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Der Tod und das Leben

Vergänglichkeit als Chance zur Entwicklung von Lebendigkeit

Jürgen Grieser zeigt auf, wie der Tod von Kindheit an über die ganze Spanne des Lebens hinweg entscheidend zu unserer psychischen Entwicklung beiträgt und als existenzielle Herausforderung einen basalen Antrieb für die Gestaltung und Weiterentwicklung der psychischen Welt des Menschen darstellt. Dabei beleuchtet Grieser gezielt einen weitgehend blinden Fleck von Entwicklungspsychologie und Psychoanalyse: Denn obwohl der Tod den Menschen ständig begleitet und die Auseinandersetzung mit dem Tod der Ursprung von Philosophie und Religion war, scheinen sich Psychologie und Psychoanalyse so wenig wie möglich mit ihm beschäftigen zu wollen.

Basierend auf einer breiten Übersicht über die Erscheinungsformen des Todes im Verlauf des Lebens stellt Grieser Lösungsstrategien vor, die der Mensch entwickeln kann, um mit dem Wissen um seine Sterblichkeit konstruktiv umzugehen: Mobilisierung der Libido, Erleben der Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens und schliesslich Erfahrungen der Transzendenz. Alle drei Elemente spielen nicht zuletzt eine wichtige, erleichternde Rolle, wenn es darum geht, den furchterregenden letzten Schritt im Leben, das Sterben, in Angriff zu nehmen. Anregungen, wie dem Thema Tod in der Psychotherapie mehr Raum gegeben werden könnte, beschliessen Griesers Überlegungen.
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    Einleitung

    I. Die Psychoanalyse und der Tod
    Die Psychoanalyse als Libidotheorie
    Der Todestrieb
    Vom Verlust des Objekts zur Objektbeziehung
    Freuds Vermeidung des Todes
    Die »Ent-Todifizierung« des Todes
    Freuds Entwertung des Wunsches nach Transzendenz und den tröstlichen Ritualen der Religion

    II. Der Tod im Lebenslauf
    Entstehung und Entwicklung des psychischen Raumes
    Der Tod als Organisator
    Kindheit
    Jugendalter
    Erwachsenenalter
    Alter und Sterben
    Vom Leben gegen den Tod zum Leben mit dem Tod

    III. Die Angst vor dem Tod
    Wissen und Nicht-Wissen
    Der Tod als das Negative, die Antithese
    Trennungs-, Desintegrations- und Vernichtungsängste
    Die Wiederkehr des Verdrängten
    Der Tod als Mord oder als Vergehen des Lebens
    Todesangst, Mordlust und abgewehrte Aggression
    Todesangst und Lebensangst
    Von solchen, die ausziehen, das Fürchten zu lernen

    IV. Lösungen
    Der Tod als Entwicklungsaufgabe
    Die omnipotenten Strategien aus der Kindheit
    Libido – Wege der Liebe
    Sinn
    Den Tod denken
    Formen der symbolischen Unsterblichkeit
    Transzendenz

    V. Vom Nutzen des Todes in der Psychotherapie

    Schluss

    Literatur
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 227
Erscheinungsdatum 01.11.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8379-2831-0
Reihe Bibliothek der Psychoanalyse
Verlag Psychosozial
Maße (L/B/H) 21.1/14.9/2 cm
Gewicht 352 g
Buch (Taschenbuch)
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