Männlichkeit und kollektive Gewalt

Vom Mythos bis zur Gegenwart

Luigi Zoja

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Beschreibung

Luigi Zoja untersucht die Psychodynamik und Tiefenpsychologie sexueller Gewalt, die durch Männer und Gruppen von Männern ausgeübt wird. Ausgehend vom griechischen Mythos, in dem der Zentaur – halb Mann, halb Tier – die Sexualität beinahe ausschliesslich als kollektiven Gewaltakt kennt, beschäftigt sich Zoja mit der Geschichte der Gruppenvergewaltigung und der Psychodynamik der Aggressoren in ihrer Eigenschaft als Gruppenmitglieder. Nach einem Jahrhundert des Feminismus ist der Westen zwar post-patriarchal, jedoch nicht post-sexistisch. Zojas eindringliche Ausführungen zeigen, dass eine neue Debatte über männliche Gewalt dringend notwendig ist.

Luigi Zoja, geboren 1943, ist Psychotherapeut (eigene Praxis) in Mailand sowie Lehranalytiker und Dozent am C.G.Jung-Institut in Zürich. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 132
Erscheinungsdatum 01.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8379-2799-3
Reihe Sachbuch Psychosozial
Verlag Psychosozial
Maße (L/B/H) 19.6/12.8/1.2 cm
Gewicht 156 g
Übersetzer Elisabeth Zoja, Martin Mumelter

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    Vorwort zur neuen Ausgabe

    Der Mythos
    Zentaurismus
    Der tierische Rest im Männlichen
    An den Grenzen Griechenlands
    Gute und böse Symbole
    Nessos’ Hände
    Die Sabinerinnen
    Das »Cenis-Syndrom«

    Geschichte und Krieg
    Eine kollektive Psychopathologie
    Kriegsbeute
    Mythos und 20. Jahrhundert
    In Zeiten des »Friedens«
    Mehr zum tierischen Instinkt

    Pitcairn – Ein Labor der männlichen Regression

    Verfälschungen der Biologie
    Pseudoartenbildung
    Futurismus und Rassismus
    Bilder der Vergewaltigung und Alliiertenpropaganda
    Imaginäre Konstruktion des Schwarzen Mannes

    Der Epilog zum Zweiten Weltkrieg
    Spass an einer Frau, was sollte daran schlecht sein?
    Bemerkungen zum sowjetischen Zentaurismus

    Ohne Ende
    Stille
    Die Rückkehr zur individuellen Gewalt
    Nochmals Cenis
    Abschliessende Überlegungen
    Kultur

    Literatur