H) 18.8/11.3/2.7 cm
Gewicht 262 g
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Michael Zöllner

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Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Ein atmosphärischer New-York-Roman der etwas anderen Art.
von einer Kundin/einem Kunden am 25.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Lionel Essrog, einst Waisenkind in einem Heim, wurde früh von Frank Minna, dem König von Brooklyns halblegaler Businesswelt, unter die Fittiche genommen. Als Arbeitgeber und Vaterersatz führte Minna ihn durchs Leben, gab ihm Aufträge, Bezahlung und einen Lebenssinn. Als Frank Minna jedoch gleich im ersten Kapitel des Buches ermo... Lionel Essrog, einst Waisenkind in einem Heim, wurde früh von Frank Minna, dem König von Brooklyns halblegaler Businesswelt, unter die Fittiche genommen. Als Arbeitgeber und Vaterersatz führte Minna ihn durchs Leben, gab ihm Aufträge, Bezahlung und einen Lebenssinn. Als Frank Minna jedoch gleich im ersten Kapitel des Buches ermordet wird, heftet sich Lionel an die Fersen des Mörders seines Mentors. Doch Lionel Essrog ist ein ungewöhnlicher Ermittler, denn durch sein Tourette-Syndrom und diverse Tics verhält er sich oft alles andere als unauffällig... "Motherless Brooklyn" bietet enorm viel New-York-Atmosphäre, einen klasse Hauptcharakter und eine emotional nachvollziehbare Mission des Helden. Leider hat das Buch auch einige Schwächen, so zum Beispiel die kaum übersetzbaren Schreitiraden, mit denen sich der Übersetzer sichtlich große Mühe gegeben hat, die aber dennoch nicht natürlich wirken (können). Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, gebe aber aufgrund der Charaktere und der Originalität des Buchs knappe 4.

Einmal Brooklyn, immer Brooklyn!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.04.2019

Da schon viele hoch dekorierte Lektüren von mir enttäuscht in die Ecke gepfeffert wurden ( geht mit e-books leider nicht ganz so gut), trete ich diesen Werken oft mit einer Portion Skepsis entgegen. Aber der in jeder Hinsicht außergewöhnliche Krimi "Motherless Brooklyn" von Jonathan Lethem wurde zu Recht mit den höchsten Ausze... Da schon viele hoch dekorierte Lektüren von mir enttäuscht in die Ecke gepfeffert wurden ( geht mit e-books leider nicht ganz so gut), trete ich diesen Werken oft mit einer Portion Skepsis entgegen. Aber der in jeder Hinsicht außergewöhnliche Krimi "Motherless Brooklyn" von Jonathan Lethem wurde zu Recht mit den höchsten Auszeichnungen seines Genres, wie dem Dagger und Circle Award geehrt. Brooklyn in den 1970er Jahren hatte nicht gerade das Image einer schmucken Wohngegend, und das Viertel, in dem das St.Vincents Waisenheim liegt, aus dem der Protagonist Lionel stammt, rangiert am untersten Ende der Skala. Kein Wunder also, dass die Freude bei Lionel und drei jugendlichen Leidensgenossen unbeschreiblich ist, als Frank Minna sie aus der unwirtlichen Verwahranstallt holt, um ihnen ein neues Heim zu geben. Zwar entpuppt sich der scheinbare Messias Frank als Kleinganove, der seine "Kinder" für kriminelle Geschäfte einspannt, aber mit den Jahren schafft der sympathische Looser Frank es doch, allen ein heimeliges Gefühl von Familie zu geben. Für Lionel, der wegen eines schwer ausgeprägten Tourette-Syndroms ( im Zweifel, wie ich bitte googeln) immer unterschätzt wurde, bricht die heile Welt zusammen, als sein väterlicher Freund Frank getötet wird. Völlig auf sich allein gestellt, beginnt er zu ermitteln und verstrickt sich immer tiefer in die Unterwelt Brooklyns. Jonathan Lethem fesselt uns gleich mit zwei einzigartigen Protagonisten: das düstere Brooklyn, das wir trotz Paul Auster oder Lou Reed, neu entdecken, und Lionel, der im Laufe der Story eine solche Metamorphose durchlebt, dass selbst ein hart gesottener Leser wie ich Mal feuchte Augen bekommt. Ein tolles Buch, dass es zur Freude der Geldbörse als Taschenbuch gibt. Unbedingte Empfehlung!

New York Stories
von einer Kundin/einem Kunden am 28.02.2019

Bewegend, irr, melancholisch, hart, zum Grölen und aktuell. Hier ist alles drin in einer genialen Übersetzung. Der kleine Ganove Lionel hat das Tourettesyndrom, muss also zwanghaft fluchen und Sprüche klopfen. Aber eigentlich leidet die ganze Welt darunter, deshalb fällt der Protagonist gar nicht mehr gross aus der Rolle. Stolpe... Bewegend, irr, melancholisch, hart, zum Grölen und aktuell. Hier ist alles drin in einer genialen Übersetzung. Der kleine Ganove Lionel hat das Tourettesyndrom, muss also zwanghaft fluchen und Sprüche klopfen. Aber eigentlich leidet die ganze Welt darunter, deshalb fällt der Protagonist gar nicht mehr gross aus der Rolle. Stolpernd löst er einen Mordfall und der Roman liefert noch so en passant eine berührende Liebesgeschichte.


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