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Der englische Liebhaber

Roman

(72)
Münster, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt ist zerstört, es ist Winter, die Menschen kämpfen um ihre Existenz. Die junge Anna hält ihre Familie mit einer Stelle als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht über Wasser. Als sie eines Tages mit Fieber bei der Arbeit erscheint, bietet ihr der englische Captain Jeremy an, sie nach Hause zu bringen – es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liaison, die im Nachkriegsdeutschland verpönt ist, denn mit dem Feind lässt man sich nicht ein. Doch als Anna schwanger wird, ist Captain Jeremy verschwunden, und die Engländer verweigern ihr jede Auskunft. Vierzig Jahre später findet Annas Tochter Charlotte Tagebuchaufzeichnungen und alte Tonbandaufnahmen – und sie macht sich daran, das Geheimnis der grossen verbotenen Liebe von Anna und Jeremy zu lüften. Warum verschwand er eines Tages spurlos aus Annas Leben, obwohl sie seine grosse Liebe war? Was ist das Geheimnis des charismatischen und so undurchschaubaren Mannes, der ihr Vater ist? Und was ist der Grund für Annas Selbstmordversuch Jahrzehnte später? Je mehr Charlotte in die Geschichte ihrer Familie eintaucht, desto lebendiger wird für sie – und die Leser – auch die deutsche Nachkriegszeit, als die europäischen Völker einander als Feinde galten und in vielen Familien das Gespenst des Nationalsozialismus noch lebendig war.
Portrait
Federica de Cesco wurde als Tochter eines italienischen Vaters und einer deutschen Mutter im norditalienischen Pordenone geboren und studierte Kunstgeschichte und Psychologie in Lüttich. Mit 15 schrieb sie ihr erstes Buch, den Jugendbestseller Der rote Seidenschal, dem über 50 Kinder- und Jugendbücher folgten, bis ihr mit Silbermuschel ein aufsehenerregendes Debüt in der Belletristik gelang. Weitere grosse und erfolgreiche Romane folgten. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem japanischen Fotografen Kazuyuki Kitamura, in der Schweiz.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 360
Erscheinungsdatum 29.06.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95890-080-6
Verlag Europa Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/15,2/3,5 cm
Gewicht 590 g
Auflage 1. Auflage (1. Auflage)
Verkaufsrang 59
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
72 Bewertungen
Übersicht
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24
9
3
1

Eine schwierige Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 11.12.2018

Da der Roman auf wahren Begebenheiten beruht, bekommt die Geschichte dadurch eine fühlbare Lebendigkeit und eine starke Authentizität. Keine Angst vor dem Titel, es erwartet Euch auf keinen Fall eine übertrieben romantische oder schnulzige Liebesgeschichte, sondern die Autorin erzählt sie genau dosiert. Was mir aufgefallen ist, das Federica De... Da der Roman auf wahren Begebenheiten beruht, bekommt die Geschichte dadurch eine fühlbare Lebendigkeit und eine starke Authentizität. Keine Angst vor dem Titel, es erwartet Euch auf keinen Fall eine übertrieben romantische oder schnulzige Liebesgeschichte, sondern die Autorin erzählt sie genau dosiert. Was mir aufgefallen ist, das Federica De Cesco schreiben kann, als würde man zwei Autoren lesen. Geht es um Anna ist der Schreibstil liebevoll und herzlich zu lesen, bei ihrer Tochter Charlotte finde ich die Ausdrucksweise oftmals etwas linkisch und steif. Es kann natürlich ihr Bestreben gewesen sein das es so rüberkommen sollte, da die beiden Frauen sehr unterschiedlich im Charakter sind. Was mir sehr gut gefallen hat ist, das die damalige, schwierige Zeit sehr gut bildlich und einprägsam dargestellt wird. Wer stilvolle Liebesromane aus der Nachkriegszeit mag, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen.

Tragisch und ergreifend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Beckingen am 22.10.2018

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitet die junge Anna als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht um für sich und ihre Familie sorgen zu können, dort lernt sie den englischen Offizier Jeremy kennen. Schnell kommen die beiden sich näher. Trotz der schwierigen Umstände wollen sie heiraten. Jeremy geht... Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitet die junge Anna als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht um für sich und ihre Familie sorgen zu können, dort lernt sie den englischen Offizier Jeremy kennen. Schnell kommen die beiden sich näher. Trotz der schwierigen Umstände wollen sie heiraten. Jeremy geht zurück nach England um dort alles für eine gemeinsame Zukunft zu organisieren. Daraufhin bricht der Kontakt zwischen den beiden ab. Alle Versuche von Anna, Jeremy zu kontaktieren scheitern. Nach dem Tod von Anna findet deren Tochter Charlotte alte Briefe, Dokumente und Tonbänder und sie taucht in die tragische Geschichte von Anna und Jeremy ein. Das schöne Cover hat mich gleich angesprochen und der Titel versprach ein besonderes Leseerlebnis. Mir haben die Handlung und der Erzählstil sehr gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft die Tragik der Geschichte sehr emotional an den Leser zu übertagen. Mich hat das Schicksal der Beteiligten sehr ergriffen und nachdenklich darüber werden lassen wie schnell Glück doch zerrinnen kann. Die klare, schnörkellose Erzählweise hat die Tragik des Geschehens meiner Meinung nach hervorgehoben und verstärkt und mich somit bis zum letzten Wort in ihrem Bann gehalten. Die ist eine Geschichte, die ich sicher nochmal lesen werde.

?Mensch? (Album/Titel von Herbert Grönemeyer)
von kkarin aus Oberösterreich & Wien am 16.10.2018

Inhaltsangabe: Im zerbombten Nachkriegs-Münster bringt Anna als einzige Erwerbstätige in der Familie als Dolmetscherin und Übersetzerin bei den britischen Siegermächten ihre Familie (Eltern und Schwester samt Sohn) mehr schlecht als recht durch. Ihr Alltag ist geprägt von massiven Entbehrungen, Hunger, unzureichender Bekleidung gegen den harten Winter und einem täglichen weiten... Inhaltsangabe: Im zerbombten Nachkriegs-Münster bringt Anna als einzige Erwerbstätige in der Familie als Dolmetscherin und Übersetzerin bei den britischen Siegermächten ihre Familie (Eltern und Schwester samt Sohn) mehr schlecht als recht durch. Ihr Alltag ist geprägt von massiven Entbehrungen, Hunger, unzureichender Bekleidung gegen den harten Winter und einem täglichen weiten Arbeitsweg, den sie per Rad zurücklegen muss, weil die Infrastruktur direkt nach Kriegsende noch gänzlich zerstört ist. Als sie fiebernd trotzdem zum Dienst erscheint, leistet der englische Secret Intelligence Service Captain Jeremy Fraser Erste Hilfe und bringt Anna in seinem Jeep samt Rad nachhause. Auf dieser Fahrt unterhalten sich beide, was der Beginn für eine Geheimbeziehung gegen alle damals gängigen Konventionen zwischen einer Deutschen und einem Angehörigen der britischen Siegermacht sein soll, in dessen weiteren Verlauf Anna schwanger wird und Jeremy plötzlich vom Erdboden verschwindet. Jahrzehnte später wird Charlotte, eine in Berlin lebende Filmschaffende, von ihrer im Sterben liegenden Mutter Anna nach Münster gerufen. Die unterkühlte Mutter-Tochter-Beziehung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Mutter informiert, dass sie bereits alle organisatorischen Erfordernisse im Falle ihres Ablebens organisiert habe und sich ihre Tochter noch aus der Wohnung holen möge, was sie behalten möchte. Charlotte nimmt wenig mit, unter anderem aber vier Schuhschachteln mit Briefen, Notizbüchern und Tonbandaufnahmen sowie eine vertrocknete rote Rose. Finden sich in diesem Nachlass die Antworten auf ihre Beziehung zu ihrer Mutter und Hinweise auf ihren beinahe unbekannten Vater? Ad Titel/Cover: Ich hätte mir dieses Buch aufgrund des Titel/Covers und dem Zusatz ?Das »Vom Winde verweht« der deutschen Nachkriegszeit? NICHT gekauft, da ich zu viel Herz-Schmerz-Kitsch vermutet hätte. Klappentext und Leseprobe haben mir erst richtige Lust auf das Buch gemacht hat. Meine Meinung: Die Leseprobe ist derart vielversprechend, dass man sich beim Intro/der Vorstellung der Protagonistinnen ? Anna, die im Sterben liegende Mutter aus Münster und Charlotte, die rebellische in Berlin in der Filmindustrie tätige Tochter ? und deren nüchterne, speerige, noch nicht nachvollziehbare Mutter-Tochter-Beziehung durchquält ? ? und Frederica de Cesco belohnt einem mit einer spannenden deutschen Familiengeschichte während der Nazi-Zeit und einer verzaubernden und zutiefst tragischen Liebesgeschichte in der Nachkriegszeit, die einem doppelt packt, weil sie nicht reine Fiktion ist, sondern auf wahren Begebenheiten beruht (Federica de Cesco wurde vom Nachlass der Tante zum Buch angeregt). Beeindruckend sind vor allem die Dialoge zwischen Anna und Jeremy, die gespickt sind mit ?leicht daherkommenden? philosophischen Betrachtungen über Krieg und Frieden, Sieger und Besiegte, Macht, Liebe, uvam und zwar die damalige Zeit betreffen, jedoch auch im Hinblick auf die aktuelle politische (Welt-)Situation noch immer Gültigkeit haben! Auch aus psychologischer Sicht fand ich ?Der englische Liebhaber? aus mehreren Gründen spannend: Erstens, wie F.d.Cesco die unterschiedlichen möglichen Facetten menschlichen Verhaltens hinsichtlich ?Haltung? (gegenüber politischen Mehrheitsmeinungen, gesellschaftlichen Konventionen, etc.) beschreibt. Zweitens macht F.d.Cesco deutlich, wie dramatisch sich das Verschweigen von Familiengeschichte (oder Teilen davon) ? auch wenn es bloß zum Schutze der Nachfolgegeneration gedacht ist ? negativ auf die Beziehung (zwischen Mutter und Tochter) auswirken ? und dass es nie zu spät ist/es Wert ist, sich mit ihr auseinanderzusetzen, entweder als Tagebuchschreiberin (wie Mutter Anna) oder als deren Leserin (Tochter Anna). Tochter Anna (und auch die Leserschaft) werden belohnt mit einem Stück ?Seelenfrieden?, einem Verständnis oder zumindest Nachvollziehen-Könnens des Geschehenen auf der persönlichen Ebene der Protagonisten, das einem mit dem Vergangenen versöhnt und die einem Anna und Charlotte emotional näher bringen. Beim Lesen hatte ich immer wieder H. Grönemeyers Song ?Mensch? mit dem ?? DU FEHLST ?? im Ohr, welcher für mich die Emotionalität dieses Werkes am besten beschreibt. Fazit: Ein geniales historisches, psychologisches, poetisches und philosophisches Meisterwerk der Zeitgeschichte über die deutsche Nachkriegszeit! Ich bitte um einen Nachschlag!