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Wegen Wersai

Roman

rüffer&rub literatur 1

Mitte der 1960er-Jahre, ein gutbürgerliches Milieu in der Schweiz, zu dem Ausflüge mit dem Auto in die Berge oder Sommerferien im Tessin genauso gehören wie Fremdenfeindlichkeit, repressive Erziehungsmethoden und streng gehütete Familiengeheimnisse.

Man kauft nicht bei der Migros ein und leistet sich für die Tochter eine Pflegemutter, da sich die leibliche Mutter aufgrund ihrer MS-Erkrankung nicht mehr um die Kinder kümmern kann. Doch die zwölfjährige Katharina passt sich nur vordergründig an und setzt sich zunehmend gegen jegliche Form von Repression und Verlogenheit zur Wehr. Dies jedoch lässt ihr Vater nicht zu.

»Als Tantelotte später wieder einmal wegging, schrieb ich eine neue Liste.
Ein roter Titel, darunter alles, was ich nicht mag:
Tantelotte
Tantelotte
Tantelotte
Staubsaugen
Kuttelwürmer
Beichten und Beten«
Portrait
Dagmar Schifferli, geb. 1951 in Zürich, Studium der Sozialpädagogik und Psychologie. Redakteurin und Dozentin für Sozialpädagogik und Geschichte der Pädagogik. Lebt als freie Autorin in Zürich. Veröffentlichungen u.a. "Anna Pestalozzi-Schulthess. Ihr Leben mit Heinrich Pestalozzi" sowie der Roman "Wiborada".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 188
Erscheinungsdatum 16.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-906304-38-0
Verlag Rüffer & Rub
Maße (L/B/H) 19,8/11,6/2,6 cm
Gewicht 291 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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"Wenn bei uns etwas Schlimmes passiert, ist immer jemand schuld..."
von einer Kundin/einem Kunden am 07.02.2019

Als Buchhändler mit fast 40 Jahren Berufserfahrung, hat man unzählige Bücher gelesen, hat gehypte Autoren aufsteigen und verglühen sehen, und irgendwann führt das fast zwangsläufig zu einem gewissen Zynismus a la "Hab ich schon hundertmal gelesen", "gibt`s hier auch etwas Neues?" oder "Och nööh, nicht schon wieder!" Man zweifelt... Als Buchhändler mit fast 40 Jahren Berufserfahrung, hat man unzählige Bücher gelesen, hat gehypte Autoren aufsteigen und verglühen sehen, und irgendwann führt das fast zwangsläufig zu einem gewissen Zynismus a la "Hab ich schon hundertmal gelesen", "gibt`s hier auch etwas Neues?" oder "Och nööh, nicht schon wieder!" Man zweifelt an dem, was man tut, kann im schlimmsten Fall gar nicht mehr lesen oder vergräbt sich in den Klassikern, "denn die haben ja wenigstens noch etwas zu sagen..."! Oder man "stolpert" über ein Buch, nicht sehr umfangreich, dafür um so gehaltvoller, wie "Wegen Wersai." Und man weiss wieder, warum man diesen Beruf immer noch liebt, was ihn so einzigartig macht! Dagmar Schifferli erzählt ein Jahr aus dem Leben der 12-jährigen Katharina, aus deren Sicht, mit deren Worten. Das allein ist eine echte Herausforderung für jede Autorin, jeden Autor, im vorliegenden Fall bravourös gelöst: 1965, Katharinas Mutter ist an MS erkrankt, ihr Vater engagiert "Tantelotte" für das Mädchen als Kinderpflegerin, hat ein Verhältnis mit eben dieser Lotte, ist ein Fremdgänger, Chauvinist, Kinderschläger, Nationalist, kurz ein Unsympath ersten Ranges. Lotte hat mit den Folgen der Kriegsjahre zu kämpfen, es ist kaum echtes Gefühl in ihr, sie ist fremdenfeindlich und hat die Nazi-Zeit mehr als verinnerlicht, Empathie ist ein Fremdwort für sie, und Kinder müssen, zumindestens ihrer Meinung nach, hart und streng erzogen werden. In dieser Welt versucht Katharina ihren Weg zu finden, neugierig, wissensdurstig, auch wenn viele Fragen unbeantwortet bleiben, - und sie schafft es, gegen alle Widerstände... Mit diesen Zutaten könnte man einen "Groschenroman" der schlimmsten Sorte fabrizieren - oder aber ein Buch schreiben, in dem buchstäblich jeder Satz "sitzt", jedes Wort passt, das man als Leser nahezu atemlos liest - und das einen fassungslos, aber nicht ohne Hoffnung, zurücklässt; ein Buch, das einen tatsächlich zum lachen, und zum weinen, bringt! Zum Glück hat sich Dagmar Schifferli für die zweite Variante entschieden... "Papa wird nur eine Woche mit uns in Tenero bleiben, dann muss er zurück zur Arbeit." "Wie andere Männer auch", sagt er. "Die Männer arbeiten, die Frauen sind zu Hause. Das ist ein Naturgesetz!"